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Besser als S&P 500: Was taugt dieser Burggraben-ETF?

Manchen Unternehmen, die langfristig erfolgreich sind, gelingt es, sich gegenüber der Konkurrenz signifikante Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten. Genau auf solche Positionen legt der VanEck Vectors Morningstar US Wide Moat ETF seinen Fokus. Doch lässt sich ein starker Wettbewerbsvorteil auch in eine attraktive Rendite ummünzen?


Rendite durch langfristige Wettbewerbsvorteile

Beim Value-Ansatz setzen Anleger auf Unternehmen, welche eine gute Marktstellung einnehmen und eine beständig gute Gewinnentwicklung aufweisen. Üblicherweise handelt es sich dabei um etablierte Branchengrößen, die in ihrem Marktsegment weit vorne mit dabei sind. Wer eine Burggraben-Strategie verfolgt, geht hierbei noch einen Schritt weiter.

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Als Burggraben-Aktien gelten Unternehmen, die sich innerhalb ihrer Branche eine dominierende Stellung erarbeitet haben. Ihre entscheidenden Markenzeichen sind dabei die signifikanten und nachhaltigen Wettbewerbsvorteile, welche sie gegenüber der Konkurrenz besitzen. Durch diese Wettbewerbsvorteile sind sie in der Lage, ihre eigenen Marktanteile vor konkurrierenden Unternehmen zu schützen, ähnlich wie ein Burggraben früher eine Burg geschützt hat.

In der Theorie können solche Unternehmen ihren Anlegern über einen langen Zeitraum hinweg stabile wenn nicht gar steigende Renditen versprechen. Dies macht sie besonders für Aktionäre interessant, welche nach attraktiven Aktien mit langfristiger Perspektive Ausschau halten.

Der VanEck Vectors Morningstar US Wide Moat ETF

Mit dem VanEck Vectors Morningstar US Wide Moat ETF gibt es nun bereits seit beinahe fünf Jahren einen Indexfonds, der sich auf genau solche Unternehmensaktien konzentriert. Weil ein großer Wettbewerbsvorteil alleine noch nicht unbedingt ein attraktives Investment bedeutet, berücksichtigt der ETF allerdings nur solche Unternehmensaktien, bei denen auch der Preis gemessen an der Rendite stimmt.

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Derzeit enthält der ETF 49 unterschiedliche US-Aktien, die diese Kriterien erfüllen. Eine der Top-Positionen hält dabei der Flugzeugbauer Boeing inne. Die folgenden Plätze werden zum Teil von namhaften Positionen wie General Dynamics oder Caterpillar aber auch von zahlreichen Unternehmen in Nischenbereichen ausgefüllt. Insgesamt machen die Top 10 gerade einmal 27,66 Prozent des gesamten Fonds aus. Der ETF ist daher im Vergleich zu vielen anderen thematischen Fonds relativ breit aufgestellt, ohne sich zu sehr auf die Spitzenpositionen zu konzentrieren.

Ausgerechnet die Tech-Giganten bleiben außen vor

Auffällig ist dabei, dass ausgerechnet die großen Tech-Unternehmen wie Apple, Amazon oder Alphabet nicht berücksichtigt werden. Es sind gerade diese Unternehmen, welche ihre Branchen in den vergangenen Jahren dominiert haben und mittlerweile einen signifikanten Anteil am Wachstum der US-Wirtschaft haben. Der Grund hierfür liegt in der Art und Weise, wie der zugrunde liegende Index den Wettbewerbsvorteil eines Unternehmens bewertet.

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Berücksichtigt werden nur solche Unternehmen, welche über die letzten 20 Jahre hinweg einen deutlichen Vorteil gegenüber ihrer Konkurrenz aufgewiesen haben. Unternehmen wie Facebook und Amazon existieren hierfür noch nicht lange genug, bzw. haben ihre marktbeherrschende Stellung noch nicht lange genug inne. Apple ist zwar bereits seit Längerem vorne mit dabei. Jedoch ist Morningstar nicht gänzlich von der grundlegenden Natur von Apples Wettbewerbsvorteil überzeugt.

Der Markt für IT und Konsumentenelektronik ist ständigen Veränderungen unterworfen. Aufgrund dessen ist selbst ein führendes Unternehmen wie Apple ständig darauf angewiesen, seine Produkte weiterzuentwickeln, um auch weiterhin an der Spitze zu bleiben. Dies hat jedoch ein eher niedriges Moat-Rating zur folge.

Starke Performance bietet Chance zur Diversifizierung

Dies scheint der Performance des VanEck Vectors Morningstar US Wide Moat ETFs jedoch keinen Abbruch zu tun. Über eine Periode von 1, 3 und 5 Jahre hinweg ist es dem zugrunde liegenden Morningstar Wide Moat Focus IndexSM gelungen, den S&P 500 hinsichtlich der Performance zu übertreffen. Besonders signifikant war dieser Vorsprung nach einem Monat, in welchem der Markt aufgrund einer hohen Volatilität negativ abgeschlossen hatte. Der Wide Moat ETF vermochte es also nicht nur, langfristig gesehen besser abzuschneiden. Er wies bisher auch nach schwierigen Marktsituationen einen signifikanten Vorteil auf.

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Damit könnte der ETF all jenen Anlegern, welche einen übermäßigen Anteil der großen US-Tech-Unternehmen im Portfolio vermeiden wollen, eine interessante Alternative zur Diversifizierung bieten. Bereits seit Längerem hatten manche Experten darauf hingewiesen, dass Unternehmen wie Apple, Microsoft und Amazon die großen Indizes immer stärker dominieren würden, was bei einer entsprechenden Kombination mehrerer ETFs zu einer unbeabsichtigten Overexposure führen könnte.

Digitaler Wandel und Zukunft

In der Vergangenheit erwies sich der Wide Moat ETF vor allem nach Phasen hoher Kursvolatilität als äußerst performancestark im Vergleich zu den großen Indizes. Ein Blick auf die Kurse der vergangenen Monate zeigt jedoch, dass dies dieses Mal nicht der Fall zu sein scheint. In den vergangenen drei Monaten performte der ETF mit rund 12,70 Prozent. Damit blieb er spürbar hinter dem S&P 500 (19 Prozent) und dem MSCI World (20 Prozent) zurück.

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Da vor allem die großen Digitalunternehmen derzeit zu den größten Profiteuren der Krise zählen, ausgerechnet diese jedoch nicht im Wide Moat ETF berücksichtigt werden, fällt es nicht schwer, einen Grund für diese Unterperformance auszumachen. Ob diese Entwicklung langfristiger Natur ist, lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch schwer sagen. Da die Bewertung des Wettbewerbsvorteils stets mit Blick auf die langfristige Entwicklung vorgenommen wird, ist es durchaus möglich, dass früher oder später auch Unternehmen wie Amazon oder Alphabet ihren Weg in den ETF finden.

Gleichzeitig ist keineswegs gesagt, dass der Wide Moat ETF aufgrund des fortschreitenden Trends hin zur Digitalisierung nun dauerhaft hinterherrennen muss. Mit Intel oder Microchip Technology enthält der Indexfonds durchaus auch eine Reihe starker Tech-Unternehmen. Zudem unterscheidet sich die derzeitige Krise durchaus von vergangenen Schwächephasen. Führende Unternehmen wie Boeing leiden derzeit unter der darbenden Luftfahrtbranche. Früher oder später wird diese jedoch wieder einen Aufschwung erleben.

Der ETF im Überblick:

  • Name: VanEck Vectors Morningstar US Wide Moat UCITS ETF
  • ISIN: IE00BQQP9H09
  • WKN: A12CCN
  • Replikationsmethode: Physisch
  • Laufende Kosten (TER): 0,49 %
  • Ertragsverwendung: Thesaurierend
  • Auflagedatum: 16.10.2015
  • Fondsgröße: 203 Mio. Euro

Ein neuer globaler Moat ETF

Beflügelt von der bisherigen Entwicklung des US Wide Moat ETFs hat VanEck am 7. Juli den neuen VanEck Vectors Morningstar Global Wide Moat ETF aufgelegt. Der ETF verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie die US-Variante, berücksichtigt jedoch weltweit führende Unternehmen.

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Überraschenderweise finden sich unter den 68 Positionen des ETFs durchaus einige bekannte US-Tech-Größen wie Microsoft und Alphabet. Auch chinesische Giganten wie Tencent und Alibaba nehmen ihren Platz innerhalb der Top-Positionen des Fonds ein. Besonders bemerkenswert ist, dass noch vor all diesen Weltkonzernen ausgerechnet ein deutsches Unternehmen die Top-Position innerhalb des ETFs einnimmt. Mit 2,5 Prozent führt die GEA Group, ein in Düsseldorf ansässiger Anlagen- und Spezialmaschinenbauer, das Ranking an.

Der ETF im Überblick:

  • Name: VanEck Vectors Morningstar Global Wide Moat UCITS ETF
  • ISIN: IE00BL0BMZ89
  • WKN: A2P6EP
  • Replikationsmethode: Physisch
  • Laufende Kosten (TER): 0,52 %
  • Ertragsverwendung: Thesaurierend
  • Auflagedatum: 07.07.2020
  • Fondsgröße: 2 Mio. Euro

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