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Corona-Crash: Wie krisensicher ist ein MSCI World ETF?

Auf der Welt und an der Börse grassiert momentan die Angst. Das Coronavirus legt die Wirtschaft lahm, schwächt die Märkte und verunsichert die Anleger. Für viele Menschen steht Sicherheit aktuell an erster Stelle. Das bezieht sich nicht nur auf die Gesundheit der Bevölkerung, sondern auch auf die Geldanlage. Viele Investoren verkaufen ihre Aktien und Unternehmensbeteiligungen und flüchten sich in alternative Investments wie Gold, Staatsanleihen oder Kryptowährungen.


In solchen Krisenzeiten stellen sich Anleger zurecht die Frage, wie sicher Investments in den Aktienmarkt derzeit sind. In diesem Artikel schauen wir uns die Sicherheit des MSCI World aus verschiedenen Perspektiven an und bewerten, wie Anleger sich in welcher Situation verhalten sollten.

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Hintergrund: Der MSCI World Index ist bei ETF-Anlegern sehr beliebt, da sie mit einem Schlag die erfolgreichsten Unternehmen der Welt ins Depot holen können. Zwar ist die USA mit über 60 % stark übergewichtet, allerdings liegt dies an der wirtschaftlichen Dominanz der USA im weltweiten Vergleich. Dadurch ist der MSCI World Index besonders von der amerikanischen Börse abhängig. Schwellenländer wie China, Brasilien oder Indien sind im MSCI World Index nicht enthalten.

Was ist überhaupt Sicherheit am Kapitalmarkt?

Zunächst muss festgehalten werden, dass Sicherheit für jeden anders definiert ist. An der Börse kann man grob drei Formen der Sicherheit unterscheiden. Das wichtigste für die meisten Anleger ist die Sicherheit vor dem Totalverlust, aber auch ein geringes Schwankungsrisiko stellt eine Form der Sicherheit dar. Die letzte Form ist die Renditesicherheit, die bewertet, wie verlässlich ein Anleger seine Renditen erzielen wird.


Ein MSCI World ETF schützt vor dem Totalverlust

Was die meisten Investoren momentan umtreibt, ist die Angst vor einem Totalverlust ihrer Geldanlage. Ein Totalverlust würde voraussetzen, dass alle 1.600 Aktien des MSCI World Index pleite gehen und somit wertlos werden. Schaut man sich an, welche Unternehmen in diesem Index angesiedelt sind, wird schnell klar, dass ein solcher Totalverlust fatale Folgen für die Weltgemeinschaft hätte. Selbst in dem unwahrscheinlichen Fall, dass dieses Szenario eintritt, müssen sich Anleger um ihre Geldanlage keine Sorgen machen. Die meisten ETFs auf den MSCI World deckten 85 % der weltweiten Marktkapitalisierung ab.

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Die Weltwirtschaft wäre quasi tot und wir würden vor einem dritten Weltkrieg stehen. Alle Währungen wären in einem solchen Szenario ohnehin wertlos. Das Eintreten eines solchen Totalverlustes ist, wie bereits erwähnt, absolut unwahrscheinlich. Sobald es mit der Weltwirtschaft wieder bergauf geht, was irgendwann zwangsläufig passieren muss, werden auch die MSCI World ETFs wieder Kursgewinne einfahren. Langfristige Anleger sind mit einem Investment in den MSCI World Index also auch in einer Krisensituation gut aufgestellt.

Schwankungsrisiko ist im MSCI World immer vorhanden

Geldanlagen sind volatil und schwanken. Das ist keine Neuigkeit und dieser Umstand ändert sich auch in einer Krise nicht. Dass MSCI World ETF nicht zuverlässig vor kurzfristigen Verlusten schützen können, ist keine neue Erkenntnis der Corona Krise. Viel mehr stellt sich die Frage, ob ein MSCI World ETF in der jetzigen Zeit gefährlicher ist als sonst. Die Antwort darauf ist: Das kann niemand wissen. Nach den teilweise deftigen Verlusten der letzten Wochen, kann niemand zuverlässig vorhersagen, in welche Richtung es in den nächsten Monaten weitergeht. Für intelligente Investoren, die sich an die wissenschaftlichen Grundlagen des Investierens halten, ist der Verlauf der Börse in den nächsten Monaten aber ohnehin irrelevant. Wer eine langfristige Strategie fährt, muss sich nicht für die kurzfristigen Entwicklung an der Börse – auch wenn sie noch so dramatisch erscheinen – interessieren.


Anleger, die ihr Geld innerhalb der nächsten Monate und Jahre wieder brauchen, sind ohnehin nicht für ein Investment in einen MSCI World ETF geeignet. Generell ist kurzfristiges Investieren aktuell schwierig. Die niedrigen Zinsen und die verfallenden Kurse am Anleihenmarkt machen krisensichere und schwankungsarme Geldanlagen absolut unlukrativ. Auch das Horten von Bargeld, insbesondere in Deutschland und der Eurozone, ist keine gute Idee. Die politischen Bemühungen der europäischen Zentralbank könnten dafür sorgen, dass die Inflation des Euro in den nächsten Monaten unverhältnismäßig ansteigt und Bargeldbesitzern reale Verluste beschert. Deswegen muss die Devise lauten: Geld langfristig anlegen und nicht von der momentanen Situation verrückt machen lassen.

Der MSCI World Index muss langfristig eine sichere Rendite bringen

Wie hoch die langfristige Rendite des MSCI World Index in Zukunft sein wird, kann nicht genau vorhergesagt werden. Eine Sache ist aber sicher: Unser gesamtes Wirtschaftssystem ist auf Kreditvergabe aufgebaut. Wer einen Kredit vergibt, möchte dafür Zinsen haben und damit sich die Kreditaufnahme auch für die Unternehmen lohnt, muss ein höherer Gewinn erzielt werden, als die Kreditzinsen die Firma kosten. Dieser Umstand klingt sehr banal, ist aber für das Verständnis der langfristigen wirtschaftlichen Entwicklung extrem wichtig.

Übersetzt bedeutet das: Solange es Zinsen gibt, muss die Weltwirtschaft langfristig immer weiter wachsen. Ist das nicht der Fall, bildet sich eine Abwärtsspirale, die in einem vollständigen Kollaps des gesamten Systems enden und zu weltweiten Konflikten führen würde. Wie auch Im Fall des Totalverlustes, würde das die vollständige Entwertung aller Geldanlagen bedeuten und somit jegliche Diskussion über Vermögen, Gewinne und Verluste nichtig machen.

Da wir nicht Schwarzmalen möchten und davon ausgehen, dass die Menschheit zivilisiert weiterlebt, müssen wir also annehmen, dass der MSCI World Index langfristig eine positive Rendite zwischen 5 und 10 % jährlich abwirft. Wenn wir in diesem Fall von langfristig reden, dann meinen wir damit eine Laufzeit von 20 Jahren oder mehr. Über kürzere Laufzeiten können die Renditen stark von diesen Werten abweichen oder sich sogar ins Negative umkehren, wie wir jetzt in der aktuellen Krisenzeit beobachten können.


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