Depot auf Crash vorbereiten: Die Schritt für Schritt Anleitung

Circa ein Jahr ist es her, als es Alarmstufe Rot für alle Aktienbesitzer hieß. Der Corona-Crash im März 2020 sorgte für einen herben Einbruch der Aktienkurse. Viele Anleger trauten ihren Augen kaum, als das eigene Depot mehr als 20 % weniger wert war. Manch ein Aktionär hat wohl die Reißleine gezogen und seine Aktien direkt verkauft. Dabei ist ein derartiger Crash nichts Ungewöhnliches – im Gegenteil kommen Crashs mit gewisser Regelmäßigkeit am Aktienmarkt vor.

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Der erste Crash ist für Investoren am schwersten. Doch auch danach bedarf es Disziplin, Willensstärke und Mut, um von einer Krise zu profitieren. Im folgenden Beitrag gibt es einige Schritte, wie Anleger ihr Depot auf den nächsten Crash vorbereiten. Schließlich hat nicht zuletzt die Börsenoma Beate Sander gesagt, dass sie in Krisen den Grundstein für ihr Vermögen gelegt hat.

Eins ist sicher: Der nächste Crash kommt

Es ist so sicher, wie das Amen in der Kirche – der nächste Crash am Aktienmarkt wird kommen. Dabei ist es kaum möglich, dass Privatanleger den Crash voraussehen. Angst und Gier beeinflussen die kurzfristigen Entwicklungen an der Börse. Exogene Faktoren oder unkontrollierte Emotionen können für einen schnellen Einbruch der Kurse sorgen. Stop-Loss-Wellen werden gerissen und das Chaos nimmt seinen Lauf.

Wer an der Börse investiert, sollte sich dies bewusst sein – der nächste Crash kommt bestimmt. Dann liegt es an jedem Anleger selbst, die Zügel in der Hand zu behalten und besonnen zu reagieren. Schließlich lassen sich bestimmte Muster immer wieder erkennen, die die Angst vor einem Crash nehmen können. Bis heute haben die Aktienmärkte noch jeden vorherigen Crash aufgeholt.

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Hochwertige Unternehmen auswählen!

Der erste Schritt erfolgt bereits bei der Auswahl der Unternehmen. Das Aktiendepot sollte vorrangig hochwertige Unternehmen enthalten, die nicht übermäßig verschuldet sind. Zwar sind Schulden per se in Zeiten niedriger Zinsen keine Bedrohung. Dies kann sich in Krisen jedoch ändern. Dann ist Liquidität Trumpf. Die Unternehmen mit hohen Schulden und Liquiditätsproblemen verschwinden als Erstes vom Radar. Wer sein Depot für den Crash vorbereiten möchte, sollte somit seine Unternehmen präzise analysieren. Wenn das Geschäftsmodell zukunftsfähig scheint, das Wachstum intakt ist und sich die Verschuldung in Grenzen hält, ist die Grundlage für den Aktienkauf gegeben.

Zugleich kann eine bunte Mischung aus Wachstums- und Value-Werten sinnvoll sein. Zwar ist eine klare Grenzziehung nicht immer möglich. Dennoch verlieren Wachstumswerte bei einem Börsencrash häufig stärker.

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Mindset stärken!

Selbst der erfahrenste Anleger wird dieses Gefühl kennen – der nächste Crash ist da und an der Börse sind alle Zahlen rot. Das eigene Depot steht unter Wasser – von einem Tag auf den Anderen ist das Vermögen um 20, 30 oder 40 % geschrumpft. Langsam breitet sich das Gefühl aus, dass dieses Mal alles anders ist. Das war es mit dem Aktienmarkt. Von diesem Crash kann sich die Börse nicht mehr erholen.

Doch langfristig steigen die Aktienmärkte weiter. Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, Inflation, Zugänglichkeit des Aktienmarkts oder die technologische Weiterentwicklung sind nur einige Gründe dafür, dass der Aktienmarkt auch in den nächsten Jahrzehnten steigen wird. Dies sollten sich die Anleger bewusst machen und beharrlich an ihren Investments festhalten. Wer den Crash aussitzt, wird schon bald die alten Höchststände wieder erreichen.

Depot kontrollieren!

Immer wieder empfiehlt sich eine Überprüfung der eigenen Positionen im Depot. Geschäftsmodelle ändern sich. Manch ein Unternehmen entwickelt sich über den Erwartungen, beim anderen Unternehmen ist das Gegenteil der Fall. Langfristige Anleger sollten sich nicht mit tagesaktuellen News aufhalten und bei jeder Änderung das Investment hinterfragen. Allerdings ist es in einer schnelllebigen Zeit dennoch ratsam, den eigenen Investmentcase regelmäßig zu überprüfen.

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Investments diversifizieren!

Häufig sind es einzelne Branchen, die überdurchschnittlich bei einem Börsencrash leiden. Im März 2000 platzte die Dotcom-Blase. Die hoch bewerteten Technologieunternehmen fielen rapide. Bei anderen Unternehmen folgte der Fall sanfter. Das Gleiche gilt für die Corona-Krise. Während beispielsweise Reise-Unternehmen oder Airlines ein Jahr später immer noch weit von ihren Hochs entfernt sind, machten sich Technologieunternehmen schnell zu neuen Höchstständen auf. Mit einem diversifizierten Depot können Anleger somit das Risiko mindern und den Sturz beim nächsten Crash abfedern.

Chance nutzen und nachkaufen!

Wer zufälligerweise zum Zeitpunkt des Börsencrash Liquidität bereit hält, sollte die Chance zum Nachkaufen nutzen. Denn meistens ändert sich fundamental wenig bis gar nichts an den Unternehmen. Im Corona-Crash mussten Amazon (WKN: 906866), Apple (WKN: 865985) und Co. einen starken Einbruch ihrer Kurse hinnehmen. Doch profitierten nicht genau diese Unternehmen von fortschreitender Digitalisierung und E-Commerce? Wer diese Unternehmen identifiziert, kann mit gutem Gewissen im Crash nachkaufen. Schließlich beschwert sich auch im Supermarkt niemand über günstige Preise und wartet, bis die Lebensmittel wieder teurer werden.

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