Die besten Anlageformen mit schneller Verfügbarkeit des Geldes

Eine langfristige Anlagestrategie ist die beste Möglichkeit, sich zuverlässig ein Vermögen aufzubauen. Allerdings muss man hin und wieder auch flexibel sein. Wer nur kurzfristig auf etwas hin spart oder eine Notfallreserve zurückhalten möchte, muss darauf achten, dass das Geld im Zweifelsfall auch schnell wieder verfügbar ist. In dem Fall ist eine traditionelle Wertpapieranlage eher weniger geeignet. Welche Alternativen bieten sich Sparern also und worauf sollte man achten?


Was zeichnet eine kurzfristige Geldanlage aus?

Das entscheidende Merkmal einer kurzfristigen Geldanlage ist die Flexibilität, welche sie Sparern bietet. Im Gegensatz zu langfristig angelegten Investitionen wird das eigene Kapital hierbei nicht über einen längeren Zeitraum hinweg gebunden. Langfristige Sparpläne, aus denen man sich nur mit einer Strafzahlung lösen kann, oder Wertpapiere, die zwischenzeitlich im Kurs fallen können, zählen daher nicht dazu.

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Zwar kann der Wertpapierhandel durchaus auch relativ kurzfristig ausgelegt werden. Solche Geschäfte bergen jedoch meist ein erhöhtes Risiko. Damit sind sie für viele Menschen ungeeignet. Gerade Dinge wie Notfallreserven oder das Geld für den nächsten Urlaub möchte man nicht in riskanten Aktiengeschäften aufs Spiel setzen.

Zu guter Letzt sollte die Anlage jedoch trotz ihrer Flexibilität und ihres geringen Risikos noch eine Rendite einbringen. Die Renditen fallen bei kurzfristigen Anlagen natürlich geringer aus. Allerdings gibt es auch hier durchaus Unterschiede. Generell gilt jedoch die Regel, dass die Lukrativität einer Anlage im Zusammenhang mit ihrer Anlagezeit steht. Auf dem Girokonto, auf welches man jederzeit zugreifen kann, gibt es praktisch keine Zinsen. Bei Tagesgeld und Festgeldkonten mit einer festgelegten Laufzeit lässt sich hingegen bereits spürbar mehr erzielen.

Grundsätzlich bieten sich hier diverse Möglichkeiten, das eigene Geld kurzfristig anzulegen. Jede davon hat ihre eigenen Vor- und Nachteile.


Sparbücher

Sparbücher galten über Jahrzehnte hinweg als die favorisierte Geldanlage der Deutschen. Sie sind einfach zu verstehen und risikolos nutzbar. Wer keine Lust auf Experimente hatte oder sich schlicht nicht weiter mit der eigenen Geldanlage beschäftigen wollte, wählte lange Zeit am liebsten das Sparbuch.

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Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsen scheint dessen Zeit jedoch mittlerweile endgültig abgelaufen zu sein. Im Durchschnitt erhalten Sparer heute noch 0,02 Prozent Zinsen auf ihre Sparbücher. Falls nicht gerade Deflation herrscht, verwaltet man damit also lediglich den jährlichen Verlust des Ersparten.

Zwar sind Sparbücher relativ flexibel, was das Geldabheben anbelangt. Von einen auf den anderen Tag kündigen kann man es jedoch für gewöhnlich nicht. Zudem sind manche Sparbücher an Mindestbeträge gekoppelt. Insgesamt bieten Sparbücher heutzutage schlicht zu wenig, um ihre Nutzung noch weiter zu rechtfertigen.


Tagesgeld

Das Tagesgeld hat sich mittlerweile ebenfalls zu einem beliebten Sparinstrument entwickelt. Tatsächlich bietet es gerade im Vergleich zum Sparbuch diverse Vorteile. Im Gegensatz zu Sparbüchern gibt es hier keine Kündigungsfristen. Dadurch kann das Geld täglich in voller Höhe abgerufen werden. Da sich ein Tagesgeldkonto auch mit einem Girokonto verbinden lässt, handelt es sich hierbei durchaus auch um eine bequeme Geldanlage.

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Auch in Sachen Verzinsung bringt ein Tagesgeldkonto wesentlich mehr ein als ein Sparbuch oder ein gewöhnliches Konto. Garantierte Zinssätze zwischen 0,25 und 0,40 Prozent sind hier durchaus möglich. Theoretisch sind auch noch höhere Zinssätze im Bereich des Möglichen. Hier behalten sich die Banken jedoch ein hohes Maß an Flexibilität vor. Die Zinsen können so jederzeit an den aktuellen Markt angepasst werden.

Um sicherzugehen, dass man auch tatsächlich den Zinssatz erhält, mit welchen geworben wurde, sollte man jedoch stets auf das Kleingedruckte achten. Manche Banken bieten den Garantiezins nämlich nur zeitlich befristet für Neukunden.


Festgeld

Im Gegensatz zu Tagesgeld sind Festgeldkonten mit einer festen Laufzeit verbunden. Dadurch hat man eine Zeit lang keinen Zugriff auf sein Geld. Die Laufzeiten sind jedoch vorher fest vereinbar und in der Regel eher kurz gehalten. So kann man beispielsweise eine Laufzeit über sechs Monate oder ein Jahr vereinbaren.

Die geringere Flexibilität wird jedoch mit einem höheren Zinssatz entlohnt. Je nach Länge der Laufzeit sind damit durchschnittliche Zinssätze zwischen 0,25 und 0,80 Prozent möglich. Die Zinssätze werden dabei über die komplette Laufzeit hinweg garantiert.

Wer Festgelder nutzt, sollte darauf achten, das Konto stets einige Tage vor der Fälligkeit zu kündigen. Manche Banken neigen nämlich dazu, die Verträge ansonsten automatisch zu verlängern und dabei schlechtere Konditionen anzuwenden. Zudem sollte der Zinszufluss jährlich erfolgen, um zu garantieren, dass man auch den Zinseszins-Effekt mitnehmen kann.

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Einlagenzertifikate

Einlagenzertifikate – auch Depositenzertifikate genannt – sind mittelfristig festverzinsliche Wertpapiere. Sie sind mit Termingeldern vergleichbar, welchen für mindestens 30 Tage zu einem festen Zinssatz bei einem Kreditinstitut angelegt werden. Anleger erhalten hier jedoch ein Wertpapier, welches Betrag, Laufzeit und Zinssatz verbrieft. Als Wertpapier sind sie frei handelbar, wodurch sie sich jederzeit zu Geld verwandeln lassen. Ausgegeben werden sie üblicherweise von Unternehmen, die kurzfristig Geld benötigen.

Die Laufzeit der Einlagenzertifikate kann variieren. Bei längeren Laufzeiten sind höhere Renditen möglich. Grundsätzlich handelt es sich hierbei um eine vergleichsweise lukrative kurzfristige Anlage. Allerdings hängt ihre Flexibilität auch vom Sekundärmarkt ab, da man bei einem vorzeitigen Geldbedarf einen passenden Käufer finden muss.

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Anleihen

Anleihen gelten im Vergleich zu Aktien als deutlich wertstabiler. Sie sind nicht im gleichen Maße Schwankungen unterworfen. Dadurch laufen Anleger weniger Gefahr, Verluste in Kauf nehmen zu müssen, falls sie kurzfristig verkaufen müssen, um an ihr Geld zu gelangen. Aus diesem Grund können sich Anleihen also durchaus auch als kurzfristige Anlagen eignen.

Hierbei sollte man jedoch stets darauf achten, in möglichst sichere Anleihen zu investieren. Darunter fallen in erster Linie Staats- und Unternehmensanleihen mit einer sehr guten Bonität von Rating-Agenturen. Je nach Laufzeit sind hier mit Tagesgeld vergleichbare garantierte Zinssätze möglich. Zudem sind Anleihen als Wertpapiere handelbar.


Allerdings ist der Anleihenmarkt für Privatanleger relativ unzugänglich. Zahlreiche Papiere erfordern eine hohe Einstiegssumme, welche von Kleinanlegern kaum zu stemmen ist. Als gängige Alternative hierzu bieten sich daher Anleihen-ETFs an.

In Acht nehmen sollte man sich hingegen vor Hochrisiko-Anleihen. Diese sogenannten “Junk-Bonds” werden von Staaten und Unternehmen mit einer geringen Bonität ausgegeben. Ihre Sicherheit ist so gering, dass es eines sehr hohen Zinssatzes Bedarf, um Anleger davon zu überzeugen, in sie zu investieren. Die Renditen sind hierbei durchaus mit gut performenden Aktien vergleichbar. Allerdings besteht jederzeit das Risiko eines Ausfalls.


Vergleichen lohnt sich

Sparern und Anlegern bieten sich heutzutage diverse Möglichkeiten, ihr Geld kurzfristig anzulegen. Dabei muss man zwar stets zwischen der gewünschten Flexibilität und der zu erzielenden Rendite abwägen. Wer jedoch nur ein klein wenig Zeit investiert, dürfte schnell zahlreiche Angebote finden, die deutlich mehr Zinsen einbringen als das herkömmliche Sparbuch.

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