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Die größten Mythen über nachhaltige Geldanlagen

Auf der Suche nach einer nachhaltigen Anlageform stößt man unweigerlich auf kritische Stimmen und sich haltende Bedenken. Doch handelt sich hierbei möglicherweise vor allem um Vorurteile? Ist es möglich, ökologisch und sozial nachhaltig Geld anzulegen, ohne auf Rendite zu verzichten? Wie steht es um die Belastbarkeit von ETFs und Fonds mit Nachhaltigkeitssiegel? Und wie vertrauenswürdig sind diese Siegel überhaupt? Bewege ich mich nur in einer von Mode und Klimagewissen geprägten Nische? Wir möchten heute aufräumen mit den größten Mythen rund um nachhaltige Anlageformen.


Dabei gehen wir der Frage nach, was Nachhaltigkeit überhaupt bedeutet und wie sich Vorbehalte entkräften lassen. Am Ende bleibt es jedem selbst überlassen, welcher Anlageform man gerne vertrauen möchte. Schauen wir uns die größten Mythen an.

Erster Mythos – Nachhaltige Geldanlagen sind nichts weiter als eine vorübergehende Modeerscheinung

Der Begriff der Nachhaltigkeit ist in den heutigen Medien präsenter als je zuvor. Aber bedeutet dies, dass es sich dabei nur um eine Mode handelt? Schaut man in die Geschichte so wir deutlich, dass der Begriff und die damit verbundenen Handlungsgrundsätze schon über 300 Jahre bestehen. Ging es im 18. Jahrhundert bei Carl von Carlowitz noch um die nachhaltige Forstwirtschaft, so entwickelte sich der Begriff im Laufe des 20. Jahrhundert im Zuge des Club of Rome und durch gezielte Programme der Vereinten Nationen zu einem der grundlegendsten Elemente für zukunftsorientiertes Handeln.

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Die drei Säulen der Nachhaltigkeit umfassen soziale, wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit. Heutzutage sind Unternehmen in alle drei Bereichen gefordert und entwickeln Strategien für das 21. Jahrhundert. Und genau in allen diesen drei Feldern können heutzutage Geldanlagen getätigt werden. Manche ökologische Fonds sind bereits in der Mitte des 20. Jahrhunderts gestartet und der älteste Nachhaltigkeitsfond in Deutschland – der Pioneer Funds – Global Ecology – hat dieses Jahr sein 30 jähriges Bestehen gefeiert.

Zweiter Mythos – Nachhaltige Anlageformen performen schlechter

Den grünen Branchen wird oftmals ein zu stark ausgeprägtes Gewissen unterstellt, welches vernünftiges Wachstum und hohe Renditeerwartungen schmälern könnten. Doch diverse Studien haben wiederholt gezeigt, dass dies nicht der Fall ist. Demnach sind die zu erwartenden Renditen in Branchen wie der Erneuerbarer Energie auf lange Sicht nicht schlechter als in anderen Wirtschaftszweigen. Ein Missverständnis liegt bei der Frage nach Nachhaltigkeit oft noch im Wege: Es geht bei nachhaltigen Geldanlagen nicht darum, ausschließlich in Öko-Anbieter und Top-Ranker der Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsindizes zu investieren.

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Geld nachhaltig anzulegen beginnt bereits damit, umweltschädliche, menschenschädliche oder auf endlichen Ressourcen basierende Industrien zum Beispiel in der Auswahl von Aktienfonds auszuschließen. So bildet der MSCI World Socially Responsible fast identisch den MSCI World ab; mit dem Unterschied, dass besonders wenig nachhaltige Unternehmen wie Waffenhersteller und Unternehmen mit menschenunwürdigen Produktionsbedingungen wie Kinderarbeit und Minenarbeit, oder auch massive Ausbeutung natürlicher Ressourcen hier ausgenommen werden.

Die Performance-Werte beider weltumfassenden Indizes unterscheiden sich kaum und die Rendite ist seit Jahren gleichermaßen stabil. Das könnte sich nach der Corona-Pandemie ändern: möglicherweise sind sogar nachhaltige Anlageformen auf lange Sicht stabiler. Erste Studien haben bereits gezeigt, dass Nachhaltigkeitsfonds im Schnitt krisensicherer sind und sich schneller von solchen erholen.

Dritter Mythos – man kann den Nachhaltigkeitsversprechen nicht vertrauen, denn diese sind willkürlich

Sicherlich ist der Finanzdienstleister, der einen nachhaltigen Fonds kreiert, daran interessiert, mit ökologischem oder sozialem Mehrwert zu werben. Hierfür gibt es eine Vielzahl an Siegeln, welche die Nachhaltigkeit versichern sollen. Und da die Auswahlkriterien eines jeden Fonds unterschiedlich sind, ist auch für den Anleger nicht immer sofort ersichtlich, in welchem Rahmen und mit welcher Glaubwürdigkeit ein Fonds konstruiert ist. Auch hier gilt, einen genauen Blick auf die vertretenen Unternehmen in den jeweiligen Fonds und in die Richtlinien zu werfen.

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Manche Anbieter schließen Atomkraft, Rüstungsgüter oder fossile Brennstoffe aus und definieren damit ihr Verständnis von Nachhaltigkeit. Andere setzten auf den so genannten Best-in-Class-Ansatz, bei dem Unternehmen in kritischen Branchen, die sich aber besonders für Verbesserungen einsetzten, bevorzugt integriert werden, während Untätigkeit in Sachen Nachhaltigkeit abgestraft wird. Die Idee dahinter ist simpel: Man unterstützt vornehmlich jene Unternehmen, die eine ersthafte Strategie zur Verringerung beispielsweise von CO2 vorweisen eher, als ein Unternehmen, dass bereits wenig CO2 ausstößt. Richtig bleibt, dass je nach Kriterien auch renommierte Unternehmen in Rankings unterschiedlich abschneiden – wie das Beispiel Tesla belegt – das manche Rankings anführt (den MSCI) und in anderen das Nachsehen hat.

Vierter Mythos – für nachhaltige Anlagen gibt es nur sehr begrenzte Investitionsmöglichkeiten

Die hier zugrunde liegende Annahme basiert auf der Wirtschaft des 20. Jahrhunderts, als nachhaltige Unternehmen noch ein Orchideen-Dasein geführt haben und kaum auf dem Aktienmarkt vertreten waren. Damals galten Ökologie und Menschenrechte vielen als unrentable Nischen, denen man sich fern halten sollte. Das hat sich im Zuge der großen Digitalisierung, der Klima-Krise sowie der Industrialisierung 4.0. maßgeblich geändert.

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Die Anzahl der Fonds, Sparpläne und Investitionsmöglichkeiten mit nachhaltigem Charakter hat sich in den letzten Jahren vergrößert und bestehende Fonds wurden diversifiziert, ausgebessert und ausgebaut. Daher kann man von den bereits erwähnten MSCI World Socially Responsible, über Öko-Fonds, Erneuerbare Energie Fonds, bis zu Baumsparplänen und nachhaltigen Wertpapieren, Staatsanleihen und Schatzbriefen heute ein genauso breites Portfolio aufbauen, wie es ohne Kriterien in ökologischer Dimension möglich ist.

Fünfter Mythos – Nachhaltigkeit und Wachstum schließen sich langfristig aus

Während in klassischer Anlagesicht die Vereinbarkeit von Gewissen und Rendite bezweifelt wird, zeigen die Börsen heute, dass dies schon lange nicht mehr der Fall ist. Als besonders nachhaltig eingestufte Unternehmen können vielmals auch starke Gewinne erzielen, ohne dabei gegen Umweltauflagen oder Arbeitsschutz zu verstoßen. Beispiele wie das Schweizer Unternehmen Geberit, der Amerikanische Autobauer Tesla aber auch Digital-Unternehmen und Energie-Konzerne haben durch vorbildliches Verhalten auf beiden Gebieten gepunktet: Ökonomisch und ökologisch. Denn nicht vergessen sollte man, dass Unternehmen grundsätzlich nach wirtschaftlich sinnvollen Maßstäben handeln und Gewinne erzielen möchten. Das schließt aber nicht aus, Wachstum mit fairen Mitteln zu erzielen.

ℹ️ Auch interessant: Themenseite Nachhaltigkeit

Manche Experten meinen, dass nicht nur die Digitalisierung in ihrer ganzen Breite die Zukunft ist, sondern dass auch die Green Economy als einzige – weil den Planeten rettende – Wirtschaftsform langfristig Wachstum und Wohlstand generieren kann. In diesem Sinne könnten Geldanlagen ebenso von langfristigem, ressourcenschonenden und humanen Wirtschaftsbedingungen profitieren.

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1 KOMMENTAR

  1. Zur Performance gibt es zwei Effekte: Marktarithmetisch weisen nachhaltige Investments zunächst einen (kleinen) negativen Renditeeffekt auf. Aber wenn die Kunden tatsächlich langfristig zu diesen Unternehmen wechseln, bekommen die Unternehmen auch den notwendigen fundamentalen Rückenwind für bessere Performance. Den ersten Effekt hatte ich hier mal zusammengefasst: https://www.marko-momentum.de/warum-nachhaltige-investments-einen-renditenachteil-haben-muessen/

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