Erstmals über 3.300 Dollar – Jetzt Ethereum kaufen?!

Der Ethereum-Preis hat gestern Abend erstmals die Marke von 3.300 US-Dollar geknackt. Innerhalb einer Woche ist es der Kryptowährung damit gelungen, 33 Prozent im Wert zu steigen. Grund für den neuerlichen Kursrekord ist ein mögliches neues Update für Ethereum. Sollte man Ethereum jetzt kaufen?

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 315 Milliarden US-Dollar ist Ethereum (ETH) mit deutlichem Abstand die zweitgrößte Kryptowährung der Welt. Der Abstand zur Nummer eins Bitcoin schrumpft nun jedoch jeden Tag weiter. Im laufenden Jahr hat der Ethereum-Kurs bereits um über 350 Prozent zugelegt. In der letzten Woche hat der Kurs nun jedoch nochmals zusätzlich an Fahrt aufgenommen. Was war passiert?

Neues Update weckt Hoffnungen bei Anlegern

Der maßgebliche Antreiber der aktuellen Kursentwicklung ist EIP-1559. Das sogenannte Ethereum Improvement Proposal 1559 ist ein über GitHub eingereichter Verbesserungsvorschlag für Ethereum. Da es sich bei Ethereum um eine Open-Source-Software handelt, hat im Prinzip jeder Einsicht in den Code und kann eigene Verbesserungsvorschläge für die Weiterentwicklung der Software einreichen.

Bereits in der Vergangenheit haben solche von der Nutzergemeinschaft eingereichten Vorschläge dazu beigetragen, das Ethereum-Netzwerk zu verbessern und effektiver zu machen. Mit EIP-1559 ist nun jedoch die Hoffnung verknüpft, einige der größten Probleme des Ethereum-Netzwerks zu lösen.

Neues Update soll Transaktionen über Ethereum billiger machen

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Seit einiger Zeit leidet Ethereum unter vergleichsweise hohen Transaktionskosten. Diese haben mittlerweile dafür gesorgt, dass viele kleinere Nutzer Ethereum aktuell kaum noch verwenden können. Dies hat dazu geführt, dass alternative Plattformen wie Polkadot (DOT) oder Cardano (ADA) nunmehr nicht nur bei Nutzern, sondern auch bei Anlegern zunehmend beliebter werden.

Langfristig gesehen könnte hier das Rundum-Upgrade Ethereum 2.0 Abhilfe schaffen. Allerdings könnte sich dessen Implementierung noch über Jahre hinweg verzögern. EIP-1559 verspricht nun jedoch womöglich eine kurzfristige Lösung, mit welcher man die Zeit bis ETH 2.0 überbrücken könnte.


Bisher laufen Transaktionen über das Ethereum-Netzwerk nach einem Auktionsmechanismus ab, bei welchem sich die Nutzer gegenseitig überbieten. Dies treibt die Kosten für eine Transaktion mittlerweile jedoch in immer unerschwinglichere Höhen. EIP-1559 will nun eine Basisgebühr einführen, die sich danach richtet, wie ausgelastet die Blöcke sind. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Nutzer trotz halbleerer Blöcke dennoch überdurchschnittlich hohe Transaktionskosten schultern müssen.

Wird Ethereum bald knapper als Bitcoin?

Durch diese Änderung könnte Ethereum für seine Nutzer jedoch nicht nur günstiger werden. Auf lange Sicht könnte sich Ethereum dadurch auch spürbar verknappen.

Die neu eingeführte Basisgebühr soll nämlich mit Ether bezahlt werden. Danach verschwindet die komplette Gebühr jedoch permanent. Eingezahlte Coins werden dadurch dauerhaft aus dem Umlauf genommen. Auf diese Weise könnte das Update einer zukünftigen Inflation von Ethereum entgegenwirken.

Da die Menge der gelöschten Coins im Gleichschritt mit der Zahl der Transaktionen steigt, könnte dies bei steigenden Nutzerzahlen womöglich sogar zu einer Deflation von ETH führen. Sollte die Nachfrage nach DeFi in den kommenden Jahren wie prognostiziert stark ansteigen und es Ethereum gleichzeitig gelingen, sich als führende Plattform in diesem Bereich zu etablieren, würde dies womöglich zu einem massiven Anstieg des Ether-Kurses führen.

Langfristig gesehen könnte diese Verknappung sogar dazu führen, das Ethereum knapper wird als Bitcoin. In dem Fall wäre sogar ein Wachwechsel an der Spitze der Kryptowelt möglich.

Ethereum kaufen: Sollten Anleger jetzt einsteigen?

Trotz aller Euphorie dürfte EIP-1559 nicht in der Lage sein, sämtliche Probleme von Ethereum zu lösen. Ethereums Problem mit der weiteren Skalierung wird sich dadurch vermutlich weiterhin nicht lösen lassen.

Kurz- bis mittelfristig könnte Ether nun jedoch auf einer Welle reiten, die den Kurs der Kryptowährung in bisher nicht für möglich gehaltenene Sphären katapultiert. Die Gefahr eines zu großen Hypes ist hierbei natürlich durchaus gegeben.

Dennoch scheint der aktuelle Zeitpunkt gut zu sein, um in Ethereum einzusteigen. Nach wie vor steckt noch eine Menge Potenzial in der Kryptowährung.

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Florian Schulze hat einen Abschluss in internationaler Politik und Wirtschaftspolitik und studiert derzeit Mathematik. ETFs, Aktien und Kryptowährungen sind seine Leidenschaft.

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