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ETF-Sparplan: Wie viel Geld sollte monatlich ins Depot fließen?

ETFs sind der Finanztrend der letzten Jahre. Seit Beginn der 90er Jahre ist das Geldvolumen, welches in diesen Finanzinstrumenten verwaltet wird, stetig gestiegen. Oftmals wird in diese Produkte über einen Sparplan investiert. In diesem Artikel erfahren Sie, wieviel Geld monatlich per ETF-Sparplan in Ihr Depot fließen sollte.


Im Jahr 2002 belief sich das gesamte ETF-Marktvolumen auf 142 Milliarden US-Dollar. Die Billionengrenze wurde 2009 durchbrochen. Das aktuelle Marktvolumen von ETFs beträgt über sechs Billionen USD. Sowohl private, als auch institutionelle Investoren bedienen sich den börsengehandelten Wertpapieranlagen.

Die drei größten Anbieter sind iShares, ein Tochterunternehmen von Blackrock, Lyxor Asset Management, Tochter der Société Générale und DB X-Trackers der Deutschen Bank, welche zusammen nahezu 80 % des Gesamtvermögens, welches in ETF angelegt ist, verwalten.

Was sind ETFs?

ETF ist eine Abkürzung und steht für Exchange-Traded Fund – börsengehandelter Indexfonds. Jedem ETF liegt ein Index zugrunde, dessen Wertentwicklung er wiederspiegelt, beispielsweise der deutsche DAX, der europäische Euro Stoxx oder der weltweite MSCI World. Einen Index kann man als Ansammlung von Wertpapieren einer bestimmten Branche, Anlagestrategie oder zumeist Region betrachten.

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Der DAX, der hierzulande bekannteste Index, beinhaltet beispielsweise die dreißig umsatzstärksten Aktienunternehmen Deutschlands: Volkswagen, Bayer, die Allianz Versicherung, BASF und so weiter. Im MSCI World hingegen sind Aktien aus 23 verschiedenen Ländern enthalten, so dass dieser relativ breit gestreut ist. Den Löwenanteil hält die USA, gefolgt von Japan und Großbritannien. Der Fokus liegt auf den etablierten Industriestaaten. China, Indien und Brasilien sind einige Beispielländer, die in diesem Index nicht vertreten sind, so dass die tatsächliche Streuung geringer ausfallen kann, als es auf den ersten Blick den Anscheinen macht.

ETFs werden in einem sogenannten Depot verwahrt. Nahezu jede Bank bietet Wertpapierdienstleistungen und demzufolge auch ein Depot an. Die Anlageform der ETF erfreute sich in den letzten Jahren einer stetig wachsenden Beliebtheit, was auch daran liegt, dass man mit einem ETF-Sparplan und kleinen monatlichen Raten in den Kapitalmarkt investieren kann.

Die Vor- und Nachteile von ETFs

ETFs bieten, wie jedes Finanzinstrument, sowohl Vor-, als auch Nachteile. Diese kann man weiterhin differenzieren, je nachdem, ob die Anlage über eine einmalige Zahlung oder einen monatlichen Sparplan mit einer festen Sparrate erfolgt.

Vorteile:

  • Eine große Risikostreuung ist bereits mit kleinem Kapitaleinsatz möglich.
  • Die ständige Anpassung der Sparquote und börsentägliche Verfügbarkeit ermöglicht eine hohe Flexibilität.
  • Mit einem monatlichen Sparplan wird der Cost-Average-Effekt ausgenutzt.
  • Eine marktgerechte Rendite ist insbesondere für Anfänger interessant.
  • ETF haben geringere Gebühren als vergleichbare Anlageprodukte.

Nachteile:

  • Kursschwankungen gehören zum Börsenalltag.
  • Ein Kapitalverlust ist möglich, wenn man dringend das Geld benötigt.
  • In Indizes sind auch schlechte Unternehmen enthalten, in welche man normalerweise nicht investieren würde.
  • Man hält nur eine indirekte Beteiligung an Aktiengesellschaften, so dass kein Mitspracherecht besteht.

Die Sparquote: persönliche und volkswirtschaftliche Kennzahl

Die Sparquote drückt zwei verschiedene Faktoren aus. Einerseits bezeichnet sie den Anteil des Einkommens, welche eine Privatperson sparen kann, andererseits ist sie eine Kennzahl der Volkswirtschaftslehre.

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Die Sparquote als volkswirtschaftliche Kennzahl gibt den Anteil des Einkommens an, welcher nicht ausgegeben wurde. Ferner kann man sie in drei Untergruppen unterteilen:

  • Die durchschnittliche Sparquote der Privathaushalte definiert, wie bereits erwähnt, die Höhe der monatlichen Sparrate im Verhältnis zum Einkommen.
  • Die marginale Sparquote wird bei der Änderung des Einkommens ermittelt.
  • Die gesamtwirtschaftliche Sparquote setzt die Sparbeiträge der gesamten Volkswirtschaft, bestehend aus privaten Haushalten, Unternehmen und dem Staat, ins Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt.

Die Sparquote kann auch negativ ausfallen, wenn die Kreditaufnahmen die Sparleistungen übersteigen. Man spricht dann von einer negativen Sparquote. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands sank die Sparquote um einige Prozent ab, pendelte in den vergangenen dreißig Jahren jedoch stets zwischen etwa 10 bis 13 %. Umfragen ergaben, dass mit steigendem Einkommen auch die Bereitschaft und Höhe zum Sparen ansteigt. Dies verwundert nicht, da ein höheres Einkommen in der Regel eine größere finanzielle Freiheit erlaubt, wodurch man einen höheren Sparplan bedienen kann.

Wie viel Geld sollte monatlich ins Depot fließen?

Welche Prozentzahl man als Privatanleger in ETFs investieren sollte, kann man pauschal nicht beziffern, da sie von Fall zu Fall individuell verschieden ist. Ein Single oder ein Pärchen ohne Kinder können in der Regel eine deutlich höhere persönliche Sparquote aufbringen, als eine Familie mit Kindern, insbesondere wenn einer der beiden Partner in Elternzeit ist oder nur Teilzeit arbeitet. Ebenso sollten die persönlichen Ziele im Vordergrund stehen und in die Überlegung einfließen. Möchte man schnellstmöglich in den eigenen vier Wänden wohnen, werden die meisten primär einen Kredit bedienen müssen und können weniger sparen.

ETF-Sparplan-Vergleich

Generell kann man sagen, dass ein möglichst hoher Sparplan auch ein möglichst großes Vermögen anhäufen kann. Jedoch sollten nicht alle freien Mittel in Wertpapiere angelegt werden. Ein Notgroschen für unvorhersehbare Ausgaben sollte stets Priorität haben. Die Höhe dieses Notgroschens wird meist auf drei bis fünf Monatsgehälter beziffert. Insbesondere auf Grund des derzeitigen Marktumfeldes mit historisch niedrigen Zinsen, sollte der Notgroschen jedoch nicht zu hoch ausfallen, da man mit Tagesgeldkonten und Co. momentan nahezu keine Renditen erwirtschaften kann und lieber einen vernünftigen Sparplan in Wertpapiere bedienen sollte.

Die Bodo-Schäfer-Regel zur nachhaltigen Kapitalvermehrung

Ist man sich selbst nicht sicher, welchen Anteil seines Einkommens man sparen sollte, kann man sich an einigen „Regeln“ orientieren. Manche Ratgeber und Finanzgurus raten, sich an der volkswirtschaftlichen Sparquote zu orientieren. Somit sollte man circa 10 % seines Einkommens sparen. Bei einem Nettoeinkommen von 2.500 EUR würde das 250 EUR pro Monat entsprechen. Eine interessante Vorgehensweise ist die sogenannte Bodo-Schäfer-Regel. Diese besagt, dass von jeder Gehaltserhöhung 50 % für einen Sparplan verwendet werden. So bleibt noch genug Geld für Konsum übrig, während die Sparquote gleichzeitig ansteigt, und zwar ein Leben lang, insofern man dieser Regel treu bleibt. Man kann sich mehr leisten, erhöht jedoch auch sein Vermögen – eine klassische Win-Win-Situation.

Bücher: Alles, was man über ETF wissen muss

Aufgrund der gestiegenen Popularität dieser Anlageform in den letzten Jahren, gibt es mittlerweile zahlreiche Ratgeber. Die bekanntesten und besten Werke sind die folgenden:

Bei diesen Autoren handelt es sich zumeist um professionelle Investoren, welche ihr geballtes Wissen an interessierte Anleger weitergeben wollen. Zu den Kernthemen gehören beispielsweise die Grundlagen der verschiedenen Finanzinstrumente, insbesondere börsengehandelter Fonds, Einmalanlage oder Sparplan, die optimale Sparquote, Risikostreuung, aber auch Nachhaltigkeitsthemen, welche zunehmend weiter in den Fokus der Bevölkerung geraten werden. Regelmäßiges Sparen sollte jeden Menschen interessieren, da Geld zwar nicht direkt glücklich macht, eine gewisse finanzielle Freiheit jedoch schon. Mit einem monatlichen Sparplan kann jeder eben dieser finanziellen Freiheit einen Schritt näher kommen.


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