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Japanischer Aktienmarkt: Kommt nach jahrzehntelanger Seitwärts-Phase der Boom?

Die geografische Diversifikation senkt das Risiko des eigenen Depots. Das Gros der hiesigen Anleger konzentriert sich bei seinen Investments auf US-amerikanische Titel und heimische Werte. Beim Kauf der Anteilsscheine von asiatischen Unternehmen steht der chinesische Aktienmarkt im Fokus. Die Anleger meiden japanische Unternehmen mit Blick auf demografische Herausforderungen und der langfristigen Seitwärts-Phase des japanischen Leitindex Nikkei 225. Doch ist die Nichtberücksichtigung der japanischen Unternehmen berechtigt? Oder entgeht den Anlegern in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt eine Chance?


Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt

Ein Blick auf die größten Volkswirtschaften der Welt zeigt, dass sich Japan trotz aller wirtschaftlichen und demografischen Herausforderungen in der Top 3 befindet. Die Vereinigten Staaten von Amerika und die chinesische Volkswirtschaft sind mit einem BIP jenseits der 10 Billionen US-Dollar-Marke unangefochtene Spitzenreiter. Auf dem dritten Platz folgt die japanische Volkswirtschaft vor Deutschland. Ausgehend von der Verteilung der Wirtschaftskraft sollten sich japanische Unternehmen in einem diversifizierten Depot befinden.

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Der Nikkei 225

Der Nikkei 225 ist der japanische Leitindex und der wichtigste Aktienindex in Asien. Beim Nikkei 225 handelt es sich um einen Kurs-Index der Börse in Tokio, bei dem Dividenden und Sonderzahlungen nicht einfließen. Der jeweilige Indexstand ergibt sich aus der Definition der Kurswerte. Jährlich erfolgt eine Anpassung der Zusammensetzung des Index.

Die langfristige Entwicklung

Ein Blick auf den langfristigen Chart zeigt, dass der Nikkei 225 zum Ende der 80er Jahre eine fulminante Entwicklung erlebte. Am 29. Dezember 1989 markierte der Kursindex mit fast 39.000 Punkten sein Allzeithoch. Nach dem Platzen der Spekulationsblase erlebte der japanische Aktienmarkt einen unvergleichbaren Crash. Im Jahr 1990 bewegte sich der Index in der Nähe von 15.000 Punkten. Seit 1990 befindet sich der Leitindex in einer Seitwärtsphase mit mittelfristigen Abwärtstrends. Einen neuen Tiefstand markierte der Nikkei 225 nach der Finanzkrise im März 2009 bei 7054,98 Punkten. Anleger, die zum Höchststand 1989 Anteile kauften, verloren über 80 % ihres Vermögens. Seit 2016 befindet sich der Nikkei 225 in einer Seitwärtsrange im Bereich von 20.000 und 24.000 Punkten. Bullische Anleger hoffen auf einen baldigen Ausbruch.

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Politische Stabilität und strukturelle Veränderungen

Viele Anleger meiden den japanischen Aktienmarkt. Das wirtschaftliche Wachstum war in den letzten Jahrzehnten gering. Japan befindet sich in einer Rezession. Auf der anderen Seite punktet die japanische Wirtschaft mit diversen Vorteilen. Japan ist ein internationaler Partner aller Weltmächte. Das Land ist politisch stabil. Während chinesischen Unternehmen ein gewisses Risiko zugeschrieben wird, gibt es politische Risiken bei japanischen Investments nicht. Die Unternehmen Japans verändern sich strukturell und stellen sich zukunftsorientiert auf. Zudem initiiert der Regierungschef Shinzo Abe wichtige Reformen, um an die Erfolgszeiten der japanischen Wirtschaft anzuknüpfen.
Fundamentale Unterbewertung des japanischen Aktienmarktes

Die Fundamentaldaten des japanischen Aktienmarktes vor der Corona-Krise zeigen, dass viele Unternehmen fundamental unterbewertet sind. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des japanischen Aktienmarktes war geringer als zu Zeiten der Weltfinanzkrise. Dem stehen hohe Gewinne und Margen gegenüber. Die Arbeitslosenquote befindet sich auf einem historisch niedrigen Niveau. Infolgedessen wächst das Einkommen der Privathaushalte, was den Konsum der Japaner ankurbeln könnte. Mit der fortschrittlichen Entwicklung des Nachbarlands China und der Etablierung einer chinesischen Mittelschicht entstehen Chancen für japanische Unternehmen, den Export auszuweiten. Der Cashflow der Unternehmen steigt, um zukunftsrelevante Investitionen zu tätigen und zugleich die Dividenden zu erhöhen. Im globalen Vergleich werden die Unternehmen Japans rentabler. In den Aktienkursen drückt sich dies bis heute nicht aus.


Japanische Aktien unterrepräsentiert

Ein weiteres Argument für ein Investment in Aktien ist die Unterrepräsentation in den Depots der Anleger. Wer den japanischen Aktienmarkt nicht durch seine ETF-Auswahl abdeckt, sondern auf Einzelpositionen setzt, hat in den meisten Fällen kein japanisches Unternehmen im Depot – trotz niedriger Bewertung, hoher Rentabilität und dem Status als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt.

Namhafte Unternehmen aus Japan

Für Anleger mit internationalem Fokus bietet der japanische Aktienmarkt vielversprechende Chancen. Zu den größten Unternehmen Japans gehören Toyota, Softbank, Sony oder Keyence Corp. Bei der Toyota Motor Corp.(WKN: 853510) handelt es sich um einen der größten Autohersteller der Welt. Die Softbank Group (WKN: 891624) ist ein japanischer Medienkonzern, der im Bereich E-Commerce, Robotik, Telekommunikation, Finanzen und Medien tätig ist. Diese gilt als Art Beteiligungsgesellschaft für die Technologie-Branche und bietet die Chance auf ein diversifiziertes Investment. Die Sony Corporation (WKN: 853687) ist ein Elektronikkonzern, während die Keyence Group (WKN: 874827) im Bereich der Automatisierungstechnik tätig ist.


Langfristiger Aufwärtstrend in Sicht?

Der Crash der japanische Aktienkurse im Jahr 1989 war ein Schock für Anleger auf der ganzen Welt. Noch heute fungiert der Chart des Nikkei 225 als Argument, dass Aktienkurse nicht immer langfristig steigen. Über 30 Jahre später wurde der Höchststand des Nikkei 225 nicht mehr erreicht. Aus heutiger Sicht spricht vieles für ein Investment in Japan. Während die Bewertungen vieler Unternehmen und Indizes auf der ganzen Welt steigen, stellt Japan eine Ausnahme dar. Mittelbar werden sich Anleger wieder dem japanischen Aktienmarkt zuwenden – mit zukunftsfähigen Unternehmen oder ETFs wie dem Xtrackers MSCI Japan UCITS ETF (ISIN: LU0274209740) oder iShares MSCI Japan UCITS ETF (ISIN: IE00B02KXH56).

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