Macht eine Umschuldung in Zeiten günstiger Zinsen Sinn?

Für konservative Sparer sind die niedrigen Zinsen ein Albtraum. Wer sich Geld leihen möchte, profitiert von dem niedrigen Zinsniveau. Insgesamt sind in Deutschland über sechs Millionen Privatpersonen überschuldet. Die Höhe der vergebenen Kredite beläuft sich auf mehr als 1,3 Milliarden Euro. Ein beträchtlicher Anteil dieser Privatpersonen hat den Kredit zu einer Zeit abgeschlossen, in der das Zinsniveau deutlich schlechter war. Für diese Kreditnehmer kann es sinnvoll sein, über eine Umschuldung nachzudenken.


Was ist eine Umschuldung?

Bei der Umschuldung eines Kredits handelt es sich um eine spezielle Art der Anschlussfinanzierung. Kreditnehmer entscheiden sich für ein neues Darlehen mit günstigen Zinskonditionen, um den alten Kredit abzulösen. Wer heute bessere Konditionen für den Kredit bekommt, spart effektiv Geld. Bei den meisten Ratenkrediten, die vor einigen Jahren abgeschlossen wurden, besteht Optimierungspotential. Die gesunkenen Kreditzinsen machen die Umschuldung bestehender Schulden attraktiver als je zuvor.

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Umschuldung bei unterschiedlichen Krediten

Grundsätzlich ist die Umschuldung eines Kredits bei sämtlichen Arten möglich. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Kreditarten. Für den Dispositionskredit eines Bankkunden fallen horrende Zinsen an. Diese können in bestimmten Fällen über 10 % betragen. Um effektiv Geld zu sparen, sollten Bankkunden den Dispositionskredit nur in Ausnahmefällen nutzen. Wer keinen Ausweg aus der Dispo-Falle sieht, kann ein neues Darlehen zur Umschuldung aufnehmen.

Die aktuellen Bauzinsen sind auf einem günstigen Niveau. Bei einer Baufinanzierung ist die Umschuldung schwieriger. Häufig besteht eine Sollzinsbindung, im Anschluss wird bei vorzeitiger Kündigung eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig. Sofern die Baufinanzierung über 10 Jahre läuft, ist eine Kündigung mit einer sechsmonatigen Frist möglich.

Die Kosten einer Umschuldung

Eine kostenlose Umschuldung ist für Kreditnehmer möglich, sofern keine anderweitige vertragliche Vereinbarung besteht. Wenn der bestehende Kredit ausläuft und es an gebührenpflichtigen Regelungen mangelt, lohnt sich die Umschuldung besonders. Allerdings gibt es diverse Aspekte, die Kosten verursachen können. Einige Banken verlangen eine Vorfälligkeitsentschädigung. Die Höhe dieser Entschädigung ist gedeckelt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als 12 Monaten, beträgt die Entschädigung maximal 1 % der Restschuld. Wenn der Kredit weniger als 12 Monate läuft, ist 0,5 % die Höchstgrenze. Ggf. kommen Bearbeitungsgebühren der Bank und Notar- sowie Grundbuchkosten bei der Baufinanzierung hinzu. Bevor sich Kreditnehmer für eine Umschuldung entscheiden, sollten diese Kosten in den Kreditvergleich einfließen.

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Dieser Umschuldungsrechner hilft bei der Suche nach günstigen Konditionen:

Eine Umschuldung ist jederzeit möglich. Zunächst stellt sich die Frage, ob aktuell eine Sollzinsbindung besteht. Je länger die vereinbarte Zinsbindung läuft, desto höher sind die Kosten für die Umschuldung. Eine pauschale Formel besagt, dass der richtige Zeitpunkt für die Umschuldung gekommen ist, wenn der neue Kredit 0,25 % günstiger als das alte Darlehen ist. Dann übersteigen die potenziellen Ersparnisse die Mehrkosten.

Lohnt sich die Umschuldung immer?

In Zeiten niedriger Zinsen lohnt sich die Umschuldung in den meisten Fällen. Allerdings eignet sich das Vorgehen nicht für jeden Kredit. Bei geringen Restschulden sind die Ersparnisse überschaubar. Zudem können vertragliche Bindungen und hohe Entschädigungen eine Umschuldung unattraktiv machen. Letztendlich kommt es auf einen Vergleich im Einzelfall an, ob sich die Aufnahme eines neuen Darlehens zum Ablösen eines alten Kredits eignet.

Kredite vergleichen

Um einen geeigneten Kredit für die Umschuldung zu finden, ist ein sorgfältiger Vergleich vonnöten. Zahlreiche Filial- und Direktbanken bieten Kredite an. Viele Banken vergeben das Darlehen abhängig von der Bonität. Somit ist es sinnvoll, persönliche Angebote einzuholen. Der Effektivzins eines Darlehens ermöglicht einen genauen Vergleich, da dieser die Zinsen und sonstigen Kosten beinhaltet. Für Kreditnehmer ist es somit möglich, Kredite mit günstigen Zinsen und hohen Bearbeitungskosten sowie Darlehen mit hohen Zinsen und günstigen Bearbeitungskosten zu vergleichen. Kreditnehmer sollten immer den Verwendungszweck angeben. Aus der Perspektive der Banken gibt es grundlegende Unterschiede, ob der Kreditnehmer neue Schulden aufnehmen oder bestehenden Verbindlichkeiten tilgen möchte.

Vor- und Nachteile der Umschuldung im Überblick

Die Vorteile:

  • Ersparnisse durch günstigen Zinssatz möglich
  • transparente Übersicht bei verschiedenen Krediten
  • lange Zinsbindung möglich
  • geringere monatliche Belastung
  • schnelle Tilgung der vorhandenen Schulden

Die Nachteile:

  • Mehraufwand durch Vergleich und Umschuldung
  • Bonitätsprüfung erforderlich
  • ggf. anfallende Kosten wie Vorfälligkeitsentschädigung und Bearbeitungsgebühren

Fazit – ist eine Umschuldung sinnvoll?

Eine Umschuldung des Kredits lohnt sich in vielen Fällen. Kreditnehmer sollten sorgfältig prüfen, welche Kosten mit dem jetzigen Darlehen und dem neuen Kredit einhergehen. In unserem Kredit-Vergleich sehen Sie, ob sich die Umschuldung lohnt. Bei hohen Kreditsummen sind die jetzigen Zinsen verlockend, um die Finanzierung von Haus und Co. zu überdenken. Wer die Ersparnisse sinnvoll in ETFs oder Aktien investiert, profitiert doppelt.

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