Neuer VanEck ETF von den GameStop-Spekulanten auf Reddit inspiriert

Das Drama um die GamesStop-Aktie hatte im Januar für Schlagzeilen gesorgt. Unzählige Kleinanleger hatten sich über die sozialen Medien organisiert, um den Preis des Papiers in die Höhe zu treiben und Leerverkäufern ein Schnippchen zu schlagen. Auch sonst hat die Bedeutung sozialer Plattformen für den Wertpapierhandel zugenommen. Ein neuer ETF von VanEck soll es Anlegern nun erlauben, an jedem Social-Media-Hype an der Börse zu partizipieren, ohne dafür selbst großartig etwas tun zu müssen.


Ein ETF für Social-Media-Hype

Dave Portnoy, der Gründer von Barstool Sports, hat sich während des Lockdowns diversifiziert. Während die Sportligen ausgesetzt waren, hatte der Sportmoderator die Welt des Investments entdeckt und ließ seine wachsende Follower-Gemeinschaft auf Twitter und Co. an seinen jeweils neuesten Investments teilhaben. Nun hat er sich mit dem Vermögensverwalter VanEck zusammengetan, um einen ETF aufzulegen, welcher die Wertentwicklung von Aktien abbilden soll, um die gerade ein Buzz in den sozialen Medien entbrannt ist.

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Der VanEck Vectors Social Sentiment ETF soll diesen Donnerstag aufgelegt werden. Er basiert auf dem von VanEck konzipierten The Buzz Index. Der Index wird dabei einen eigens entwickelten Algorithmus nutzen, um Social-Media-Seiten wie Twitter oder Reddit nach Schlüsselwörtern zu durchsuchen. Dadurch soll er erkennen können, um welche Aktien gerade ein Hype beginnt und diese anschließend aufnehmen.

Der bereits vergangene Woche eingeführte Index setzt sich aus mindestens 75 verschiedenen Werten zusammen. Der Fokus liegt dabei jedoch ausschließlich auf US-Aktien. Zudem müssen die aufgenommenen Werte mindestens eine Marktkapitalisierung von 5 Milliarden Dollar aufweisen. Aktuell befinden sich unter den größten Werten viele bekannte Namen wie Ford, Amazon oder Apple.

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Marktmanipulation als Grundlage?

Bereits kurz nach der Ankündigung wurden jedoch auch kritische Stimmen laut. Zum einen endete die wilde Spekulation rund um die Aktie von GameStop für viele Anleger mit erheblichen Verlusten. Auf Seiten wie Reddit oder Facebook treiben sich vornehmlich jüngere und unerfahrene Privatanleger bereits seit Längerem gegenseitig zu waghalsigen Spekulationen an. Viele Experten haben die Befürchtung geäußert, dass sich hierdurch früher oder später eine gewaltige Blase bilden könnte.

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Zudem stehen nach wie vor Untersuchungen im Raum, inwiefern die Geschehnisse rund um die GameStop-Aktie eine gezielte Marktmanipulation gewesen sein könnten. So äußerte sich Tyler Gellasch, Executive Director von Healthy Markets, sehr überrascht über die Konzeption des neuen Indexfonds. Demnach könnten SEC und FINRA diese Art von Social-Media-Hype durchaus als Marktmanipulation einstufen. In diesem Fall würde das Konzept des ETFs auf unlauteren Methoden fußen.

Auch die direkte Einbindung von Dave Portnoy stößt auf Kritik. Demnach bestehe die Gefahr, dass jemand, der unmittelbar an der Auflage des ETFs beteiligt ist, anschließend über seine eigenen Social-Media-Kanäle Einfluss auf die Kursentwicklung nehmen könnte. Dadurch werden die Faktoren, welche über die Aufnahme einer Aktie in den ETF entscheiden, relativ verschwommen.

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Der Ausschluss von Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung wird vermutlich verhindern, dass besonders volatile Pennystocks in den ETF geraten. Größere Aktien wie Facebook oder Amazon sind weit weniger anfällig für eine befürchtete Marktmanipulation.

Ob der ETF tatsächlich in der Lage sein wird, gehypte Aktien rechtzeitig aufzunehmen, sodass Anleger von Anfang an dabei sein können, muss sich noch zeigen. Zwar wird der Vergleichsindex einmal im Monat aktualisiert, was wesentlich öfter ist als bei herkömmlichen Indizes. Allerdings sind solche Hypes meist nur von sehr kurzer Dauer. Der Aufstieg und Fall der GameStop-Akite ereignete sich in einem Zeitraum von gerade einmal zwei Wochen. Es besteht also durchaus die Gefahr, dass Anleger hier auf einen Zug aufspringen, der schon längst wieder zum Stehen gekommen ist.

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