5 Schweizer Aktien, die man im Juni 2021 kaufen sollte

Der Sommer ist da. Pünktlich zu Beginn der (hoffentlich) warmen Jahreszeit wird es Zeit, sich nach ein paar neuen Anlagemöglichkeiten umzuschauen. Der Swiss Market Index (SMI) konnte zuletzt stark zulegen. Grund genug, einen Blick auf 5 Schweizer Aktien zu werfen, bei denen sich im Juni ein Kauf lohnen könnte.

Aktien kaufen Schweiz – Nr.1: Compagnie Financière Richemont SA


Die Compagnie Financière Richemont SA (ISIN: CH0210483332) ist ein Luxusgüterunternehmen mit Sitz im Kanton Genf. Das vergangene Krisenjahr hatte Richemont einen erheblichen Umsatzrückgang beschert. Grund hierfür waren die zahlreichen Corona-bedingten Geschäftsschließungen.

Mittlerweile hat sich die Lage jedoch deutlich entspannt. Bereits im vierten Jahresquartal konnte man wieder ein Umsatzwachstum von 30 Prozent vermelden. Noch erfreulicher ist, dass man im zurückliegenden Geschäftsjahr (dieses endete erst im März) beim Nettogewinn eine Steigerung von fast 40 Prozent verzeichnen konnte.

Auch die weiteren Aussichten für 2021 sind rosig. Bedingt durch die Lockerungen der Beschränkungen sowie die anziehende Konjunktur dürfte die Nachfrage nach Luxusartikeln in den kommenden Monaten wieder nachhaltig steigen. Hinzukommt, dass Richemont aufgrund einer zunehmenden digitalen Durchdringung des Schmuck- und Uhrenmarktes mittlerweile auch stärker von chinesischen Kunden nachgefragt wird. Das Wachstumspotenzial in China für Luxusgüter ist nach wie vor immens.

Im letzten Monat hatte der Kurs der Richemont-Aktie bereits ein Plus von rund 20 Prozent verzeichnet. Angesichts der steigenden Verkaufszahlen könnte hier in den kommenden Monaten durchaus noch mehr gehen. Von den 25 Kursbeobachtern sprechen sich aktuell 14 für einen Kauf der Aktie aus. Acht weitere plädieren hingegen für Halten.

Aktien kaufen Schweiz – Nr. 2: Novartis


Das Biotechnologie- und Pharmaunternehmen Novartis (ISIN: CH0012005267) ist in den letzten 12 Monaten an der Börse nicht wirklich vom Fleck gekommen. Zwischenzeitliche Hochs- und Tiefs wechselten sich beständig ab. Über die vergangenen drei Monate hinweg beläuft sich die Kursentwicklung trotz teils starker Schwankungen auf lediglich 0,5 Prozent.

In den letzten Tagen konnte das Unternehmen mit Sitz in Basel jedoch für eine Reihe positiver Schlagzeilen sorgen. So hat Novartis jüngst ein Kooperationsabkommen mit Cellerys – einem Züricher Unternehmen, dass im Bereich der Behandlung von multipler Sklerose tätig ist – abgeschlossen. Man will im Rahmen der Entwicklung einer derzeit in der Phase II stehenden Behandlungsmethode zusammenarbeiten. Besonders interessant: Nach Abschluss der Studie hat Novartis im kommenden Jahr die Option, Cellerys zu übernehmen.

Derweil hat das Pharmaunternehmen nun eine erweiterte Zulassung in den USA für sein Medikament Cosentyx erhalten. Das Mittel darf demnach zur Behandlung von Schuppenflechte bei Kindern im Alter von bis zu sechs Jahren eingesetzt werden.

Aktuell werden die weiteren Chancen der Novartis-Aktie von der Mehrheit der Analysten positiv eingeschätzt. Von 26 Kursbeobachtern sprechen sich derzeit 18 für Aufstocken bzw. Kaufen aus. Das mittlere Kursziel liegt momentan bei umgerechnet 87 Euro bzw. 95,5 Schweizer Franken.

Aktien kaufen Schweiz – Nr. 3: Holcim


Der Zementkonzern Holcim sollte eigentlich zu den Gewinnern des Aufschwungs gehören. Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung steigt auch die Zahl der Bauaufträge. Besonders interessant sind hierbei natürlich staatlich geförderte Infrastrukturprojekte. Diese dürfte es dank des gigantischen Konjunkturpakets der Biden-Administration in den kommenden Jahren in den USA zuhauf geben.

Umso ärgerlicher ist dabei in diesem Zusammenhang, dass Holcim beim Verkauf des Nordamerikageschäfts des deutschen Rivalen HeidelbergCement nicht zum Zuge gekommen ist. Allerdings dürfte es auch so auf absehbare Zeit nicht an lukrativen Aufträgen mangeln.

Eine positivere Nachricht ist jedoch, dass sich Holcim Berichten zufolge nun endlich mit kubanischen Klägern einigen konnte. Diese hatten den Zementkonzern vor einem US-Gericht auf Schadenersatz verklagt. Grund hierfür war eine Zementfabrik, welche Holcim einst in Zusammenarbeit mit der kubanischen Regierung auf Grundstücken errichtet hatte, deren vormalige Besitzer zwangsenteignet worden waren. Sollte die nun kolportierte Vergleichssumme von 160 Millionen Dollar stimmen, käme Holcim deutlich glimpflicher davon, als zuvor vermutet worden war.

Die Holcim-Aktie hatte daher gestern auch just um 2,5 Prozent zugelegt. Glaubt man der Mehrheit der Analysten, dürfte dies jedoch erst der Anfang gewesen sein. Von 24 Kursbeobachtern sprechen sich aktuell 18 für einen Kauf der Holcim-Aktie aus. Mit 65,14 Schweizer Franken liegt das mittlere Kursziel dabei derzeit gut 18 Prozent über dem aktuellen Kurs.

Aktien kaufen Schweiz – Nr. 4: Logitech


Der Computerzubehörhersteller Logitech (ISIN: CH0025751329) kann auf ein überaus positives letztes Geschäftsjahr zurückblicken. Dem Unternehmen ist es gleich in Serie gelungen, die Analysteneinschätzungen zu übertreffen. Grund hierfür war natürlich der durch die Pandemie bedingte Trend hin zum Homeoffice. Hinzukommt, dass Mäuse, Tastaturen und weiteres PC-Zubehör auch bei vielen Gamern sehr beliebt sind. Auch die Computerspielindustrie konnte im vergangenen Jahr starke Wachstumszahlen vermelden.

Für das weitere Umsatzwachstum ist es nun natürlich von großer Bedeutung, ob Homeoffice auch in Zukunft weiterhin im Trend bleibt. Auch wenn manche Arbeitgeber wie beispielsweise die US-Banken dies lieber wieder rückgängig machen würden, scheint die Arbeit von Zuhause in Zukunft wohl deutlicher weitläufiger akzeptiert zu sein als zuvor.

Insofern könnte sich das rasante Kurswachstum der Logitech-Aktie auch in den kommenden Monaten weiter fortsetzen. Und was für ein Kursanstieg es bisher gewesen ist! Über die vergangenen 12 Monate hinweg hat der Aktienkurs um fast 100 Prozent zugelegt. Im Gegensatz zu manch anderem Technologie-Papier macht die Logitech-Aktie zudem bisher auch keinerlei Anstalten, eine Pause einzulegen. Mit einem KGV von zuletzt unter 20 ist die Aktie zudem zum Teil noch deutlich günstiger als die Aktien seiner Konkurrenten.

Aktien kaufen Schweiz – Nr. 5: Lonza Group


Die Lonza Group gehört zu den größten Chemie- und Pharmaunternehmen der Welt. Seit vergangenem Sommer musste die Lonza-Aktie gleich mehrere starke Auf- und Abwärtsbewegungen verkraften.

Dies ist insofern erstaunlich, als dass Lonza für das US-amerikanische Biotech-Unternehmen Moderna dessen Covid-19-Impfstoff herstellt, was durchaus eine beträchtliche Menge an Umsatz generiert. Allerdings hat Lonza in letzter Zeit auch eine Menge Geld in die Hand genommen, um in den Ausbau von Produktionskapazitäten zu investieren.

Das Verhältnis von Investitionen zum Umsatz ist dadurch auf mehr als 20 Prozent gestiegen, anstatt der 13 Prozent, mit denen Analysten zuvor noch gerechnet hatten. Mag sich dies kurzfristig auch gewinnmindernd auswirken, dürften sich diese Investitionen in Zukunft jedoch vermutlich auszahlen.

Bereits gegen Ende 2021 wird man demnach in der Lage sein, in seiner niederländischen Produktionsstätte bis zu 300 Millionen Impfstoffdosen im Jahr herzustellen. Angesichts der bereits jetzt schon lauter werdenden Forderung mancher Gesundheitsexperten nach einer späteren Auffrischungsimpfung dürfte der Bedarf im kommenden Jahr auch trotz abebbender Infektionszahlen keineswegs wegbrechen.

Die Mehrzahl der Analysten rät aktuell zu einem Kauf der Lonza-Aktie. Derzeit sprechen sich demnach 11 von 15 Kursbeobachtern für einen Kauf des Papiers aus. Das durchschnittliche Kursziel liegt dabei bei 656,8 Schweizer Franken. Dies sind rund 10 Prozent mehr als der momentane Kurs von 590 Schweizer Franken.

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Florian Schulze hat einen Abschluss in internationaler Politik und Wirtschaftspolitik und studiert derzeit Mathematik. ETFs, Aktien und Kryptowährungen sind seine Leidenschaft.

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