Aktien kaufen: Fünf Titel, die ich jetzt kaufen und für immer halten würde

Die Sommermonate stehen an der Börse bevor. Oftmals verfallen die Aktienmärkte nun in ein Sommerloch und laufen überwiegend seitwärts. Nichtsdestotrotz sollten langfristige Anleger kontinuierlich weiter in Aktien investieren. Denn es gab auch immer mal wieder heiße Sommer, in welchen die Aktienkurse weiter nach oben schossen.

Für langfristige Investoren spielt das Timing sowieso nur eine untergeordnete Rolle. Über viele Jahre oder bestenfalls Jahrzehnte sind die Unterschiede bei der Rendite überschaubar. Dennoch sollte auch die Bewertung beim Aktienkauf immer im Blick bleiben. Folglich landen auf der Watch-List in diesem Beitrag nur Titel, die aktuell zumindest nicht hoffnungslos überbewertet scheinen. Dass es manch ein innovatives Unternehmen nie zu einem günstigen Preis gibt, damit muss man sich wohl abfinden.

Zugleich spielt die Beständigkeit des Geschäftsmodells eine wichtige Rolle, wenn es um meine fünf favorisierten „Für-Immer-Aktien“ geht, die ich jetzt kaufen würde.

Amazon (WKN: 906866)


Aktuell kaufenswert scheint der US-amerikanische Internet-Gigant Amazon. Der Aktienkurs befindet sich nun seit fast einem Jahr in einer Seitwärtsphase. Der schnelle Kursanstieg nach dem Corona-Crash hat die fundamentale Entwicklung des Unternehmens ein gutes Stück vorweggenommen. Mit dem starken Wachstum im ersten Quartal 2021 konnte Amazon diesen Anstieg jedoch rechtfertigen. Amazon scheint weiterhin hervorragend positioniert und bedient zahlreiche Megatrends. Um langfristig die Trends E-Commerce, Streaming, Cloud-Computing und viele weitere Entwicklungen im Depot abzudecken, scheint Amazon eine hervorragende Wahl. Mit Spannung – und vielleicht auch ein wenig Sorge – werden die Amazon-Aktionäre den 20. Juli erleben. Denn dann will Amazon-Gründer und Großaktionär Jeff Bezos am ersten Passagierflug seines Unternehmens Blue Origin ins All teilnehmen.

Stryker (WKN: 864952)


Das US-amerikanische Unternehmen Stryker ist wohl das Paradebeispiel für ein beständiges Geschäftsmodell. Denn mit über 60.000 Produkten im medizinischen Sektor ist man stark diversifiziert und profitiert von gesellschaftlichen Entwicklungen. Denn die Menschen werden immer älter, sodass der Bedarf an medizinischen Behandlungen steigt. Heute liegt der Fokus des US-Unternehmens noch auf dem Heimatmarkt. Doch langfristig könnten sich insbesondere in den Schwellenländern Wachstumschancen ergeben. Der Umsatzeinbruch in der Corona-Pandemie stellte ein absolutes Novum für Stryker dar – zuvor konnte man jahrelang immer wieder die Umsätze erhöhen. An diese Entwicklung möchte man ab 2021 wieder anknüpfen.

Aktuell ist die Stryker-Aktie mit einem KGV von rund 27 und einem KUV von 5 bewertet. In den letzten Jahrzehnten gab es die Aktie zwar auch schon günstiger. Mit Blick auf das niedrige Zinsniveau, das beständige Geschäftsmodell und das wieder anziehende Wachstum dürften langfristige Anleger den Kauf der Stryker-Aktie nicht bereuen.

Fresenius (WKN: 578560)


Trotz starker Kursrallye in den letzten Wochen ist auch der deutsche Gesundheitskonzern Fresenius ein heißer Kandidat für ein Buy-and-Hold-Investment im Juni 2021. Nach einem rasanten Kursanstieg Anfang des Jahres braucht man aktuell eine kurze Verschnaufpause. Diese könnte sich für einen Einstieg beim Bad Homburger Unternehmen anbieten. Mit einem vielseitigen und krisensicheren Geschäftsmodell dürfte Fresenius in den nächsten Jahrzehnten noch viel Potential haben. Dialyse, Krankenhausbetrieb, Medikamentenproduktion und Projektmanagement sind nur einige Teilbereiche, mit denen Fresenius sein Geld verdient.

Zugleich scheinen nach der Corona-Pandemie Nachholeffekte möglich. Denn dringende Behandlungen und aufgeschobene Eingriffe werden irgendwann wieder stattfinden. Trotz Kursrallye im Jahr 2021 ist Fresenius historisch günstig bewertet. Aktuell liegt das KGV bei knapp 15, das KUV deutlich unter 1. Da Analysten von einem stärkeren Wachstum in den nächsten Jahren ausgehen, könnte sich der Multiplikator wieder erhöhen. Allerdings sollte man bei Fresenius die Verschuldung im Blick behalten. Solange die Zinsen jedoch niedrig sind und der Cashflow konstant bleibt, dürfte diese kein allzu großes Risiko für den deutschen Dividenden-Liebling bedeuten.

Walt Disney (WKN: 855686)


Beflügelt vom Streaming-Geschäft war die Walt Disney Aktie im letzten Jahr ein voller Erfolg. Die Erholung erfolgte rasant. Mittlerweile stehen über 30 % Kursplus im letzten Jahr für die Anteilsscheine des größten Unterhaltungskonzerns der Welt zu Buche. Doch im Jahr 2021 ist es weitgehend still um die Walt Disney Aktie. Zuletzt enttäuschte das Wachstum des Streaming-Geschäfts im ersten Quartal. Hier tat man es dem Konkurrenten Netflix gleich. Mangelnde Serien- und Film-Hits zu Beginn 2021 sowie die starken Zahlen aus dem Vorjahr machten es dem Streaming-Geschäft schwer – nichtsdestotrotz sind die Zukunftsaussichten für Disney+ gut. Bis 2025 möchte man 350 Millionen aktive Abonnenten haben.

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Zugleich steht die wirkliche Erholung des operativen Geschäfts noch bevor. Die Nachfrage bei den Verbrauchern ist enorm. Diese dürften einen beträchtlichen Teil ihres angesparten Corona-Gelds in die Bereiche Entertainment und Vergnügen investieren. Denn nach über einem Jahr Pandemie wollen die Menschen wieder die schönen Seiten des Lebens genießen. Mit Freizeitparks, Merchandising, Kreuzfahrtschiffe, Ressorts und Filmstudios ist Walt Disney bestens positioniert, um von dem Drang zur Normalität zu profitieren. Dazu stellt das US-Unternehmen aus Los Angeles mit dem Streaming-Geschäft unter Beweis, dass man wandlungsfähig genug ist, um auch in den nächsten Jahrzehnten der Unterhaltungskonzern Nr.1 zu bleiben.

Thermo Fisher Scientific (WKN: 857209) 


Ein Blick auf die Bewertung der Thermo Fisher Scientific Aktie offenbart, dass diese in den letzten fünf Jahren meistens zu einem deutlich höheren KGV gehandelt wurde. Aktuell liegt das KGV bei 20, das KUV unter 5. In den letzten fünf Jahren waren KGVs über 30 jedoch eher die Regel denn die Ausnahme. Zugleich besticht das Unternehmen, welches sich selbst als größten Lieferanten für wissenschaftliche Anwendungen bezeichnet, mit einem starken Wachstum und einem gut diversifizierten Produktangebot. Über 400.000 Kunden und über 75.000 Mitarbeiter – wenn das mal nicht von einer enormen Marktmacht zeugt.

Zwar schätzen einige Experten das Wachstum in den nächsten Jahren als stagnierend ein. Die Corona-Pandemie könnte einen Teil des Wachstums vorweggenommen haben. Dennoch haben es die Verantwortlichen von Thermo Fisher Scientific in der Vergangenheit immer geschafft, mit gezielten Übernahmen das eigene Wachstum anzufachen. Zugleich dürfte die wissenschaftliche Forschung und Entwicklung weiter an Bedeutung gewinnen.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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