Cardlytics Aktie kaufen: Dieses US-Fintech setzt auf Finanzdaten

Im letzten Monat lieferte die Cardlytics Aktie (WKN: A2JDMC) eine Performance von 30 %. Zwar notierte der Aktienkurs Anfang des Jahres auch schon bei über 130 Euro. Nichtsdestotrotz bedeuten aktuelle Kurse rund um 105 Euro eine Jahresperformance jenseits der 70 %.


Da ist es beileibe kein Wunder, dass die Anteilsscheine des US-Fintechs immer mehr in den Fokus der Anleger geraten. Denn Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts – und darum kümmert sich Cardlytics hauptsächlich. Doch was macht das US-Unternehmen eigentlich genau?

Cardlytics: Verbindung zwischen Marketing und Banking

Das US-Unternehmen Cardlytics setzt auf eine Verbindung von Marketing und Banking. Dabei haben die Verantwortlichen die immense Bedeutung von Daten im 21. Jahrhundert erkannt. Denn Informationen über das Konsumverhalten der Menschen sind für Unternehmen überaus entscheidend, um die eigenen Marketingressourcen gezielt und mit einem maximalen Return on Invest einzusetzen. Deshalb hat sich das Unternehmen darauf spezialisiert, die gesammelten Daten zu kategorisieren und weiter zu verarbeiten.

Dafür setzt man auf eine eigene Plattform, die Kaufdaten analysiert und messbare Analysen des Marketings ermöglicht. Bei den Transaktionen im E-Commerce werden die Zahlungsdaten erfasst. Damit können die Unternehmen in Zukunft die potenziellen Kunden leichter identifizieren und zu einem Kauf lenken.

Datenanalyse seit 2008

2008 haben zwei Banker in den USA das Unternehmen Cardlytics gegründet, da sie die enorme Bedeutung der Daten der Banken erkannten. Viele Informationen verbleiben ausschließlich in den Händen der Finanzinstitute, obgleich diese für Unternehmen von unschätzbarem Wert wären.

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Mittlerweile hat man sich in der Branche etabliert. Banken wie Wells Fargo und JP Morgan Chase – viel renommierter geht es wohl kaum – gehören zum Kundenkreis von Cardlytics. Für die Analyse und Verarbeitung der Daten erhebt das Fintech Gebühren – ein lukratives Geschäftsmodell.

So gehören über 2000 Finanzinstitute in den Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien zu den Partnern des Unternehmens. Dies bedeutet, dass man Zugriff auf die Daten von rund 170 Millionen aktiven Bankkunden hat. Deren Einkaufsverhalten wird analysiert, Cash-Back-Angebote werden gemacht, um die Bindung der Kunden zu erhöhen.

Starkes Wachstum, ambitionierte Pläne

Cardlytics generierte in den letzten Jahren starkes Wachstum. 2019 stieg der Umsatz beispielsweise um 40 % auf rund 210 Millionen US-Dollar. 2020 ging der Umsatz im Zuge der Corona-Pandemie etwas zurück. Schließlich konsumierten die Menschen mangels Möglichkeiten zum Geld ausgeben deutlich weniger. Allerdings soll bereits 2021 ein neues Umsatzhoch erreicht werden. Analysten schätzen den diesjährigen Umsatz auf rund 275 Millionen US-Dollar.

Die Wachstumsprognosen für die nächsten Jahre sind stark. Cardlytics möchte auch im nächsten Jahr um 30-40 % beim Umsatz wachsen. Allerdings schreibt das Unternehmen noch keine schwarzen Zahlen. Eigentlich wollte man bereits 2020 in die Profitabilität gelangen. Corona machte dem jedoch einen Strich durch die Rechnung. Die Unternehmensführung verfolgt jedoch ambitionierte Ziele, um weiteres Wachstum zu generieren und mittelfristig auch Gewinne zu erwirtschaften.

Sollte man die Cardlytics Aktie kaufen?

Big Data ist einer der Trends des 21. Jahrhunderts. Denn die Digitalisierung generiert eine unfassbare Flut an Daten, die die Unternehmen jetzt sinnvoll nutzen wollen. Cardlytics versucht sich an der Kombination von Banking und Marketing – bisher mit großem Erfolg. Denn die Wachstumsraten sprechen für sich.

Aktuell wird das Unternehmen bei einer Market Cap von rund 4 Milliarden US-Dollar mit einem KUV von rund 15 bewertet. Im nächsten Jahr soll das KUV bereits auf 10 gesunken sein – dem starken Wachstum sei Dank. Anleger, die auf das Potential von Big Data setzen, bekommen mit der Cardlytics Aktie ein spannendes Unternehmen, das zwar nicht günstig bewertet ist, aber mit einem überdurchschnittlichen Wachstum punkten kann.

Im Vergleich zu anderen Big Data Unternehmen wie Palantir (aktuelles KUV von rund 30) erscheint die Bewertung durchaus akzeptabel – obgleich die beiden Unternehmen unterschiedliche Geschäftsmodelle verfolgen und das langfristige Potential bei Palantirs Softwarelösungen ungleich größer ist.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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