CureVac Aktie kaufen: Aktiencrash nach Impfstoff-Schock

Lange Zeit galt die CureVac Aktie (A2P71U) als eine der Impfstoff-Hoffnungen. Zwischenzeitig hat sich die Aktie mehr als verdoppelt. Immer wieder gab es positive Wasserstandsmeldungen zur Entwicklung des eigenen Impfstoff-Kandidaten. Zwar brauchte man länger als die Konkurrenz, dennoch schien es ,als das CureVac einen erheblichen Beitrag zur Pandemie-Bekämpfung in weiten Teilen der Welt leisten könnte.

Doch nun wurden CureVac-Aktionäre auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die neuste Meldung des Unternehmens offenbarte ein schwaches Bild des Impfstoffs. Dieser verfehlte die relevanten Kriterien. Die Aktie brach daraufhin um mehr als die Hälfte ein. Doch wie geht es nun weiter mit der CureVac-Aktie?


Über 50 % im Minus, Stopp-Welle ausgelöst

Die CureVac-Aktie hat seit der Meldung des Unternehmens um mehr als die Hälfte nachgegeben. Bei Lang & Schwarz befindet sich der aktuelle Aktienkurs bereits unter 40 Euro. Vom Hoch bei über 100 Euro ist die Aktie meilenweit entfernt. Dieses scheint mittelfristig auch nicht mehr erreichbar. Das Handelsvolumen ist enorm. Stop-Loss-Wellen führten zu einem rasanten Abverkauf innerhalb kürzester Zeit.

Vorläufige Wirksamkeit von nur 47 %

Mit einem Status-Update zur Phase 2b/3 Studie für den Impfstoffkandidaten CVnCoV hat das Tübinger Unternehmen einen Schockzustand bei Aktionären ausgelöst. In einer Zwischenanalyse gab es lediglich eine Wirksamkeit von 47 % gegen Covid-19-Erkrankungen jeglichen Schweregrades. Zum Vergleich bieten andere Impfstoffe eine Wirksamkeit jenseits der 90 %. Die statistischen Erfolgskriterien wurden somit nicht erreicht. CureVac-CEO Dr. Franz Werner Haas verweist darauf, dass man sich deutlich stärkere Ergebnisse erhofft habe. Dennoch möchte man die Studie final abschließen, die Wirksamkeit könnte sich noch verändern. Dass man jedoch an die Impfstoff-Kandidaten der Konkurrenz anknüpfen kann, scheint mehr als unwahrscheinlich.

Virusmutanten als Schuldige

Der CureVac-CEO verweist auf eine beispielslose Untersuchung, welche von Virus-Mutationen geprägt war. Die Ergebnisse sind eine Enttäuschung, obgleich die Ausgangssituation für CureVac komplex war. Die Kombination aus Mutationen und weniger Corona-Fällen machte die Studienarbeit deutlich schwieriger, als dies noch bei anderen Impfstoff-Unternehmen der Fall war. Das schnelle Tempo von Moderna, BioNTech und Co. hat sich ausgezahlt.

Lange Wartepartie nicht von Erfolg gekrönt

Immer wieder vertrösteten die Verantwortlichen die Anleger um weitere Wochen. Denn der CureVac-Impfstoff sollte schon lange zugelassen sein. Doch die Studien zogen sich in die Länge. Retroperspektivisch gab es somit einige Anzeichen, dass bei CureVac nicht alles wie geplant verläuft. Wer geduldig auf den CureVac-Impfstoff und die dazugehörige Biotech-Aktie setzte, zeigte Beharrlichkeit. Doch diese zahlt sich an der Börse nicht immer aus. Die lange Wartepartie war nicht von Erfolg gekrönt.

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Wie geht es weiter für die CureVac-Aktie?

Zwar bietet die Pipeline von CureVac mehr als nur den Covid-Impfstoff. Dennoch basierte die jüngste Kursentwicklung einzig und allein auf der Hoffnung, dass das Tübinger Biotechnologie-Unternehmen ein lukratives Stück des Corona-Impfstoff-Markts für sich sichern kann. Dies scheint nun in weiter Reichweite. Die Studienergebnisse enttäuschten, Anleger haben sich deutlich mehr erhofft.

Dies führt dazu, dass die CureVac-Aktie neu bewertet werden muss. Die positiven Zwischenmeldungen schienen glaubwürdig, doch das aktuelle Studienumfeld ermöglichte es CureVac nicht, einen geeigneten Covid-19-Impfstoff zu entwickeln. Ob dies in Zukunft noch gelingt, scheint fraglich, Ob der Bedarf dann noch in beträchtlichem Ausmaß vorhanden ist, ist ebenso ungewiss.

Während der Biotech-Konkurrent BioNTech seine zukünftigen Forschungen mit Leichtigkeit finanzieren kann, sieht dies bei CureVac nun anders aus. Wer auf die mRNA-Technologie als medizinischen Gamechanger setzt, scheint mit der BioNTech-Aktie besser beraten.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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