CureVac Aktie kaufen oder nicht? CureVac nach dem Impfstoff-Desaster

Auch am Tag 2 nach den enttäuschenden Meldungen zur Impfstoff-Studie ist die CureVac-Aktie (WKN: A2P71U) der Umsatzspitzenreiter bei Lang & Schwarz. In der Spitze brach am gestrigen Handelstag der Aktienkurs um die Hälfe ein. Doch im Anschluss zeigten sich die Anteilsscheine des deutschen Biotech-Unternehmens aus Tübingen fester. Nachdem der erste Schock verdaut ist, stellen sich viele Anleger die Frage, ob sie die CureVac Aktie nun kaufen sollen oder nicht.


Auf minus 50 % folgt die Erholung

Nach der Meldung des Unternehmens zur Vakzin-Forschung folgte der starke Kurseinbruch. Zwischenzeitig befand sich die CureVac Aktie unter 40 Euro – ein Minus von über 50 %. Stop-Loss-Wellen beschleunigten den Abverkauf. Doch im Laufe des Tages folgte eine erste Erholung. Mittlerweile steht die CureVac Aktie auf Wochensicht nur noch rund 40 % im Minus. Von unter 40 Euro erholte sich die CureVac Aktie und notiert um 10 Uhr am heutigen Handelstag bei rund 52 Euro – ein kurzfristiges Plus von rund 30 %.

Vorläufige Studiendaten enttäuschen

Grund für den Kursrutsch war das Status-Update zum Impfstoffkandidaten CVnCoV. In der Phase 2b/3 Studie hat sich eine Wirksamkeit von 47 % gegen Erkrankungen mit Covid-19 herausgestellt – diese vorläufige Wirksamkeit lag deutlich unter den Erwartungen des Tübinger Unternehmens. Dennoch möchte man die Studie weiter vorantreiben und zum finalen Abschluss bringen. Durch die Kombination von Virusmutanten und weniger Corona-Fällen war die Situation für CureVac denkbar schwierig. In Kombination mit der wochenlangen Zitterpartie um die Impfstoff-Zulassung und immer neuen Verzögerungen zogen die Anleger die Reißleine.

Impfstoff der zweiten Generation in der Pipeline

Noch hat sich CureVac nicht mit dem Misserfolg bei der Impfstoff-Forschung abgefunden. Erst nach dem finalen Abschluss wolle man die Szenarien einer Zulassung diskutieren. In den USA genügt hierfür eine Wirksamkeit von über 50 %, die europäischen Behörden verlangen wohl deutlich mehr. Dennoch stellt sich die Frage, warum die Länder und Menschen auf einen weniger wirksamen Impfstoff setzen sollten. Denn es ist doch absehbar, dass im Laufe der nächsten Monate immer mehr Impfstoff-Dosen zur Verfügung stehen.

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Allerdings hofft das Unternehmen auf eine Zulassung im nächsten Jahr für einen weiteren mRNA-Impfstoff. Dieser soll direkt auf die Bekämpfung der Virusvarianten abzielen. Gemeinsam mit dem britischen Pharmagiganten GlaxoSmithKline hat CureVac den Impfstoffkandidaten der zweiten Generation entwickelt. Die klinischen Studien sollen in ungefähr drei Monaten beginnen. Aus den vorklinischen Studien heißt es, dass die Ergebnisse vielversprechend seien – doch ähnliches hörte man in der Vergangenheit auch zum eigenen Impfstoff-Kandidaten.

Jefferies senkt Kursziel

Relativ zeitnah äußerte sich die US-Investmentbank Jefferies zum Biotech-Unternehmen CureVac. Der zuständige Analyst Eun Yang behielt das Rating auf Hold. Allerdings senkte er das Kursziel von 58 auf 45 US-Dollar. Dabei verweist er darauf, dass die Studienergebnisse nicht nur das Corona-Vakzin negativ beeinflussen, sondern auch Zweifel an der Technologie von CureVac aufwerfen. Aktuell befindet sich der Aktienkurs bei rund 62 US-Dollar. Dies würde über 20 % Abwärtspotential bedeuten. Warum daraus kein Sell-Rating resultiert, weiß wohl nur der zuständige Analyst.

CureVac Aktie kaufen oder nicht?

Die Studienergebnisse konnten nicht überzeugen. Die Impfstoff-Entwicklung steht vor dem Scheitern. Zwar ließ das Unternehmen verlauten, dass man die Studie weiter vorantreiben möchte. Schließlich handele es sich nur um die vorläufige Wirksamkeit des Impfstoff-Kandidaten, die endgültige Wirksamkeit kann durchaus höher sein. Doch dass man an die Impfstoff-Konkurrenz anknüpfen kann, ist mehr als unwahrscheinlich.

Bei der CureVac Aktie zeigt sich mal wieder das Risiko, das vielen Biotech-Aktien inhärent ist. Hier sind hohe Gewinne möglich. Fantasie im medizinischen Sektor treibt die Kurse an. Dennoch kann ein enttäuschendes Studienergebnis die Anleger und auch die Aktie auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Dies ist nun der CureVac Aktie widerfahren. Wer im Abverkauf einen guten Zeitpunkt für den Einstieg erwischte, hat dank Rebound innerhalb weniger Stunden zweistellige Renditen erzielt. Aus dieser Perspektive und in Hinblick auf das hohe Handelsvolumen scheinen kurzfristige Trading-Gewinne auch weiterhin möglich. Für eine langfristige Erfolgsgeschichte fehlt aktuell jedoch die Basis. Trading Ja, Investieren Nein – das scheint aktuell bei der CureVac Aktie die beste Option.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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