Der beste und schlechteste ETF des letzten Monats im Vergleich

Immer wieder das gleiche Spiel. Mit dem einen ETF erzielen die Anleger innerhalb kürzester Zeit eine ansehnliche Rendite. Mit einem anderen ETF geht das Spiel in die entgegengesetzte Richtung. Während die breit gestreuten Indizes, welche die Weltwirtschaft abwickeln, zumindest langfristig eine ansehnliche Performance liefern, kann dies bei Themen-ETFs mitunter anders aussehen. Denn nicht jede Branche wird es noch in einigen Jahrzehnten geben. Doch ganz so weit soll der Blick in diesem Beitrag gar nicht schweifen. Vielmehr geht es um die beste und schlechteste ETF-Wahl, die Anleger im letzten Monat hätten treffen können.

Der Beste: iShares EURO STOXX Banks 30-15 ETF (ISIN: DE0006289309)

Wer hätte das am Anfang des Jahres gedacht? In den letzten vier Wochen war ein europäischer Banken-ETF die beste Wahl – genau genommen der iShares EURO STOXX Banks 30-15 ETF. Dabei handelt es sich um einen physischen ETF, welcher über zwei Milliarden Euro groß ist. Die Kostenquote liegt bei 0,51 %. Insgesamt befinden sich rund 25 Positionen im Exchange Traded Funds.

Die Anlagestrategie zielt darauf ab, den europäischen Bankensektor abzubilden. Dabei nimmt sich der Anbieter den EURO STOXX Index zum Maßstab, um die dortigen Banken in einem eigenen Index und somit ETF abzubilden. Die Unternehmen stammen aus den entwickelten Volkswirtschaften der Eurozone. Die Gewichtung erfolgt nach der Freefloat-Marktkapitalisierung.

Die geografische Aufteilung zeigt ein starkes Übergewicht von Spanien und Frankreich. Aus den beiden Ländern stammen je ein Viertel der Unternehmen. Die BNP Paribas SA und die Banco Santander SA sind mit rund 15 % die größten ETF-Positionen.

In den letzten vier Wochen lieferte der iShares EURO STOXX Banks 30-15 ETF mit knapp 15 % Performance eine großartige Rendite – kein Aktien-ETF schnitt besser ab. Im letzten Jahr steht sogar eine Rendite von fast 90 % zu Buche. Mit dem iShares EURO STOXX Banks 30-15 ETF haben Anleger in den letzten Monaten viel richtig gemacht. Dennoch offenbart die Wertentwicklung seit Auflage im Jahr 2001 ein trauriges Bild. Schließlich hat der iShares EURO STOXX Banks 30-15 ETF durchschnittlich pro Jahr 3 % an Wert verloren.


Der Schlechteste: Rize Education Tech and Digital Learning ETF (ISIN: IE00BLRPQJ54)

Demgegenüber war der Rize Education Tech and Digital Learning ETF in den letzten vier Wochen die schlechteste Wahl. Der ETF verlor im letzten Monat rund 14 % seines Werts. Noch schlechter sieht es übrigens aus, wenn wir uns die letzten drei Monate anschauen. Dann betrug der Kursrückgang sogar über 30 %.

Beim Rize Education Tech and Digital Learning ETF handelt es sich um einen physischen ETF, des jungen Anbieters RizeETF, der sich auf innovative Themen und zukunftsorientierte ETFs konzentriert. Wer in den Rize Education Tech and Digital Learning ETF investieren möchte, muss mit 0,45 % TER-Kosten rechnen. Zugleich werden die Erträge des Online-Bildung-ETFs thesauriert.

Im Rize Education Tech and Digital Learning ETF befinden sich Unternehmen, die den Fokus auf das digitale Lernen legen. Dabei kann es um das personalisierte Lernen im Online-Bereich, interaktive Klassenräume sowie Virtual oder Augmented Reality gehen. Insgesamt befinden sich rund 35 Unternehmen im ETF. Fast die Hälfte der Unternehmen haben ihren Sitz in den USA. Im Anschluss folgt rund ein Drittel aus China. Damit sind die beiden größten Volkswirtschaften der Welt am stärksten im Rize Education Tech and Digital Learning ETF vertreten.

Mit rund 10 % Gewichtung ist das US-amerikanische Unternehmen Chegg Inc. die größte Position im Rize Education Tech and Digital Learning ETF. Dabei handelt es sich um ein Unternehmen, das den digitalen Verleih von Büchern oder die Durchführung von Online-Nachhilfe anbietet. Das gesamte Geschäftsmodell bezieht sich auf digitale Bildung und steht somit stellvertretend für den Ansatz des ETFs.


Welcher ETF ist die bessere Wahl?

Für die letzten vier Wochen ist die Antwort klar. Der iShares EURO STOXX Banks 30-15 ETF hat deutlich besser abgeschnitten. Dennoch geht es bei der Auswahl eines ETFs nicht um den letzten Monat, sondern die Zukunft.

Ein Blick auf die Gesamtperformance des iShares EURO STOXX Banks 30-15 ETFs offenbart bereits Probleme. Der Bankensektor konnte in den letzten 20 Jahren keine gute Performance abliefern – im Gegenteil hätten Anleger fast die Hälfte ihres Vermögens verloren, wenn sie zur Auflage 2001 investiert hätten. Zugleich steht die Finanzbranche vor einem disruptiven Wandel. Immer mehr Fintechs a la PayPal, Square und Co. verändern die Finanzwelt. Nicht jede Bank wird die anstehende Konsolidierung überleben oder aus ihr mit der gleichen Stärke hervorgehen.

Demgegenüber ist der Rize Education Tech and Digital Learning ETF ein Versprechen an die Zukunft. Dass der Online-Bildungssektor in den nächsten Jahren wächst, scheint sicher. Obgleich die jüngste Performance nicht überzeugen kann, sind die langfristigen Aussichten gut. Mit den USA und China dominieren die beiden größten Volkswirtschaften im Online-Bildung-ETF. Doch auch darüber hinaus ist der ETF mit über 30 Positionen stark diversifiziert. Dies ist auch dringend notwendig, da wohl dem ein oder anderen Unternehmen auf dem Weg zum Digital Learning Leader die Luft ausgehen wird. Mit Blick auf das nächste Jahrzehnt scheint der Rize ETF dennoch die bessere Wahl – obgleich die Positionsgröße überschaubar bleiben sollte.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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