Dividenden-Aktien: Drei wichtige Kriterien und fünf spannende Aktien 

Immer wieder hört man von einer ominösen Dividenden-Strategie. Fans der Gewinnausschüttungen loben diese überschwänglich, während Kritiker auf steuerliche Nachteile oder fehlende Investitionen der Unternehmen verweisen. Doch die meisten dieser Diskussionen führen zu kurz. Denn es gibt nicht die eine Dividendenstrategie. Vielmehr lässt sich mit unterschiedlichen Kriterien eine persönliche Strategie erstellen, die zweifelsfreie eine hervorragende Rendite bringen kann.

Folglich schauen wir uns im folgenden Beitrag drei wichtige Kriterien an, die für eine zukunftsorientierte Dividendenstrategie wichtig sind. Schließlich geht es für viele Anleger gar nicht darum, schon heute hohe Dividendenausschüttungen zu bekommen. Vielmehr soll die Dividende in ferner Zukunft den Lebensunterhalt finanzieren. Zudem stellen wir fünf Aktien vor, die sich in diese Strategie einfügen.

Die Rendite in der Zukunft entscheidet

Entscheidend für die Dividendenstrategie soll die Rendite der Zukunft sein. Am Ende der Geldanlage wollen Dividenden-Investoren hohe Gewinnausschüttungen erhalten. Für die meisten Anleger ist die persönliche Dividendenrendite entscheidend, die sich aus der jeweiligen Dividende und der Anfangsinvestition zusammensetzt. Langfristig sind dann persönliche Dividendenrenditen von 100 % und mehr durchaus möglich.

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Mit dem Fokus auf das Dividendenwachstum verharrt man nicht im Hier und Jetzt. Vielmehr ist diese Dividendenstrategie keinesfalls altbacken, sondern zukunftsorientiert. Derartige Unternehmen starten mit einer kleinen Dividende und steigern diese rasant. In einigen Jahren kommt dann ein beträchtlicher Cashflow zusammen.

Auf die folgenden drei Kriterien sollten Dividenden-Investoren auf jeden Fall einen Blick werden, wenn eine wachstumsfokussierte Dividendenstrategie das Ziel ist. Die aktuelle Dividendenrendite spielt demgegenüber keine wichtige Rolle.

Gewinnwachstum

Wenn in Zukunft eine beträchtliche Dividende auf dem Verrechnungskonto landen soll, muss das operative Gewinnwachstum stimmen. Denn ohne wachsende Gewinne ist es für Unternehmen auf lange Sicht nicht möglich, steigende Dividenden auszuzahlen. Schließlich nähert sich irgendwann die natürliche Ausschüttungsgrenze, wenn die Gewinne stagnieren.

Dann haben die Unternehmen die Qual der Wahl: Entweder bleibt die Dividende auf dem gleichen Niveau oder sie wagen sich an die Unternehmenssubstanz. Für wachstumsfokussierte Dividenden-Investoren sind beide Alternativen nicht wirklich berauschend. Folglich sollten Unternehmen operativ wachsen. Bestenfalls beträgt das Gewinnwachstum über 10 % pro Jahr.

Dividendenwachstum

Zugleich sollte das Unternehmen die Dividende regelmäßig steigern. Vorzugswürdig sind diejenigen Unternehmen, die zuverlässig auszahlen und ebenso zuverlässig die Gewinnausschüttung erhöhen. Mit einem Dividendenwachstum im zweistelligen Bereich stehen die Chancen gut, dass auf lange Sicht eine beträchtliche Ausschüttungsrendite zusammenkommt.

Ausschüttungsquote

Ein weiterer Blick sollte auf die Ausschüttungsquote der Unternehmen erfolgen. Diese besagt, welcher Teil der Gewinne für die Gewinnausschüttung an die Aktionäre verwendet wird. Die Ausschüttungsquote sollte niedrig sein, damit viel Luft zur Steigerung vorhanden ist. Bestenfalls bleibt die Ausschüttungsquote unter 50 %. Dann könnte das Unternehmen theoretisch die Dividende schon heute verdoppeln, ohne diese aus der Substanz zu bezahlen.

Apple (WKN: 865985)

Ein potenzieller Kandidat für die Dividenden-Wachstumsstrategie ist der US-amerikanische Technologiekonzern Apple. Mangels spannender Investitionsgelegenheiten hat sich Apple vor einigen Jahren entschieden, einen Teil der Unternehmensgewinne an die Aktionäre auszuschütten. Mittlerweile beträgt die Dividendenrendite rund 0,6 %. Das Dividendenwachstum belief sich in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt auf 17,2 %. Seit neun Jahren steigert Apple mittlerweile kontinuierlich die Dividende. Die Ausschüttungsquote liegt unter 25 %.


Visa (WKN: A0NC7B)

Das US-Unternehmen Visa ist eines von zwei Unternehmen im Duopol der Kreditkartenanbieter. Rund 40 % des Marktanteils entfallen auf Visa. Mit einem Gewinnwachstum von über 10 % im 5-Jahres-Durchschnitt überzeugt der Kreditkartenanbieter. Zugleich wird seit 13 Jahren eine Dividende gezahlt, die mittlerweile rund 0,5 % beträgt. Das Dividendenwachstum liegt im 5-Jahres-Schnitt bei fast 20 %. Mit ca. 28 % ist die Ausschüttungsquote bei Visa noch überschaubar.


LVMH (WKN: 853292)

Das französische Unternehmen LVMH ist die Nummer 1 im Luxusgütermarkt. Das Gewinnwachstum belief sich in den letzten fünf Jahren auf ca. 5 %. In der Corona-Krise brach der Gewinn etwas ein – das Wachstum sollte jedoch bereits in diesem Jahr wieder einsetzen. Zugleich strich man die Dividende in dieser außergewöhnlichen Situation. 2019 betrug die Dividendenrendite bei LVMH jedoch fast 1 %. Zugleich ist das Dividendenwachstum mit 17 % im 5-Jahres-Schnitt stark. Die Ausschüttungsquote schwankte zwischen 40-50 % und liegt somit vollkommen im Rahmen.


Microsoft (WKN: 870747)

Eine weitere spannende und wachstumsstarke Dividendenaktie ist das US-Technologie-Unternehmen Microsoft, das mit Software, Hardware, Gaming und Cloud sehr breit aufgestellt ist. In den letzten Jahren wuchsen die Gewinne im Durchschnitt um fast 30 %. Eine Dividende zahlt Microsoft schon seit fast 20 Jahren. Diese belief sich in der jüngsten Vergangenheit auf über 0,75 %. Mit einem Dividendenwachstum im zweistelligen Bereich und einer Ausschüttungsquote von rund 35 % dürfte die Dividende weiter munter wachsen.


BlackRock (WKN: 928193)

Mit dem größten Vermögensverwalter der Welt BlackRock ist auch das US-Unternehmen ein Kandidat für das wachstumsorientierte Dividenden-Depot. BlackRocks Gewinne wuchsen in den letzten fünf Jahren durchschnittlich um 8 %. Mit der führenden ETF-Marke iShares profitiert der Vermögensverwalter von der steigenden Nachfrage nach passiven Exchange Traded Funds. Seit fast 20 Jahren zahlt das Unternehmen zudem eine Dividende, die mittlerweile 1,5 % beträgt. Das Dividendenwachstum lag durchschnittlich in den letzten fünf Jahren bei über 13 %. Die Ausschüttungsquote ist mit rund 45 % angemessen.


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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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