Dividenden-Aktien kaufen: Bei diesen Unternehmen zahlen Aktionäre keine Steuer auf die Dividende 

Deutschland ist Steuer- und Abgabenweltmeister. In keinem Land der Welt ist die finanzielle Belastung derart hoch wie in Deutschland. Davon können auch die Aktionäre ein Lied singen. Wenn Anleger den steuerlichen Freibetrag überschreiten, wird die Kapitalertragssteuer fällig – ganz gleich, ob es sich um Kursgewinne oder Dividenden handelt. Der Fiskus möchte ein Stück vom Kuchen abhaben. Dabei ist die Rendite doch eine Art Entschädigung für das Risiko, welches wir bei unseren Investments wählen. Der Staat greift dennoch zu, obgleich er selbst keinerlei Risiko hat. Wer folglich langfristig von Dividenden leben möchte, sollte die Kapitalertragssteuer berücksichtigen. Denn diese mindert die Rendite deutlich.

Dennoch gibt es immer wieder Beiträge über steuerfreie Dividenden. Was zu schön klingt, um wahr zu sein, gibt es wirklich. Was die steuerfreien Dividenden genau sind, was die Besonderheit ist und welche Unternehmen beispielsweise eine steuerfreie Dividende ausschütten, erfahren Dividenden-Investoren im folgenden Beitrag.

Steuerfreie Dividenden – gibt es sie?

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Die Regel ist es zwar nicht. Doch einige deutsche Unternehmen schütten an ihre Aktionäre eine steuerfreie Dividende aus, für die keine Kapitalertragssteuer anfällt. Dabei handelt es sich nicht um die Profite, die ein Unternehmen aus dem laufenden Geschäft generiert. Vielmehr wird die Gewinnerschüttung mit Kapitalerhöhungen oder Einlagen aus der früheren Zeit finanziert, die nun einfach an die Aktionäre wieder zurückfließen. Den sogenannten Dividendenabschlag gibt es somit nicht – dies bedeutet, dass der Aktienkurs nicht um den gleichen Wert geschmälert wird. Allerdings gibt es dennoch einen Effekt im Depot der Anleger. Der Einstandskurs verändert sich und wird unmittelbar um den Betrag der steuerfreien Dividende gekürzt. Eine Ausnahme besteht nur für alle Anleger, die schon seit 2009 die Aktie ohne Unterbrechung im Depot haben.

Steueraufschub statt Steuerfreiheit

Eine steuerfreie Dividende klingt auf den ersten Blick nahezu perfekt. Dennoch hat diese sowohl Vor- als auch Nachteile. Denn vollständige Steuerfreiheit bieten die Dividenden auch nicht. Vielmehr haben diese lediglich einen Steuerstundungseffekt. Da der Kaufpreis gemindert wird, werden die Kursgewinne höher. Beim Verkauf der Aktien fällt somit eine Kapitalertragssteuer auf den Gewinn an, die durch die steuerfreie Dividende steigt. Folglich handelt es sich mehr um eine Steuerstundung. Die Steuern werden fällig, wenn die Wertpapiere verkauft werden.

Beispiele für steuerfreie Dividenden

Doch genug mit der Theorie – welche Unternehmen zahlen denn nun eine steuerfreie Dividende? Einige Kandidaten aus unserem heimischen Aktienmarkt gibt es im folgenden Abschnitt.

Deutsche Wohnen (WKN: A0HN5C)


Deutschlands größter privater Immobilienkonzern hat im Jahr 2021 eine Dividende von 1,03 Euro an die Anleger ausgeschüttet. Dabei handelte es sich um eine steuerfreie Leistung aus einem Einlagenkonto. Der Ex-Tag liegt bereits in der Vergangenheit am 06.02.2021. In den letzten Jahren wuchs die Dividende im zweistelligen Bereich.

Telekom (WKN: 555750)


Bei der Deutschen Telekom gibt es ebenfalls eine steuerfreie Dividende. Für das letzte Geschäftsjahr gab es eine Dividende von 0,60 Euro. Mit einer Dividendenrendite von 3,5-4 % gehört die Deutsche Telekom zu den beliebtesten Dividenden-Aktien der deutschen Anleger, obgleich Kursgewinne in der Vergangenheit eher die Ausnahme denn die Regel waren.

TAG Immobilien (teilweise) (WKN: 830350)


Bei dem deutschen Immobilienkonzern handelt es sich um eine Mischung aus steuerfreier Leistung gem. § 27 KStG und laufender Dividende. Für das Geschäftsjahr 2020 schüttete das Unternehmen 0,24 Euro laufende Dividende und 0,64 Euro steuerfreie Dividende aus. Für die Anleger ergibt sich dadurch jedoch keine Schwierigkeit, da der Broker alles automatisch verrechnet.

Deutsche Pfandbriefbank (WKN: 801900)


2019 kündigte die Deutsche Pfandbriefbank an, dass in den nächsten Jahren die Gewinnausschüttungen an die Anleger durch Kapitaleinlagen finanziert werden. Daraus ergibt sich, dass die Dividenden zunächst steuerfrei bleiben. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2020 betrug 0,26 Euro.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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