eToro geht via SPAC an die Börse

Die Social-Trading-Plattform eToro hat jüngst ihre Absicht bekannt gegeben, noch in diesem Jahr den Schritt an die Börse zu wagen. Wie viele andere Wachstumsunternehmen strebt man dabei offenbar den Umweg über eine Fusion mit einem SPAC an.

Demnach soll eToro in den kommenden Monaten mit der Mantelgesellschaft Fintech Acquisition Corp. V fusionieren. Das auf diese Weise neu entstehende Unternehmen würde auf eine Börsenbewertung von rund 10,4 Milliarden Euro kommen.

Starkes Wachstum in den letzten Jahren

Ursprünglich war eToro 2007 in Tel Aviv unter dem Namen RetailFX gegründet worden. Die Copy-Trading-Funktion, durch die eToro Bekanntheit erlangt hat, war erstmals 2010 eingeführt worden. Sie erlaubt es Nutzern der Plattform, die Anlagestrategien und Portfolios anderer erfolgreicher Anleger mit wenigen Klicks zu kopieren.

Mit seinem Social-Trading-Ansatz gelang es eToro in den folgenden Jahren, zahlreiche Kunden für sich zu gewinnen. Wie zahlreiche andere Online-Broker und Trading-Plattformen konnte man 2020 von dem wachsenden Interesse am Wertpapierhandel und Kryptowährungen profitieren.

Die Nutzerzahlen hatten bereits 2019 die Marke von 10 Millionen überschritten. 2020 erzielte eToro einen Umsatz von rund 600 Millionen Dollar. Das Handelsvolumen steigerte sich dabei um 40 Prozent auf nunmehr 1,5 Milliarden Dollar.

Kostenloses Depot eröffnen? Bei eToro* mit 0% Gebühren auf ETFs und Aktien handeln.

Börsengang könnte Expansion auf den US-Markt unterstützen

Grund für den geplanten Börsengang sind wohl die eigenen Expansionspläne für den US-Markt. eToro ist dort bereits seit 2019 aktiv. Allerdings beschränkt sich das US-Geschäft derzeit noch auf Kryptowährungen und die Social-Media-Komponente. In diesem Jahr beabsichtigt man jedoch, auch den Wertpapierhandel mit Aktien zu ermöglichen.

Geplant ist der Börsengang für das 3. Quartal 2021. eToro wird dabei 250 Millionen Dollar von Fintech Acquisition Corp. V erhalten – Geld, welches die Mantelgesellschaft in ihrer eigenen IPO eingesammelt hatte. Weitere 650 Millionen sollen von zusätzlichen Investoren eingesammelt werden.

SPAC-Deals kamen zuletzt häufiger vor

Die Entscheidung, nicht den normalen Weg über eine IPO zu wählen, sondern das Börsenparkett stattdessen „durch die Hintertür“ über einen SPAC-Deal zu betreten, ist durchaus nicht ungewöhnlich.

SPACs (Special Purpose Acquisition Company) existieren bereits seit Längerem. Im vergangenen Jahr feierten sie jedoch vor allem in den USA ein großes Comeback. Diese Mantelgesellschaften sammeln Geld von Investoren ein, um damit Anteile an einem vielversprechenden Unternehmen zu erwerben und mit diesem zu verschmelzen.

Da SPACs selbst bereits an der Börse gelistet sind, kann der Fusionspartner seinen Börsengang bestreiten, ohne die hierfür üblichen Hürden und Formalitäten auf sich zu nehmen. Im vergangenen Jahr konnten SPACs auf diese Weise knapp 80 Milliarden Dollar einnehmen. 2019 waren es gerade einmal 13,6 Milliarden Dollar.

Zu 0% Kommission in Aktien investieren? Jetzt ein kostenloses Depot* bei eToro eröffnen.

+ posts

Jeder Handel ist riskant. Keine Gewinngarantie. Jeglicher Inhalt unserer Webseite dient ausschließlich dem Zwecke der Information und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Dies gilt sowohl für Assets, als auch für Produkte, Dienstleistungen und anderweitige Investments. Die Meinungen, welche auf dieser Seite kommuniziert werden, stellen keine Investment Beratung dar und unabhängiger finanzieller Rat sollte immer wenn möglich eingeholt werden.

Top ETF-Depots

Platz 1: eToro

Platz 2: Scalable Capital

Platz 3: LiquidityX

Jetzt zum ETF-Newsletter anmelden:

Vergleiche

Auf der Suche nach einem günstigen Anbieter? Hier gibt’s die Testsieger!

Auch interessant

Dein Start mit ETFs!

Anzeige

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Jeder Handel ist riskant. Keine Gewinngarantie. Jeglicher Inhalt unserer Webseite dient ausschließlich dem Zwecke der Information und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Dies gilt sowohl für Assets, als auch für Produkte, Dienstleistungen und anderweitige Investments. Die Meinungen, welche auf dieser Seite kommuniziert werden, stellen keine Investment Beratung dar und unabhängiger finanzieller Rat sollte immer wenn möglich eingeholt werden.