Facebook Aktie: Ist das Apple-Update wirklich eine Gefahr? 

Nach fulminanten Zahlen für das erste Quartal 2021 schoss die Facebook-Aktie (WKN: A1JWVX) auf ihr Allzeithoch. Mittlerweile befindet sich die Facebook-Aktie wieder in einer Korrektur. Allein in der letzten Woche ging es um knapp 6 % nach unten. Immer wieder hört man unter Anlegern, dass das jüngste Apple-Update das Geschäftsmodell von Facebook gefährden könnte. Die Entscheidung für mehr Datenschutz bei Apple war eine Ansage an die Tech-Konkurrenz rund um Facebook.

Doch ist das Apple-Update wirklich eine Gefahr für die Facebook-Aktie oder wird das Werbegeschäft des bekanntesten Social Media Unternehmens der Welt auch weiter florieren?

iOS 14: Datenschutz-Update bei Apple erschwert das Datensammeln

Mit dem iOS-Update 14 verbietet Apple Facebook, automatisch zu verfolgen, was die Nutzer in anderen Apps oder im Internet machen. Mittlerweile wird jeder Nutzer gefragt, ob er dies erlaubt. Die standardmäßige Einstellung verhindert das grenzenlose Datensammeln. Die meisten User lehnen dies ab und entscheiden sich wohl nicht aktiv für die Tracking-Erlaubnis.

Überschaubare Auswirkungen für Facebooks Geschäftsmodell

Das Apple-Update schränkt das Sammeln von Daten für Facebook ein. Dabei gehört Facebook zu den aktivsten Datensammlern der Internet-Welt – nicht immer liebevoll bezeichnen die User das US-Unternehmen als echte Datenkrake. Allerdings hat Facebook den Vorteil, dass diese auf den eigenen Plattformen Daten sammeln können. Facebook, Instagram und Co. eignen sich immer noch ideal dafür.


Zwar bietet Facebook mittlerweile auch Werbung für die Entwickler von Apps an. Dafür werden Daten genutzt, die in den jeweiligen Apps entstehen. Hier dürften die Auswirkungen beträchtlich sein. Mit weniger als 5 % der Unternehmensumsätze ist die Relevanz für Facebooks Geschäftsmodell jedoch gering

CFO David Wehner gab in einem Investoren-Call bekannt, dass die Auswirkungen der iOS-Updates überschaubar bleiben dürften. Zwar sollte das Update kurzfristigen Gegenwind für Facebook entfachen. Langfristig dürfte allerdings weiteres Wachstum entstehen.

Corona-Pandemie befeuert den Online-Werbemarkt

Die Corona-Pandemie hat dazu beigetragen, dass immer mehr Unternehmen ihren E-Commerce ausbauen mussten. Zu einer erfolgreichen digitalen Unternehmensstrategie gehört auch die Werbung im Internet. Mit fast drei Milliarden monatlichen. Nutzern führt für Unternehmen kein Weg an der Facebook-Plattform vorbei.

Folglich wurden im ersten Quartal 2021 über 12 % mehr Werbeanzeigen genutzt. Die Preise stiegen sogar um 30 % – schließlich nutzt Facebook ein sogenanntes Bidding-Verfahren. Wenn die Nachfrage schneller steigt als das Angebot, steigen die Preise und somit die Einnahmen für Facebook. Somit kann Facebook mehr Umsätze generieren, ohne die User mit noch mehr Werbung zu bombardieren.

Zuckerberg: Apple wird zu einem der wichtigsten Konkurrenten

Bei der Präsentation der Quartalszahlen ließ Mark Zuckerberg seine Unzufriedenheit verlauten. Er gab an, dass Apple zunehmend zu einem wichtigen Konkurrenten werden würde – und dass, obwohl Apples Geschäft vornehmlich aus Hard- und Software besteht, während Facebook sein Geld mit Werbung verdient.

Die Beziehung von Apple und Facebook war auf jeden Fall schon einmal besser. Dennoch wissen beide Unternehmen, dass sie auch aufeinander angewiesen sind. Die Apple-Fans lieben das Ökosystem und werden weiter die Geräte kaufen. Dennoch ist auch die Machtposition von Facebook mit fast drei Milliarden Nutzern pro Monat stark. Schließlich möchte wohl kaum jemand von heute auf Morgen auf Facebook, Instagram oder WhatsApp verzichten.

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Sollte man die Facebook-Aktie noch kaufen?

Bei Facebook handelt es sich um das führende soziale Netzwerk der Welt. Mit Facebook, Messenger, Instagram und WhatsApp ist der US-Konzern breit aufgestellt. Durch die Netzwerkeffekte ist der Burggraben immens. Immer wieder wollen Nutzer dem Facebook-Konzern den Rücken zukehren und landen am Ende wieder bei Facebook. Die jüngsten Quartalszahlen zeugen von einer enormen Stärke. Das Werbegeschäft floriert. Die zunehmende Bedeutung von E-Commerce dürfte diese Entwicklung auch weiter antreiben.


Durch das iPhone-Update kann Facebook weniger Daten sammeln. Diese sind jedoch zwingend erforderlich, um die Werbeanzeigen den Usern passgenau zuzuspielen. Allerdings sammelt Facebook einen Großteil der Daten über die eigenen Plattformen – dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Mit fast drei Milliarden monatlichen Nutzern auf den eigenen Plattformen stehen ausreichend Daten zur Verfügung.

Letztendlich dürften die finanziellen Auswirkungen überschaubar bleiben. Die Verantwortlichen haben die Situation frühzeitig erkannt und werden Lösungen finden – schließlich war Facebook schon immer innovativ genug, um starkes Wachstum zu generieren. Die aktuelle Bewertung scheint vertretbar, um die Facebook-Aktie auch jetzt zu kaufen. Spätestens bei den regelmäßigen Korrekturen, wenn Regulierungsängste und Co. unter Investoren überhandnehmen, könnte ein guter Zeitpunkt für den Einstieg sein.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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