Gerresheimer Aktie bricht nach enttäuschenden Quartalszahlen ein

Die Aktie des Spezialverpackungsherstellers Gerresheimer musste am Dienstag deutliche Verluste hinnehmen, nachdem die Quartalszahlen eher enttäuschend ausgefallen waren. Besonders der freie Barmittelfluss war hinter den Erwartungen der Analysten zurückgeblieben.


Nachdem der Kurs der Gerresheimer Aktie (ISIN: DE000A0LD6E6) am Dienstagmorgen zuerst um sieben Prozent auf 91,25 Euro abgestürzt war, unterschritt das Papier im Laufe des Abends auch die Marke von 90 Euro. In den drei Monaten zuvor war der Kurs um gut 14 Prozent gestiegen.

Gesteigerter Umsatz, aber schwacher Mittelzufluss

Im Jahresvergleich konnte Gerresheimer den Umsatz um 7,5 Prozent auf 377 Millionen Euro steigern. Damit schnitt man sogar leicht besser ab, als ursprünglich von Analysten erwartet worden war. Der Konsens hatte zuvor bei 374 Millionen Euro gelegen.

Auch beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte Gerresheimer die ursprünglichen Erwartungen der Analysten mit einem Ergebnis von 85 Millionen Euro leicht übertreffen. Mehrheitlich waren Analysten hier von einem Ergebnis von 82 Millionen Euro ausgegangen. Beim bereinigten Konzernergebnis konnte man den Vorjahreswert um 3,1 Millionen Euro übertreffen und 40,8 Millionen Euro einfahren.

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Trotz dieser positiven Ergebnisse überwog jedoch die Verstimmung aufgrund des enttäuschenden Mittelzuflusses. So merkte Analyst Scott Bardo von der Berenberg Bank an, dass die Kennziffer deutlich unter dem Vorjahreszeitraum liege. Gleichzeitig habe der Finanzchef von Gerresheimer in einem Telefongespräch jedoch von einer positiven Entwicklung diesbezüglich im Juni gesprochen.

Laut Bardo habe sich der Finanzchef jedoch etwas vorsichtiger mit Blick auf die Profitabilität geäußert. So peile man im Gesamtjahr eine bereinigte operative Marge von 22 Prozent an. Zuvor war noch von einem Ergebnis zwischen 22 und 23 Prozent die Rede gewesen.

Gerresheimer baut Produktionskapazitäten aus

Aufgrund der hohen Nachfrage nach sterilen Verpackungen für injizierfähige Arzneimittel und Impfstoffe hatte sich Gerresheimer entschieden, die eigenen Produktionskapazitäten diesbezüglich weiter auszubauen. Bis zum Jahresende will man die Kapazität auf 1,2 Milliarden Einheiten erhöhen. Damit läge man rund 200 Millionen Stück über dem Wert, welchen man noch zu Jahresanfang angekündigt hatte.

Gleichzeitig will sich Gerresheimer möglichst flexibel aufstellen, falls sich der Bedarf an Verpackungen für Impfstoffe wider Erwarten doch nicht so stark weiter entwickeln werde. Die neuen Produktionslinien sollen deshalb so ausgelegt werden, dass ohne großen Aufwand auch andere Verpackungsprodukte produziert werden können.

Angesichts der hohen Investitionen sei es derzeit jedoch laut Finanzvorstand Bernd Metzner unwahrscheinlich, dass der Verschuldungsgrad innerhalb der nächsten 12 Monate sinken werde. Aufgrund des stabilen Cashflows verfüge man jedoch auch weiterhin über ausreichend finanziellen Spielraum für weitere Investitionen im Rahmen von bis zu 100 Millionen Euro.

Gerresheimer Aktie kaufen? Wie geht es mit dem Kurs weiter?

Der Kurs der Gerresheimer Aktie reagierte heute Morgen verhalten. Nach den gestrigen Verlusten war das Papier mit einem leichten Plus in den Handelstag gestartet. Dabei konnte zwischenzeitlich wieder ein Kurs von 90,30 Euro erreicht werden. Ab 9 Uhr stürzte der Kurs jedoch erneut unter die 90-Euro-Marke und fiel dabei bis auf 88,40 Euro.

Die Analysteneinschätzungen bezüglich der weiteren Kursentwicklung sind derzeit neutral bis optimistisch. Von elf Kursbeobachtern sprechen sich momentan vier für „Kaufen“ und vier für „Halten“ aus. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 102,14 Euro gut 14 Prozent über dem aktuellen Kurs der Aktie.

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Florian Schulze hat einen Abschluss in internationaler Politik und Wirtschaftspolitik und studiert derzeit Mathematik. ETFs, Aktien und Kryptowährungen sind seine Leidenschaft.

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