iShares Global Clean Energy ETF vs. iShares S&P 500 Energy Sector ETF: Welcher ETF ist besser?

Der Energiesektor ist für uns Menschen von großer Bedeutung. Schließlich funktioniert im Alltag nahezu alles mit Energie. Um den wachsenden Energiebedarf der Weltbevölkerung zu decken, gibt es unterschiedliche Ansätze. Mit Blick auf den Umweltschutz und den Klimawandel wollen manche am liebsten direkt nur noch auf Erneuerbare Energien setzen. Gegner dieser Ansicht verweisen darauf, dass die sofortige Umstellung illusorisch ist.

Nichtsdestotrotz schauen wir uns im folgenden Beitrag zwei Energie-ETFs an, bei denen einer auf Erneuerbare Energien setzt und der andere eher die Old Economy vertritt. Ist der iShares Global Clean Energy ETF oder der iShares S&P 500 Energy Sector ETF für die Zukunft die bessere Wahl?

Die ETFs im Überblick

Der iShares Global Clean Energy ETF ist ein physischer ETF mit einer Fondsgröße von über 4 Milliarden Euro. Damit gehört der Clean Energy ETF zu den größten Themen-ETFs. Die Kostenquote beträgt 0,65 % TER.

Der iShares S&P 500 Energy Sector ETF ist ein ETF des Marktführers iShares, der den zugrundeliegenden Index physisch abbildet. Die Erträge werden hier thesauriert. Mit über 750 Millionen Euro Fondsgröße ist der ETF ausreichend groß, um dauerhaft bestehen zu bleiben. Die Kostenquote ist mit 0,15 % TER vergleichsweise gering.


Die Anlagestrategie

Der iShares Global Clean Energy ETF setzt auf die größten. Unternehmen der Welt, die sich mit der Erzeugung sauberer Energie beschäftigen. Diese können aus den Industrie- oder Schwellenländern stammen und sind entweder an der Bereitstellung der Infrastruktur oder Technologieentwicklung beteiligt.

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Der iShares S&P 500 Energy Sector ETF konzentriert sich auf den US-amerikanischen Index S&P 500. Enthalten sind somit die Unternehmen, die sowohl im S&P 500 notieren als auch dem Energiesektor entstammen. Dies sind aktuell etwas über 20 Unternehmen.

Sektoren-Allokation

Über 50 % der Unternehmen im iShares Global Clean Energy ETF sind Versorger. Im Anschluss folgt der Industriesektor mit ca. einem Viertel. Die IT kommt immerhin auf etwas über 16 %.

Fast die Hälfte der Unternehmen aus dem iShares S&P 500 Energy Sector ETF beschäftigt sich mit den Themen Erdöl und Erdgas bzw. dem gesamten Prozess. Ein Viertel der Positionen ist nur mit der Exploration und Produktion von Öl und Gas beschäftigt, während sich knapp 12 % auf Transport und Marketing konzentrieren.


Geografische Allokation

Knapp 38 % der Unternehmen aus dem iShares Global Clean Energy ETF stammen aus den USA. Im Anschluss folgt Dänemark mit fast 15 %. Zudem sind auch Spanien, Kanada oder China mit 5-7,5 % vertreten.

Da der iShares S&P 500 Energy Sector ETF den S&P 500 als Maßstab nimmt, sind nur Unternehmen aus den USA enthalten.

Die größten Positionen

Im iShares Global Clean Energy ETF ist das dänische Unternehmen Vestas mit über 8 % Gewichtung die größte Position. Dabei handelt es sich um den größten Hersteller von Windkraftanlagen weltweit. Mit Orsted landet auf dem zweiten Platz eben ein Weltmarktführer aus Dänemark – dieses Mal im Bereich Offshore-Windenergie. In den Top 10 sind ebenfalls der US-amerikanische Wasserstoff-Spezialist Plug Power und das spanische Energieversorgungsunternehmen Iberdrola SA enthalten.

Im iShares S&P 500 Energy Sector ETF ist Exxon Mobil mit über 25 % Gewichtung die mit Abstand größte Position. Auf Platz 2 landet die Chevron Corp mit knapp 19 % Gewichtung. Die beiden größten Mineralölkonzerne beeinflussen die Wertentwicklung des iShares S&P 500 Energy Sector ETFs deutlich.

Die Performance

Seit der Auflage 2007 erzielte der iShares Global Clean Energy ETF eine negative Rendite von ca. 3 % pro Jahr. Anleger hätten in den letzten fünfzehn Jahren somit einen beträchtlichen Teil ihres Investments verloren. In den letzten fünf Jahren sah es besser aus. Da gab es eine durchschnittliche Jahresperformance von 20 %. In einem Dreijahreszeitraum beträgt diese sogar 30 %.

Seit der Auflage im Jahr 2015 erzielte der iShares S&P 500 Energy Sector ETF eine negative Durchschnittsrendite von knapp -3 % pro Jahr. In den letzten 3 Jahren verlor der ETF sogar über 8 % jährlich. Im laufenden Jahr sieht es wieder besser aus. Mit über 40 % Performance in den ersten Monaten schreitet die Erholung kräftig voran.

Welcher Energie-ETF ist besser?

Der iShares S&P 500 Energy Sector ETF notiert immer noch unter dem Vor-Corona-Kurs. Trotz starker Entwicklung im Jahr 2021 könnte die Erholung noch etwas vorangehen. Als langfristiges Investment ist der iShares S&P 500 Energy Sector ETF jedoch weniger geeignet. Die starke Konzentration auf zwei Unternehmen aus der Old Economy erhöht das Klumpen-Risiko. Zugleich war die Rendite in den letzten Jahren unterdurchschnittlich.

Anders sieht dies beim iShares Global Clean Energy ETF aus, der in den letzten drei Jahren eine Performance von über 30 % pro Jahr erzielte. Zwar ist die langfristige Performance ebenfalls nicht herausragend. Allerdings sprechen viele Anhaltspunkte dafür, dass Erneuerbare Energie in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen wird. Als langfristiger Investor kann man somit den iShares Global Clean Energy ETF bedenkenlos kaufen, obgleich Kursrücksetzer aufgrund der teilweise hohen Bewertung möglich sind.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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