Mastercard vs. Visa: Welche Kreditkartenanbieter-Aktie ist besser? 

Wer an Kreditkartenanbieter denkt, kommt nicht an Visa (WKN: A0NC7B) und Mastercard (WKN: A0NC7B) vorbei. Schließlich sind die beiden US-Unternehmen die bekanntesten Zahlungsanbieter in diesem Segment und haben quasi ein Duopol. Der Trend zum eCommerce hat das Wachstum der Unternehmen beschleunigt. Schließlich ist beim Online-Shopping eine Zahlung mit Bargeld nicht möglich. Die Kreditkarten von Visa und Mastercard waren die Lösung. Doch gibt es einen Favoriten unter den Kreditkartenanbietern oder spielt es kaum eine Rolle, welche Aktie man kauft?

Starker Burggraben von Visa und Mastercard

Gemeinsam kommen Visa und Mastercard auf über 75 % des weltweiten Marktes für Kreditkarten. American Express kommt immerhin noch auf 2 %. Ohne Chinas Union Pay wäre der Marktanteil noch deutlich höher. Dann würden 95 % auf Mastercard und Visa entfallen.

Die Margen sind deutlich höher als in anderen Branchen. Das Geschäftsmodell der Kreditkarten-Anbieter könnte profitabler kaum sein. Schließlich ist der Aufwand überschaubar und die Risiken sind gering. Visa und Mastercard stellen den Standard bereit, mit welchem der Zahlungsverkehr digital abgewickelt wird. Mit Zahlungen im Billionen-Volumen pro Jahr lässt sich die Abwicklung skalieren.


Mit einer Gebühr von 0,2 % pro Zahlung verdienen die Kreditkartenanbieter immer mit. Dies trifft auch zu, wenn PayPal als Zwischendienstleister deine Kreditkarte belastest oder du Apple Pay mit deiner Mastercard verbunden hast. Die Kreditkartenanbieter sind fast immer die Schnittstelle, die eine schnelle Abwicklung der Transaktion garantiert.

Visa: wertvoller und marktführend

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Mit der Ausgabe von rund 3,5 Milliarden Kreditkarten ist Visa die Nummer 1 in der Branche. Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell rund 480 Milliarden US-Dollar. Demgegenüber folgt Mastercard mit einer Market Cap von rund 360 Milliarden US-Dollar und 2,6 Milliarden ausgegebenen Karten auf dem zweiten Platz. Visa wickelte in 2019 über 8,8 Billionen Dollar Zahlungen ab, während es bei Mastercard 6,5 Billionen Dollar waren.

Umsatz- und Gewinnwachstum vergleichbar

In den letzten fünf Jahren war das durchschnittliche Wachstum von Gewinn und Umsatz bei Visa und Mastercard ähnlich. Pro Jahr wuchs der Umsatz um rund 9-10 %, während es beim Gewinn rund 11 % waren. Zuvor war das organische Umsatzwachstum bei Mastercard leicht höher als bei Visa. Von Vorteil könnte es hier für Mastercard sein, dass die Umsätze außerhalb der USA höher liegen. Hier waren es 2020 rund 65 %, während Visa nur auf 55 % kam. Schließlich sind die Wachstumsmärkte der Zukunft wohl eher in den heutigen Schwellenländern zu finden.


Die Margen im Vergleich

Bei den Margen ist Visa aktuell besser aufgestellt. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, dass Visa das größere Unternehmen ist. Die Geschäfte lassen sich leichter skalieren. Hier ist Visa der Konkurrenz von Mastercard schon ein paar Schritte voraus. Ganz gleich, welche Marge man betrachtet – bei Visa sieht es besser aus als bei Mastercard. Die operative Marge liegt bei Visa bei rund 65 %, während Mastercard aktuell auf ungefähr 57 % kommt. Allerdings kann dieser Fakt auch den zukünftigen Weg von Mastercard aufzeigen. Wenn Mastercard weiterwächst, werden auch die Margen steigen. Die Skalierung schreitet voran und immer mehr Geld fließt in die Kassen von Mastercard.

Die jüngste Performance

Wer in die Visa-Aktie investiert war, hätte in den letzten fünf Jahren eine Performance von 170 % erzielt. Beim Aktienkurs von Mastercard sieht dies jedoch noch deutlich besser aus. Über 250 % Performance standen im gleichen Zeitraum zu Buche. Daraus resultiert aktuell jedoch auch eine etwas höhere Bewertung. Beim KGV ist Mastercard teurer als Visa bewertet. Das KUV ist bei beiden Unternehmen vergleichbar. Bei der PEG-Ratio hat demgegenüber Mastercard die Nase vorn. Mit Blick auf die historischen Durchschnittszahlen sind beide Unternehmen aktuell nicht wirklich günstig bewertet

Welche Kreditkartenanbieter-Aktie ist die bessere Wahl?

Wer auf das bargeldlose Zahlen und die starken Netzwerke von Visa und Mastercard setzen möchte, kann bedenkenlos in beide Aktien investieren. Das Wachstum ist aktuell vergleichbar, beide Unternehmen haben einen starken Burggraben. In den letzten Jahren entwickelte sich der Aktienkurs von Mastercard etwas besser. Dafür ist Mastercard aktuell auch höher bewertet. Allerdings bieten die Margen hier die größeren Potenziale.

Sowohl Visa und Mastercard haben in den Schwellenländern den Zukunftsmarkt erkannt und investieren in Fintechs, um sich disruptionssicher aufzustellen. Auch in Zukunft dürfte sich der Weg von Visa und Mastercard sehr stark ähneln. Letztendlich sollte man sich entscheiden, ob man den Fokus eher auf Wachstum oder den etablierten Marktführer legen möchte. Ich würde mich für Erstgenanntes und damit Mastercard entscheiden, da die Positionierung außerhalb der USA stärker ist.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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