Schwache Reaktion auf Intel-Zahlen: Warum ich dennoch an das Unternehmen glaube 

Viele Unternehmen haben bereits ihre Geschäftszahlen für die ersten drei Monate im Jahr 2021 gemeldet. Da macht auch der US-amerikanische Chiphersteller Intel (WKN: 855681) keine Ausnahme. Auf den ersten Blick waren die Zahlen solide – wenn auch nicht mehr. Der Umsatz von Intel befand sich auf dem Niveau des Vorjahres. Zwar fiel der Gewinn deutlich – allerdings übertraf Intel die Erwartungen der Analysten. Zugleich waren Umstrukturierungen im Unternehmen und sonstige außergewöhnliche Belastungen ausschlaggebend für den Gewinneinbruch.

Während der Umsatz im wichtigen Rechenzentren-Geschäft deutlich zurückging, stieg die Nachfrage nach Notebook-Prozessoren. Zugleich hob Intel den Ausblick für das Geschäftsjahr leicht an. Die Erwartungen diesbezüglich waren jedoch höher. Somit gab die Intel-Aktie um fast 10 % in der letzten Woche nach.

Im folgenden Beitrag gibt es dennoch einige Gründe, warum ich an das Unternehmen glaube. Schließlich dauert ein erfolgreicher Turnaround manchmal einfach ein wenig länger.

Wachstumsmarkt Halbleiterbranche

Entscheidend für die Zukunft eines Unternehmens ist auch die Branche. Schließlich ist es für Unternehmen in stagnierenden oder schrumpfenden Märkten deutlich schwerer, erfolgreich zu sein. Hier hat Intel keine Probleme. Die fortschreitende Digitalisierung wird dafür sorgen, dass der Bedarf an Chips weltweit steigt. Megatrends wie Autonomes Fahren, Robotik, Künstliche Intelligenz und Co. befeuern diesen Wandel. Die Halbleiterbranche soll in den nächsten Jahren doppelt so stark wachsen, wie die Weltwirtschaft.

Chipdesigner in der Gegenwart

Der aktuelle Intel-CEO setzt auf einen Umbau seines Konzerns. Schließlich hat die Konkurrenz um NVIDIA, AMD und Co. den Halbleiterhersteller in den letzten Jahren abgehangen. Aus diesem Grund möchte Intel in den nächsten Jahren einige Chips outsourcen. Die hochwertigen Prozessoren sollen nur noch designt werden -den Rest übernehmen Auftragsfertiger wie der taiwanesische Marktführer TSMC. Mit dieser Strategie soll die Aufholjagd gelingen. Doch das Outsourcing ist nur ein Teil des Plans von CEO Pat Gelsinger.

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Auftragsfertiger in der Zukunft

Zugleich soll Intel in der Zukunft auch als Auftragsfertiger agieren. Zwei neue Chipfabriken sollen in den USA entstehen. In den sogenannten Intel Foundry Services (IFS) würde das Unternehmen dann Chips für andere Designer produzieren. Damit sagt Intel der Knappheit in der Halbleiterbranche den Kampf an. Zwar hat Intel diesen Schritt schon einmal geplant. Mit dem zielstrebigen Pat Gelsinger an der Spitze könnte sich Intel jedoch wirklich als Auftragsfertiger etablieren.


 

Mobileye und Megatrend Autonomes Fahren

Neben dem Wachstumsmarkt Halbleiterbranche ist Intel auch im Autonomen Fahren aktiv. Der Markt für Autonomes Fahren soll in den nächsten Jahrzehnten rasant wachsen. Die strategische Übernahme des israelischen Unternehmens Mobileye verschafft Intel eine gute Marktposition. Schließlich ist das Unternehmen bereits seit 1999 in der Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen tätig.

Dividende versüßt die Wartezeit

Niemand kann sicher sagen, ob der Turnaround funktioniert oder wie lange er dauert. Doch die Wartezeit wird durch eine beträchtliche Dividende versüßt. Schließlich zahlt Intel bereits seit über 20 Jahren eine Dividende. Diese belief sich im Jahr 2019 auf ca. 2 %.

Zugleich kauft Intel seit Jahren mit dem erwirtschafteten Cash einen beträchtlichen Teil der Aktien zurück. Aktuell stehen weitere 20 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Selbst wenn der Turnaround wider Erwarten nicht klappen sollte, warten in den nächsten Jahren Gewinnausschüttungen und durch das Aktien-Rückkaufprogramm geschönte Kurse auf die Intel-Aktionäre.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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