Technologie-Aktien kaufen: Von diesen zwei Unternehmen würde ich jetzt die Finger lassen 

Langfristig bieten Technologie-Aktien das Potential einer überdurchschnittlichen Rendite. Denn das digitale Zeitalter steht erst ganz am Anfang. Heute können wir uns nur in den kühnsten Träumen ausmalen, was mit Technologie in Zukunft wohl einmal möglich ist. Da spielt es keine Rolle, ob wir in die Bereiche Mobilität, Healthcare, Kommunikation oder Finanzen schauen. Viele Technologie-Unternehmen könnten in Zukunft aktuelle Geschäftsmodelle disruptieren. Neue Innovationen kommen dabei eher früher denn später.

Folglich könnte es für langfristige Anleger das Mittel der Wahl sein, auf Technologie-Aktien zu setzen. Doch natürlich sollte man Diversifikation nicht vergessen, um das Risiko zu streuen. Darüber hinaus sind Technologie-Unternehmen mitunter auch riskante Investments. Denn teilweise ist die Bewertung absurd hoch, sodass es schier unmöglich scheint, dass die Unternehmen in ihre Bewertung hineinwachsen. Darüber hinaus halten manche Geschäftsmodelle schlichtweg nicht das, was sie versprechen.

Im folgenden Beitrag soll es um zwei Unternehmen gehen, von denen ich aktuell die Finger lassen würde – aus unterschiedlichen Gründen.

Ehang (WKN: A2PWWB)


Der erste Kandidat auf meiner Finger-Weg-Liste stammt aus China. Diese Ehre gebührt dem Drohnen-Startup Ehang. Dabei könnten Flugdrohnen in Zukunft wohl die Mobilität prägen. Wenn immer mehr Menschen in Städte ziehen, braucht es alternative Fortbewegungsmethoden. Drohnen könnten die überfüllten Straßen entlasten und das Fortbewegungsmittel der Zukunft sein.

Doch ob Ehang davon langfristig profitiert, ist nicht sicher. Zum einen wird die Konkurrenz immer mehr auf den Markt für unbemannte Flugdrohnen aufmerksam. Verschiedene Startups und etablierte Unternehmen forschen an den Drohnen. Zum anderen hat vor wenigen Monaten ein Shortseller-Bericht für Unsicherheit gesorgt. Dieser bemängelte, dass die Produktionshallen von Ehang weitgehend leer sind, die Umsatzzahlen geschönt werden und darüber hinaus ein Großaktionär zugleich einer der wichtigsten Kunden ist. Zwar bestritt der CEO und Gründer von Ehang die Anschuldigungen vehement. Das Vertrauen der Anleger war jedoch zunächst zerstört, sodass der Aktienkurs sich deutlich mehr als halbierte.

Zwar ging es für die Ehang-Aktie in den letzten Tagen wieder deutlich nach oben. Auf Monatssicht steht sogar ein Plus von über 80 %. Dennoch gab es zuletzt auch wieder negative News, denn Ehang schaffte es nicht, die wichtigen Geschäftszahlen der US-amerikanischen Börsenaufsicht rechtzeitig vorzulegen. Dies erinnert mich doch ein wenig zu sehr an die Causa Wirecard, bei der die Veröffentlichung von Berichten auch immer wieder nach hinten verschoben wurde. Ob an den Anschuldigungen des Shortsellers etwas dran ist oder nicht, mag ich kaum beurteilen. Dennoch lasse ich eben deshalb die Finger von Ehang und setze auf Unternehmen, bei denen die Chancen die Risiken deutlich überwiegen.

Shopify (WKN: A14TJP)


Bei Shopify handelt es sich um ein kanadisches Technologieunternehmen, das bereits 2006 von einem deutschen Auswanderer gegründet wurde. Das Geschäftsmodell basiert hauptsächlich auf einer Software-Plattform, mit der jeder Interessierte Produkte online verkaufen kann. Dafür bekommt Shopify eine monatliche Abo-Gebühr, zudem ist das kanadische Technologieunternehmen am Umsatz beteiligt. In den letzten fünf Jahren wuchs der Umsatz mit durchschnittlich 70 % pro Jahr – ein starkes Ergebnis.

Allerdings stellt sich die Frage, ob Shopify dieses Umsatzwachstum langfristig halten kann. Zwar wächst der E-Commerce stetig. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021 übertraf man das Vergleichsquartal aus dem Vorjahr noch mit 110 % – eine weitere Wachstumsbeschleunigung. Allerdings spielte die Corona-Pandemie Shopify in die Karten. Mittelfristig dürfte sich dieses Wachstum abkühlen, diesbezügliche Enttäuschungen dürften in einer harschen Korrektur enden.

Schließlich ist die Aktie in den letzten drei Jahren um über 600 % gestiegen. Der Kurs nähert sich nach einer kurzen Seitwärtsphase und dem kürzlich gelungenen Ausbruch erneut dem Rekordhoch. Mit einem aktuellen KGV von über 300 und einem KUV von rund 40 ist mir Shopify deutlich zu hoch bewertet, obgleich das Geschäftsmodell auch für die Zukunft vielversprechend ist. Die eingepreiste Wachstumsdynamik ist erscheint jedoch sehr ambitioniert. Deshalb lasse ich meine Finger von Shopify und bevorzuge als Growth-Titel im E-Commerce die Etsy-Aktie.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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