The Trade Desk Aktie kaufen: Darum sind -90 % im Depot nicht immer eine schlechte Nachricht

Man stelle sich vor, man schaut an einem Morgen in sein Depot und eine Aktie steht bei -90 %. Am gestrigen Handelstag ist dies den Aktionären von The Trade Desk (WKN: A2ARC) passiert. Dabei handelt es sich beim US-Unternehmen nicht auf einen Fall Wirecard. Zugleich gab es keine enttäuschenden News wie beim deutschen Impfstoffhersteller CureVac. Im Gegenteil ist das Geschäftsmodell von The Trade Desk intakt. Doch was ist passiert? Wer gut aufgepasst hat und immer informiert ist, wusste bereits zuvor, warum The Trade Desk derart stark im Minus eröffnen würde.


Aktien-Split am Donnerstag durchgeführt

Das US-Unternehmen The Trade Desk führte am Donnerstag einen Aktiensplit im Verhältnis 10:1 durch. Dies bedeutet, dass es für eine TTD-Aktie nun 10 neue Anteilsscheine gab. Folglich ist ein Minus von 90 % völlig normal. Der Aktienkurs hat sich gezehntelt. Dafür wurde die Anzahl der ausstehenden Aktien um das Zehnfache erhöht. Darüber hinaus ändert sich nichts – TTD bleibt das gleiche Unternehmen, der Unternehmenswert ist identisch.

Internationale Expansion schreitet voran

The Trade Desk möchte immer mehr in internationale Gewässer vorstoßen. Nun gab man bekannt, dass insbesondere der indische Markt erschlossen werden soll – im bald bevölkerungsreichsten Land der Welt gibt es enormes Potential im Werbemarkt. Zudem ist die Digitalisierung in Indien weit vorangeschritten, Englisch als Sprache weit verbreitet. Dies alles dürfte The Trade Desk grundsätzlich in die Karten spielen.

Abverkauf nach Q1-Zahlen, Erholung im Anschluss

Vor einigen Wochen veröffentlichte The Trade Desk die Zahlen für das erste Quartal 2021. Das Umsatzwachstum lag im Vergleich zum Vorjahresquartal bei 37 %. Die eigene Prognose wurde übertroffen. Zudem hat das Ergebnis pro Aktie die Analystenschätzungen übertrumpft. Der Ausblick auf das laufende Quartal war ebenfalls gut. Dennoch folgte der Abverkauf, da The Trade Desk sich nicht imstande sah, eine Gewinnprognose zu veröffentlichen. Der Grund: Die Unsicherheit durch die Corona-Pandemie. Dies sahen die Anleger nicht gerne und ließen die TTD-Aktie um 25 % einbrechen.

Doch im Anschluss folgte die Erholung. Viele Investoren sahen die Kurse als verlockend zum Einstieg an. Die Aktie von The Trade Desk stieg im letzten Monat um 25 %.

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Der Disruptor des Werbemarkts: Chancen und Risiken

Mit seinem Geschäftsmodell möchte das US-amerikanische Unternehmen die Werbebranche disruptieren. Dies soll mit Programmatic Advertising funktionieren. Auf einem fairen Marktplatz werden Werbeanzeigen für Unternehmen verglichen und verkauft. Die Kunden profitieren von dem besten Preis-Leistungsverhältnis. Da der Markt für Online-Werbung schnell wächst, könnte TTD den Umsatz und Gewinn weiterhin schnell steigern.

Doch Stand heute ist die Größe des Unternehmens überschaubar. Ein Umsatz von rund 250 Millionen Euro pro Quartal ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein im riesigen Werbemarkt. Die Online-Giganten Google oder Facebook haben bereits ein Auge auf den neuen Trend geworfen. Diese werden das lukrative Werbegeschäft The Trade Desk nicht kampflos überlassen.

The Trade Desk Aktie nach Aktiensplit kaufen?

Für alle langfristigen Anleger ist diese Fragestellung irreführend. Denn wer von dem Geschäftsmodell bei The Trade Desk überzeugt ist und glaubt, dass die Chancen die Risiken deutlich übersteigen, sollte unabhängig von einem Aktiensplit investieren. Zwar werden die Aktien optisch günstiger und somit für Kleinanleger erschwinglicher. Dennoch war es in der Vergangenheit erfahrungsgemäß so, dass Aktien mit einem guten Momentum bei der Ankündigung des Aktiensplits stiegen. Nach der Vollendung gab es keine spürbaren Effekte.

Folglich sollte sich jeder Anleger selbst die Frage beantworten, ob man die The Trade Desk Aktie aufgrund des hohen Disruptionspotentials im Depot haben möchte. Wenn ja, spielt es keine Rolle, dass der Aktiensplit schon hinter uns liegt.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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