Welcher Großbritannien-ETF ist besser: iShares Core FTSE 100 ETF oder iShares UK Dividend ETF? 

Corona und der Brexit beeinträchtigten die Entwicklung des britischen Aktienmarktes. Doch mittlerweile haben die Briten die Corona-Pandemie im Griff. Das Impftempo ist eines der Schnellsten der Welt. Dennoch könnte der Brexit trotz Partnerschaftsvertrag zwischen Großbritannien und der EU das Wachstum auf der Insel beeinträchtigen.

Die Skepsis der Anleger bietet dennoch Chancen. Zugleich sind nicht alle Unternehmen gleichermaßen vom Brexit betroffen. Der britische Aktienmarkt stellt weiterhin eine spannende Alternative für hiesige Anleger dar.

Im folgenden Beitrag geht es um zwei Exchange Traded Funds mit Fokus auf Großbritannien. Doch welcher ETF ist die bessere Wahl? Wir stellen den iShares Core FTSE 100 ETF (ISIN: IE0005042456) und den iShares UK Dividend ETF (ISIN: IE00BoM63060) gegenüber.

Die ETFs im Vergleich

Der iShares Core FTSE 100 ETF ist ein physischer ETF. Die Kostenquote ist mit 0,07 % TER unterdurchschnittlich. Zugleich gehört der ETF mit einer Größe von über 10 Milliarden Euro zu den Größten seiner Art. Die erzielten Erträge werden regelmäßig an die Anleger ausgeschüttet – in den letzten Jahren schwankte die Ausschüttungsrendite zwischen 2,6 und 5,2 %.

Beim iShares UK Dividend ETF handelt es sich um einen physischen ETF, der ebenfalls seine Erträge ausschüttet. Die Ausschüttungsrendite schwankte zuletzt zwischen 3,2 und 6,6 %. Die Kosten liegen mit 0,4 % deutlich höher.

Die Anlagestrategie

Beim iShares Core FTSE 100 ETF steht der FTSE 100 Index im Vordergrund. Dieser enthält die 100 größten Aktien aus dem Vereinigten Königreich. Entscheidend für die Gewichtung ist die Freefloat-Marktkapitalisierung.

Der iShares UK Dividend ETF ist ein Dividenden-ETF. Enthalten sind die 50 Unternehmen aus dem Vereinigten Königreich, die die höchste Dividendenrendite haben.

Aufteilung nach Sektoren

Vier Branchen haben im iShares Core FTSE 100 ETF einen Anteil zwischen 10-20 %. Der größte Anteil entfällt auf das Finanzwesen. Nichtzyklische Konsumgüter, Materialien und Industrie sind ebenfalls unter den größten Sektoren vertreten.

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Die größte Branche ist beim iShares UK Dividend ETF ebenfalls das Finanzwesen mit über 20 %. Im Anschluss folgen mit über 10 % ETF-Anteil die Nichtzyklischen Konsumgüter, Materialien und Versorger.

Die größten Positionen

Die Top 10 macht beim iShares Core FTSE 100 ETF einen Anteil von fast 40 % aus. Zwei Unternehmen haben sogar mehr als 5 %-Anteil. Dabei handelt es sich um den britischen Konsumgüterkonzern Unilever (WKN: A0JNE2) und das Pharmaunternehmen AstraZeneca (WKN: 886455).

Drei Unternehmen aus dem iShares UK Dividend ETF haben einen Anteil von über 5 %. Dabei handelt es sich um die zwei Tabak-Unternehmen British American Tobacco (WKN: 916018) und Imperial Brands (WKN: 903000) sowie den Pharmakonzern GlaxoSmithKline (WKN: EGS38171C012).

Die Performance

Seit der Auflage im Jahr 2000 erzielte der iShares Core FTSE 100 ETF eine unterdurchschnittliche Performance. Lediglich 2 % p.a. standen zu Buche. Dies sah in den letzten drei Jahren nicht besser aus. Der ETF erzielte durchschnittlich pro Jahr eine Rendite von 2,13 %.


Seit der Auflage im Jahr 2005 betrug die durchschnittliche Jahresperformance des iShares UK Dividend ETFs 1,5 %. In den letzten fünf Jahren verlor der ETF jährlich 0,5 % seines Werts.

Welchen Großbritannien-ETF sollten Anleger kaufen?

Beide Großbritannien-ETFs sind hinsichtlich der Sektoren stark diversifiziert und bilden die britische Wirtschaft gekonnt ab. Die Kosten sind überschaubar, insbesondere der iShares Core FTSE 100 ETF ist sehr günstig. Dennoch offenbart die langfristige Wertentwicklung Schwächen. Bei mehr als 15 Jahren Historie kann kein ETF über 2 % durchschnittliche Jahresperformance erzielen. Für wachstumsorientierte Anleger gibt es somit deutlich bessere Alternativen.


Spannender können die Großbritannien-ETFs für Anleger sein, die ihr Vermögen erhalten wollen und einen regelmäßigen Cashflow wünschen. Schließlich waren Dividendenrenditen zwischen 4-6 % eher die Regel denn die Ausnahme.

Dennoch stellt sich auch hier die Frage, ob nicht bessere Alternativen zur Verfügung stehen. Bei einer Wertentwicklung von unter 2 % inkl. Ausschüttungsrendite bietet der Aktienmarkt lukrativere Investments.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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