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Nur ein ETF im Depot – Reicht das wirklich?

Für Anfänger an der Börse ist ein ETF das Mittel der Wahl. Nach der Entscheidung für einen Broker dreht sich alles um die Wahl des ETFs. Während sich der eine Anleger für eine individuelle Zusammenstellung aus 17 ETFs entscheidet, konzentriert sich der Andere auf die Basics. Doch reicht ein einziger ETF wirklich für ein Erfolg versprechendes Depot oder sollten Anleger stärker diversifizieren?


Weltweit über 6000 ETFs

Die Auswahl an ETFs ist immens. Auf der ganzen Welt gab es Ende 2019 fast 7000 ETFs. Tendenziell hat die Anzahl an Exchange Traded Funds weiter zugenommen. Wenn sich Anleger nur für einen einzigen ETF entscheiden wollen, haben sie die Qual der Wahl. In Deutschland sind immerhin über 1000 ETFs handelbar. Diese reichen vom gängigen World-ETF über Themen- und Trend-ETFs bis hin zu Anlageprodukten für bestimmte Länder. Eins ist sicher: jeder Anleger findet einen ETF, der seinen Vorstellungen entspricht.

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Diversifikation via ETF

Anfänger sollten niemals diesen Fehler begehen: alles auf eine Karte setzen! Doch schließt das bereits aus, dass ein ETF im Depot genügt? Grundsätzlich nicht! Denn ETFs bieten eine breite Streuung der eigenen Investments. Beispielsweise beteiligen sich Anleger mit dem iShares MSCI ACWI UCITS ETF (ISIN: IE00B6R52259) an über 1600 Unternehmen auf der ganzen Welt. Eine solche Diversifikation gibt es wohl bei keinem Anleger, der ausschließlich in Einzelaktien investiert. Gefährlich wird es, wenn der einzige ETF ein Themen-ETF sein soll. Wer beispielsweise den iShares Electric Vehicles and Driving Technology UCITS ETF (ISIN: IE00BGL86Z12) kauft, beteiligt sich zwar an über 90 Unternehmen, die jedoch alle aus dem Bereich Elektrofahrzeuge und innovative Fahrtechnologien stammen. Sollte wider Erwarten ein anderer Antrieb das Rennen in der Zukunft machen, würden Anleger mit nur diesem ETF das Nachsehen haben.


Individuelles Depot

Ein verbreitetes Vorurteil besagt, dass die Geldanlage mit ETFs langweilig ist und individuelle Vorlieben ignoriert – Falsch! Mit Themen-ETFs können Anleger individuelle Präferenzen ausdrücken und zugleich die Depot-Performance ankurbeln. Wer in eine grüne Zukunft investieren möchte, macht mit dem Lyxor New Energy ETF (ISIN: FR0010524777) alles richtig. Daneben gibt es den Rize Education Tech and Digital Learning ETF (ISIN: IE00BLRPQJ54) für Bildung der Zukunft, den iShares Digitalisation ETF (ISIN: IE00BYZK4883) für die Digitalisierung oder den iShares Global Timer & Forestry ETF (ISIN: IE00B27YCF74) für Investitionen in die Holzindustrie. Die Auswahl an Themen-ETFs ist riesig – langfristige Anleger sollten sich stets die Frage stellen, ob es sich um einen Zukunftstrend oder kurzfristigen Hype handelt. Letzteres gehört nicht in ein ETF-Depot langfristiger Anleger.

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Risikoneigung berücksichtigen

Entscheidend für die Anzahl der ETFs im Depot ist auch die Risikoneigung. Wer hauptsächlich in Einzelaktien investiert und risikofreudig an der Börse agiert, kommt mit einem ETF als Basis-Investment aus. Wer sich demgegenüber für ein ausschließliches ETF-Portfolio entscheidet, kann mehrere ETFs kombinieren.

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Welt-ETF als Depot-Basis

Ganz gleich, ob ein, zwei oder sieben ETFs – die Basis eines ETF-Portfolios sollte ein World-ETF darstellen. Der bekannteste und beliebteste ETF-Index der Welt ist der MSCI World. Seit seiner Auflage erzielte der ETF eine durchschnittliche Rendite von ca. 7 % p.a. Das kann sich als Basis eines Depots sehen lassen. Mit 17,22 % ist die Gewichtung der größten Positionen im iShares MSCI World UCITS ETF relativ hoch (ISIN: IE00B0M62Q58).

Wer mit der Geldanlage beginnt und überschaubare Beträge investiert, ist mit einem World-ETF gut bedient. Allerdings wird der MSCI World von US-Unternehmen dominiert und ignoriert die Schwellenländer. Alternativ eignen sich ein MSCI All-Country World-Index (MSCI ACWI) oder eine Kombination aus MSCI World und Emerging Markets ETF. Schwellenmärkte bieten langfristig die Chance eines übermäßigen Wachstums.


Das Ergebnis – was ist die ideale Kombination?

Entscheidend für die Antwort ist die persönliche Situation. Sofern es um ein ausschließliches ETF-Depot geht, empfiehlt sich die Kombination mehrerer ETFs. Zwar kann ein World-ETF eine durchschnittlich hohe Rendite bieten, dennoch sollte Diversifikation nicht beim ETF aufhören. Verschiedene ETF-Anbieter, unterschiedliche Themenfelder und Co. können dem eigenen Depot Feuer verleihen. So ist es möglich, ohne großes Risiko den World-ETF outzuperformen, der die Basis des Depots darstellt. Wer sich dennoch für einen einzigen ETF entscheidet, sollte den MSCI All Country World wählen. Mit einem kleinen Schwellenländer-Anteil ist dieser der bessere World-ETF.

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1, 2 oder 3 – Hauptsache anfangen!

Wer sich endlos Gedanken über die Auswahl und Anzahl der ETFs macht, verliert Zeit und somit Rendite. Für den Anfang spielt es keine Rolle, ob Anleger mit dem MSCI All Country World oder einer Kombination aus mehreren ETFs starten. Die Inflation frisst das Geld auf dem Sparkonto. Die Aktienmärkte bieten die Chance, die Inflation auszugleichen und darüber hinaus Vermögen aufzubauen. Bevor sich junge Anleger den Kopf über die perfekte Zusammenstellung des Depots zerbrechen, sollten diese einen ETF-Sparplan auf ein Basis-Investment einrichten. Für weitere Diversifikation und Individualisierung ist Zeit, wenn die erste Rendite erzielt wurde.

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1 KOMMENTAR

  1. Das ist mal sehr gut erklärt, super!
    Wenn man aus dem Sparbuch raus möchte, so wie ich vor einigen Jahren, sind ETF,s ideal!

    Ich habe mich am Anfang auch informiert wo und wie man sparen oder investieren kann und empfehle jeden sich
    zu informieren welche Möglichkeiten es gibt!

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