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Reicht ein einziger Welt-ETF zum Vermögensaufbau?

Anlageempfehlungen haben im Internet eine stark inflationäre Tendenz. Für den Anleger, der sich sachlich informieren will, ist es nicht einfach die Spreu vom Weizen zu trennen. Banken und Finanzberater wetteifern mit Finanzblogs um die höchste Zahl der Klicks. Auffällig häufig stehen ETFs und da vor allem solche auf den MSCI World Aktienindex im Mittelpunkt der Betrachtungen. Zu Recht? Wo liegen die Vor- und Nachteile eines ETF-Investments in einen Welt-ETF – beispielhaft am MSCI World Aktienindex? Und reicht dies, um nachhaltig Vermögen aufzubauen?


Der MSCI World Aktienindex

Den MSCI-World Aktienindex gibt es seit 1970. Darin enthalten sind die Aktien von gut 1.600 großen und mittelgroßen Unternehmen aus 23 Ländern. Die Auswahl trifft MSCI, ein Finanzdienstleister aus den USA. Es muss sich um Unternehmen aus entwickelten Industrieländern handeln. Kriterium für die Auswahl ist der Börsenwert.

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Die Lobeshymnen auf ein ETF in den MSCI World Aktienindex

Das Hauptargument für ein ETF auf den MSCI World Aktienindex ist die Diversifikation mit dem Ziel, das Verlustrisiko zu reduzieren: viele Länder (Währungen), Branchen, und Unternehmen. Gleich dahinter kommen die anlegerfreundlichen Eigenschaften eines ETFs: einfach in der Handhabung, transparent, kostengünstig und vergleichsweise geringes Risiko. Und: Der MSCI World Aktienindex ist kein Newcomer, die Wertentwicklung lässt sich bis 1979 durchgängig zurückverfolgen – im Schnitt wurden gut sieben Prozent pro Jahr erreicht.

Wo sind die Stolpersteine?

Das Unternehmen MSCI selbst bestimmt, welches Land als entwickeltes Industrieland gilt – wirtschaftlich starke Staaten wie China, Brasilien oder Südkorea sind nicht dabei. Entwicklungs- und Schwellenländer fehlen vollständig. Die Bezeichnung Weltindex ist damit zumindest irreführend.

Die Marktkapitalisierung als Auswahlkriterium führt dazu, dass die USA mit ihrer stark ausgeprägten Aktienkultur den Index mit rund 66 Prozent dominieren. Mit großem Abstand folgen Japan (etwa sieben Prozent) und Großbritannien (gut vier Prozent). Deutsche Unternehmen sind mit knapp drei Prozent vertreten.

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Innerhalb der einzelnen Länder schaffen es nur die größten Unternehmen in den Index: Je höher der Börsenwert, desto größer ist auch die Gewichtung im Index. Konsequenz: Große US-Konzerne wie Amazon, Apple oder Microsoft und Alphabet dominieren den Index. Apple allein macht etwa drei Prozent aus. Das größte Unternehmen, das nicht aus den USA stammt, ist Nestle aus der Schweiz.

Der MSCI World Aktienindex schließt kleine und mittlere Unternehmen aus. Chancenreiche junge Unternehmen mit hoher Innovationskraft fallen durch das Auswahlraster.

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Trotzdem: Reicht ein einziger ETF auf den MSCI World Aktienindex?

Die Frage, die sich ein Anleger stellen muss, ist immer die nach der Alternative. Ist die vom Index angebotene Diversifikation in Eigeninitiative auch zu erreichen? Vom Grundsatz her ja – und persönliche Einschätzungen könnten stärker mit einfließen. Aber mit welchem Zeitaufwand, welchen Kosten? Die Anzahl der Werte, die im Depot liegen müssten, ist für einen Privatanleger schwer vorstellbar. Ganz abgesehen von den anfallenden Transaktionskosten, ist auch die erforderliche Zeit für die Depotpflege kaum darstellbar.


Der MSCI World Aktienindex ist letztlich ein Kompromiss zwischen eigenen Investmentideen und bequemer Geldanlage. Aber es ist ein guter Kompromiss! Warum? Er ist zwar nicht das komplette Abbild der Weltwirtschaft, sondern eines nach festgelegten und transparenten Kriterien. Die kann man gut finden oder nicht. Was für den Anleger vorrangig zählt, ist die Rendite und das damit verbundene Risiko. Und bei beidem kann der Index punkten: seit Jahrzehnten bemerkenswert stabile Erträge und vergleichsweise geringe Schwankungen. Ethik, Moral oder Nachhaltigkeit der enthaltenen Unternehmen muss jeder für sich bewerten und dann entscheiden, ob der MSCI World in sein persönliches Portfolio passt oder nicht.

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Fazit

Anleger mit langfristiger Strategie können unter Ausnutzung des Zinseszins-Effektes mit einem thesaurierenden ETF auf den MSCI World Aktienindex durchaus ein ansehnliches Vermögen aufbauen. Bei angenommenen sieben Prozent jährlicher Rendite werden aus einer monatlichen Sparrate von 200 Euro nach zwanzig Jahren 102.119 Euro, nach vierzig Jahren 497.291 Euro. Werden monatlich 400 Euro angelegt, stehen am Ende 204.239 Euro bzw. 994.582 Euro.

Wem dieses Basisinvestment nicht genügt, der kann zusätzlich zum Beispiel den MSCI ACWI, den FTSE All-World (jeweils Industrie- und Schwellenländer) oder kleinere Sektor- und Branchen-ETFs besparen.

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