So investieren Millennials während der Pandemie

Vor allem Millennials, welche bisher wenig mit der Wertpapieranlage zu tun gehabt haben, haben die Chance günstiger Kurse seit März genutzt, um zum ersten Mal in den Markt einzusteigen. Die junge Generation von Anlegern bringt ihre eigenen Vorstellungen mit und schickt sich an, bestimmte Dinge deutlich anders zu handhaben als ihre Vorgänger.


Technologieaffin in jeder Hinsicht

Die jüngste Generation von Anlegern, welche seit diesem Jahr vermehrt an die Märkte strömt weist eine höhere Affinität für Technologie auf als jede vorhergehende Anlegergeneration. Es handelt sich hierbei vielfach um Menschen, die bereits von klein auf mit Computern, dem Internet und meist auch dem Smartphone aufgewachsen ist. Dies hat wenig überraschend auch erhebliche Auswirkungen auf ihr Anlegerverhalten.

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Zum einen bevorzugen junge Anleger im besonderen Maße moderne Online-Broker. In den USA gilt besonders die Investment- und Trading-App von Robinhood als großer Renner unter der jungen Generation. Auch in Deutschland erfreuen sich zahlreiche Online Broker wie Trade Republic oder Smartbroker einer stark gestiegenen Nachfrage durch viele Junganleger.

Zum anderen setzen Millennials auch besonders stark auf Technologie-Unternehmen. Aus dem Quartalsbericht zu den Aktienportfolios von Millennials von Apex Clearing geht hervor, dass Apple, Amazon und Tesla die drei meistgekauften Aktien der jungen Anleger sind. Auch auf den folgenden Plätzen finden sich zahlreiche Technologie-Unternehmen wieder.


Glaube an Trends und Lust auf Risiko

Im Gegensatz zu älteren Anlegergenerationen neigen Millennials deutlich stärker dazu, in Trends zu investieren. Dies geht u. a. aus einer Studie des Brokers Public and Finimize hervor. Demnach neigen 53 Prozent der 18- bis 29-Jährigen dazu, in Trends zu investieren, welche sie für vielversprechend halten. Bei der Generation ab 66 ist dies im Gegenzug lediglich bei 39 Prozent der Fall.

Dies lässt sich auch an den konkreten Anlageentscheidungen erkennen. Neben den großen IT-Werten haben Millennials nämlich durchaus auch ein Faible für innovative Unternehmen entwickelt, die sich an der Spitze diverser Trends wiederfinden. So gehören beispielsweise auch der Veggie-Burger-Produzent Beyond Meat, das Biotech-Unternehmen Moderna sowie der Elektro-und Wasserstoff-LKW-Hersteller Nikola zu den oft gekauften Titeln.

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Gleichzeitig erweisen sich viele Junganleger jedoch durchaus auch als risikoaffin. Dies hat zur Folge, dass auch zahlreiche Unternehmen, welche aufgrund der Krise gelitten haben, von zahlreichen jungen Anlegern gern gekauft werden. Hierzu zählen beispielsweise diverse Fluglinien, Boeing oder kriselnde Banken wie Wells Fargo. Offensichtlich erhoffen sich viele, dass die Aktienkurse sich langfristig wieder von ihrem Tief erholen. Gerade im Fall so mancher Fluglinie könnte sich dieses Risiko jedoch durchaus auch als zu hoch erweisen.

Eine bereits mehrfach von Experten angemahnte Schattenseite des risikofreudigen Anlageverhaltens vieler Millennials ist die Neigung, auch in komplexe Anlageprodukte zu investieren, die nicht immer vollständig verstanden werden. Hier ist das Risiko, hohe Verluste zu erzielen, schnell besonders hoch. Als traurige Warnung dient dabei das Schicksal eines 20-jährigen Nutzers von Robinhood, der sich aufgrund eines Missverständnisses im Frühjahr das Leben genommen hatte.


Ein hohes Maß an Begeisterung und Optimismus

Wie die hohen Neukundenzahlen bei Brokern bereits erahnen lassen, können sich Millennials sehr stark für den Aktienmarkt begeistern. In ihrer Studie stellten Public and Finimize fest, dass 80,9 Prozent der Millennials der Ansicht sind, dass Investieren der Schlüssel für den Vermögensaufbau während der Pandemie ist. Ein Begriff, welcher in diesem Zusammenhang des Öfteren verwendet wird, ist die “Fear of Missing Out” (FOMO), sprich die Angst, die gute Gelegenheit zu verpassen. Die überwiegende Mehrheit begreift die Turbulenzen am Aktienmarkt als günstige Gelegenheit und weniger als Bedrohung.

Der Grund für diesen Optimismus ist zum einen sicherlich die Tatsache, dass die meisten Millennials bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts mit der Wertpapieranlage zu tun gehabt haben. Dementsprechend erlebten sie den Crash im Frühjahr auch nicht als Bedrohung ihrer bis dahin nicht existenten Anlagen.

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Gleichzeitig scheinen viele Millennials grundsätzlich optimistisch zu sein, dass sich ihre Investments am Ende auch wirklich auszahlen werden. Kurzfristige Schwankungen werden dabei nicht als Bedrohung, sondern eher als Gelegenheit angesehen. Dies liegt sicherlich daran, dass viele junge Anleger noch Jahrzehnte Zeit haben, um ihre Anlagen für sich arbeiten zu lassen. Ein solch langer Anlagehorizont erlaubt es, zwischenzeitliche Kurstiefs einfach auszusitzen.

Andererseits mussten viele auch noch nicht sonderlich hohe Verluste hinnehmen. Sollte es zu einem abermaligen breitflächigen Kurssturz kommen, könnten der Optimismus und die Geduld vieler Junganleger auf eine empfindliche Probe gestellt werden.


Finanzielle Bildung und Selbstständigkeit

Angetrieben wird der Drang vieler Millennials an die Börsen nicht zuletzt auch von einem zuvor beispiellosen Grad an finanzieller Bildung. Immer unsicherer erscheinende Renten sowie Fluktuationen auf dem Arbeitsmarkt haben dazu geführt, dass mittlerweile mehr als 60 Prozent der Universitätsabsolventen bereits frühzeitig über Investmentmöglichkeiten nachdenken. Dabei verlassen sie sich keineswegs nur auf professionelle Berater.

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Für viele junge Menschen ist das Internet mittlerweile die erste Anlaufstelle, wenn es um Informationen geht. Dementsprechend nutzen auch viele Neuanleger vornehmlich die riesigen Möglichkeiten des Internets, um sich über sämtliche Aspekte der Kapitalanlage zu informieren. Blogs, Youtube-Videos. Ratgebeber, Wikis und Online-Kurse werden von vielen Millennials ausgiebig genutzt. Auch Anlage-Bücher stehen hoch im Kurs. Laut Public and Finimize bringen sich 62 Prozent aller Millennials das Investieren selbst bei oder lernen es von Freunden.

Gleichzeitig legen viele Junganleger beim Investieren selbst großen Wert auf Informationen und Analysetools. Der Wille, sich persönlich auch mit komplexeren Aspekten des Anlegens auseinanderzusetzen, ist bei Millennials weiter verbreitet als bei vorherigen Generationen.


Nachhaltigkeit und Werte

Dass jüngere Generationen oft eine besonders starke Meinung mit Blick auf soziale und Umweltthemen vertreten, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dies scheint sich ganz offenbar auch auf ihr jeweiliges Anlegerverhalten auszuwirken. 30 Prozent der 18- bis 29-Jährigen legen demnach besonderen Wert auf die Werte, welche ein Unternehmen nach außen hin vertritt. Bei den über 66-jährigen Anlegern trifft dies hingegen nur auf 22 Prozent zu. Mit einer steigenden Zahl junger Anleger dürfte demnach auch die Zahl der nachhaltigen Anlageprodukte in den kommenden Jahren weiter zulegen.

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