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Wie sinnvoll sind ETF-Dachfonds?

ETFs sind für sich genommen bereits relativ breit aufgestellte Anlageprodukte. Gleichfalls kann es sich lohnen, mehrere von ihnen zu einem abgerundeten Portfolio zusammenzufassen. Einige Fondsgesellschaften bieten Anlegern jedoch die Möglichkeit, auf einen Schlag in ein komplett zusammengestelltes ETF-Protfolio zu investieren. Es handelt sich dabei um sogenannte ETF-Dachfonds. Lohnt es sich jedoch wirklich, in diese zu investieren?


Das komplette ETF-Portfolio auf einen Schlag

Ein Dachfonds vereint gleich eine ganze Reihe verschiedener Anlagen und Anlageklassen in sich. Dabei kann es sich beispielsweise um Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Immobilien handeln. Der Dachfonds – auch Mischfonds genannt – investiert hierbei jedoch nicht unmittelbar selbst in die unterschiedlichen Anlagen. Vielmehr kauft er mit dem Geld seiner Anleger Anteile an anderen Fonds.

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Es gibt eine Reihe solcher Dachfonds, die dieses Konzept speziell auf ETFs anwenden. Ein ETF-Dachfonds besteht also aus einer Vielzahl einzelner ETFs. Diese sind dabei so gewichtet, dass daraus ein durchdachtes und komplettes ETF-Portfolio für die eigenen Anleger entsteht.

Dachfonds erleichtern Anlegern das Investment

Im Grunde genommen bringt ein ETF-Dachfonds also die Vorteile eines gewöhnlichen ETFs auf ein höheres Level. Bei der Investition in einen ETF entfällt das zeitaufwendige Stock-Picking, da in alle Werte eines Index gleichzeitig investiert wird. Bei einem ETF-Dachfonds wiederum ist es nicht notwendig, sich mit einer Vielzahl verschiedener Indexfonds zu beschäftigen, da der Dachfonds dies übernimmt.

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Dadurch erleichtert sich die Investition für einen Anleger nochmals erheblich. Darüber hinaus können sich dadurch auch steuerliche Vorteile ergeben, da man als Anleger selbst außer bei den Anteilen des Dachfonds keine Käufe und Verkäufe tätigt. Diese finden stattdessen allesamt innerhalb des Fonds statt.


Aktiv oder passiv?

Grundsätzlich muss man bei ETF-Dachfonds zwischen aktiv gemanagten und passiven Fonds unterscheiden. Ein passiver Dachfonds orientiert sich bei seiner Zusammensetzung stets an einer vorher festgelegten Asset Allocation. Je nach Fonds wird dort höchstens ein- bis zweimal im Jahr ein Rebalancing vorgenommen, um die ursprüngliche Gewichtung wiederherzustellen.

Anders sieht es hingegen bei den aktiv gemanagten ETF-Dachfonds aus. Für diese zeichnet ein Fondsmanager verantwortlich, der selbst darüber entscheidet, welche ETFs mit welcher Gewichtung Bestandteil des Portfolios sein sollen. Damit wird das Konzept eines reinen ETF-Produktes zwar teilweise ausgehoben. Allerdings bestünde die Alternative ansonsten darin, dass man diese Entscheidung als Anleger selbst treffen muss. Dadurch verliert man aber ein Stück weit die Kontrolle über das eigene Portfolio, da zu einem späteren Zeitpunkt ETFs aufgenommen werden könnten, die einem persönlich weniger zusagen.

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Die Falle doppelter Gebühren

Grundsätzlich bieten ETF-Dachfonds ihren Anlegern also ein erhöhtes Maß an Bequemlichkeit. Dies muss man jedoch teilweise mit deutlich höheren Kosten bezahlen. Die Nutzung eines Dachfonds ist nämlich mit zusätzlichen Gebühren verbunden.

Der Anbieter des Dachfonds möchte sich für sein Angebot natürlich entsprechend entlohnen lassen. Aus diesem Grund müssen Anleger für den Dachfonds an sich jährlich Gebühren zahlen. Gleichzeitig fallen jedoch auch weiterhin die herkömmlichen laufenden Kosten der einzelnen ETFs an, in die der Dachfonds investiert. Je nach gewähltem ETF-Dachfonds können sich die Gebühren dabei schnell auf mehr als 1 Prozent pro Jahr belaufen. Damit sind diese Art von Fonds zwar immer noch günstiger als normale aktiv gemanagte Fonds. Im Vergleich mit Indexfonds sind sie jedoch meist sehr teuer.


Performance bleibt meist hinter Erwartungen zurück

Wegen der höheren Kosten sinkt jedoch auch die jährliche Rendite. Um dem entgegenzuwirken, müssen ETF-Dachfonds daher besonders geschickt bei der Auswahl ihrer einzelnen ETFs sein, um eine entsprechend höhere Rendite zu erzielen.

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Vergleicht man nun die durchschnittliche Performance der in Deutschland verfügbaren ETF-Dachfonds, stellt sich jedoch schnell heraus, dass keiner von diesen aktuell dieser Anforderung gerecht wird. Ein einfaches ETF-Portfolio, welches sich aus einem MSCI World, einem MSCI EM und einem Euro-Staatsanleihen-ETF zusammensetzt, performte auf die vergangenen fünf Jahre betrachtet deutlich besser als alle hierzulande verfügbaren Dachfonds.

Ein Blick auf die Wertentwicklung im vergangenen Jahr offenbart zudem, dass gerade die aktiv gemanagten ETF-Dachfonds nicht unbedingt glücklich bei dem Versuch agierten, die Kursverluste während der Corona-Krise zu minimieren. Tatsächlich mussten sie noch höhere Verluste einstecken als ihre passiven Vergleichsportfolios.


Fazit

In der Theorie scheinen Dachfonds ein durchaus attraktives Anlageprodukt zu sein. Sie bieten ein hohes Maß an Bequemlichkeit und sorgen von sich aus für ein breit aufgestelltes Wertpapierportfolio. In der Praxis sind sie jedoch oftmals mit zu hohen Kosten verbunden, welche sie mit ihrer Performance nicht ausgleichen können. Dadurch bieten sie Anleger aus Renditesicht keinen echten Vorteil im Vergleich zu dem durchschnittlichen selbst zusammengestellten Portfolio.

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