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Varta Aktie Prognose 2023 – Wie geht es jetzt weiter?
Varta Aktie Prognose 2023 – Wie geht es jetzt weiter?
Florian Hieke

Florian Hieke Investor shield

Profi Investor

Varta Aktie

Der Batteriehersteller Varta hat einige Probleme am Hals und im ersten Quartal rote Zahlen geschrieben. Seit einem Rekordhoch 2021 fiel die Aktie des Unternehmens um bis zu 90 %. Die aktuellen Ergebnisse scheinen dem Abwärtstrend nur noch mehr Schwung zu geben. Kann sich die Varta Aktie in diesem Jahr wieder nach oben kämpfen oder bleiben die Aussichten trüb?

Rote Quartalszahlen

Am Montagmorgen veröffentlichte Varta seine Ergebnisse der ersten drei Monate des Jahres. Der Markt gestaltete sich für den Hersteller von Batterien als schwierig, denn verschiedene globale Krisen und weniger Kundenaufträge beeinflussen die Quartalszahlen negativ.

Der Umsatz belief sich im ersten Quartal auf 164,2 Mio. Euro, was 21,1 Mio. Euro weniger sind als im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBITDA belief sich auf -2 Mio. Euro, während es im ersten Quartal 2022 noch 38,1 Mio. Euro waren.

Die gestiegene Nachfrage nach Energiespeichersystem hingegen wirkte sich positiv auf den Umsatz aus. Das Segment ist nun der zweitgrößte Geschäftsbereich von Varta und steigerte den Umsatz 2,7-fach. Bereits bis zum Ende des Jahres liegen für Energiespeichersystem Aufträge vor, was dieses Segment für 2023 stabil und planbar macht. Die Entwicklung des Energiespeichersegments wird zusammen mit einer Entspannung der Energie- und Rohstoffpreise und der laufenden Restrukturierung nach Einschätzung des Managements zu einer Stabilisierung des Jahresergebnisses führen.

Der freie Cashflow in Q1 lag bei -97,1 Mio. Euro, verglichen mit -23,85 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn pro Aktie belief sich auf -0,89 Euro, im ersten Quartal 2022 waren es noch 0,15 Euro. Die Kosten des Restrukturierungsprogramm der Varta Gruppe betrugen 5,57 Mio. Euro.

Prognose für 2023 kürzlich gesenkt

Erst Ende April hatte Varta seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr nach unten korrigiert und diese Zahlen mit dem Quartalsbericht nochmals bestätigt. Die Senkung der Vorhersagen war auf einen schwer zu berechnenden Markt zurückzuführen, was gleichzeitig zu einem weiteren Absturz der Varta-Aktie geführt hatte.

2023 soll ein Umsatz zwischen 820 und 870 Mio. Euro erzielt werden. Vorherige Prognosen hatten mit 850 bis 880 Mio. Euro leicht mehr erwartet. Das bereinigte EBITDA soll ähnlich dem Vorjahresergebnis von 69,5 Mio. Euro ausfallen. Im November des letzten Jahres war Varta noch von einem operativen Gewinn zwischen 90 und 110 Mio. Euro für das laufende Geschäftsjahr ausgegangen.

Über Varta

Die VARTA AG ist in Ellwangen ansässig und seit Oktober 2017 an der Frankfurter Börse im Prime Standard-Segment notiert. Varta ist außerdem im SDAX gelistet.

In erster Linie konzentriert sich der Konzern mit seinen Tochtergesellschaften auf die Forschung und Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Mikro- und Haushaltsbatterien, Großbatterien, verschiedenen Batterielösungen und Energiespeichersystemen.

Die fünf berichtspflichtigen Geschäftsbereiche von Varta sind Mikrobatterien, Lithium-Ionen-CoinPower, Verbraucherbatterien und Energiespeichersysteme. Alle anderen Produkte werden als „Sonstige“ zusammengefasst.

Mikrobatterien kommen vor allem in Hörgeräten zum Einsatz, wobei Varta der führende Hersteller in diesem Bereich ist. Lithium-Ion CoinPower bezieht sich auf kleine Lithium-Ionen-Rundzellen, auch bekannt als CoinPower, für OEM-Anwendungen. Diese beiden Segmente arbeiten synergetisch zusammen.

Das Segment der Verbraucherbatterien umfasst Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Powerbanks und Leuchten. Dieser Bereich richtet sich überwiegend an Endkunden. Im Geschäftsbereich Energiespeichersysteme stellt das Unternehmen neben großtechnischen Gewerbespeicherlösungen vor allem Energiespeichersysteme für Privathaushalte her. In diesem Zusammenhang spielt Varta durch die Entwicklung und Herstellung von solchen Systemen eine Schlüsselrolle bei der Energiewende. Die Energiespeicherlösungen von Varta reichen von kompakten Basismodellen wie dem wandmontierten VARTA Pulse Neo bis hin zu Großspeicherlösungen wie dem VARTA Flex Storage für gewerbliche Anwendungen.

Der Konzern beschäftigt über 4.390 Mitarbeiter und betreibt fünf Produktions- und Batteriefertigungswerke in Deutschland, Rumänien und Indonesien sowie Vertriebszentren in den USA, Europa und Asien. Varta exportiert seine Produkte in über 100 Länder.

Aktienprognose 2023

Die Varta Aktie hat seit 2021 einiges durchgemacht. Auch die neuesten Quartalszahlen wurden vom Markt weniger euphorisch aufgenommen und führte zunächst zu weiteren Verlusten. Schon Ende April sackte die Varta Aktie aufgrund der niedrigeren Prognosen für 2023 um gut ein Fünftel ab.

Über die vergangenen 12 Monate hatte die Aktie bereits 75 % an Wert verloren. Anfang 2021 erzielte die Aktie ein Rekordhoch von 181,30 Euro, nun kratzt die Aktie an der 20-Euro-Marke.

Analysten sind von den Quartalsergebnissen nicht gerade überrascht, denn sie haben sich bereits angedeutet. Goldman Sachs bestätigte im Laufe des Vormittags seine neutrale Bewertung der Aktie und legte ein Preisziel von 30 Euro fest. Zwar gibt es ein mittleres Preisziel um 25 Euro für die Aktie, doch der Konsensus der meisten Analysten bewertet die Aktie als „Outperform“ und tendiert weniger zur Kaufempfehlung als zum Verkauf der Aktie. Tatsächlich hat seit November 2022 kein Analyst eine Kaufempfehlung für die Varta-Aktie abgegeben.

Die Aussichten sind derzeit nicht vielversprechend und eine merkliche Besserung des Aktienpreises ist derzeit nicht abzusehen. Zwar sind Batterien und Energiespeichersysteme sehr gefragt, doch Varta kann bislang nur wenig von den Trends und der Energiewende profitieren.

2023 könnte sich als ein weiteres schwieriges Jahr für das Unternehmen herausstellen, obwohl es große Chancen auf Wachstum gibt. Anleger sollten sich derweil zweimal überlegen, ob sie genug Vertrauen in die Varta Aktie haben, oder ob eventuell ein Investment in Erneuerbare Energie ETFs besser ist.

Jeder Handel ist riskant. Keine Gewinngarantie. Jeglicher Inhalt unserer Webseite dient ausschließlich dem Zwecke der Information und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Dies gilt sowohl für Assets, als auch für Produkte, Dienstleistungen und anderweitige Investments. Die Meinungen, welche auf dieser Seite kommuniziert werden, stellen keine Investment Beratung dar und unabhängiger finanzieller Rat sollte immer wenn möglich eingeholt werden.

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Florian Hieke

Florian Hieke

Profi Investor

Florian Hieke

Profi Investor

Florian ist als Autor darauf spezialisiert informative und ansprechende Inhalte über die Schnittstellen von Finanzwesen, Krypto und iGaming zu erstellen. Dank eines Bachelors in International Development und mehrere Jahre Erfahrung am Weltmarkt ist er mit seinem Fachwissen aus diesen Branchen besten positioniert. Ob es um die neuesten Trends von Kryptowährungen, Entwicklungen an der Börse oder von Blockchain-basierten Projekten geht, bietet er eine unverwechselbare Perspektive, um den Lesern zu helfen, auf dem Laufenden zu bleiben. Sein Ziel ist es, wertvolle Erkenntnisse zu liefern, damit die Welt von Krypto, ETFs, Aktien und anderem verständlich und leicht zu navigieren ist.
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