Value Aktien kaufen 2021: Beste Value Aktien im Vergleich

Value aktienGrowth oder Value, Value oder Growth?

Aus dieser Überlegung ist in den letzten Jahren eine Glaubensfrage par excellence erwachsen.

Welche Anlagestrategie mehr Rendite bringt, ist umstritten.

Sicher ist, dass eine Beimischung an Value Aktien jedem Depot guttut.

Wir haben fünf aussichtsreiche Titel, die das Zertifikat „Value“ tragen, unter die Lupe genommen.

Worauf sollte man beim Kauf von Value Aktien achten?

  • Auch Value Aktien sollten nur dann gekauft werden, wenn die Heimatbörse, an der die Aktie notiert ist, geöffnet ist. Ist dies nicht der Fall, zahlen Käufer hohe Gebühren (Spreads), da sie den letztnotierten Referenzkurs zuzüglich eines Abschlags an den Broker zahlen müssen.
  • Ebenfalls ist auf einen vor- und nachbörslichen Handel zu verzichten. Value Aktien sind für geringe Kursschwankungen bekannt. Der zusätzliche Aufschlag lohnt sich demnach nur selten, da auch Good News weniger starke Effekte auf den Kurs der Aktie haben.
  • Value Aktien sollten ebenso wie Growth Aktien immer per „Limit“ geordert werden. Erhält der Broker den Auftrag, eine Aktie „Bestens“ zu erwerben, fällt der letztendlich bezahlte Preis mitunter höher als der angezeigte Kurs zum Zeitpunkt der Ordervergabe aus.
  • Große Kursschwankungen sind bei Value Aktien die Ausnahme. Dennoch lohnt es sich, Entwicklungen zu verfolgen und sich in Foren auszutauschen. Planen die Unternehmen zum Beispiel Expansionen, sollten Chancen und Risiken verglichen werden.
  • Value Aktien sind nicht nur für eine niedrige Volatilität bekannt! Value Aktien bringen ihren Besitzern zuverlässige Dividenden ein. Allerdings ist die, auch in Teilen Europas geltende, Quellensteuer zu beachten.

Was ist Value?

ETFDie Bezeichnung Value schreibt einem Unternehmen beziehungsweise dessen Aktien einen außerordentlichen „inneren Wert“ (auch als „intrinsischer Wert“ bezeichnet) zu.

Logisch: Aus dem Englischen übersetzt bedeutet Value schlichtweg Wert. Maßgeblich geprägt wurde das sogenannte Value Investing durch Benjamin Graham, später auch durch Warren Buffet.

Was sind Value Aktien?

ETF-Nachrichten Icon11Im Gegensatz zu Growth Aktien lassen sich Value Aktien anhand der aktuellen Geschäftszahlen der Unternehmen bewerten. Value Aktien bieten somit den Vorteil, zuverlässige Prognosen wie zum Beispiel Gewinnschätzungen aufstellen zu dürfen.

Methoden, den intrinsischen Wert eines Unternehmens zu berechnen, gibt es mehrere. Die entscheidenden Kennzahlen, an denen sich Value Investoren orientieren, machen die Marktkapitalisierung und die Verschuldung aus.

Denn „Value“ bedeutet in der Regel auch „groß“. Die Marktkapitalisierung eines Value Konzerns beträgt n der Regel mehrere Milliarden Euro. Je weniger Schulden der Konzern hat, desto größer beziehungsweise verlässlicher fällt die Dividende aus.

Ein wichtiger Punkt! Denn Value Aktien werden nicht selten aufgrund ihrer hohen und/oder stetig steigenden Ausschüttung gekauft. Zu guter Letzt werden viele antizyklische Unternehmen als „wertvoll“ angesehen. Produkte oder Dienstleistungen, die ungeachtet der Konjunktur gekauft/genutzt werden, sichern dem Konzern zuverlässige Einnahmen. Wenn auch zu kurz gedacht, werden Value Aktien häufig als krisensicher erachtet.

Die 5 besten Value Aktien 2021 im Porträt

In der folgenden Tabelle finden Sie unsere Top Five der besten Value Aktien 2021.

Unternehmen Aktueller Kurs Performance seit Jahresbeginn Performance seit einem Jahr Marktkapitalisierung Dividende Land Branche
Allianz SE 211,80 € + 6,64 % + 14,78 % 87,32 Mrd. € 9,60 € Deutschland Versicherungen
Apple Inc. 121,34 € + 14,73 % + 45,30 % 2,01 Bio. € 0,71 € USA Technologie
Deutsche Telekom AG 17,97 €  + 18,51 % + 20,17 % 85,55 Mrd. € 0,60 € Deutschland Telekommunikation
LVMH 658,30 € + 28,78 % + 63,66 % 333,45 Mrd. € 4,00 € Frankreich Mode, Luxus
Unilever PLC 50,77 € + 1,74 % + 5,68 % 134,43 Mrd. € 1,64 € Großbritannien Nahrungsmittel, Haushaltswaren

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Wie Value Aktien kaufen? In 4 Schritten zum Investor

Schritt 1: Broker auswählen

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Grundvoraussetzung für den Kauf von Aktien ist ein Wertpapierdepot. Solche Depots bieten mittlerweile auch Hausbanken wie zum Beispiel Sparkassen. Hier fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis jedoch schlecht aus. Prime-Broker gelten ebenfalls als teuer, können aber immerhin mit einem guten Service, einem großen Handelsuniversum und vielen Handelsoptionen (Orderarten) punkten. Da hohe Depotgebühren und zusätzliche Transaktionskosten insbesondere die Rendite von Kleinanlegern ungemein schmälern, greifen viele Menschen zu sogenannten Neo-Brokern.

Fremdkostenpauschalen von teilweise unter 1 Euro haben den Finanzmarkt für Privatpersonen revolutioniert. Allerdings sind diese Günstig-Broker für weniger qualifizierte Service-Mitarbeiter und unzureichender Infrastruktur (Server-Kapazität, Handels-Zuverlässigkeit) bekannt. eToro bietet Ihnen ein gesundes Mittelmaß. „Klassische“ Aktien dürfen ebenso wie Value Aktien, ETFs, CFDs, Rohstoffe und Kryptowährungen nahezu rund um die Uhr ge- und verkauft werden. Provisionsfrei!

Schritt 2: Anmeldung durchführen

eToro Anmeldung

Für die Anmeldung bei einem Broker ist die Verifizierung der Personalien zwingend notwendig. Einige Broker gewähren ihren Neukunden die Wahl zwischen dem Post-Ident- und dem Video-Ident-Verfahren. Für Personen, die ein Wertpapierdepot möglichst schnell eröffnen möchten, lohnt das Video-Ident-Verfahren. Bei dieser Methode gelingt die Verifizierung innerhalb weniger Minuten über die Webcam.

Via Post-Ident-Verfahren erfolgt der Abschluss der Anmeldung analog und wird von Kunden bevorzugt, die unabhängig von den Servicezeiten des Verifizierungsdienstes sein möchten. Abgefragt werden alle allgemeinen Personalien wie Name, Alter und Anschrift. Während der Anmeldung kann der Kunde einen Zweitwohnsitz angeben und einen Freistellungsauftrag (FSA) erteilen. Wir raten, diese Formalitäten unmittelbar bei der Anmeldung zu erledigen, da sie andernfalls schnell untergehen.

Schritt 3: Einzahlung tätigen

eToro Einzahlung

Nachdem der Broker das Depot freigegeben hat, kann die Einzahlung von Guthaben auf das Referenzkonto (Verrechnungskonto) geschehen. Jüngere Aktionäre nutzen gerne die Option, Aktien auf „Margin“ zu kaufen. Der Kunde beantragt bei seinem Broker einen Kredit, der dann zum Aktien Kauf eingesetzt wird. Da jeder Kredit jedoch Gebühren (Zinsen) mit sich bringt und auch Value Aktien das Risiko von Kursverlusten bergen, gilt der Aktien Kauf auf Margin als riskant.

Interessanter ist die Frage, welche Transaktionsmöglichkeiten der Broker für die Übermittlung der Investitionssumme anbietet. Investoren, die ihr Geld nicht nur per Überweisung auf ihr Referenzkonto senden können, sind anderen Marktteilnehmern in volatilen Börsenphasen voraus. Denn über Drittanbieter wie etwa Klarna sind auch größere Summen innerhalb weniger Minuten auf das Verrechnungskonto überwiesen, sodass bei kursbewegenden Neuigkeiten schnell Aktien geordert werden können.

Schritt 4: Value Aktien kaufen

eToro Dashboard

Value Aktien sind gleichsam wie Cannabis oder Biotech Aktien innerhalb von Sekunden über die Suchmaske des Brokers zu finden. Die Suche erfolgt wahlweise per:

  • Name des Unternehmens
  • Wertpapierkennnummer (WKN) der Aktie
  • Internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) der Aktie
  • Kürzel der Aktie

Auch wenn die Suche nach dem Namen verlockend scheint, sollte lieber anhand der ISIN beziehungsweise WKN geordert werden. Zumindest sollten Sie diese Angaben mit den Kennzahlen der von Ihnen anvisierten Aktie abgleichen. Deutsche Aktien etwa werden häufig sowohl als Vorzugs- und Stammaktien ausgegeben. China Aktien können als A-, B- und H-Aktien erworben werden und zeichnen sich allesamt durch handelsbezogene Eigenschaften aus.

Nicht zuletzt ermöglichen Broker den Erwerb sogenannter ADRs (American Depository Receipts) sowie GDRs (Global Depository Receipts), die als eine Art „Verbriefung“ von Originalaktien zu verstehen sind, ihrem Besitzer allerdings nicht dieselben Rechte wie dem Besitzer der Originalaktie zusprechen. 

Sollte man in Value Aktien investieren?

ETF-Nachrichten Icon17Die Entscheidung, Value Aktien zu kaufen beziehungsweise nicht zu kaufen, muss jeder Anleger selbst fällen. Zudem können Value Werte nicht ohne Weiteres über einen Kamm geschert werden. Unsere Top 5 vereint Aktien von Unternehmen aus den verschiedensten Sektoren, sodass Aktie X deutlich besser laufen kann als Aktie Y. Dennoch: Ein Investment in Value Aktien kann sich lohnen.

Für den Kauf von Value Aktien spricht die Stabilität, die solche Werte innehaben. Kurssteigerungen von mehreren Hundert Prozent innerhalb weniger Wochen, wenn nicht sogar Tage, sind bei Value Werten die absolute Ausnahme. Nicht wenige Aktionäre, insbesondere solche, die durch Biotech Aktien oder sogenannten Meme Stocks (Gamestop, AMC Entertainment, Windeln.de) in letzter Zeit kräftige Gewinne machen konnten, sehen eine Anlage in Value Aktien als sinnlos an.

Doch eben diese „Sinnlosigkeit“ von Value Aktien zahlt sich für den langfristig orientierten Anleger aus! Wer ein solides und diversifiziertes Investment in Value Unternehmen aufbaut, muss nicht mehrmals täglich in sein Depot blicken. Value Aktien Besitzer müssen auch nicht regelmäßig über den Verkauf der Positionen nachdenken oder die aktuelle Marktsituation bis ins Detail analysieren. Die Langfristcharts der Aktien von Unternehmen wie der Allianz oder LVMH machen deutlich, dass Value Werte viele Kurzzeit-Top-Performer „in the long run“ schlagen.

Selbstverständlich darf ein Engagement in Value Aktien nicht als Gewinngarantie verstanden werden. Finanzielle Kennzahlen sind ebenso wie Umsatzaussichten und gesamtmarkttechnische sowie gemeinschaftliche Entwicklungen zu berücksichtigen. Stichwort Demografischer Wandel! Wer also Value Aktien kauft, der sollte das mit absoluter Überzeugung tun.

Dies ermöglicht es, aus Krisen wie zum Beispiel aus dem Corona-Crash 2020 gestärkt hervorzugehen. Korrigiert der Gesamtmarkt, dürfen Value Aktien mit einem vergleichsweise geringen Risiko gekauft werden. Value Aktien erholen sich deutlich schneller, da Anleger in Krisenzeiten lieber auf Altbewährtes setzen, erprobte Geschäftsmodelle und solide Einnahmen schätzen. Und: Sollte der Kurs einer Value Aktie „seitwärts laufen“, wird der Anleger mit einer Dividende bei Laune gehalten.

Eine durchaus berechtigte Kritik müssen sich Value Aktien dennoch gefallen lassen: Viele Papiere scheinen bereits ihren Zenit erreicht zu haben. Um Investoren zufriedenzustellen, müssten Großkonzerne wie zum Beispiel die Unilever PLC mit hervorragenden Zahlen aufwarten – ein eher unwahrscheinliches Szenario. Einige Value Aktien Kurse haben in der Vergangenheit folglich schlechter abgeschnitten als viele ETFs.

Auch die in den Augen vieler Investoren attraktive Dividendenpolitik schreckt Skeptiker vor dem Kauf von Value Aktien ab. Fakt ist schließlich, dass Aktien nach ihrem Ex-Tag um die Höhe der ausgeschütteten Dividende fallen. Mindestens! Nicht selten trennen sich Anleger an dem Ex-Tag von ihren Investments, um zu einem späteren Zeitpunkt (bei einem günstigeren Kurs) wieder einzusteigen. Dieser Effekt ist bei Unternehmen, die ihre Dividende jährlich ausschütten, besonders häufig zu beobachten. De facto verschenkt manch ein Value Aktien Besitzer kostbare Rendite – insbesondere wenn der FSA erreicht und zusätzliche Quellensteuer anfällt.

Lohnt sich der Kauf von Value Aktien aktuell?

ETF-Nachrichten Icon23

Die Kurse unserer hier vorgestellten Top Five Value Aktien haben in den letzten Jahren beziehungsweise Jahrzehnten allesamt unterschiedlich performt. Der Großteil hat sich positiv entwickelt – und verspricht auch weiterhin eine positive Entwicklung (steigende Kurse). Derweil befinden sich allerdings einige Value Aktien, ebenso wie der Gesamtmarkt, an ihrem Allzeithoch.

Viele Menschen zögern deshalb, Value Aktien zu kaufen. Ein Blick in die Vergangenheit offenbart allerdings, dass die Erfolgsstory von großen Konzernen in unsicheren Zeiten besonders positiv aufgenommen wird. Im Zeitraum zwischen 1975 und 2010 beispielsweise konnten Value Aktien im Schnitt 2,2 Prozent besser performen als Growth Aktien. Erst in den letzten zehn Jahren hat sich das Blatt zugunsten von Wachstumswerten gewendet.

Vor allem die sogenannten FAANG Aktien haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Ebensolche Wachstumswerte könnten auch als eine Bedrohung für Value Aktien angesehen werden: Neue Techniken und innovative Lösungen könnten das jahrzehntelang erfolgreiche Geschäftsmodell einiger Value Gesellschaften bröckeln lassen. Versicherer wie die Allianz beispielsweise könnten durch web-basierte Dienstleistungen, wie sie das amerikanische Start-up Lemonade entwickelt hat, Kunden verlieren.

Die besten Value Aktien im Vergleich

Allianz SE (ISIN: DE0008404005 / WKN: 840400)



Auf den ersten Platz unserer Value Aktien für 2021 hat es die Allianz geschafft. Der „Langweiler“ überzeugt mit stabilen Einnahmen und einem international orientierten Geschäft, das sich auch in Krisenzeiten immer wieder behaupten konnte. So gelang dem seit 1895 börsennotierten Konzern zum Beispiel der Sprung aus dem Bankrott (1945).

Überdimensionale Versicherungsansprüche, weitreichende Abschreibungen und nicht zuletzt ein großer „Mitarbeiter-Schwund“ brachten die Allianz SE nach dem Zweiten Weltkrieg an den Rande des Ruins. Nur mit staatlicher Unterstützung ging es aufwärts. Ab 1958 hieß es „Hoffentlich Allianz versichert“ und die Münchener konnten sich aus dem Griff der Verstaatlichung befreien. Mit der Übernahme der Commerzbank und der Finanzkrise 2008 erlebte die Allianz SE abermals dunkle Stunden, doch heute steht der deutsche Erstversicherer so gut wie selten zuvor dar.

Was macht die Aktie der Versicherungsgesellschaft aus Deutschland so interessant, als dass sich selbst viele ausländische Investoren wie die Vanguard Group (2,28 Prozent) für ein Investment in die Allianz entschieden haben? Stabilität! Die Wachstumsraten liegen deutlich unter denen von globalen Tech-Riesen, doch die Kontinuität der Einnahmen spricht Bände. Vor allem der nahezu jährlich übertroffene Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beeindruckt. Auch im Coronajahr 2020 bescherte der offensichtlich solvente Kundenstamm der Allianz SE Einnahmen von 17,64 Milliarden Euro – ein Wachstum von 5 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenjahr.

Auch für 2021 blicken die Münchener optimistisch in die Zukunft und wollen ihre Dividendenpolitik beibehalten. Apropos: In den letzten 1o Jahren tätigte man keine einzige Dividendenkürzung und hob die Ausschüttungen in 16 von 20 Jahren sogar regelmäßig an. Derweil liegt die Dividende bei 9,60 € und soll für 2021 auf 10,30 € klettern. Weniger erfreulich: Angesichts des Streubesitzes von 99,9 Prozent könnte dem Management Desinteresse am Erfolg des Unternehmens vorgeworfen werden.

Der Umsatz im Heimatland hat in den letzten Jahren zudem abgenommen, auf aktuell 22 Prozent. Das Vermögensverwaltungsgeschäft ersetzt zunehmend die margenstarke Lebensversicherungssparte und satte 80 Prozent des Firmenkapitals schlummert in Staatsanleihen. Auch der italienische Staat ist in der Asset-Allocation der Allianz SE hoch gewichtet.

Apple Inc. (ISIN: US0378331005 / WKN: 865985)



Eine Tech Aktie in der Liste für Value Titel? Klingt unwahrscheinlich, doch der Handy-, PC- und potenzielle Auto-Bauer aus Cupertino macht’s vor. Denn obgleich viele Analysten dem Unternehmen Apple eine goldene Zukunft bescheinigen, hat der Apfel-Konzern nach Ansicht einiger Experten an Biss verloren.

Beispiel iPhone: Der chinesische Hersteller Xiaomi hat Apple im Q4 2020 an verkauften Smartphones in Summe geschlagen. 44,4 Millionen Geräte verkauften die Chinesen, Apple 40,6 Millionen Geräte. Jedoch: Apple darf 80 Prozent der weltweiten Gewinne durch Smartphone-Verkäufe für sich verbuchen! Ob und wie lange Apple-Jünger für ihre iPhones stetig mehr Geld ausgeben, bleibt allerdings fraglich.

So oder so: Apple ist weit mehr als das iPhone! Der Konzern nimmt nach wie vor beachtliche Summen durch den Verkauf von Hardware ein. Doch die wahre Stärke des Unternehmens liegt mittlerweile im Software-Bereich: Die Vermietung von zusätzlichem Speicher über die hauseigene Cloud, die stetigen Einnahmen durch Downloads aus dem App Store und nicht zuletzt das Betriebssystem bescheren dem Unternehmen kräftige Einnahmen.

Knapp ein Viertel der zuletzt 274,51 Milliarden eingenommenen Dollar resultieren aus der Software-Sparte. Ob der Umschwung als positiv oder negativ zu werten ist, bleibt Ansichtssache. Denn auch das Software-as-a-Service-Geschäft, das hohe Gewinnmargen verspricht, steht zumindest zu Teilen auf wackligen Beinen. Klagen über angeblich unlautere Provisionen für den Vertrieb von Programmen im App Store beispielsweise sind noch nicht vom Tisch. Finanziell ist und bleibt das Unternehmen allerdings bestens aufgestellt:

Ein Free-Cashflow von über 73 Milliarden Dollar bietet Apple genügend Puffer für schlechte Zeiten und weitreichende Investitionsmöglichkeiten. Mit einem Apple-Car beispielsweise könnten die Kalifornier tatsächlich ihr „Next Big Thing“ feiern. Unterm Strich bleibt die Apple Inc. eine überaus solide Gesellschaft, die seit Kurzem sogar eine kleine Dividende zahlt. Ein weiteres Zeichen für die Trendwende vom Growth zum Value Titel!

Deutsche Telekom AG (ISIN: DE0005557508 / WKN: 555750)



Mit der Aktie der Deutschen Telekom AG ist der zweite deutsche Wert in unserer Top 5 vertreten. Der „Volksaktie“ stehen viele Anleger aufgrund ihres spektakulären Absturzes während der Dotcom-Blase skeptisch gegenüber. Mittlerweile hat sich der Anteilsschein der Bonner auf einem fairen Kursniveau eingependelt und offenbart sowohl in puncto Dividende als auch Wachstum ansehnliches Potenzial. Zwar steht die Deutsche Telekom hierzulande aufgrund angeblich veralteter Strukturen und überforderten Service-Mitarbeitern in der Kritik, doch die Geschäftszahlen des Unternehmens dürfen sich sehen lassen.

Ein konstant steigender Umsatz von 75 Milliarden Euro (2018) auf 80 Milliarden Euro (2019) und 101 Milliarden Euro (2020) bis hin zu geschätzten 106 Milliarden Euro für das aktuelle Geschäftsjahr attestiert dem Betrieb angesichts des ebenso konstanten EBITDA-Wachstums von einst 23,3 Milliarden Euro (2019) auf voraussichtlich 35,5 Milliarden Euro für 2021 ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Die zuletzt gezahlte Dividende lag bei 60 Cent pro Aktie, was eine Dividendenrendite von 3,61 Prozent ergibt. Die Ausschüttung liegt angesichts des Gewinns pro Aktie von 88 Cent in einem akzeptablen Rahmen, sodass mit einer, wenn auch nur kleinen, Dividendenerhöhung für 2021 zu rechnen ist.

Wirklich interessant wird die Deutsche Telekom Aktie erst mit einem Blick auf die Tochtergesellschaft: T-Mobile US gilt als führend im Ausbau des amerikanischen 5G Netzes und verfolgt insbesondere in ländlichen Regionen ehrgeizige Expansionsziele. 10 Millionen zusätzliche Kunden will T-Mobile US durch die Verlegung von Glasfaserleitungen gewinnen – ein Plus von 10 Prozent. Die Deutsche Telekom AG hält noch 47 Prozent der T-Mobile US Aktien und plant, diese aufzustocken. Im Vergleich zum Mutterkonzern fällt eine etwas gesündere Bilanz auf, denn die Amerikaner sind mit dem 2,5-Fachen ihres Umsatzes verschuldet, die Deutsche Telekom AG mit dem 3,5-Fachen. Dividendenjäger müssen allerdings die Quellensteuer berücksichtigen – zuzüglich Währungsrisiko und Wechselkurs.

LVMH Mot Hennessy – Louis Vuitton SE (ISIN: FR0000121014 / WKN: 853292)



Die Aktie der LVMH Mot Hennessy – Louis Vuitton SE gilt als eine der „sichersten“ Wertpapiere der Welt. Sie gilt sogar als krisensicher, denn die Produktpalette der Franzosen ist ein Dauerläufer. Obwohl oder gerade wegen seines Kundenstamms ist LVMH als Kapitalanlage so begehrt: LVMH-Kunden müssen nicht aufs Geld achten und warten je nach Produkt und Serie mehrere Monate auf ihre Bestellung. Superreiche lassen sich ihre Shopping-Laue durch keinen Virus, keine Finanz- und keine Immobilienkrise nehmen! Wer den Konzern einzig und allein als Hersteller von Taschen, Schuhen und Reisekoffern kennt, sollte die Sparten „Wines & Spirits“ sowie „Perfumes & Cosmetics“ unter die Lupe nehmen.

Hier konnte der „Welt-Führer an Hochwert-Produkten“, wie sich LVMH nennt, in den letzten Jahren deutliche Gewinnsteigerungen erzielen und sich ein zweites Standbein aufbauen. Mit Spirituosen etwa erzielt der Global Player einen Nettoumsatz von 10,6 Prozent. Insbesondere Champagner (Dom Prignon) und Cognacs (Hennessy) werden von LVMH-Fans gerne getrunken, geordert und nicht selten sogar als Geldanlage gelagert. Die Duftstoffe aus dem Hause LVMH verkaufen sich nur minimal „schlechter: Wässerchen der Marken Christian Dior, Guerlain, Loewe und weiteren Firmen machen 10 Prozent des Nettoumsatzes aus.

Ein Blick auf die bisherigen sowie prognostizierten Zahlen begeistert. Betrug das EBITDA im Jahr 2018 noch 12,3 Milliarden Euro, kletterte der Gewinn zuletzt auf über 19 Milliarden Euro und soll 2023 bereits bei 23,1 Milliarden Euro liegen. Dennoch gibt es mahnende Stimmen: Eine länger anhaltende Krise dürfte auch den Mode-Giganten in Bedrängnis bringen. Diese Warnung lässt sich jedoch für jedes Unternehmen dieser Welt aussprechen. Mehr Sorgen könnte das wachsende Engagement in Fernost bereiten.

Derweil boomt das Geschäft in China, doch sobald das Wachstum im Land des Lächelns stagnieren sollte, dürfte LVMH seine Ziele verfehlen. Überdies birgt das Engagement im kommunistischen China ein politisches Risiko, das Besitzer von China Aktien jedoch mehr fürchten sollten als solche von LVMH Aktien. Dividendentechnisch können die Franzosen nur bedingt begeistern. Mit 4 € Dividende pro Aktie bleibt zumindest für deutsche Anleger nach Abzug der Quellensteuer eine Dividendenrendite von knapp 0,8 Prozent übrig.

Unilever PLC (ISIN: GB00B10RZP78 / WKN: A0JNE2)



Was haben die Marken Cornetto, Knorr, Dusch-Das, Axe, Viss, Coral, Pfanni, Magnum, Axe und viele weitere Größen gemein? Sie gehören der Unilever PLC an! Ein Anti-Zykliker, wie er im Buche steht! Die Aktie der Unilever PLC mag aus charttechnischer Sicht wenig begeistern. Wer sich inmitten der Finanzkrise (2008) eine Unilever Aktie ins Depot gelegt hat, freut sich zwar über einen Verdreifacher, musste in den letzten zwei Jahren jedoch mit einer durchgängigen Seitwärtsbewegung leben.

Allerdings: Unilever gilt als eine Dividendenperle! Das Beispiel-Investment aus 2018 hätte dem Anleger eine Ausschüttung von rund 1,7 Euro eingebracht – eine Dividendenrendite von 3,4 Prozent. Ein Hochdividendenzahler ist der Konzern also nicht, dafür ein sehr verlässlicher. Anfang 2008 lag die Dividende umgerechnet bei 68 Cent. Für 2020 steht eine Aktionärsvergütung von 1,60 Euro im Raum, die seit dem Umzug in das Vereinigte Königreich nicht mehr halb-, sondern vierteljährlich gezahlt wird.

Unilever steigert seine Dividende nahezu jedes Jahr und überzeugt mit Einnahmen am laufenden Band! Obgleich die drei großen Bereiche zuletzt einen Wachstumsrückgang offenbarten: Produkte aus der Sparte Körperpflege machten 41 Prozent der Einnahmen (Minus 3,4 Prozent), aus der Sparte Lebensmittel 39 Prozent (Minus 0,8 Prozent) und aus der Sparte Haushalt 20 Prozent (Minus 3,4 Prozent) aller Einnahmen aus. In der Firmenhistorie lassen sich solche Schwankungen immer wieder erkennen, da das Unternehmen regelmäßig Umstrukturierungen tätigt.

Ein absoluter Zahlenvergleich fällt demnach schwer. Der Blick auf den letzten Jahresbericht bescheinigt der Unilever PLC jedoch ein EBITDA von 11,38 Millionen Euro, ein letztendliches Betriebsergebnis von 9,37 Milliarden Euro und eine Nettomarge von 11 Prozent. In Anbetracht des Verschuldungsgrades von 1,94 also akzeptable, aber keine hervorragenden Zahlen. Dennoch könnte sich ein Unilever Aktien Kauf lohnen. Im E-Commerce-Bereich legte der Konzern zuletzt ein Wachstum von 61 Prozent hin und kooperiert unter anderem mit Größen wie Walmart und Alibaba. Der chinesische Internet-Riese dürfte der Unilever PLC bei ihren Expansionsplänen in Schwellenländern eine große Stütze sein und verstärkt (nochmals) die Führungsrolle einiger Marken.

80 Prozent der Produkte, die Unilever vertreibt, gelten entweder als marktführend oder belegen den zweiten Platz! Umfragen zufolge kommen rund 2,5 Milliarden Menschen jeden Tag mit Unilever-Produkten in Kontakt und sind mit diesen mehr als zufrieden. Zu guter Letzt hat der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 3 Milliarden Euro angekündigt, sodass der Gewinn pro Aktie steigen und der Kurs nicht in größerem Umfang fallen sollte.

Value Aktien Prognosen 2021

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Prognosen sind immer kritisch zu hinterfragen. Kein Analyst kann ein Unternehmen vollständig durchleuchten und sämtliche Bilanzzahlen auswerten.

Die Entwicklung des Gesamtmarkts ist ebenfalls nicht absehbar. Und dennoch lohnt es sich, Meinungen von Analysten zu berücksichtigen.

Schließlich orientieren sich einige Marktteilnehmer an ebendiesen Meinungen. Auch im Bereich der Value Aktien gilt der Grundsatz „The Trend is your Friend“.

  • Allianz SE: Für die Aktie der Münchener sehen Analysten derweil ein großes Potenzial, sofern die Beiträge der Kunden nicht „coronabedingt“ ausbleiben. Der zuletzt veröffentlichte Jahresbericht gibt jedoch Grund zur Hoffnung: Sportliche 265 € könnte die Allianz Aktie in absehbarer Zeit wert sein (+ 31 Prozent). Einer von 23 Analysten sieht den Anteilsschein überbewertet und ruft Ziele um die 195 Euro aus (- 4 Prozent).
  • Apple Inc.: Apple Aktien galten in den letzten Jahren als Basis-Investment. Der Großteil der Analysten hält an seiner Überzeugung fest und sieht die Aktie in absehbarer Zeit bei durchschnittlich 156,92 Dollar (132,00 €). Ein leichter, aber lohnenswerter Kursanstieg. Goldman Sachs hingegen verortet die Aktie bei 130 Dollar, also umgerechnet 109 Euro (- 8,5 Prozent), RBC Capital Markets bei 171 Dollar beziehungsweise 144,4 Euro (+ 21 Prozent).
  • Deutsche Telekom AG: Getrieben durch die Wachstumsfantasien ihrer Tochterfirma soll die Deutsche Telekom Aktie in absehbarer Zeit bei 25 € stehen, was einem Plus von 39,2 Prozent entspräche. Im Durchschnitt erntet die Deutsche Telekom Aktie ein Kursziel von 21 € und macht angesichts des Downside-Potenzials von maximal 0,6 Prozent auf 17 € zumindest aus Sicht der Analysten den „sichersten“ unserer Value Werte aus.
  • LVMH Mot Hennessy – Louis Vuitton SE: “Maßlos überteuert” – so sehen die Deutsche Bank und Kepler Cheveux das Papier der Luxus-Kette. Anlegern drohe ein Absturz um bis zu 22,35 Prozent auf rund 500 €. Mit ihrer Meinung sind die zwei Analystenhäuser allerdings allein: Die Jefferies Companies hat ein Kursziel von 800 € ausgerufen! Auch der allgemeine Tenor fällt für LVMH positiv aus. Durchschnittliches Kursziel: 673,67 Euro (+ 4 Prozent).
  • Unilever PLC: Kaufen, Halten, Verkaufen? Bei der Aktie der Unilever PLC sind sich Analysten uneins. Die Deutsche Bank ist für den Wert optimistisch und sieht ein Aufwärtspotenzial von 28 Prozent. Bernstein Research warnt vor einem Rücksetzer um bis zu 19 Prozent. Summa summarum kommen die Briten auf ein Kursziel von 45,48 Pfund (53 Euro) – ein Anstieg von immerhin 6 Prozent.

Value Aktien Kaufen oder Nicht? Unsere Analyse:

  • Stabilität
  • erfolgreiches Geschäftsmodell
  • krisensicher
  • zuverlässiger Dividendenzahler
  • bei Schwäche des Gesamtmarkts: Nachkauf lohnenswert
  • geringer Wachstumsmarkt
  • nur konservative Kurssteigerungen
  • Umsatzschwund durch neue Techniken möglich

Value Aktien ETFs

Value Aktien ETFs:

Sie möchten gestreut in Value Aktien investieren? Kein Problem! Allein der Platzhirsch iShares (Blackrock Capital Management) führt derweil 7 ETFs mit dem Motto Value Investing.

Wir wollen uns auf die Konkurrenz beschränken, da diese ohne Währungsabsicherung arbeiten und somit ein realistischeres Bild der Gesamtmarktentwicklung abgeben.

Xtrackers MSCI World Value UCITS ETF 1C (ISIN: IE00BL25JM42 / WKN: A1103E)



Mit dem Xtrackers MSCI World Value steht Anlegern ein sparplanfähiger und besonders günstiger Themen-ETF zur Verfügung. Zugegeben: Die Taktik des Fonds ist recht simpel. Es wird nach dem „klassischen“ MSCI World Schema investiert – bezogen auf die prozentuale Verteilung.

Allerdings werden Unternehmen anhand ihres Kurs-Buchwert-Verhältnis, der zu erwartenden Gewinnsteigerung und dem Verhältnis zwischen Unternehmenswert und Cashflow ausgewählt. Eine Gesamtkostenrate von 0,25 Prozent spricht für den thesaurierenden ETF. Die Performance nicht! Die Wertentwicklung lief in den letzten 12 Monaten nahezu parallel mit der des Vergleichsindex: 29,25 Prozent machte der Value ETF, 29,92 Prozent der Referenzwert.

 

Lyxor MSCI EMU Value (DR) UCITS ETF (Dist) (ISIN: LU1598690169 / WKN: LYX0W4)



Der MSCI EMU Value aus dem Hause Lyxor schnitt nochmals schlechter ab und konnte seit Juli 2020 lediglich 21,2 Prozent zulegen. Dies hat zwei Gründe. Erstens beschränkt sich der Fond auf den europäischen Raum. Ein zuletzt entscheidend gut gelaufener Finanzsektor, der amerikanische, bleibt somit außen vor. Zweitens müssen Anleger mit einer TER von 0,4 Prozent leben.

Immerhin: Der Fond schüttet die Erträge der enthaltenen Dividendenzahler (halbjährlich) aus, sodass die Gesamtperformance etwas besser ausfällt, als es der Chart nahelegt. Doch auch zuzüglich der Ausschüttungsquote von rund 1 Prozent hat der ETF rückblickend unterdurchschnittlich performt.

Gebühren beim Handel von Value Aktien

Broker Libertex eToro Plus500
Kaufgebühr 2,20 € kostenlos 3,08 %
Haltegebühr kostenlos kostenlos 0,05 %
Verkaufsgebühr 2,20 € kostenlos 3,08 %
Auszahlung von Geldern kostenlos $ 5 1,9 %
Gesamtkosten 4,40 € 4,22 € 92,32 €

Fazit: Value Aktien kaufen? Unsere Bewertung & Empfehlung

Value aktienNun zur Gretchenfrage: Lohnt sich ein Investment in Value Aktien? Unserer Ansicht nach Ja. Grund: In volatilen Marktphasen verleihen Dickschiffe wie Apple und Unilever jedem Depot Stabilität. Insbesondere für Anleger, die häufiger einen Blick auf ihre Anlage werfen, könnte dieser Faktor eine Rolle spielen.

Zwar kennen viele jüngere Marktteilnehmer, die im letzten Jahr den Sprung aufs Börsenparkett gewagt haben, größtenteils nur steigende Kurse. Angesichts mahnender Stimmen vor einer übereifrigen Börse, die sich von der Realwirtschaft „entkoppelt“ habe, könnte nun der Zeitpunkt für eine eher defensive Strategie gekommen sein.

Selbstverständlich dürfen und sollen auch Growth Aktien in einem diversifizierten Portfolio vertreten sein. Studien belegen, dass Anleger, die lediglich eine Strategie verfolgen und zum Beispiel nur Dividenden Aktien kaufen, auf lange Sicht underperformen. Apropos Dividenden: Wer sich über regelmäßige Ausschüttungen freut, ist mit Titeln wie der Aktie der Unilever PLC gut beraten.

Produkte/Dienstleistungen werden zudem auch in Krisenzeiten gekauft/genutzt, da Value Unternehmen ein anti-zyklisches Geschäftsmodell aufweisen. Last but not least spricht das Thema Inflation für einen Kauf von Value Aktien. Konzerne wie zum Beispiel Apple und LVMH können die Preise ihrer Produkte problemlos anheben und sich dennoch sicher sein, Käufer für ihre Produkte zu finden.

Gegen den Kauf von Value Aktien sprechen insbesondere deren Charts. Viele Value Titel befinden sich auf einem Allzeithoch oder bewegen sich sehr nahe an diesem Wert. Große Kurssprünge und überdurchschnittliche Renditen sind beim Kauf von Value Aktien nicht zu erwarten.

In einigen Bereichen wie zum Beispiel in der Versicherungsbranche könnten nicht nur stagnierende Kurse, sondern auch fallende Kurse drohen, wenn sich neue Technologien durchsetzen und zum Beispiel Start-ups wie Lemonade oder Ping An Insurance zunehmend Kunden von ihren Konzepten überzeugen.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass sich Value Aktien durchaus lohnen. Stabilität hat bisher noch keinen Anleger zur Verzweiflung gebracht! Ob gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für einen breit angelegten Value Aktien Kauf ist, kann jedoch kein Analyst der Welt vorhersagen.

Wir raten deshalb dazu, auf Sparpläne zu setzen und sich Stück für Stück ein solides Basisinvestment an beständigen Aktien aufzubauen. Mit dem passenden Broker wie zum Beispiel eToro können Sie gleich mehrere Sparpläne einrichten – provisionsfrei!

Häufig gestellte Fragen zu Value Aktien

Was ist Value?

Gibt es noch weitere interessante Value Aktien?

Zahlen Value Unternehmen Dividenden?

Kann ich mir sicher sein, mit Value Aktien Gewinne einzufahren?

Disclaimer

Der Autor weist darauf hin, dass er Aktien der im Text erwähnten Unternehmen hält und/oder zu erwerben gedenkt und somit ein möglicher Interessenkonflikt bestehen könnte.

Jan ist eigentlich studierter Germanist, Historiker und Medienpraktiker. Mit Aktien hatte er eigentlich nie etwas am Hut. Eigentlich! Nach dem Studium wagte Jan dann doch den Schritt aufs Börsenparkett – zwei Wochen vor dem globalen Corona-Crash! Von Aktien hatte der Germanist alsdann die Nase voll. Er gründete Texthaus Lauer und baute seine Tätigkeit als Online-Autor und Werbetexter aus. Wenig später beförderte die legendäre V-Erholung auch Jans Depot ins saftig-grüne Plus. Die Faszination Börse war wieder da. Nach Trading für Dummies und unzähligen Stunden Youtube-Content a la Echtgeld.TV legte die Portfolio-Performance nochmals kräftig zu. Heute verknüpft Jan Schreibaffinität, Recherche-Freude und Börsen-Know-how und arbeitet für diverse Finanzportale sowie Wirtschaftsmagazine, Online-Händler und SEO-Unternehmen.

Jeder Handel ist riskant. Keine Gewinngarantie. Jeglicher Inhalt unserer Webseite dient ausschließlich dem Zwecke der Information und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Dies gilt sowohl für Assets, als auch für Produkte, Dienstleistungen und anderweitige Investments. Die Meinungen, welche auf dieser Seite kommuniziert werden, stellen keine Investment Beratung dar und unabhängiger finanzieller Rat sollte immer wenn möglich eingeholt werden.