Tech Aktien kaufen 2021: Beste Technologie Aktien im Vergleich

tech aktienAugust 2020: Der Handyhersteller Apple knackt die Bewertungsmarke von 2 Billionen Dollar und gilt als das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt. Zugegeben:

Der Weg bis zu diesem Meilenstein war mit Korrekturen gepflastert, doch der Chart der Apple Aktie spricht Bände! Auch im Jahr 2021 dürften Tech Aktien zu den Lieblingen der Anleger gehören.

Oder etwa nicht? Wir haben die Aussichten für Tech Aktien 2021 zusammengetragen, Vor- und Nachteile dieser Branche erörtert und 5 aussichtsreiche Kandidaten vorgestellt.

Worauf sollte man beim Kauf von Tech Aktien achten?

  • Beim Tech Aktien Kauf sind selbstverständlich die Grundlagen des Wertpapierhandels zu beachten. Unnötige Gebühren etwa gilt es unbedingt zu vermeiden. So sollten Aktien nur gekauft werden, wenn die Heimatbörsen geöffnet haben, an denen die Unternehmen notiert sind. Andernfalls liegt der Spread schnell bei 5 bis 6 Prozent. Zudem sollte auf den vor- und nachbörslichen Handel verzichtet werden, denn auch hier lauern überdurchschnittliche Transaktionsgebühren.
  • Die Order für einen Tech Aktien Kauf sollte stets per „Limit“ platziert werden. Wird dem Broker aufgetragen, den Titel „Bestens“ zu erwerben, kann der letztendlich bezahlte Preis deutlich über den im Handelsfenster angezeigten Kurs liegen. Amerikanische Tech Aktien beispielsweise unterliegen insbesondere in der Opening Bell (09:30 a.m. / 15.30 Uhr MEZ) massiven Preisschwankungen.
  • Tech Aktien sind auch grundsätzlich für ihre Volatilität bekannt. Gute oder schlechte Nachrichten können überdurchschnittliche Kursschwankungen nach sich ziehen. Aktive Investoren, insbesondere Trader, sind mit Take-Profit- sowie Stop-Loss-Limit-Orders gut beraten.
  • Eine Stop-Loss-Limit-Order wird häufig mit einer gewöhnlichen Stop-Loss-Order verwechselt. Erreicht der Kurs der Aktie eine zuvor definierte Marke, erfolgt der Verkauf einer Aktie per Stop-Loss-Order „Bestens“. Im Falle massiver Kursverluste bedeutet dies, dass der Titel eventuell zu einem weit niedrigeren Kurs verkauft wird, als beabsichtigt. Nicht selten verkauft der Broker das Papier für den Kunden sogar mit Verlust.
  • Tech Aktien stehen für Wachstum wie keine andere Anlagenklasse. Der Großteil der Unternehmen setzt somit auf Investitionen, beispielsweise um Entwickler-Teams auszubauen. Auf Dividenden müssen Anleger in der Regel verzichten.
  • Viele Aktien aus dem Bereich Tech werden als potenzielle „Tenbagger“ gehandelt. Grund: Die Skalierbarkeit eines softwarebasierten Geschäftsmodells und dessen geringe Kosten für können die Gewinnmargen von Tech Unternehmen massiv in die Höhe treiben.
  • Bis der „Break Even Point“ bei Tech Unternehmen überwunden ist, sind diese häufig auf Fremdkapital angewiesen. Im Falle steigender Zinsen oder Anzeichen schwächelnder Umsätze wird es für Tech Unternehmen kompliziert, ihre Liquidität zu wahren. In diesen Zeiten korrigieren die Aktien Kurse von kleineren Tech Unternehmen kräftig.

Was ist Tech?

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Der Begriff Tech steht als Abkürzung für Technologie und ist weit gefasst.

Folgt man der Definition, der zufolge eine Technologie als „Wissenschaft von der Umwandlung von Roh- und Werkstoffen in fertige Produkte und Gebrauchsartikel, indem naturwissenschaftliche und technische Erkenntnisse angewendet werden“ zu verstehen ist, wird deutlich, dass sehr viele Prozesse als Technologie deklariert werden können.

Mittlerweile wird der Ausdruck Technologie nahezu ausschließlich mit digitalen Transformationsprozessen in Verbindung gebracht. Software-Lösungen gelten als das Paradebeispiel für Tech nach heutigem Verständnis.

Was sind Tech Aktien?

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Gemäß der ursprünglichen Definition von Technologie können Tausende Aktien als Tech Aktien deklariert werden. Beispielsweise dürften auch die Papiere von Öl-Konzernen wie Royal Dutch Shell PLC als Tech Aktien eingestuft werden:

Das Raffinieren von Öl ist ein komplexer Prozess, in dem ohne Frage „naturwissenschaftliche und technische Erkenntnisse angewendet“ werden und letzten Endes eine „Umwandlung von Roh- und Werkstoffen in fertige Produkte“ stattfindet.

Wir wollen uns auf Tech Aktien im strengeren Sinne konzentrieren: Wertpapiere von Unternehmen, die zu einem großen Teil ihren Umsatz mit der Entwicklung und/oder Vermarktung von Software generieren. Charakteristika von Tech Aktien sind unter anderem überdurchschnittliche Wachstumsraten – sofern die entwickelte Technologie zuverlässig arbeitet und vom Markt angenommen wird.

Zu den bekanntesten Tech Aktien gehören die FAANG Titel. Gemeint sind hiermit Facebook, Amazon, Apple, Netflix und Google beziehungsweise Alphabet. All diese Multi-Milliarden-Dollar-Konzerne lassen sich mit einem Schlagwort in Verbindung bringen: Digitalisierung. 

Die 5 besten Tech Aktien 2021 im Porträt

In der folgenden Tabelle finden Sie unsere Top 5 der besten Tech Aktien 2021.

Unternehmen Aktueller Kurs Performance seit Jahresbeginn Performance seit einem Jahr Marktkapitalisierung Dividende Land Branche
Microsoft Corp. 221,80 € + 25,65 % + 26,22 % 1,67 Bill. € 1,88 € USA Soft-/Hardware
Nvidia Corp. 637,50 € + 96,56 % + 31,18 % 397,3 Mrd. € 0,53 € USA Semiconductor
Paypal Inc. 242,50 € + 61,29 % + 6,90 % 285,5 Mrd. € USA Finanzen
Baidu Inc. 20,50 € 58,42 Mrd. € China Internet & Software
Digital Realty Trust Inc. 125,50 € – 6,95 % + 11,19 % 35,89 Mrd. € 3,91 € USA Immobilien

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Wie Tech Aktien kaufen? In 4 Schritten zum Investor

Schritt 1: Broker auswählen

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Der Handel von Tech Aktien gelingt mit einem zuverlässigen Broker sehr einfach. Sogenannte Prime-Broker verlangen allerdings kräftige Depot Gebühren und erheben nicht selten zusätzliche Transaktionskosten. Neo-Broker hingegen ermöglichen Aktienkäufe zu unschlagbar günstigen Preisen, bieten aber auch weniger Funktionen und gelangen in turbulenten Marktphasen an ihr Limit.

Der Handel von Wertpapieren ist im schlimmsten Fall, beispielsweise während eines Crashs, nicht mehr möglich! Ein gesundes Mittelmaß bietet eToro: Bei dem komplett webbasierten Broker dürfen klassische Aktien, ETFs, CFDs, Rohstoffe und Kryptowährungen provisionsfrei gehandelt werden. Selbstverständlich kann eToro auch mit einer BaFin-Lizenz dienen, sodass das Kapital des Kunden durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt ist.

Schritt 2: Anmeldung durchführen

eToro Anmeldung

Auch die Anmeldung gelingt bei einem zuverlässigen Broker unproblematisch. Zwecks Authentifizierung lassen viele Anbieter ihren Kunden die Wahl zwischen dem sogenannten Post-Ident- und dem deutlich schnelleren Video-Ident-Verfahren. Bei letzterer Variante gelingt die Überprüfung des Personalausweises über eine Webcam, ist allerdings nur zu den Service-Zeiten des (meist externen) Verifizierungsdienstleisters nutzbar.

Neben den allgemeinen Personalien wird in jedem Fall die Steuer-ID abgefragt. Sollten Sie über einen Zweit-Wohnsitz verfügen, geben Sie diesen am besten bereits bei der Depoteröffnung an. Selbiges gilt für einen Freistellungsauftrag, kurz FAS. Verlangt der Broker weiterführende Unterlagen, stellt er diese kostenlos als Download zur Verfügung. Stichwort Kreditgewähr.

Schritt 3: Einzahlung tätigen

eToro Einzahlung

Ist das Depot eröffnet, steht die Einzahlung von Guthaben an. Der Kauf von Finanzprodukten auf „Margin“, also auf Kredit, ist bei jüngeren Investoren/Tradern ein beliebtes Mittel. Da die Broker jedoch größtenteils Gebühren, also Zinsen, verlangen und stets ein sogenanntes systemisches Risiko besteht (Stichwort Corona-Crash), raten Experten von diesem Ansatz ab. Wichtiger als der Kauf „auf Pump“ ist eine breite Auswahl an Transfer-Optionen.

Über Drittanbieter wie zum Beispiel Klarna dürfen auch größere Geldsummen innerhalb weniger Minuten vom Bankkonto auf das Guthaben-Depot transferiert werden. Der Kunde ist unmittelbar liquide und kann Tech Aktien kaufen. Zudem gelingt die Überweisung unkomplizierter als beim althergebrachten Online-Banking und deutlich schneller als ein Geldtransfer per Formular! 

Schritt 4: Tech Aktien kaufen

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Tech Aktien können auf verschiedenen Wegen geordert werden. Über die Suchmaske des Brokers muss zum Beispiel lediglich die Wertpapierkennnummer (WKN) oder die Internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) eingegeben werden. Je nach Guthaben und möglichen Gebühren stehen nun Tech Aktien in einer bestimmten Menge zur Verfügung. Da einige Werte wie zum Beispiel China Aktien als A-, B- und H-Aktien sowie für amerikanische Investoren verbriefte Anteilsscheine aka ADRs (American Depositary Receipts) vertrieben werden, sollten Aktien mit Bedacht anhand ihres Namens gesucht werden.

Schnell landet die „falsche“ Tech Aktie vom „richtigen“ Unternehmen im Depot. Überprüfen Sie vor dem Kauf unbedingt die WKN beziehungsweise ISIN! Manch ein Broker erhebt übrigens zusätzliche Gebühren, wenn Wertpapiere in geringer Stückzahl beziehungsweise in geringen Summen erworben werden. Die Folge: eine deutlich geschmälerte Rendite.

Sollte man in Tech Aktien investieren?

ETF-Nachrichten Icon5

„Tech Aktien steigen immer. Immobilienpreise fallen nie!“ Dass solche Weisheiten mit Vorsicht zu genießen sind, mussten Millionen von Investoren und Kleinanleger während der Dotcom-Blase (2000) und der Immobilienkrise (2007) schmerzhaft am eigenen Portemonnaie erfahren.

Dennoch bleiben wir, ebenso wie viele unabhängige Analysten, für Tech Aktien optimistisch: Die Digitalisierung wird voranschreiten, die Vernetzung zunehmen und analoge Techniken ins Hinterzimmer geraten. Neue Technologien bedeuten zunächst Gewöhnung, erleichtern letzten Endes jedoch unseren All- und/oder Arbeitstag. Faxgerät & Co. sind nicht ohne Grund vom Aussterben bedroht!

Tech Aktien gelten als die wachstumsstärksten Aktien und sollten folglich in keinem Growth-Depot der Welt fehlen. Eine Übergewichtung ist jedoch ebenfalls zu vermieden, da in komplizierten Marktphasen die Kurse von Tech Aktien überdurchschnittlich unter Druck geraten können. Mehr hierzu erfahren Sie im Abschnitt Lohnt sich der Kauf von Tech Aktien aktuell?

Das überdurchschnittliche Wachstumspotenzial von Tech Werten resultiert aus der Annahme von Skalen-Effekten: Sobald eine Technologie marktreif ist und angenommen wird, zieht diese im „Schneeball-Prinzip“ mehr und mehr Nutzer an. Umsatz/Gewinn des Tech Unternehmens schnellen expotenzial in die Höhe. Die Kosten für die Bereitstellung/Vervielfältigung ihrer Technologie (Software) fallen Tech Konzerne marginal aus. Die Margen ziehen an, die Einnahmen sprudeln.

Tech Aktien dürfen als das Gegenteil von Aktien aus vielen verarbeitenden Bereichen wie zum Beispiel Konsum angesehen werden. Konzerne wie Unilever arbeiten keineswegs unprofitabel, müssen ihre Produkte jedoch zunächst herstellen, bearbeiten, verpacken, transportieren und nicht zuletzt lagern. Aufgrund dieses Kostenvorteils fallen die Gewinnmargen erfolgreicher Tech Riesen überdurchschnittlich aus.

Nun zum großen Aber. Die Einschätzung von Technologien ist äußerst komplex und unterliegt vielen Faktoren. Weniger technologieaffine Anleger geraten bei der Bewertung schnell an ihre Grenzen. In Unternehmen, die das Sigel Tech tragen, sehen viele Investoren nie endende Wachstumsstorys. Diese selbsterfüllende Prophezeiung erschwert eine Bewertung vieler Tech Aktien.

Dividendenjäger sind mit Tech Aktien weniger gut beraten: Nur die größten und profitabelsten Unternehmen im Technologie-Bereich schütten ihre Gewinne aus. Mittlerweile haben sich zwar Blue Chips wie Apple und Microsoft zu einer Dividendenpolitik bekannt, doch mit einer Rendite von unter 1 Prozent fallen die Zahlungen dieser Konzerne kaum ins Gewicht.

Deutlich schwerer wiegen die mitunter volatilen Kursverläufe: Tech Aktien von Unternehmen mit geringerer Marktkapitalisierung oder (noch) ausbleibendem Gewinn reagieren überdurchschnittlich auf News. Heftige Ausschläge im Kursverlauf schrecken viele konservative Anleger ab. Dies gilt zum Beispiel insbesondere für Biotech Aktien.

Last but not least müssen regulatorische Aspekte berücksichtigt werden. Seit dem Boom an Kryptowährungen im Herbst 2020 stehen zum Beispiel Unternehmen, die sich mit dem Minen und/oder Handeln von Kryptos beschäftigen, im Fokus vieler Anleger. Auch in Bereichen wie Kryptowährung und Blockchain warten satte Gewinne.

Die klimaschädliche Generierung der sogenannten Coins sowie deren Anonymität haben allerdings unlängst das den Unmut vieler Klimaaktivisten und das Interesse von Strafverfolgungsbehörden geweckt. Einige Länder wie die Türkei haben bereits die Mutter aller Kryptowährungen, den Bitcoin, als Zahlungsmittel untersagt.

Wer von der Thematik Blockchain profitieren möchte, sollte auf Unternehmen setzen, die nicht ihr komplettes Geschäftsmodell auf diesen Trend ausgerichtet haben. Der Kursverlauf der Coinbase Aktie spiegelt die Gefahr der „Fear and Greed“-Mentalität vieler Marktteilnehmer im Krytpobereich gut wider.

Lohnt sich der Kauf von Tech Aktien aktuell?

ETF-Nachrichten Icon17

Wie bereits erwähnt: Ein wachstumsorientiertes Portfolio ohne Tech Aktien aufzubauen, ist kaum möglich. Im Technologiesektor gilt allerdings nicht der Grundsatz „Time in the Market beats Timing the Market“! Soll heißen:

Die Ein- und Ausstiegspunkte vieler Tech Aktien sollten gut gewählt sein. Wer sich mit den Grundlagen der Charttechnik etwas auskennt und Trendindikatoren wie die 200-Tage-Linie in seine Investmententscheidungen einbezieht, kann eine deutlich höhere Rendite als der typische „Buy an Hold“-Anleger einfahren.

Überaus deutlich trat die Bedeutung des aktiven Handels im Frühjahr 2021 ans Tageslicht. Aufgrund steigender Inflationsraten fielen viele Tech Aktien Kurse mitunter über mehrere Wochen. Einhergehend mit der Angst vor der Inflation schlug sich nämlich auch die Befürchtung vor anziehenden Zinsen auf Unternehmen im Tech Sektor nieder.

Betriebe aus dieser Branche sind zukunftsorientiert und geben für die Entwicklung neuer Produkte hohe Summen aus. Tech Konzerne, die noch nicht profitabel arbeiten und sich größtenteils durch Fremdkapital finanzieren, leiden demzufolge unter steigenden Zinsen. Nur minimale Zinsanhebungen würden Mehrausgaben in Millionenhöhe bedeuten, da die Unternehmen schlichtweg mehr Kapital für Rückzahlungen aufbringen müssten.

Wer zwischen März und Juni 2021 auf charttechnische Signale geachtet und nicht zuletzt die Signale der Notenbanken berücksichtigt hat, konnte durch aktives Handeln mit Tech Aktien kräftige Gewinne einfahren. Immerhin: Etliche Kurse von Tech Aktien sind immer noch weit von ihren Allzeithochs entfernt. Ergo lohnt sich der Kauf von Tech Aktien nach wie vor! Großes Potenzial bieten zum Beispiel auch 5G Aktien, die von den Infrastrukturplänen der Biden-Administration profitieren dürften. 

Die 5 besten Tech Aktien im Vergleich

Microsoft Corp. (ISIN: US5949181045 / WKN: 870747)



Word, Excel, PowerPoint … Die Office-Software aus dem Hause Microsoft ist weltbekannt. Besonders stark vertreten sind die Programme aus Redmond in Büros sowie Regierungseinrichtungen. Gut 90 Prozent der westlichen Unternehmen und Institutionen stellen ihren Mitarbeitern MS Office zur Verfügung. Der Clou: Microsoft hat sein althergebrachtes Lizenz-Modell über Bord geworfen und setzt nun auf das „Service as a Service“-Konzept. Kunden kaufen die Software nicht mehr als ein Produkt, sondern als eine Dienstleistung. Im Sinne eines Abo-Modells fallen für die Inanspruchnahme dieser Dienstleistung regelmäßig Gebühren an.

Microsoft erfreut sich also an stetigen und planbaren Einnahmen. Rein theoretisch könnten die Nutzer von Word & Co. zur Konkurrenz abwandern, doch die Zahl der Unternehmen/Personen, die ihr Abo kündigen und zum Beispiel auf Google Docs oder Libre Office setzen, ist verschwindend gering. MS-Office bleibt das Maß der Dinge im Bereich der Büro-Software. Dank der enorm hohen Repeat Purchase Rate (zu deutsch „Wiederverkaufsrate“) profitiert der namhafte – und selbstredend schuldenfreie – Platzhirsch außerdem von marginalen Werbekosten und kann seinen jährlichen Reingewinn von zuletzt 17,04 Milliarden Dollar (14,28 Milliarden Euro) bedenkenlos investieren.

Apropos Investieren: Einen großen Teil seiner Einnahmen bringt die Microsoft Corp. für den Ausbau der Server- und Cloud-Sparte Azure auf. Mit Erfolg! Die Umsätze aus dem Cloud-Bereich stiegen im ersten Quartal 2021 auf 17,7 Milliarden Dollar (14,83 Milliarden Euro) – ein Plus von gut 6 Prozent. Microsoft gewann überdies die Ausschreibung für das Projekt JEDI (Joint Enterprise Defense Infrastructure) und darf sich über einen 10-Milliarden-Dollar-Vertrag freuen.

Neben dem IT-Projekt für das US-Außenministerium verspricht auch der Privatsektor neue Einnahmequellen: Mit xCloud sollen Kunden in die Streaming-Welt abtauchen und sogar hochwertige Spiele trotz schwacher Hardware daddeln – auf Abo-Basis, versteht sich. Trotz des verlässlichen Geschäfts und trotz der vielversprechenden Konzernplatzierung: Das KGV der Microsoft Aktie von 37 schreit nach Überbewertung. Qualität hat ihren Preis.

Nvidia Corp. (ISIN: US8725901040 / WKN: A1T7LU)



Besitzer von Nvidia Inc. Aktien sind in mehreren Zukunftstrends investiert. Die Fertigung von Grafikkarten etwa stellt das Kerngeschäft von Nvidia dar, doch auch der Verkauf von Prozessoren lässt bei dem Tech Giganten seit Frühjahr 2021 die Kassen klingeln. Nicht zuletzt gehören Halbleiter, also „einfache“ Prozessorsysteme, in die Produktpalette von Nvidia. Letztere sind bei Autobauern derzeit heiß begehrt, denn Mikrochips gelten als ein Grundstein bei der Herstellung von E-Autos. Außerdem:

Nvidia entwickelt sich durch die Bereitstellung von Software-Tools und Entwicklungskits zu einer Plattform, die die Kundenbindung auf ein neues Level hebt. Das Unternehmen selbst ist ungeachtet der sportlichen Investitionen im Bereich KI hochprofitabel. So steigerte man innerhalb von nur 10 Jahren den Umsatz um 300 Prozent auf 16,7 Milliarden Dollar (13,99 Milliarden Euro) und den Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und sonstigen Finanzierungsaufwendungen (EBITDA) sogar um satte 727 Prozent auf 5,63 Milliarden Dollar (4,72 Milliarden Euro). Mittlerweile ist der Tüftler aus Kalifornien mit einem KGV von 75 auf einem ordentlichen Bewertungsniveau angelangt, gilt dennoch weiterhin als Liebling internationaler Investoren.

Ein Ende der Rallye ist für die Nvidia Aktie nicht in Sicht, sodass sich trotz der Verzehnfachung des Anteilsscheins seit 2017 ungebremst Käufer finden lassen dürften. Grund: Nvidia profitiert enorm vom Krypto-Boom. Das Minen von Coins gelingt schließlich nur mit kräftigen Grafikkarten – und die liefert die Nvidia Corp. allemal. Überdies sehen Analysten in dem Segment Data-Center großes Potenzial.

Sogenannte Hyperscaler beispielsweise greifen auf die Server von Nvidia zurück. Wissenschaftler etwa profitieren von den Super-Rechnern, denn die Systeme aus dem Hause Nvidia helfen unter anderem bei der Decodierung von Viren-DNA. Doch Vorsicht: Sollte der Krypto-Run eine Verschnaufpause einlegen oder das Thema E-Mobility an Schwung verlieren, könnten die Wachstumsprognosen schnell eine Neubewertung erfahren. Ebenso wie der „faire“ Preis für eine Nvidia Aktie.

Paypal Inc. (ISIN: US70450Y1038 / WKN: A14R7U)



Der Trend zum bargeldlosen Bezahlen ist unumkehrbar: Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie gewann das Shopping via Handy oder Smartwatch einen enormen Boost und das Online-Geschäft erlebte einen neuen Höhepunkt. PayPal gilt als DER Profiteur dieser Entwicklung. In den USA beispielsweise werden bereits 22 Prozent aller Online-Überweisungen von Paypal abgewickelt. Auch weltweit stellt der Konzern eine beachtliche Größe dar: Knapp 400 Millionen Kunden zählt das alternative Banking-System.

E-Bays Entscheidung, die einstige Tochterfirma durch den niederländischen Anbieter Adyen zu ersetzen, hat der Paypal Inc. keineswegs geschadet: Im ersten Quartal 2021 wickelte man Transaktionen im Wert von 285 Milliarden Dollar (238,7 Milliarden Euro) ab und die gezahlten Provisionen bescherten dem Unternehmen einen Rekordumsatz sowie –gewinn. Für das laufende Jahr rechnen Experten mit Einnahmen von 21,2 Milliarden Dollar (177,6 Milliarden Euro) und einem EBITDA von umgerechnet 5,2 Milliarden Euro. Für das Folgejahr wird ein Wachstum von 22,6 Prozent erwartet.

Der Paypal Aktien Kurs spiegelt die Erwartungen der Analysten auf Grundlage der jüngsten Geschäftsentwicklung wider. Vom Corona-Tief im März 2020 (189 Euro) kletterte das Wertpapier der Kalifornier auf 242 Euro. Ein Plus von 28 Prozent! Derweil notiert die Aktie auf einem Rekordhoch und wird von der gesunden Bilanz gestützt.

Paypal hat schließlich kurzfristige Verbindlichkeiten von lediglich 117,8 Millionen Euro auszuweisen. Um seine Marktmacht weiter zu stärken, hat der Konzern den Service „Buy now, pay later“, Spar-Tools, Coupons und Belohnungssysteme eingeführt. Via Bitcoin darf selbstverständlich ebenfalls gezahlt werden.

Baidu Inc. (ISIN: KYG070341048 / WKN: A0YCQ6)



Den vierten Platz besetzt ein alter Bekannter: Der Suchmaschinenriese Baidu hat es bereits in unsere Liste der besten China Aktien dieses Jahr geschafft und gehört auch im internationalen Vergleich zu den aussichtsreichsten Tech Aktien. Das Kerngeschäft der Chinesen lässt sich mit dem des großen Bruders aus dem Westen vergleichen: Ähnlich wie Google (Alphabet) ist Baidu mit dem Durchstöbern des World Wide Webs beschäftigt und liefert dem Nutzer je nach Trefferquote beziehungsweise je nach Werbebudget des Kunden dementsprechend gerankte Ergebnisse.

Das Advertising-Business beschert dem Online-Riesen aus Fernost solide Einnahmen und ermöglicht Investitionen in nahezu allerlei Bereichen des modern E-Market. Von den jährlich rund 108 Milliarden eingenommenen Renminbi (13,89 Milliarden Euro) fließen zum Beispiel große Summen in das Segment Autonomes Fahren. Im Juni gab die Baidu Inc. bekannt, dass man in Kooperation mit BAIC Motors 1.000 Robo-Taxis fertigen wird. Die autonom fahrenden Limousinen sollen mit über 13 Kameras, V2X-Technologie, 5G-Datenübertragung und Lidar-Systemen ausgestattet sein, das vierte Level der autonomen Fortbewegung erreichen und umgerechnet circa 62.000 Euro kosten.

Baidu Inc. partizipiert ebenfalls an Zukunftstrends wie dem Internet of Things (IoT), Natural Learning Processing, Künstliche Intelligenz (KI), Deep Learning Frameworks sowie Augmented Reality und verstärkt derweil sein Engagement in benachbarten Märkten. Doch Vorsicht: Der 55,5 Milliarden Euro schwere Konzern verzeichnet ein jährliches Wachstum von gut 30 Prozent und könnte somit ein ähnliches Schicksal wie die Alibaba Group erfahren.

Käufer sollten auf die WKN beziehungsweise ISIN der Aktie achten: Der hier vorgestellte Anteilsschein ist an der Börse in Hongkong gelistet und über die Sonderverwaltungszone seit März 2021 handelbar. Seit 2008 können Baidu Aktien zwar in Form von ADRs über die NASDAQ erworben werden, bergen jedoch aufgrund politischer Spannungen zwischen den USA und der Volksrepublik China das Risiko eines Delisting. 

Digital Realty Trust Inc. (ISIN: US2538681030 / WKN: A0DLFT)



Das Schlusslicht unserer Top Five an Tech Aktien 2021 bildet ein Unternehmen, das streng genommen in die Rubrik „Immobilien“ gehört. Denn bei der Digital Realty Trust Inc. handelt es sich um einen sogenannten REIT (Real Estate Investment Trust).

Typisch für diese Unternehmensform sind überdurchschnittliche Dividenden, teilweise in Rendite-Sphären von bis zu 10 Prozent. Digital Realty Trust verdient allerdings nicht durch die Vermietung von Industrieflächen wie zum Beispiel STAG Industrial oder Wohnkomplexen wie Redwood Trust, sondern entwickelt, besitzt und verwaltet Rechenzentren auf der ganzen Welt – mit Ausnahme der Volksrepublik China.

Derweil gehören der Gruppe 290 Rechenzentren. Auch in Deutschland hat der Global Player Fuß gefasst, obgleich der Löwenanteil der Einnahmen in den USA erwirtschaftet wird. Hier sind auch die meisten Kunden von Digital Realty Trust beheimatet und bescheren dem Server-Betreiber. Konzerne wie Facebook, Oracle, AT&T, IBM, Adobe, Verizon und LinkedIn stellen die vermeintlich bekanntesten Mieter der Digital Realty Trust Inc. dar. Ergo darf der Quasi-Immobilien-Mogul als das Rückgrat etlicher Unternehmen angesehen werden, die in den Bereichen Cloud-Computing, Telekommunikation und sonstigen digitalen Anwendungen tätig sind.

Angesichts des Nachfrage-Booms an Servern verzeichnete Digital Realty Trust ein enormes Wachstum – ebenso wie der Aktien Kurs. Derweil kommt das Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von rund 40 Milliarden Dollar (35,5 Milliarden Euro). Bei einem EBITDA von 2,19 Milliarden Dollar (1,83 Milliarden Euro) ergibt dies ein KGV von knapp 100! Die sportliche Bewertung bescheinigt dem Unternehmen das Vertrauen vieler Anleger, die den berechenbaren und wachsenden Cashflow der Digital Realty Trust Inc. schätzen.

Im Jahr 2019 schrieben die Server-Betreiber einen Gewinn von 1,21 Dollar (1,01 Euro) pro Aktie. Für das Jahr 2021 sieht die Konzernleitung einen Gewinn von beeindruckenden 2,13 Dollar (1,78 Euro) pro Aktie voraus. Beeindruckend hat sich auch die Dividende entwickelt: In den letzten 15 Jahren hob das Unternehmen die Ausschüttungsquote regelmäßig an, von 2,72 Dollar im Jahr 2011 auf derzeit 4,64 Dollar, also 3,89 Euro.

Punktabzüge gibt es für die Verschuldungsrate. Die liegt mit einem Faktor von 6 deutlich über dem Usus für „gesunde“ Unternehmen. Bis die Gruppe ihre Verbindlichkeiten getilgt hat, dürfte der Kurs nur moderat steigen, die Dividende jedoch schnell die 5-Dollar-Marke knacken.

Tech Aktien News

Amazon Inc.: Zerschlagung oder Kurstreiber?

Amazon LogoWas zunächst nach einer Horror-Meldung klingt, könnte der Amazon Aktie einen kräftigen Kurssprung bescheren. Denn die Marktmacht des Online-Riesen hat Kartellwächter in Washington auf den Plan gerufen: Berichten zufolge plant die US-Regierung, den Konzern zu „zerschlagen“. Meldungen dieser Art ereilen Tech Unternehmen immer wieder, doch dem aktuellen Gerücht sollen einige Funken Wahrheit zugrunde liegen. Selbstverständlich steht der Konzern weit entfernt vor einer Verstaatlichung.

Viel wahrscheinlicher erscheint ein Deal zwischen Amazon und der amerikanischen Kartellbehörde FTC: Der Shop-Gigant könnte seine Logistiksparte vom Mutterkonzern abspalten und so seine Marktkapitalisierung senken. Das „Nachwuchs-Amazon“ aus Fernost namens JD.com ist ebenso verfahren und hat im Mai JD Logistics erfolgreich an die Börse Hongkong gebracht. Der Amazon Aktie könnte solch ein Quasi-Split ebenfalls einen deutlichen Wachstumsschub verleihen:

Alt-Aktionäre wären unmittelbar an der neuen Gesellschaft beteiligt, die ähnlich viel wert wie die Coca Cola Company sein soll. Die dann optisch günstigere Amazon-Aktie dürfte weitere Investoren anziehen, Amazon Inc. letzten Endes als Gewinner aus dieser „Zerschlagung“ hervorgehen.

Chinesischer Tech Gigant expandiert: Tencent Holding LTD

tencent logoDie Beteiligungsgesellschaft Tencent hätte durchaus einen Platz in unserer Bestenliste verdient: Im Portfolio der Asiaten befinden sich zum Beispiel Größen wie das chinesische Whats-App-Pendant alias WeChat, der Online-Gigant und Lieferdienst SEA sowie allerlei Spiele-Entwickler wie Epic Games („Fortnite“) und die Macher von League of Legends namens Riot Games.

In China will die Payment-Sparte von Tencent bereits Paypal sowie Alipay überholt haben. Doch damit nicht genug: Im Juni baute die Internet-Gruppe ihre Anteile am Spielentwickler Yager aus und hält nun den Großteil der Unternehmensanteile. Yager zählt nach eigenen Angaben zu den zehn größten deutschen Spielestudios und feierte mit „Spec Ops: The Line“ große Erfolge.

Die Kassen der Chinesen sind jedoch längst nicht ausgeschöpft! Ebenfalls im Juni investierte die Tencent Holding LTD zum Beispiel in Scalable Capital! Der Finanzverwalter und Neo-Broker ist Teil der Baader Bank AG und hat in den Augen der Asiaten die besten Zeiten noch vor sich. Stolze 150 Millionen Euro investierte Tencent in den Broker.

Microsoft legt nach: Windows 11 offiziell

microsoft logoLange wurde die neue Betriebssystem-Perle erwartet, viele Informationen waren bereits im Voraus an die Öffentlichkeit gedrungen. Ende Juni präsentierte Microsoft endlich die finale Version von Windows 11. Optisch betrachtet macht das System eine Rolle rückwärts, denn die Kacheloptik beispielsweise ist verschwunden. Zudem ist ein Transparenzmodus wieder eingeführt, ebenso wie Widgets.

Microsoft will vor allem stärker auf Gamer eingehen und integriert neue Synchronisations-Optionen für die hauseigene Spiel-Konsole (X-Box). Die größte Aufmerksamkeit jedoch erntete die Überarbeitung des Microsoft Store: Mit dem Roll-out von Windows 11 listet der Microsoft Store auch Apps für Android-Systeme!

Diese sollen – ebenso wie System-Updates – dank einer überarbeiteten Komprimierungstechnik die Festplatte nachhaltig entlasten. Im Schnitt verlieren die Installationspakete 40 Prozent ihrer Größe! Windows 11 soll im Herbst 2021 in den Handel kommen und für Windows-10-User per Upgrade kostenlos auf den Rechner gelangen.

Tech Aktien Prognose 2021

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Aktien Prognosen sind stets mit Vorsicht zu genießen. Kaum ein Analyst hat Einblick in die vollständige Buchhaltung von Unternehmen, geschweige denn die Zeit, sämtliche mögliche Faktoren in seine Schätzung einfließen zu lassen.

Dennoch kann sich ein Blick auf die Meinungen führender Finanzhäuser lohnen.

Denn Fakt ist, dass sich einige Marktteilnehmer bewusst an Aktien Prognosen orientieren und gemäß dem Motto „The Trend is your Friend“ handeln.

  • Microsoft Corp. Der Betriebssystem- und Office-Gigant gehört zu den Lieblingen der Analysten. Derweil fällt die Einschätzung nahezu einstimmig aus: 7 von 9 Analysten raten zum Kauf. Nur die DZ Bank hält sich zurück, JP Morgan Chase & Co. sieht ein Abwärtspotenzial von 17,7 Prozent. Am optimistischsten ist die Goldman Sachs Group und sieht die Microsoft Aktie bei 340 Dollar (284,94 Euro) und somit einen Aufschwung von über 27 Prozent.
  • Nvidia Corp. Für die Nvidia Corp. haben in den vergangenen Wochen mehrere Analysten ihre Prognosen angehoben. Grund: ein Aktiensplit soll neue Investoren ansprechen. So oder so steht Nvidia mit Kurszielen zwischen 732,66 Dollar (614 Euro) und knapp 900 Dollar (753,48 Euro) in der Gunst der Analysten-Gemeinde. Nur wenige, kleinere Häuser wie Instinet und BMO Capital Market schließen ihre Analyse der Nvidia Aktie mit dem Fazit „Reduce“ beziehungsweise „Underperform“ ab.
  • Paypal Inc. Für gewöhnlich sorgen Nachrichten über Preisanhebungen für fallende Aktien Kurse. Nicht bei Paypal! Nachdem die Amerikaner bekannt gaben, ihre Gebühren für die Nutzung der App Venmo anzuheben, kletterte der Kurs der Paypal Aktie munter in die Höhe. Im Schnitt belaufen sich die Prognosen für den Bezahldienst auf 312,81 Dollar (262,15 Euro), was nach aktuellem Stand ein Plus von knapp 9 Prozent ergibt. Die Paypal-Bullen gehen in die Vollen und schwören auf Kurse um die 373 Dollar (313 Euro).
  • Baidu Inc. Der Suchmaschinenriese aus Fernost hat zuletzt überdeutlich an Inflationssorgen gelitten, obgleich das Unternehmen finanziell gut aufgestellt ist. Hinzu kommt der scheinbar nie endende USA-China-Konflikt, der weiterhin den Kurs drückt. Das Problem: Die Original-Aktie erhält kaum Beachtung. Nur die ADR von Baidu Inc. erfährt derweil Ratings. Werden die Kursdiagnosen für die ADR unter Berücksichtigung der Bezugsverhältnisse (8:1) auf den Wert der Ur-Aktie umgerechnet, ergeben sich Aktien Kurs Prognosen zwischen 20,95 Euro (Plus 2 Prozent) und 41,63 Euro – nach Adam Riese ein guter Verdoppler.
  • Digital Realty Trust Inc. Die Aktie von Digital Realty Trust pendelt seit Monaten in einem Korridor zwischen 161 Dollar (135 Euro) und 141,98 Dollar (119 Euro) – kurzzeitig sackte das Papier auf 124 Dollar (104 Euro) ab. In ebendiesem Rahmen sehen Analysten die Aktie, betonen allerdings, dass mit neuen Gewinnmeldungen ein Ausbruch über die 161-Dollar-Marke gelingen könnte. Kurse um die 178 Dollar (148,18 Euro) und somit ein Plus von rund 22 Prozent erscheinen bei „Good News“ realistisch. Sollten sich Mieter der Konkurrenz zuwenden und zum Beispiel auf die Cloud-Dienste von Microsoft oder Amazon setzen, stünde eine Talfahrt auf 126 Dollar (106 Euro) bevor.

Tech Aktien Kaufen oder Nicht? Unsere Analyse:

  • enormer Wachstumsmarkt
  • bei Durchbruch einer Technologie hohe Gewinn-Skalierung
  • überdurchschnittliche Renditen
  • Klare Charts bei profitablen Unternehmen
  • Möglichkeit einer Monopolstellung
  • hohe Volatilität: aktives Handeln ratsam
  • nur minimale Dividende, häufig überhaupt keine Ausschüttung
  • anfällig für Marktschwächen (Zinsanhebungen)
  • schwer prognostizierbares Wachstum
  • regulatorische Einschränkungen

Tech Aktien ETFs

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Die Liste an Tech ETFs ist lang. Wir wollen uns auf zwei interessante Kandidaten konzentrieren und lassen den ARK Innovation Fond in unserer Betrachtung bewusst außen vor.

Der Bündel aus Aktien mit disruptiven Technologien bietet zwar einiges Potenzial, offenbart allerdings auch ein überdurchschnittliches Abwärtspotenzial.

Vor allem ist das Portfolio unter Führung von Star-Investorin Cathy Woods kein ETF im klassischen Sinne und nicht für den Vertrieb in Deutschland zugelassen.

iShares Digitalisation UCITS ETF (ISIN: IE00BYZK4883 / WKN: A2ANH3)



Der Klassiker für ETF-Fans mit Schwerpunkt Digitalisierung! Das Konzept des iShares Digitalisation UCITS ETF ist breit gefasst, Kritiker könnten dem Emittenten Konzeptlosigkeit vorwerfen. Tatsächlich jedoch bietet iShares mit diesem Produkt einen passiv gemanagten und schlichtweg günstigen Fond an, der sich aus „Unternehmen der Industrie- und Schwellenländer zusammensetzt, die erhebliche Einkommen aus digital ausgerichteten Dienstleistungen generieren.“ Seit Jahresbeginn verzeichnet der ETF einen Kursgewinn von 10,43 Prozent.

Insbesondere die Korrektur vieler Tech Werte im Frühjahr hat die Performance belastet. Dennoch lohnt sich ein Investment beziehungsweise ein Sparplan für all jene, die gestreut vom Thema Digitalisierung profitieren möchten. Mit einer Total Expense Ratio (TER) von 0,40 Prozent ist der thesaurierende Themen-ETF preiswert konzipiert und vereint Unternehmen aus den Bereichen E-Commerce, Payment-Software und sogar Logistik. Die Deutsche Post AG beispielsweise befindet sich neben Unternehmen wie Paypal und DocuSign ebenfalls im Portfolio des iShares Digitalisation UCITS ETF.

HSBC Hang Seng Tech UCITS ETF HKD (ISIN: IE00BMWXKN31 / WKN: A2QHV0)



Sie möchten sich vom ETF-Marktführer distanzieren? Ihnen ist das tendenziell starke Engagement von Blackrock in den USA nicht geheuer? Der im Dezember 2020 aufgelegte Hang Seng Tech investiert ausschließlich in Tech Aktien, die an der Börse in Hongkong gelistet sind. Vorteil: Sie decken die zwei vielleicht größten Wachstumsmärkte ab, China und Tech.

Dennoch umgehen Sie das Risiko, dass Ihre Investments ein Delisting erfahren oder unter sonstigen Regulierungen leiden. Der ETF ist 30 Positionen stark und setzt auf eine annähernd gleichgewichtete Anlagestrategie, der zufolge jeder Wert mit maximal 8 Prozent vertreten sein darf. Mit einer TER von 0,50 Prozent darf der reinvestierende ETF der Briten (noch) als günstig bezeichnet werden.

Gebühren beim Handel von Tech Aktien

 

Anbieter Comdirect eToro Libertex
Depotführung Frei Frei Frei
Kaufpreise 3,90 € 0 % 0,22 %
Haltegebühren Frei Frei Frei
Verkaufspreise 3,90 € 0 % 0,22 %
Zahlung Frei 5 USD Frei
Total Gebühren 7,80 € 4,22 € 4,40 €

Fazit: Tech Aktien kaufen? Unsere Bewertung & Empfehlung

tech aktienETF-Nachrichten.de ist und bleibt positiv für Tech Aktien gestimmt. Tech Aktien werden aufgrund der Bedeutung der Unternehmen hinter den Anteilsscheinen mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhin gut performen – auch wenn dies manch ein Crashprophet anders sieht.

Das Risiko, dass Staaten auserwählte Konzerne aus dem Technologie-Sektor regulieren könnten, ist nicht von der Hand zu weisen. Maßnahmen, wie sie die Kommunistische Partei Chinas bereits exemplarisch an einigen Unternehmen statuiert hat, sind in der freien Marktwirtschaft undenkbar. Vielmehr drohen allgemeine Beschränkungen wie zum Beispiel durch die jüngst diskutierte Digitalsteuer.

Demzufolge lautet unser Ratschlag (auch) in Sachen Tech Aktien Kauf: Streuen! Setzen Sie nie auf ein Unternehmen allein! Erhebt Ihr Broker nur geringe Handelsgebühren, lassen sich problemlos mehrere Orders platzieren, ohne die Rendite zu schmälern. Mit dem Broker von eToro entfallen Provisionen komplett. Perfekt, um unseren zweiten Ratschlag beim Investieren in Tech Aktien zu beachten:

Aktiv Positionen managen! Es bedarf kein Chart-Experten-Wissen, um in volatilen Marktzeiten einen günstigen, wenn nicht sogar notwendigen, Verkaufs- beziehungsweise Kaufpunkt auszumachen. eToro bietet Anlegern zu diesem Zweck allerlei zuverlässige Order-Typen und verlangt nur minimale Gebühren. 

Selbstredend können auch „Buy and Hold“-Anleger mit Tech Aktien kräftige Renditen einfahren. Dies gelingt mit kleineren Unternehmen, die mitunter noch keinerlei Gewinne einfahren, jedoch nur sehr selten. Welche Technik das Potenzial zum Blockbuster innehat, ist nur schwer vorhersehbar.

Zudem muss die Unternehmensleitung gewissenhaft arbeiten. Stichwort Wirecard! Unsere Empfehlung: Setzen Sie auf bereits profitable Tech Konzerne. Partizipieren Sie an sehr wahrscheinlichen Wachstumsraten und hoffen Sie nicht auf den nächsten möglichen, aber spekulativen, Tenbagger.

Häufig gestellte Fragen zu Tech Aktien

Was gehört alles zu Tech?

Muss ich beim Kauf von Tech Aktien etwas Besonderes beachten?

Zahlen Tech Unternehmen Dividenden?

Gibt es weitere Möglichkeiten, vom Trendthema Tech zu profitieren?

Disclaimer

Der Autor weist darauf hin, dass er Aktien der im Text erwähnten Unternehmen hält und/oder zu erwerben gedenkt und somit ein möglicher Interessenkonflikt bestehen könnte.

Jan ist eigentlich studierter Germanist, Historiker und Medienpraktiker. Mit Aktien hatte er eigentlich nie etwas am Hut. Eigentlich! Nach dem Studium wagte Jan dann doch den Schritt aufs Börsenparkett – zwei Wochen vor dem globalen Corona-Crash! Von Aktien hatte der Germanist alsdann die Nase voll. Er gründete Texthaus Lauer und baute seine Tätigkeit als Online-Autor und Werbetexter aus. Wenig später beförderte die legendäre V-Erholung auch Jans Depot ins saftig-grüne Plus. Die Faszination Börse war wieder da. Nach Trading für Dummies und unzähligen Stunden Youtube-Content a la Echtgeld.TV legte die Portfolio-Performance nochmals kräftig zu. Heute verknüpft Jan Schreibaffinität, Recherche-Freude und Börsen-Know-how und arbeitet für diverse Finanzportale sowie Wirtschaftsmagazine, Online-Händler und SEO-Unternehmen.

Jeder Handel ist riskant. Keine Gewinngarantie. Jeglicher Inhalt unserer Webseite dient ausschließlich dem Zwecke der Information und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Dies gilt sowohl für Assets, als auch für Produkte, Dienstleistungen und anderweitige Investments. Die Meinungen, welche auf dieser Seite kommuniziert werden, stellen keine Investment Beratung dar und unabhängiger finanzieller Rat sollte immer wenn möglich eingeholt werden.