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ETF Prognose 2022, 2025 bis 2030: Wie werden sich die ETF Kurse in Zukunft entwickeln

Peter Schäfer

Profi Investor

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Für Anleger, die ihr Portfolio diversifiziert und zukunftsorientiert strukturieren möchten, sind ETFs eine gute Möglichkeit, um in die Entwicklung eines ganzen Marktes zu investieren. Die Abkürzung ETF steht für „exchange-traded fund“ und beschreibt einen an der Börse gehandelten Indexfonds, welcher die Entwicklung des Kurses eines Marktindizes abbildet. Aktuellen Prognosen zufolge wird die globale EFT-Branche bis zum Jahr 2025 ein Handelsvolumen von über 4 Billionen Dollar erreichen. Dies entspricht einer durchschnittlichen Wachstumsrate (CAGR) von etwa 15 % und spricht eindeutig für steigende Kurse von ETFs in den kommenden Jahren.

Der Aufstieg von ETFs wurde durch eine ganze Reihe von Faktoren begünstigt und vorangetrieben. Die niedrigen Verwaltungsgebühren, die Flexibilität und die Transparenz von ETFs im Vergleich zu herkömmlichen Investmentfonds sind dabei nur einige der vielen Vorteile, die ETFs mit sich bringen. Da sich immer mehr Anleger der Vorzüge von ETFs bewusstwerden, ist ein nachhaltiges Wachstum der Branche zu erwarten.

Doch ob die Kurse von ETFs in Zukunft steigen, hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab. Dies erschwert es, genaue Prognosen abzugeben und macht die Entwicklung der Branche schwer vorhersehbar. Dennoch können verschiedene Aspekte, wie etwa die Kursentwicklung in der Vergangenheit, herangezogen werden, um die zukünftige Marktentwicklung einzuschätzen.

ETF Kurse in der Vergangenheit: Eine kurze Analyse

Aktienkäufe mit Hebelwirkung

Der erste ETF wurde 1990, also vor über 30 Jahren, an der kanadischen Börse gelistet. Wenig später folgte dann auch an der New Yorker Börse die Listung des ersten ETFs. Dieser bildete den Kurs des S&P 500 ab und ist heute der weltweit größte ETF.

Da die Kurse von ETFs eins zu eins die Kursentwicklung eines Marktindizes abbilden, sind sie an die wirtschaftliche Performance des jeweiligen Marktes gekoppelt. Da die Weltwirtschaft in den letzten 30 Jahren trotz zahlreicher Krisen konstant wächst, haben auch die meisten ETFs seit ihrem Listing gut performt.

Natürlich gab es immer wieder Ereignisse, die globale Kurseinbrüche zur Folge hatten, wie etwa die Finanzkrise 2008 oder die Coronakrise 2020, doch Aktienindexe wie der S&P 500, der Dow Jones oder auch der DAX konnten sich stets innerhalb weniger Jahre oder sogar Monate erholen und ihre Kurse erreichten immer wieder neue Höchstwerte.

Da es weltweit inzwischen fast 10.000 ETFs gelistet sind in die Anleger investieren können, gibt es neben den bereits erwähnten ETF-Riesen, natürlich auch weniger handelsstarke ETFs von denen manche in den letzten Jahren weniger gut und weniger beständig performt haben. ETFs, die beispielsweise Tech-Aktien-Kurse (Tech ETFs) abbilden, können bei einer gleichbleibenden Wirtschaftsleistung ganz anders performen als ETFs, die den Kurs eines oder mehrerer Edelmetalle abbilden.

Wer auf der sicheren Seite sein will, investiert daher lieber in einen der handelsstärksten ETFs, wie etwa den (auch Spider ETF genannten) SPDR S&P 500 Trust ETF, welcher den Kurs des S&P 500 abbildet und von der wirtschaftlichen Performance ganz unterschiedlicher Branchen beeinflusst wird. Auch eine Option wäre beispielsweise der iShares Core DAX® UCITS ETF.

Hier eine Übersicht besonders aussichtsreicher ETFs mit Wachstumsprognosen für das Jahr 2022 auf Basis von Analystenmeinungen und unserer eigenen Analyse.

ETF Wachstum letztes Jahr Wachstum Prognose für 2022
S&P 500 Energy Sector 76,22 % 44,57 %
MSCI Brazil 27,32 % 41,09 %
MSCI World Energy 60,98 % 35,61 %
MSCI Emerging Markets Latin America 29,91 % 30,03 %
MSCI South Africa Capped 17,61 % 22,36 %
STOXX® Europe 600 Basic Resources 32,56 % 21,27 %

Wodurch entstehen ETF Kurse? Was beeinflusst den Kurs von einem ETF?

NEAR Preisanalyse

Der Kurs eines ETFs wird zwischen den einzelnen Marktteilnehmern an einer Börse ausgehandelt. An dieser Börse treffen Angebot und Nachfrage aufeinander, ganz ähnlich wie auf einem herkömmlichen Marktplatz. Der Kurs, den ein ETF hat, wird dabei stets durch den Preis des letzten abgeschlossenen Handels festgelegt.

Grob gesagt steigt der Kurs eines ETFs, wenn vonseiten der Anleger mehr Kapital in ein ETF investiert als wieder abgestoßen wird und umgekehrt.

Um zu jedem Zeitpunkt aktuelle Kurse zu garantieren, werden Marketmaker (Börsenmakler) und automatisierte Computersysteme damit beauftragt, die variierenden Kurse von Angebot und Nachfrage zu einem gemeinsamen Kurs zusammenzubringen und so den aktuellen Wert des ETFs zu definieren. Durch dieses Eingreifen in den Markt spielen Angebot und Nachfrage für den kurzfristigen Kursverlauf tatsächlich nur eine sekundäre Rolle.

Ein höheres Handelsvolumen auf Seiten der Käufer oder Verkäufer führt bei ETFs nicht sofort zu einem veränderten Kursverlauf, sondern zu einer größeren Spanne zwischen Kaufs- und Verkaufspreisen, dem sogenannten Spread.  Dieser Spread ist wiederum auch abhängig vom aktuellen Handelsvolumen des ETFs.

Wenn viele Marktteilnehmer mit dem ETF handeln, ist der Spread eher gering, da viele verschiedene Angebote zum Kauf und Verkauf bestehen. Ein hoher Spread kommt dann zustande, wenn es nur wenige Transaktionen gibt und die Preise von Angebot und Nachfrage stärker variieren.

Diese Form der Kursbildung ist der wohl größte Unterschied zwischen dem Handel mit ETFs und dem Handel mit Aktien. Letztere sind in ihrer Verfügbarkeit begrenzt, weshalb der Kurs ausschließlich durch Angebot und Nachfrage in den Orderbüchern zustande kommt. Die Anzahl der verfügbaren ETF-Anteile ist hingegen variabel und wird nur durch die Titel begrenzt, welche im abgebildeten Index enthalten sind.

Ist jetzt ein sinnvoller Zeitpunkt, um in ETFs zu investieren?

Die Frage nach dem sinnvollsten Einstiegszeitpunkt in einen ETF oder auch eine Aktie ist ein Klassiker unter Anlegern und legt Neulingen am Markt den Trugschluss nahe, dass sich bei einem Investment ein optimaler Einstiegszeitpunkt finden lässt. Auch Investoren mit viel Erfahrung am Markt predigen immer wieder das Kaufen zu niedrigen und Verkaufen zu hohen Kursen.

Doch zahlreiche Studien haben gezeigt, dass selbst die besten Finanzexperten nicht in der Lage sind, über längerfristige Zeiträume hinweg den perfekten Einstiegskurs für ein Investment zu bestimmen.

Baut man die ETF Anteile in seinem ETF-Portfolio diversifiziert und global gestreut auf, ist der perfekte Einstiegszeitpunkt historisch gesehen tatsächlich gar nicht so wichtig. In der Vergangenheit stiegen die Kurse von Aktien und Marktindizes auch nach rapiden Abstürzen immer wieder an und erreichten immer wieder neue Höchstpreise. Dies ermöglicht es, auch mit einem kurzfristig schlecht gewählten Einstiegszeitpunkt langfristig Renditen zu erzielen.

Natürlich muss man sich mit diesem Hintergrundgedanken darüber im Klaren sein, dass nur ein langfristiger Anlagehorizont über 10 oder 20 Jahre in der Lage ist mögliche Verluste wieder auszugleichen. Selbst dann gibt es keine Garantie für ein rentables Investment, denn was die Zukunft für die Weltwirtschaft bringt, lässt sich nicht vorhersagen.

Abgesehen von diesem Unvermögen den perfekten Einstiegszeitpunkt zu finden, gibt es natürlich trotzdem Möglichkeiten, um einen annäherungsweise richtigen Einstieg zu finden. Es ist selten sinnvoll in ein Asset zu investieren, das in der jüngsten Vergangenheit bereits einen parabolischen Kursanstieg hatte. Zwar kann der Kurs weiter steigen, doch die Chancen einer ebenso rapiden Kurskorrektur sind meist mindestens genauso hoch.

Wer hingegen in ein eigentlich grundsolides ETF investiert, dessen Kurs in den letzten Wochen und Monaten abgerutscht ist, hat gute Chancen einen günstigen Einstieg zu finden. Selbst wenn der Kurs noch weiter fallen sollte, war der Anstieg dann besser gewählt, als wenn man während des vorangegangenen Kursanstiegs gekauft hätte. Auch der Kauf von ETFs zu unruhigen Zeiten, kann sich für Anleger lohnen, da Märkte in solchen Situationen dazu tendieren durch die Angst von Investoren im negativen Sinne überzureagieren.

Im Februar und März 2020 brach der Kurs des S&P 500 beispielsweise um über 30 % ein, da Anleger weltweit große Angst vor den weiteren Auswirkungen der Coronapandemie hatten. Doch bereits Anfang September desselben Jahres hatte sich der Kurs vollständig erholt und schrieb wieder neue Höchstwerte.

Natürlich gibt es bei keiner globalen Krise eine Garantie für eine so schnelle Erholung der Märkte, doch historisch betrachtet sind die Zeitpunkte, an denen ein Großteil der Anleger in Unsicherheit und Angst verfällt, die besten Zeiten, um in ein langfristiges Investment einzusteigen.

Werden die Kurse von ETFs in der Zukunft steigen?

Investitionen mit Köpfchen

Historisch betrachtet werden die Kurse der wichtigsten ETFs, die großen Aktienindizes wie den Dow Jones oder den Dax abbilden, immer wieder neue Allzeithochs erreichen. Da die Weltwirtschaft auf Wachstum ausgelegt ist und solche Aktienindexe Unternehmen aus einem breiten Spektrum von Branchen beinhalten, kann auch der theoretische Untergang einer ganzen Branche sie auf lange Zeit gesehen nicht davon abhalten, weiter zu wachsen.

Natürlich ist dies lediglich eine Annahme, die auf der Analyse vergangener Kursentwicklungen gründet, doch eine bessere Möglichkeit zukünftige Kursentwicklungen einzuschätzen gibt es nicht.

Wer in ETFs investiert, die über eine geringere Liquidität verfügen als die oben genannten und zusätzlich nur auf eine Branche fokussiert sind, setzt sein Investment einem erhöhten Risiko aus, da die Kurse von beispielsweise Rohstoffen, Immobilien oder Kryptowährungen auch unabhängig von der eigentlichen Entwicklung der Weltwirtschaft einstürzen können. Allerdings können sich die Kurse einzelner Wirtschaftssektoren auch entgegen der aktuellen globalen wirtschaftlichen Lage entwickeln, was Anlegern, die zur richtigen Zeit in selbige investiert haben, überdurchschnittlich hohe Renditen bescheren kann.

Welche Kurse könnten ETFs noch erreichen?

ETF-Nachrichten Icon16

Den Kursen, die ETFs in Zukunft erreichen können, sind theoretisch keine Grenzen gesetzt. Dank des immer weiterwachsenden Interesses von Anlegern für ETFs scheint dem Finanzinstrument ETF eine große Zukunft bevorzustehen. Doch dies wirkt sich natürlich nur sekundär auf die Kurse von ETFs aus. Ob ein Kurs tatsächlich steigt, hängt hauptsächlich davon ab, ob der Kurs des Marktindizes, den er abbildet, steigt oder nicht.

Wenn sich die Weltwirtschaft in den kommenden 30 Jahren so weiterentwickelt, wie sie es in den vergangenen 30 Jahren getan hat, sind für die Kurse von ETFs noch zahlreiche Vervielfachungen und für Anleger entsprechend hohe Renditen möglich. Doch dies hängt ganz davon ab, ob und wie die großen Probleme unserer Zeit von Regierungen und der Wirtschaft gelöst werden können.

Dass es auch in Zukunft immer wieder Crashs an den globalen Finanzmärkten geben wird, steht außer Frage, doch wer mit einem langfristigen Anlagehintergrund in einen ETF investiert, für den dürften auch kommende Krisen kein Grund sein aus seinen Investments auszusteigen.

Was führt zu Kursverlusten von ETFs und wann fallen die ETF Kurse wieder?

Kursverluste von ETFs sind vor allem auf ökonomische Veränderungen in der Weltwirtschaft beziehungsweise in einzelnen Wirtschaftssektoren zurückzuführen. Die Einbrüche des wirtschaftlichen Wachstums können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Kriege, Pandemien, Lieferengpässe von Gütern und Spannungen in internationalen Beziehungen sind nur einige der vielfältigen Gründe für Kurseinbrüche am Markt.

Doch während einige ETFs aufgrund besagter Einflüsse an Wert verlieren kann es durchaus sein, dass andere ETFs, die die Marktindizes anderer Wirtschaftssektoren abdecken von den jeweiligen Bedingungen profitieren und an Wert gewinnen. Die Frage nach der Ursache für Kursverluste von ETFs lässt sich also nicht so einfach und erst recht nicht in einem generalisierten Sinne beantworten.

Bezieht man diese Frage jedoch auf die größten ETFs (hier unsere ETF Empfehlungen), welche die größten Aktienindizes der Welt abbilden und sich aus einer Vielzahl von Aktienkursen aus verschiedensten Branchen zusammensetzen, ist mit den nächsten Kursverlusten zu rechnen, sobald die nächste globale Krise die Weltwirtschaft erschüttert und Investoren ihr Kapital in krisensicherere Assets als ETFs umschichten.

Welche Vor- und Nachteile haben ETFs im Vergleich zu aktiv gemanagten Investmentfonds

Investitionen mit Köpfchen

ETFs bieten Anlegern im Vergleich zu herkömmlichen Investmentfonds eine Vielzahl von Vorteilen, welche sie in den meisten Fällen zur rentableren Investitionsmöglichkeit machen.

Geringe Gebühren

Der wohl offensichtlichste Vorteil der Exchange-Traded Funds sind ihre niedrigen Verwaltungsgebühren. Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Investmentfonds, welche Anleger zwischen 1,3 und 2 Prozent des investierten Kapitals kosten, liegen die Gebühren, die für das Investieren in ETFs anfallen lediglich bei 0 bis 0,9 %. Außerdem gibt es den bei vielen aktiv gemanagten Investmentfonds anfallenden Ausgabeaufschlag von circa 5 % bei fast allen ETFs nicht.

Da aktiv gemanagten Investmentfonds ständig Wertpapiere kaufen und wieder abstoßen, fallen hier ständig Börsengebühren an, welche die Renditen der Angler nochmals drücken. Da ETFs einen Index nur passiv abbilden, sind die von den Fondsgesellschaften zu entrichtenden Börsengebühren hier viel geringer, was ETFs einen weiteren Vorteil verschafft.

All diese Kostenersparnisse wirken sich natürlich direkt auf die Renditen der Anleger aus und führen dazu, dass sich fast alle ETFs langfristig besser entwickeln als aktiv gemanagte Investmentfonds.

Sicherheit

Zwar sind ETFs wie auch andere vergleichbare Finanzprodukte Kursschwankungen unterworfen, welche ein Risiko für die Einlagen von Anlegern darstellen, allerdings gelten sie im Vergleich zu Indexzertifikaten und ETCs als ein sogenanntes Sondervermögen von Anlegern. Falls die jeweilige Fondsgesellschaft zahlungsunfähig wird, sind die Investments von Anlegern durch diesen Sondervermögensstatus geschützt.

Transparenz

Während Anleger, die in Investmentfonds investieren, nie genau wissen, welche Wertpapiere aktuell im Fond enthalten sind und die Informationen darüber nur an Stichtagen mit einiger Zeitverzögerung veröffentlicht werden, lassen sich die einem Börsenindex wie etwa dem S&P 500 zugrundeliegenden Wertpapiere recht einfach nachvollziehen. Dies macht ETFs in ihrer Zusammensetzung wesentlich transparenter als herkömmliche Investmentfonds.

Liquidität

Ein weiterer Vorteil von ETFs ist ihre ständige Liquidität, dank der sie sich wesentlich leichter und schneller kaufen und verkaufen lassen als normale Investmentfonds. Da sie an der Börse gehandelt werden, besteht ständig ein Austausch zwischen Angebot und Nachfrage, was das Abstoßen von ETF Anteilen in Echtzeit möglich macht.  Im Gegensatz dazu werden herkömmliche Investmentfonds, wenn man sie abstoßen möchte, an Fondsgesellschaften zurückgegeben, was den Ablauf des Verkaufs oft mehrere Tage dauern lässt.

Auch für Kleinanleger attraktiv

Durch die benannte breite Risikostreuung und die leichte Zugänglichkeit von ETFs für Privatanleger, eignen sich ETFs auch für Kleinanleger und Neulinge am Markt. Mit nur drei oder vier ETFs kann man beispielsweise in die Aktienmärkte der gesamten Welt investieren und ist in vielen verschiedenen Wirtschaftssektoren beteiligt.

Außerdem bieten viele Banken inzwischen auch Fondsparpläne an, welche ETFs enthalten. So wird es Anlegern mit geringstem Aufwand und Kapital ermöglicht, in ETFs zu investieren.

Risikostreuung

Zwar sind auch aktiv verwaltete Investmentfonds dazu verpflichtet, ihr Anlagerisiko durch Risikostreuung zu minimieren, allerdings ist diese Streuung bei ETFs noch wesentlich größer, da alle in einem Index zugrundeliegenden Wertpapiere in den Kurs eines ETFs einfließen. Beim S&P 500 sind dies namensgebende 500 Aktien und beim MSCI World UCITS ETF wird sogar die Wertentwicklung von über 1.500 Aktien abgebildet.

Vorteile von ETFs:

  • Oftmals sehr geringe Handelsgebühren
  • Im Vergleich zu anderen Finanzprodukten hohe Sicherheit
  • Transparente Zusammenstellung durch seriöse Anbieter
  • Leichte Käufe und Verkäufe durch hohe Liquidität
  • Leichte Zugänglichkeit und dadurch auch für Kleinanleger interessant
  • Hohe Risikostreuung (Diversifikation)

Nachteile von ETFs:

  • Swap-Verträge und Kontrahentenrisiko
  • Physisch replizierende ETFs

Swap ETFs, ihre Kosten und ihr Kontrahentenrisiko

Trotz all dieser Vorteile ist beim Investment in ein ETF Vorsicht geboten, da manche der Exchange-Traded Funds auch einige Nachteile und Risiken mit sich bringen.

Wird eine Swap-Vereinbarung eingegangen, sind die Swapgebühren für Anleger nicht nachvollziehbar, da Swaps zwischen den beiden Vertragspartnern und nicht über Börsen gehandelt werden. Die Anbieter, welche ETF Anteile an Anleger verkaufen, gehören meist zu Bankkonzernen und schließen die Swap-Verträge mit diesen Mutterhäusern ab. Dadurch besteht für Anleger die Gefahr, dass ihre Renditen durch unvorhersehbar hohe Gebühren geschmälert werden.

Außerdem entsteht durch das Eingehen einer Swap-Vereinbarung ein Kontrahentenrisiko. Dieses bezeichnet die Abhängigkeit des ETFs davon, dass der sogenannte Swap-Partner seinen Vereinbarungsverpflichtungen nachkommt. Tut er dies nicht, rutscht in eine Insolvenz oder ähnliches, bleiben die aus dem Swap-Vertrag hervorgehenden Forderungen am ETF hängen und das Kapital der Anleger löst sich in Luft auf, da der Swap nicht zum Sondervermögen zählt und somit nicht besichert ist.

Diese Risiken müssen Anleger natürlich nicht vom Investieren in Swap-ETFs abhalten, sie sollten sich nur bewusst sein, worauf sie sich beim Investieren in einen solchen künstlich nachgebildeten ETF einlassen.

Physisch replizierende ETFs, ihre Risiken und Kosten

Physisch replizierende ETFs halten die im abgebildeten Index enthaltenen Wertpapiere auch tatsächlich im Fondsvermögen und bergen für Anleger genau wie Swap ETFs ein gewisses Risiko.

Die Anbieter solcher ETFs behalten sich meist das Recht vor, die im Besitz des Fonds befindlichen Wertpapiere weiterzuverleihen. Die Anleger werden zwar an den Zusatzeinnahmen durch die Verleihgebühren beteiligt, sollte der Ausleihende aber zahlungsunfähig werden, besteht das Risiko, dass der ETF Anbieter seine Wertpapiere nicht wieder zurückbekommt. Natürlich wird versucht sich gegen derartige Fälle abzusichern, indem Wertpapiere nur gegen Sicherheiten verliehen werden, aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass dennoch ein Restrisiko für den ETF Anbieter und seine Anleger besteht.

Fazit zu unserer ETF Kurs Prognose:

ETFs können Neulingen am Markt und Kleinanlegern den Einstieg ins Investieren deutlich erleichtern, da sie wesentlich kostengünstiger, zugänglicher und transparenter sind als herkömmliche aktiv gemanagte Investmentfonds. Durch den Aufschwung, welchen die ETF Branche in den vergangenen Jahren erlebte, wurden Anbieter aufgrund des wachsenden Konkurrenzdrucks stetig kundenfreundlicher und bieten Anlegern heute vielfältige Möglichkeiten ihr Geld in ETFs zu investieren.

Da ETFs ihren Anlegern in den meisten Fällen mindestens genauso hohe Renditen erbringen wie herkömmliche Fonds, kann in den kommenden Jahren mit vergleichsweise hohen Gewinnen für Investoren gerechnet werden. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine Fortsetzung des Wachstumstrends, den die Weltwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten erlebte. Da ETFs Aktienindexe abbilden, ist ihr mögliches Kurswachstum fast uneingeschränkt an die Kursentwicklungen dieser Indexe gekoppelt.

Doch da auch die Kursentwicklungen der allermeisten anderen Investitionsmöglichkeiten wie Fonds, Indexzertifikaten oder ETCs an die Kurse der globalen Aktienmärkte gekoppelt sind, bieten ETFs mit ihren vielen Vorzügen eine vergleichsweise sichere und rentable Möglichkeit, um ein diversifiziertes und zukunftsorientiertes Portfolio aufzubauen.

FAQ zu den wichtigsten Fragen rund um ETFs:

Werden die Kurse von ETFs in Zukunft steigen?

Wie hoch werden die Kurse von ETFs im Jahr 2022 steigen?

Sind ETFs ein sinnvolles Investment?

Wie tief könnten die ETF Kurse noch fallen?

Wann werden die Kurse von ETFs wieder steigen?

Wovon hängt der Kurs eines ETFs ab?

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