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Experten warnen: Diese Fehler sollten Sie bei Indexfonds (ETF) vermeiden

Egal ob Börsenneuling oder Aktienexperte: beim Investieren mit Indexfonds, sogenannten ETFs, gibt es einige wichtige Dinge, die Sie beachten sollten. Wir haben Finanzexperten gefragt, was für Anleger wichtig ist.

In diesem Artikel finden Sie vier Fehler, die Sie beim Handel mit ETFs besser vermeiden sollten, um keine finanzielle Überraschung zu erleben.

Fehler 1: Auf den perfekten Einstiegszeitpunkt warten 

Gibt es den perfekten Zeitpunkt zum Kauf eines ETF? Hennig Seeler, Senior Produktmanager Investment bei der comdirect, sieht darin einen weit verbreiteten Irrglauben: „Altersmäßig sollte man mit dem Vermögensaufbau grundsätzlich so früh wie möglich beginnen. Ein Vorteil von Sparplänen ist, dass der Zeitpunkt für den Start der Anlage eher weniger entscheidend ist. Das liegt am Cost-Average-Effekt, auch Durchschnittskosteneffekt genannt. Bei hohen Kursen erhält der Anleger für seinen Einsatz relativ wenige Anteile. In schwachen Börsenzeiten dagegen bekommt er für dieselbe Sparrate mehr Wertpapiere.“



Fehler 2: Keine Rücklagen bilden

Gerade in Zeiten des Niedrigzinses wollen viele Anleger ihr Geld nicht auf dem Konto liegen lassen und investieren es daher komplett in Aktien oder ETFs.

Martin Schulz-Brückner, Leiter Wertpapiere und Sparen im Produktmanagement der Deutschen Kreditbank AG (DKB), rät allerdings zur Vorsicht: „Bevor Anleger mit dem Sparen in ETFs beginnen, sollten sie ein sicheres finanzielles Polster für finanzielle Notlagen bilden, beispielsweise mit klassischen Sparanlagen wie Tagesgeldkonten. So kann ein plötzlicher Geldbedarf abgefedert werden, ohne auf Rücklagen für die Altersvorsorge zurückgreifen zu müssen. Daher empfiehlt es sich, erst einen „Notgroschen“ aufzubauen und anschließend mit der ETF-Altersvorsorge zu beginnen.“

Fehler 3: Alles auf eine Karte setzen

Mittlerweile gibt es Indexfonds für fast jede Branche und jede Region. Macht es also Sinn, sich auf eine Branche oder ein Land zu fokussieren?

Hennig Seeler, Senior Produktmanager Investment bei der comdirect, rät zur breiten Diversifikation: „Der ETF sollte am besten einen Index abbilden, der in möglichst viele Länder und Märkte investiert, um so eine gute Streuung der Risiken zu erhalten.“

Auch Markus Erdmann, Produktmanager Wertpapier bei ING-DiBa, rät von einer zu engen Fokussierung auf einzelne Branchen ab: „Für den Privatanleger, die wenig Zeit haben sich mit Finanzmärkten zu beschäftigen, empfiehlt es sich bei der stetig wachsenden Anzahl an neuen ETFs auf die bekannten Indizes (wie z. B. MSCI, Dow Jones, EuroStoxx oder DAX) zu setzen. Der Aktienindex MSCI World bündelt beispielsweise die Marktkapitalisierung der größten Unternehmen der Industriestaaten. Für die genannten Indizes gibt es zahlreiche kostengünstige ETFs.“

Fehler 4: Panikverkäufe in unruhigen Börsenzeiten

Wenn die Kurse an der Börse in den Keller gehen, kann einem das Herz als Anleger ganz schön in die Hose rutschen. Aber was tut man in einer Krise? Alles verkaufen, damit der so gering wie möglich ausfällt?

Martin Schulz-Brückner, Leiter Wertpapiere und Sparen im Produktmanagement der Deutschen Kreditbank AG (DKB), rät zur Gelassenheit: „Der vermutlich größte Fehler, den langfristig orientierte Anleger begehen können, ist die Auflösung der Anlage bei kurzfristig negativen Marktentwicklungen. Kursschwankungen an den Märkten sind normal und so kann es natürlich auch zu Kursverlusten kommen. Auf lange Sicht bieten die Aktienmärkte aber dennoch eine höhere Renditechance als Geldanlagen ohne Schwankungsrisiken. Um diese Renditechancen zu nutzen, muss der Anleger aber auch dann investiert bleiben und zwischenzeitliche Kursverluste aushalten.“

Auch Dr. Otmar Lang, Chefvolkswirt & Direktor Research der TARGOBANK, warnt vor spontanen Panikverkäufen: „ETF-Anleger sollten ein hektisches Handeln, insbesondere bei Kursrücksetzern, vermeiden. Ein Investment in den DAX hat in den letzten fünf Jahren eine Rendite von 64 Prozent gebracht, wenn der Investor aber nur an den zehn Börsentagen mit dem höchsten Kursanstiegen nicht investiert gewesen wäre, hätte seine Rendite nur bei rund 16 Prozent gelegen. Deshalb raten wir auch bei ETFs zu einer nachhaltigen Investmentstrategie, die ein hektisches Rein und Raus vermeidet, auch wenn es verlockend erscheint.“

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