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Coinbase Aktie minus 15% – US-Börsenaufsicht verklagt Krypto-Plattform
Coinbase Aktie minus 15% – US-Börsenaufsicht verklagt Krypto-Plattform
Florian Hieke

Florian Hieke Investor shield

Profi Investor

Coinbase

Nach Binance ist nun auch Coinbase ins Visier der US-Börsenaufsicht SEC geraten. Die Behörde verklagte die zweitgrößte Krypto-Handelsplattform einen Tag nach Branchenführer Binance. Dies schickte die Aktie von Coinbase im vorbörslichen Handel direkt um 15 % nach unten. Was sind die Gründe für die Klage gegen Coinbase?

SEC-Klage gegen Coinbase

Amerikanische Aufsichtsbehörden haben die Krypto-Börse Coinbase wegen mehrfacher Verstöße gegen US-Wertpapiergesetze verklagt. Die Securities and Exchange Commission behauptet, Coinbase habe als Börse, Makler und Clearingstelle gehandelt, ohne sich bei der Aufsichtsbehörde zu registrieren.

Wie das Wall Street Journal berichtet, reichte die SEC die Klage beim Bundesgericht in Manhattan ein. Damit ist es schon der zweite Fall in nur zwei Tagen gegen eine große Krypto-Börse. Am Montag hatte die Behörde bereits Durchsetzungsmaßnahmen gegen Binance und seinen Gründer Changpeng Zhao ergriffen.

In einer Gerichtsakte sagte die SEC:

„Coinbase hat Einnahmen in Milliardenhöhe erzielt, unter anderem durch die Erhebung von Transaktionsgebühren von Anlegern, denen Coinbase die Offenlegung und den Schutz vorenthalten hat, die eine Registrierung mit sich bringt, und die sie daher einem erheblichen Risiko ausgesetzt hat“.

In einer Pressemeldung der SEC wird darauf eingegangen, wie Coinbase der Behörde zufolge seit mindestens 2019 Milliarden von Dollar verdient, indem es den Kauf und Verkauf von Krypto-Asset-Wertpapieren erleichtert hat. Die Plattform soll im Rahmen seines Staking-as-a-Service-Programms an einem nicht registrierten Wertpapierangebot beteiligt sein, das es Kunden ermöglicht, Gewinne aus den „Proof of Stake“-Mechanismen bestimmter Blockchains und den Bemühungen von Coinbase zu erzielen. Durch dieses Staking-Programm bündele Coinbase die Staking-Krypto-Assets jeder Art von Kunden, führt Blockchain-Transaktionsvalidierungen durch, und stellt einen Teil der dadurch generierten Belohnungen seinen Kunden zur Verfügung, deren Vermögenswerte Teil des Pools waren.

Die SEC behauptet, dass Coinbase die traditionellen Dienstleistungen einer Börse, eines Brokers und einer Clearingstelle miteinander verknüpft, ohne eine dieser Funktionen wie gesetzlich vorgeschrieben bei der Kommission registriert zu haben.

Gary Gensler, Vorsitzender der SEC sagte dazu:

„Wir behaupten, dass Coinbase, obwohl es den Wertpapiergesetzen unterliegt, Börsen-, Broker-Dealer- und Clearinghouse-Funktionen vermischt und unrechtmäßig angeboten hat. In anderen Teilen unserer Wertpapiermärkte sind diese Funktionen getrennt. Die angeblichen Fehler von Coinbase entziehen den Anlegern wichtige Schutzmaßnahmen, darunter Regelwerke zur Verhinderung von Betrug und Manipulation, ordnungsgemäße Offenlegung, Schutzmaßnahmen gegen Interessenkonflikte und routinemäßige Inspektionen durch die SEC. Darüber hinaus hat Coinbase, wie wir behaupten, sein Staking-as-a-Service-Programm nie gemäß den Wertpapiergesetzen registriert, was den Anlegern wiederum wichtige Offenlegungs- und andere Schutzmaßnahmen vorenthält.“

In der Beschwerde der SEC wird außerdem behauptet, dass die Holdinggesellschaft von Coinbase, Coinbase Global Inc. (CGI), eine Kontrollperson von Coinbase sei und daher auch für bestimmte Verstöße von Coinbase haftbar sei.

Aktie geht in die Tiefe

Aufgrund der Anschuldigungen fiel die Aktie von Coinbase vorbörslich gut 15 %. Aktuell wird die Aktie um 49,44 USD gehandelt, befand sich am Freitag aber noch bei 65,11 USD.

Mit dem derzeitigen Kurs liegt die Coinbase-Aktie zwar noch immer über ihrem Wert zu Jahresbeginn, als sie mit 33,60 USD ins neue Jahr gestartet ist.

Analysten hatten der Aktie zuletzt ein mittleres Preisziel von fast 70 USD zugesprochen. Das dürfte sich erstmal in Luft aufgelöst haben, bis weitere Details zur Klage der SEC und vor allem einer Antwort oder Kommentars seitens Coinbase vorliegen. Ohnehin waren Analysten in Bezug auf die Coinbase-Aktie gemischter Meinung. Während eine handvoll zum Kauf empfahlen, rieten ebenso viele zum Verkauf der Aktie.

Coinbase und Binance könnten zwei von zahlreichen Krypto-Unternehmen sein, die von der SEC nun in die Mangel genommen werden. Die Behörde greift derzeit hart gegen die Branche durch.

Jeder Handel ist riskant. Keine Gewinngarantie. Jeglicher Inhalt unserer Webseite dient ausschließlich dem Zwecke der Information und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Dies gilt sowohl für Assets, als auch für Produkte, Dienstleistungen und anderweitige Investments. Die Meinungen, welche auf dieser Seite kommuniziert werden, stellen keine Investment Beratung dar und unabhängiger finanzieller Rat sollte immer wenn möglich eingeholt werden.

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Florian Hieke

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Florian Hieke

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Florian ist als Autor darauf spezialisiert informative und ansprechende Inhalte über die Schnittstellen von Finanzwesen, Krypto und iGaming zu erstellen. Dank eines Bachelors in International Development und mehrere Jahre Erfahrung am Weltmarkt ist er mit seinem Fachwissen aus diesen Branchen besten positioniert. Ob es um die neuesten Trends von Kryptowährungen, Entwicklungen an der Börse oder von Blockchain-basierten Projekten geht, bietet er eine unverwechselbare Perspektive, um den Lesern zu helfen, auf dem Laufenden zu bleiben. Sein Ziel ist es, wertvolle Erkenntnisse zu liefern, damit die Welt von Krypto, ETFs, Aktien und anderem verständlich und leicht zu navigieren ist.
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