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Diese Warnzeichen deuten einen bevorstehenden Bärenmarkt an
Diese Warnzeichen deuten einen bevorstehenden Bärenmarkt an

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Profi Investor

Kaum etwas wird von Anlegern mehr gefürchtet als ein Bärenmarkt. Dieser wirkt sich nicht nur negativ auf das eigene Kapital aus. Auch psychisch stellen langfristig fallende Märkte für viele Investoren eine echte Belastung dar. Allerdings tritt ein Bärenmarkt in den seltensten Fällen ohne Vorwarnung ein. An den folgenden Warnzeichen kann man erkennen, ob sich die Vorzeichen in absehbarer Zeit ins Negative drehen werden.
Sinkende Unternehmensgewinne

Gewinne sind ein wichtiger Indikator, ob es einem Unternehmen gut geht. Selbstverständlich gibt es immer wieder Situationen, in denen ein Unternehmen auch bei niedrigen oder ausbleibenden Gewinnen auf Kurs sein kann. Falls sich die Gewinnzahlen jedoch breitflächig und branchenübergreifend verringern, sollten sich Anleger darauf gefasst machen, dass auch bald die Kurse sinken werden. Zum einen deutet dies auf eine signifikante Verschlechterung der Wirtschaftslage hin. Zum anderen wirken sich branchenunabhängige Verluste sehr schnell auf die börsliche Stimmung als Ganzes aus.

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Zurückgehende Fahrzeugverkaufszahlen

Der Zusammenhang zwischen großflächigen Gewinneinbrüchen und einer sich verschlechternden Kurslage dürfte vermutlich selbst sehr unerfahrene Anleger nicht überraschen. Allerdings kann sich ein wirtschaftlicher Wetterumschwung durchaus auch bereits früher und auf branchenspezifischere Weise andeuten. Viele Experten betrachten Fahrzeugverkaufszahlen als einen wichtigen ökonomischen Indikator. Ein Auto ist eine signifikante Investition. Sinkende Verkaufszahlen deuten daher oftmals darauf hin, dass Konsumenten pessimistischer auf ihre eigene finanzielle Zukunft blicken. Dies kann ein erstes Anzeichen einer sich verschlechternden Wirtschaftslage sein und damit letztlich auch auf einen zukünftigen Bärenmarkt hinweisen.

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Sinkende Immobilienkäufe

Auch der Kauf eines Hauses oder einer eigenen Wohnung stellt für viele Menschen eine erhebliche finanzielle Anstrengung dar. Daher können auch sinkende Immobilienkäufe auf einen pessimistischeren Ausblick hindeuten. Allerdings werden Immobilien im Gegensatz zu Autos auch häufig als reine Anlagen erworben. Aus diesem Grund muss eine wirtschaftliche Krise nicht zwangsläufig auch mit einem einbrechenden Häusermarkt einhergehen. In der aktuellen Krise läuft der deutsche Immobilienmarkt beispielsweise nach wie vor recht gut. Vor allem in den USA sind sinkende Häuserkäufe jedoch durchaus ein recht verlässlicher Indikator für einen zukünftigen Bärenmarkt.
Sinkendes Vertrauen der Konsumenten

Sowohl Autos wie auch Häuser können gute Indikatoren für einen Abschwung sein. Allerdings reagieren diese Märkte zum Teil etwas träge, da zwischen den jeweiligen Käufen viele Jahre liegen. Ein deutlich zeitnaherer Indikator ist hingegen das Konsumentenvertrauen. Dies ist ein Oberbegriff für die grundlegende Einschätzung von Konsumenten mit Blick auf ihre finanzielle Zukunft. Bestimmte Konsumgüter werden immer nachgefragt. Auf andere Artikel verzichtet man bei Erwartung einer wirtschaftlichen Krise jedoch schon eher. Für Deutschland wird daher der Konsumklimaindex des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK viel beachtet. Er gilt zudem als deutsche Komponente des EU-Verbrauchervertrauens.

ℹ️ Auch interessant: Wie man laut Verhaltensökonomen in einem Bärenmarkt investieren sollte

Der Buffett-Indikator

Warren Buffett ist einer der berühmtesten Investoren der Welt. Seine Anhänger nennen ihn oft auch das „Orakel von Omaha“, weil er über die vergangenen Jahrzehnte hinweg immer wieder bereits vorher zu wissen schien, in welche Richtung sich die Kurse entwickeln würden. Einer seiner am meisten geschätzten Indikatoren ist dabei der nach ihm benannte Buffett-Indikator. Dieser setzt die Bewertung des Aktienmarkts in Relation zum Zustand der Wirtschaft als Ganzes. Übertrifft die Entwicklung der Aktienkurse die wirtschaftliche Entwicklung deutlich, steigt demnach das Risiko eines Crashs, da die Aktien als stark überbewertet angesehen werden.

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Am Markt herrscht Euphorie

Auf den ersten Blick scheint eine hervorragende Stimmung an den Börsen nicht wirklich auf einen bevorstehenden Bärenmarkt hinzudeuten. Allerdings sollte man hierbei zwischen einer positiven Stimmung sowie einer überzogenen Euphorie unterscheiden. Steigen die Kurse im Zuge einer lang anhaltenden Kursrallye auf immer neue Rekordwerte, ist irgendwann einmal der Punkt erreicht, ab welchen sich der Bullenmarkt in eine Blase verwandelt.

ℹ️ Auch interessant: Die 7 besten ETFs für den Bärenmarkt

In einer solchen Situation schießen viele Anleger jegliche Vorsicht in den Wind und kaufen Aktien zu enormen Preisen, weil sie hoffen, dass sich noch irgendjemand findet, der bereit ist, einen noch höheren Preis dafür zu zahlen. Doch letztlich ist das Geld, welches in den Markt fließen kann, nicht unendlich. Stellt sich dann heraus, dass plötzlich niemand mehr kaufen kann oder will, kann sich die Stimmung schlagartig in ihr Gegenteil verkehren und die Blase platzt.

Politische Instabilität

Nicht jede Krise entsteht innerhalb der geltenden Marktmechanismen. Manchmal führen auch externe Faktoren dazu, dass die Stimmung an den Märkten kippt. Dies kann beispielsweise infolge einer schwerwiegenden politischen Krise geschehen. In der globalisierten Welt von heute können selbst Konflikte in einer entfernten Region wirtschaftliche Auswirkungen auf den Rest der Welt haben. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um eine rein innenpolitische Krise eines Landes handelt oder ob ein regionaler Konflikt zu eskalieren droht. Das beste Beispiel hierfür ist der Jom-Kippur-Krieg von 1973, welcher ein arabisches Öl-Embargo zur Folge hatte und letztlich zu einem Einbruch des Marktes um 48 Prozent führte.

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Inverse Zinsstruktur

Üblicherweise erzielen Anleihen mit langer Laufzeit höhere Zinsen als solche mit kürzerer Laufzeit. Grund hierfür ist das höhere Risiko, welches mit einer langen Laufzeit verbunden ist. Allerdings kann es passieren, dass sich die Zinsstruktur in ihr Gegenteil verkehrt. In einem solchen Fall sind kürzere Anleihen plötzlich mit höheren Zinsen verbunden als Anleihen mit einer langen Laufzeit. Man spricht hierbei auch von einer inversen Zinsstruktur. Diese tritt üblicherweise dann auf, wenn Investoren das kurzfristige Risiko als höher einschätzen als das langfristige, wie es bei einer bevorstehenden Wirtschaftskrise der Fall wäre. In den letzten 50 Jahren ging einer jeden Rezession in den USA eine eben solche inverse Zinsstruktur voraus.
„Black Swan“-Ereignis

Als ein Black Swan wird ein unvorhergesehenes Ereignis bezeichnet, welches Wirtschaft und Anlagemärkte praktisch ohne Vorwarnung in die Krise stürzt. Es liegt in der Natur eines solchen Ereignisses, dass es sich nicht vorhersagen lässt. Dementsprechend ist es für Anleger beinahe unmöglich, sich adäquat darauf vorzubereiten. Beispiele für ein solch plötzlich auftretendes Ereignis sind Naturkatastrophen. Auch die aktuelle Pandemie könnte als ein Black Swan klassifiziert werden. Allerdings hatten Anleger im Frühjahr durchaus einiges an Vorlaufzeit, ehe der große Crash kam. Letzten Endes hilft in einem solchen Fall nur eine bereits vorher initiierte effektive Vermögensallokation.

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