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Sechs Aktien für Anleger, die gerne gegen den Strom schwimmen
Sechs Aktien für Anleger, die gerne gegen den Strom schwimmen

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Eine Krise bietet vielfach die besten Gelegenheiten, Aktien mit Potenzial zu günstigen Preisen zu kaufen. Hierfür ist allerdings gleichfalls eine gewisse Prise Risiko notwendig. Eine Aktie zu kaufen, die in letzter Zeit auf Talfahrt war, ist nichts für jedermann. Doch gerade solche Papiere können sich langfristig für ihre Besitzer in Form einer attraktiven Rendite auszahlen. Hier sind sechs Aktien für Anleger, die gerne gegen den Strom schwimmen.
1. American International Group (ISIN: US0268747849)

American International Group (AIG) ist ein Versicherungskonzern mit Sitz in New York City. Derzeit ist AIG der drittgrößte Erstversicherer der Welt. Lange Zeit war das Unternehmen in diesem Bereich sogar die Nummer eins. Dann kam allerdings die Finanzkrise im Jahr 2007, in welcher AIG allein im vierten Quartal rund 61,7 Milliarden US-Dollar Verlust einfahren musste – der höchste Quartalsverlust eines Unternehmens aller Zeiten.

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In der momentanen Krise kommt der Versicherer jedoch erheblich besser weg. Zwar besteht durchaus die Gefahr, dass durch die Auswirkungen der Pandemie einstweilen höhere Versicherungsansprüche auf das Unternehmen zukommen. Gleichzeitig führt die derzeitige Lage vielen Unternehmen und Privatpersonen vor Augen, dass sich eine Versicherung aus vielfältigen Gründen auszahlen kann. Dies dürfte sich positiv auf die zukünftige Nachfrage auswirken. Laut Analystenmeinungen hat der Aktienkurs durchaus Potenzial, sich in Zukunft zu verdoppeln.

2. Boeing Co. (ISIN: US0970231058)

Für Boeing kam die Pandemie zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Im vergangenen Jahr erreichte die Pannenserie beim neuen Hoffnungsträger 737 Max ihren Höhepunkt, was dazu führte, dass sämtliche Flugzeuge dieses Typs vorerst auf dem Boden bleiben mussten. Mittlerweile hat dieses Schicksal auch einen Großteil der restlichen Maschinen des US-amerikanischen Flugzeugbauers ereilt. Zumindest ist dies ausnahmsweise nicht Boeings Schuld, auch wenn dass die Aktionäre des Unternehmens in den vergangenen Monaten wohl kaum trösten konnte.

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Doch es gibt auch einen Hoffnungsschimmer. Es ist unwahrscheinlich, dass der derzeitige Einbruch beim internationalen Flugverkehr von Dauer ist. Früher oder später werden sich die Dinge im Luftverkehr wieder normalisieren. Zudem hat Boeing nun genügend Gelegenheit, sich unter vermindertem Druck um die technischen Probleme bei der 737 Max zu kümmern. Sobald diese wieder ihre Flugzulassung erhält, dürfte sich auch die Auftragslage bei Boeing wieder deutlich verbessern.

3. EOG Resources (ISIN: US26875P1012)

Aufgrund des zeitweisen Erliegens der weltweiten Produktion und des massiven wirtschaftlichen Einbruchs in der Folgezeit, stürzte der Ölpreis in den vergangenen Monaten regelrecht ab. Zwischenzeitlich mussten Ölproduzenten sogar selbst Geld drauflegen, damit ihnen jemand ihr Öl abnahm. Mittlerweile befindet sich der Ölpreis bei rund 45 Dollar je Barrel. Vor allem für die US-amerikanischen Ölförderer, welche vornehmlich aus Ölschiefer fördern, ist dies jedoch zu niedrig, um profitabel arbeiten zu können.
In diesem Umfeld scheint sich die konservative Kalkulation von EOG Resources, einem der größten Ölförderer der Vereinigten Staaten, womöglich auszuzahlen. EOG hat sich auf besonders leicht erreichbare Ölfördergebiete konzentriert, welche auch bei den derzeit niedrigen Ölpreisen noch Profite abwerfen können. Was in den vergangenen Jahren teils als übervorsichtig angesehen wurde, könnte sich nunmehr als großer Vorteil erweisen.

4. Exxon Mobil Corp. (ISIN: US30231G1022)

Exxon Mobil wurde von der Corona-Krise mit voller Wucht getroffen. Erst am 31.07 musste das Unternehmen einen heftigen Verlust für das zweite Quartal vermelden. Um rund 1,1 Milliarden Dollar rutschte der Öl-Multi in den vergangenen drei Monaten in die Miesen. Exxon steht mit seinen Problemen keineswegs allein dar. Praktisch alle Unternehmen der Öl-Branche müssen derzeit mir erheblichen Umsatzeinbrüchen kämpfen.

Für waghalsige Anleger könnte sich hier jedoch eine gute Gelegenheit bieten. Auf lange Sicht gesehen verfügt Exxon nach wie vor über einen sehr guten Cash-Flow. Das Unternehmen besitzt auch weiterhin die Rechte an einer Reihe hoch profitabler Quellen. Hinzu kommt, dass Exxon seit 37 Jahren kontinuierlich seine Dividende gesteigert hat und auch jetzt im Angesicht der Krise bisher keine Anstalten macht, davon abzurücken. Angesichts dessen erscheint die Aktie momentan eher unterbewertet zu sein.

5. Simon Property Group (ISIN: US8288061091)

Wem gewöhnliche, unterbewertete Aktien nicht ausreichen, der könnte unter Umständen einen Blick auf die Simon Property Group werfen. Als Real-Estate-Investment-Trust, welcher auf Einkaufszentren spezialisiert ist, befindet sich das Unternehmen wahrlich im Auge des Sturms. Aufgrund der langwierigen Kontaktbeschränkungen hängen zahlreiche Einzelhandelsunternehmen mittlerweile in den Seilen. In diesem Klima ist es erstaunlich, dass mit der Simon Property Group der größte Einzelhandels-REIT der Vereinigten Staaten durchaus auch mit einigen positiven Nachrichten aufwarten kann.
Trotz des starken Umsatzeinbruchs beim Einzelhandel, plant das Unternehmen keine Kürzung an den 8 % Dividende, welche es seinen Aktionären auszahlt. Ferner verfügt die Simon Property Group über eine Reihe von Immobilien in hoch attraktiven Lagen, welche zudem mit langfristigen Mietverträgen versehen sind. Es besteht also durchaus einiges an Spielraum, falls manche der Mieter in die Zahlungsunfähigkeit rutschen sollten. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass kein abermaliger Shutdown notwendig wird.

6. Wells Fargo & Co. (ISIN: US9497461015)

Die US-Bank Wells Fargo hat in den vergangenen Jahren des Öfteren Schlagzeilen gemacht. In den seltensten Fällen waren diese positiv. Auch in jüngster Zeit musste die Bank gleich zwei Hiobsbotschaften verkünden. Aufgrund einer neuen Vorgabe der Fed, welche die Dividende einer Bank an ihren Umsatz knüpft, musste Wells Fargo seine vierteljährliche Dividende von 51 auf 10 Cents reduzieren. Hinzu kamen Gerüchte, das Unternehmen erwäge die Entlassung Zehntausender Mitarbeiter.

Konkrete Pläne für den Jobabbau sind zwar noch nicht bekannt, jedoch bestehen kaum Zweifel daran, dass aufgrund der drohenden Kreditausfälle die Kosten gesenkt werden müssen. Dennoch sind die Grunddaten der Bank weiterhin solide. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Wells Fargo durch die Auswirkungen der Corona-Krise in nachhaltige Schwierigkeiten geraten könnte. Langfristig gesehen, bietet der derzeitige Aktienkurs daher durchaus eine möglicherweise gute Einstiegsgelegenheit.

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