So funktioniert das Pantoffel-Portfolio von Stiftung Warentest

Wer sein Geld in ETFs investieren möchte, aber wenig Zeit hat, sich mit seinem Depot täglich auseinanderzusetzen, sollte sich das Pantoffel-Portfolio von Stiftung Warentest anschauen. Gerade für Neulinge an der Börse ist dieses Konzept interessant, da sich der Anleger nicht unbedingt mit der aktuellen Börsenlage oder Geschäftszahlen von Unternehmen auskennen muss, um erfolgreich zu investieren.

So sollte das Pantoffel-Depot aufgebaut sein

Wie der Name schon verrät, ist es sehr bequem, sein Aktiendepot mit der Pantoffel-Methode zusammenzustellen. Stiftung Warentest empfiehlt dabei den Kauf von insgesamt nur 2 ETF-Fonds:

  1. Ein Aktien-ETF auf den Weltaktienindex
  2. Ein Renten-ETF auf einen Euro-Staatsanleihenindex

Der Aktien-ETF, beispielsweise des MSCI World, soll für die Rendite sorgen. Dies geschieht, wenn sich die globale Wirtschaft langfristig weiterhin positiv entwickelt. Der Renten-ETF sorgt für die nötige Stabilisierung des Portfolios, da sichere europäische Staatsanleihen nur gering im Wert schwanken.

Die Zusammensetzung des Depots liegt in der Hand des Anlegers: Risikofreudige Anleger können beispielsweise 60% Aktien-ETFs und 40% Renten-ETFs kaufen, risikoscheue Anleger beispielsweise 60% Renten-ETFs und 40% Aktien-ETFs. Stiftung Warentest rät langfristig orientierten Anlegern hingegen eine 50–50-Mischung.

Nur gelegentliche Anpassung nötig

Wenn die Aktien erst mal im Depot liegen, kann der Anleger die Pantoffeln anziehen und sich zurücklehnen. Stiftung Warentest empfiehlt, sein Depot ungefähr einmal jährlich zu kontrollieren. Sollte die ursprünglich gewählte Gewichtung um mehr als 20% abweichen, müssten die ETF-Anteile umgeschichtet werden.

Hier können Pantoffelfonds gekauft werden

Aktien können prinzipiell bei jeder Bank gekauft werden. Wenn Anleger bereits über ein Depot verfügen, kann der Berater die gewünschten ETFs für den Anleger kaufen. Die günstigere Variante ist allerdings der Kauf über ein Online-Depot. Dieses kann der Anleger selbst eröffnen und die Fonds auch selbst kaufen. Aber welche Bank ist passend? Das erfahren Sie in unserem Depotvergleich.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Start?

Da diese Anlageform für eine Anlagedauer von mindestens sieben, besser zehn Jahren entwickelt wurde, ist der Zeitpunkt der Depoteröffnung nicht wirklich entscheidend. Auch ist es möglich, dass Anleger zwischenzeitlich deutliche Verluste hinnehmen müssen. Langfristig bietet diese Anlageform aber deutlich bessere Renditechance als andere Anlageformen, wie beispielsweise Tagesgeld.

Rentenvorsorge per ETF-Sparplan

Eine günstige Möglichkeit der Geldanlage ist ein Wertpapiersparplan. Hierbei wird pro Monat eine Sparsumme in das Depot eingezahlt und in EFTs verwandelt. Der Anleger entscheidet sich, welcher Pantoffel-Mix am geeignetsten ist und wie viel Geld monatlich in das Depot fließen soll.

Ein Beispiel:

Eine risikofreudige Anlegerin entscheidet sich, 60% in Aktien- und 40% in Rentenfonds zu investieren. Als monatliche Sparrate hat sie 150€ festgelegt. Folglich investiert sie pro Monat 90€ in ihren ETF-Aktienfonds und 60€ in ihren ETF-Rentenfonds.

ETF-Sparpläne werden mittlerweile von fast allen Direktbanken angeboten, ein Vergleich der Konditionen lohnt sich aber in jedem Fall. Auch werden nicht alle EFTs von allen Banken angeboten.

Weitere Infos zum Pantoffel-Portfolio gibt es bei Stiftung Warentest.

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