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ETF-Millionär: So viel müssten Sie monatlich investieren

Viele Menschen träumen davon, mit ihrer Geldanlage reich zu werden. Mit Hilfe von Kapitalmarktanlagen ist das auch möglich. Aber wie viel Geld muss man eigentlich investieren, um dank ETFs Millionär zu werden? In diesem Artikel schauen wir uns einige Szenarien an und beschreiben was ETF-Investoren tun müssen, um mit ETFs ein Vermögen von einer Million Euro oder mehr aufzubauen.


Der klassische Weg: 40 Jahre bis zur Rente sparen

Dieses erste Szenario trifft wohl auf die meisten Menschen in Deutschland zu. Man macht das Abitur oder eine Lehre, fängt an zu arbeiten und irgendwann zwischen dem 23. und dem 27. Lebensjahr beginnt man für das Alter vorzusorgen. Um in den 40 Jahren, die man von dort an bis zur Rente Zeit hat, ein Vermögen von einer Million Euro oder mehr aufzubauen, müsste der Anleger, bei einer angenommenen Rendite von 8 %, gerade mal etwas mehr als 300 Euro monatlich zur Seite legen. Berücksichtigt man die Kosten und die Tatsache, dass der Kapitalmarkt nicht immer ideal laufen wird und geht dann von einer Rendite von nur 6 % jährlich aus, muss der Anleger schon etwas mehr als 500 Euro zurücklegen.

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Wenn man vollkommen korrekt rechnen möchte und zusätzlich auch noch die Inflation und Steuern ins Spiel bringt, bleibt dem Anleger eine Rendite von etwa 4 %. Unter diesen Umständen müsste er sogar knapp 850 Euro monatlich sparen.

Sie sehen also: Es macht einen großen Unterschied unter welchen Bedingungen die Rechnungen zum ETF-Millionär angestellt werden. Da es in diesem Artikel um die Zahl gehen soll, verzichten wir auf den Einbezug von Inflation und Steuern und rechnen ab jetzt mit einer Rendite von 7 % jährlich.

Einmalanlage in jungen Jahren

Egal ob sie nun früh geerbt haben, selbst in jungen Jahren einiges an Geld verdient haben oder von einem Sparplan der Eltern profitieren; einige Anleger können es sich erlauben, schon früh eine größere Summe in den Kapitalmarkt zu investieren. Um nur aus dieser Einmalanlage Millionär zu werden, müsste der Anleger die stattliche Summe von knapp 66.000€ investieren. Das gilt aber nur unter der Annahme, dass er tatsächlich noch 40 Jahre Zeit für den Vermögensaufbau hat. Wenn die Eltern einen Sparplan für das Kind eingerichtet haben, auf welchen es ab dem 18. Lebensjahr Zugriff hat und die Zeit von 49 Jahren bis zur Rente voll ausgenutzt wird, reicht sogar eine Anlage von knapp 40.000€ aus, um ETF-Millionär zu werden. Dieses Szenario dürfte in Deutschland aber relativ selten vorkommen.


Sparplan von Geburt an

In der heutigen Elterngeneration ist es stark im Trend, schon von Geburt an Geld für das Kind zur Seite zu legen. Familien, die sich das leisten können, nutzen häufig das Kindergeld, um ihrem Nachwuchs ein finanzielles Polster für die Zukunft zu gewähren. Meistens wird das Geld dann zwar für Dinge wie den Führerschein oder größere Reisen in jungen Jahren verwendet, theoretisch könnte dieser Sparplan aber auch langfristig durchgezogen werden. Die notwendige Anlagesumme, um über eine Laufzeit von 67 Jahren zum ETF-Millionär zu werden, ist verblüffend gering. Gerade mal 61€ monatlich müssten angelegt werden, um dieses Ziel zu erreichen.

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Dieser Umstand verdeutlicht nochmals die Macht von Laufzeit und dem Zinseszinseffekt und zeigt, dass jeder Mensch reich werden kann, wenn er nur früh genug anfängt zu sparen. Geht man davon aus, dass die Eltern das Kindergeld anlegen und dieser Sparplan vom Nachwuchs weitergeführt wird, wäre der Millionärsstatus bereits nach dem 50. Lebensjahr erreicht.

Einmalanlage für das Neugeborene

Diese Form der Geldanlage dürfte in Deutschland äußerst selten vorkommen. Bei der Geburt des ersten Kindes sind viele Familien noch nicht lange im Arbeitsleben. Häufig haben sie noch keine großen Geldsummen gespart, oder haben das ersparte Geld bereits in ein Eigenheim oder in die Altersvorsorge investiert. Hat die Familie doch einen größeren Geldbetrag auf der hohen Kante, könnte sie diesen theoretisch für das Kind anlegen. Die Summe, die angelegt werden müsste, um das eigene Kind beim Renteneintritt zum Millionär zu machen, liegt bei gerade mal knapp 10.000 €. Investiert Die Familie zusätzlich noch das Kindergeld, wäre der Nachwuchs bereits mit 46 Jahren Millionär. Kombiniert man dieses einmalige Investment mit der Tatsache, dass das Kind irgendwann auch selbst Geld verdient und einen eigenen Sparplan anlegt, ist es für dieses möglich schon sehr früh reich zu werden.

Der Erbfall

Die Realität vieler Familien wird in diesem Beispiel beschrieben. Im Durchschnitt werden Menschen heutzutage 80 Jahre alt und bekommen mit 30 Jahren ihr erstes Kind. Dementsprechend steht mit etwa 50 Jahren für viele Familien ein Erbe an. Um unter diesen Umständen bis zur Rente noch Millionär zu werden, müsste die Erbsumme, die angelegt werden kann, bei etwa 316.000 Euro liegen. Ein so hohes Erbe ist nicht der Regelfall. Bundesweit erhalten nur durchschnittlich 16 Prozent der deutschen Erben mehr als 100.000 Euro. Um mit dieser Summe Millionär zu werden, müsste der Anlagezeitraum auf 34 Jahre gestreckt werden. Dass die erste Millionen auf dem Konto steht, würde der Erbe unter diesen Umständen also nicht mehr erleben, sofern er keine anderen Investitionen tätigt.

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Wenn man ehrlich und realistisch rechnen möchte, muss man auch die erzielbaren Renditen nach unten korrigieren. Bei einer Laufzeit von nur 17 Jahren wäre es unverantwortlich ein reines Aktieninvestment zu tätigen. Mischt man Anleihen in das Portfolio dazu und geht von einer durchschnittlichen Rendite von 5 % jährlich aus, müsste die frei verfügbare Erbsumme schon bei 436.000 € liegen.

Den Einstieg in die Altersvorsorge verpasst

Die traurige Realität in Deutschland sieht so aus, dass viele Menschen sich viel zu spät mit dem Thema Altersvorsorge und Vermögensaufbau beschäftigen. Jemals eine Million Euro auf dem Konto zu haben oder gar reich zu werden, ist unter diesen Umständen unglaublich schwierig. In unserem Beispiel möchten wir davon ausgehen, dass der Sparer erst mit Anfang 40 beginnt sein Vermögen aufzubauen und noch 25 Jahre Zeit hat, um diesen Plan umzusetzen. Um unter diesen Umständen eine Million auf dem Konto zu haben, müsste er fast 1.300 € monatlich sparen. Ein Vorhaben, das für einen Normalverdiener unmöglich zu bewältigen ist. Wer in diesem Alter nicht bereits einiges an Geld zur Seite gelegt hat, der darf nicht erwarten, in seinem Leben noch reich zu werden.

Auch in diesem Beispiel wird nochmals eindrucksvoll verdeutlicht, was für eine große Rolle die Laufzeit beim Vermögensaufbau spielt. Wer von Geburt an monatlich 60 € zur Seite legt, wird im Laufe seines Lebens genauso Millionär, wie der 25-Jährige, der 300 € spart oder der 40-Jährige, der monatlich 1.300 € spart.


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2 KOMMENTARE

  1. Hallo,

    Ich halte es für Augenwischerei mit den Zahlen zu rechnen, bei denen die Inflation und die Steuer nicht berücksichtigt wird. Das ist nicht nur hier auf der Seite ein Problem, sondern bei vielen anderen auch. Natürlich danke ich Ihnen, dass Sie viele Leute dazubewegen ihr Geld zu investieren, aber eine Geldanlage, die man nicht versteuern muss, die zeig mir gerne mal, dann bin ich dabei.

  2. Hallo,

    ich finde den Beitrag, soll er doch den Einfluss von Laufzeiten auf die Ertragssumme verdeutlichen.

    Eins fehlt jedoch, Thema Abgeltungssteuer:-(

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