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Spannende Fakten zu Deutschlands erstem Cannabis-ETF

Seit dieser Woche ist es nun auch für deutsche Anleger möglich, per ETF in die weltweite Cannabis-Industrie zu investieren. Der erste ETF dieser Art wird von Purpose Investments in Zusammenarbeit mit dem Emittenten HANetf auf Xetra und Börse Frankfurt angeboten. In diesem Artikel erfahren Sie alles zu Deutschlands erstem Cannabis-ETF.

Welchen Schwerpunkt hat der neue ETF?

Der Medical Cannabis and Wellness UCITS ETF ist ein ETF mit Sitz in Irland, der am 13. Januar 2020 lanciert wurde. Es handelt sich um den ersten ETF in Europa, mit dem Anleger in Unternehmen investieren können, die primär in der medizinischen Cannabis-, Hanf- und Cannabidiol (CBD)-Branche tätig sind. Aktuell enthält der ETF 13 Unternehmen, die in der Produktion von medizinischem Cannabis sowie damit verbunden Produkten und Dienstleistungen tätig sind.

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Im medizinischen Bereich wird Cannabis vor allem bei Krebs- und Epilepsiepatienten eingesetzt und zur Behandlung von chronischen Schmerzen genutzt. In Deutschland können Patienten seit Anfang 2017 medizinisches Cannabis auf Rezept bekommen. Die Kosten werden zum Teil von den Krankenkassen übernommen. Der Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken geschieht unter strenger staatlicher Aufsicht.

Nur für den medizinischen Gebrauch

In den USA haben mittlerweile 11 der 50 Staaten Cannabis auch als Rauschmittel legalisiert. Marihuana kann dort zum Teil legal in Coffee Shops zum Privatkonsum erworben werden. Der nun gestartete Cannabis-ETF schliesst Unternehmen aus, die sich auf den privaten und nicht-medizinischen Konsum von Cannabis spezialisiert haben. Weltweit haben mehr als 40 Länder den Einsatz von medizinischem Cannabis legalisiert.


Laut eigenen Angaben möchte HANetf das regulatorische Risiko für den Anleger minimieren und nur Unternehmen zulassen, die im legalen medizinischen Cannabis-, Hanf- und CBD-Geschäft tätig sind. Dies ist auch der Grund, warum etablierte Cannabis-Unternehmen wie Aurora Cannabis oder das kanadische Pharma- und Cannabisunternehmen Tilray nicht im Fonds enthalten sind.

Welche Unternehmen stecken drin?

Gegenüber dem Branchen-Magazin extraETF sagte ein Sprecher von HANetf, dass für den ETF insgesamt 26 Cannabis-Unternehmen weltweit identifiziert wurden, welche die Richtlinien erfüllen und als Investment in Frage kämen. Da bei einigen Unternehmen jedoch die Liquiditätsvorgaben, gemessen anhand der Marktkapitalisierung und des Handelsvolumens nicht erfüllt sein, entsprächen aktuell nur 13 Titel den Anforderungen. Auch die negative Kursentwicklung im letzten Jahr habe dazu geführt, dass nicht alle Unternehmen die Anforderungen erfüllen.

Seitens HANetf wird jedoch davon ausgegangen, dass der Index bei der nächsten Neugewichtung im Februar auf über 20 Titel anwachsen würde. Um eine zu große Konzentration auf ein Unternehmen zu vermeiden, darf das Gewicht der enthaltenen Unternehmen maximal nur 10 % betragen.

Dies sind die TOP10 Unternehmen zum Start:

  1. Corbus Pharmaceuticals Holdings Inc (13,03%)
  2. Scotts Miracle-Gro Co/The (11,11%)
  3. Innovative Industrial Properties Inc (10,81%)
  4. GW Pharmaceuticals (10,76%)
  5. 22nd Century Group Inc (9,95%)
  6. Amyris Inc (8,51%)
  7. Charlotte’s Web (7,49%)
  8. Zynerba Pharmaceuticals Inc (6,36%)
  9. Pharmacielo (6,31%)
  10. Cara Therapeutics Inc (6,25%)
Wie entwickelt sich der globale Markt für medizinisches Cannabis?

Mit der Legalisierung in einigen Staaten wurden Marihuana-Aktien wie im Rausch gekauft. Zwischen November 2017 und Januar 2018 verdreifachte sich der Marihuana-Index. Nach der anfänglichen Euphorie sind die Cannabis-Aktien seit Anfang 2019 jedoch tief gefallen.

Ein Risiko beim Cannabis-Investment ist, dass sich die Gesetzgebung in den amerikanischen Bundesstaaten wieder ändern kann und der Einsatz von medizinischem Cannabis dadurch eingedämmt werden könnte. Auch die Tatsache, dass viele Medikamente noch in der Testphase sind, lässt einige Investoren zögern. Wenn eine Zulassung eines Medikaments für den breiten Markt scheitern würde, wären hohe Investitionssummen verloren.

Da die legale Cannabis-Industrie noch sehr jung ist, sehen Analysten die hohe Volatilität jedoch als relativ normal an. Einige Aktienspezialisten sehen sogar Parallelen zum Beginn des Biotech-Sektors. Auch in dieser Branche gab es anfangs hohe Schwankungen und nur wenige Marktteilnehmer. Ein Investment in den Cannabis-Sektor ist also mit einem hohen Risiko verbunden.


Der neue Cannabis-ETF im Überblick:

Name: The Medical Cannabis and Wellness UCITS ETF – Acc
Anlageklasse: Aktien-ETF
ISIN: DE000A2PPQ08
WKN: A2PPQ0
Laufende Kosten: 0,80 Prozent
Ertragsverwendung: Thesaurierend
Währung: USD
Replikation: physisch
Fondsdomizil: Irland
Referenzindex: Medical Cannabis and Wellness Equity Index


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5 KOMMENTARE

  1. Wisst ihr Zufällig bei welchem Broker ich den ETF Kaufen könnte? Weder comdirect noch Trade Republic lässt den kauf aktuell zu…

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