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Das sagt die Verbraucherzentrale zu ETFs

Wenn es um das eigene Ersparte geht, ist es ratsam, sich zusätzliche Meinungen einzuholen. Die Verbraucherzentrale ist hierbei eine besonders gute Anlaufstelle. Deren Experten haben sich neben den verschiedensten Anlageprodukten auch ausführlich mit ETFs beschäftigt. Ihre Empfehlungen und Tipps für Anleger sind dabei eindeutig.


Verbraucherzentrale empfiehlt etablierte Indizes und große Anbieter

Wie gut ein bestimmter ETF ist, hängt in entscheidendem Maße vom Index ab, welchen er abbildet. Die Verbraucherzentrale empfiehlt Anlegern daher, sich vorher genauestens mit den unterschiedlichen Indizes zu beschäftigen. Der Ratschlag lautet dabei eindeutig, sich auf etablierte Indizes zu konzentrieren. Folgende Indizes hebt die Verbraucherzentrale dabei besonders hervor:

  • MSCI World
  • MSCI Emerging Markets
  • MSCI North America
  • MSCI USA
  • S&P 500
  • Dow Jones Stoxx 600
  • Dow Jones Stoxx 50
  • Dow Jones Euro Stoxx 50

All diese Indizes bestehen bereits seit einer längeren Zeit. Dies bietet Anlegern den Vorteil, dass man ihre vergangene Performance weit zurückverfolgen kann. Dadurch erhält man einen Einblick, wie sich der Index während Phasen des Aufschwungs als auch während wirtschaftlicher Krisen entwickelt hat. Zudem existiert zu jedem der genannten Indizes ein größeres Angebot diverser ETFs von verschiedenen Anbietern. Anleger haben hierdurch die Möglichkeit, sich den besten Indexfonds für ihre jeweilige Strategie herauszusuchen.

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Kleineren Indizes, welche entweder nur bestimmte Marktnischen abdecken oder auf bestimmten Strategien wie Dividendenausschüttungen, Value oder Growth basieren, steht die Verbraucherzentrale hingegen skeptisch gegenüber. Der Grund ist, dass die Zusammensetzung solcher Indizes von Privatanlegern manchmal nur schwer nachvollzogen werden kann. Zudem rät die Verbraucherzentrale grundsätzlich zu möglichst großen Indizes, um das Risiko der Volatilität zu reduzieren.

Vorteil durch niedrige Kosten

Einer der großen Vorteile von ETFs gegenüber aktiv gemanagten Fonds sind ihre niedrigen Kosten. Weil nur sehr wenige Fondsmanager bessere Ergebnisse als der Markt erzielen, lohnen sich die höheren Gebühren für deren Fonds meistens nicht. Dennoch empfiehlt die Verbraucherzentrale, sich sämtliche ETFs eines gewünschten Index anzuschauen und miteinander zu vergleichen. Auch unter den Indexfonds kann es teils zu erheblichen Unterschieden bei den Kosten kommen. Die Verbraucherzentrale rät Anlegern dazu, sich die jeweiligen Verkaufsprospekte der einzelnen Indexfonds genau durchzulesen. Manche Anbieter haben darin die Möglichkeit festgehalten, Vertriebsprovisionen an Fondsvermittler und Banken zu zahlen. Dadurch können für den Anleger höhere Kosten entstehen.

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Ferner sollten Anleger nicht nur auf die laufenden Kosten (TER) achten. Auch die Tracking Difference hat entscheidenden Einfluss darauf, welche Kosten für einen Anleger entstehen können. Je niedriger die Tracking Difference ist, desto genauer bildet der ETF seinen Index ab und repliziert somit dessen Performance. Eine hohe Tracking Difference bedeutet hingegen, dass der Indexfonds gegenüber seinem Index unterperformt. Dies sorgt für eine niedrigere Rendite für die Anleger.

Ein Grund, weswegen die Verbraucherzentrale kleineren, exotischen Indexfonds skeptisch gegenübersteht, sind ihre Kosten, welche oftmals über denen von großen und etablierten ETFs liegen. Daher rät die Zentrale Anlegern, auf das jeweilige Fondsvolumen des ETFs zu achten. Bei größeren Fonds besteht zudem nicht das Risiko, dass diese von ihrem Herausgeber irgendwann mangels Rentabilität geschlossen werden.

ETFs bieten einen hohen Grad der Diversifizierung

Fonds bieten gegenüber Einzelaktien grundsätzlich den Vorteil einer breiten Streuung der eigenen Anlagen. Während aktiv verwaltete Fonds rechtlich hierzu verpflichtet sind, ergibt sich der hohe Grad der Diversifizierung bei ETFs von sich heraus. Besonders bei großen Indizes wie dem MSCI World oder dem S&P 500 legen Anleger mit einem ETF in eine breite Auswahl an Aktien an, welche sich über eine große Zahl an Branchen verteilen. Wer sein Geld in ETFs investieren möchte, aber wenig Zeit hat, sich mit seinem Depot täglich auseinanderzusetzen, sollte sich das Pantoffel-Portfolio von Stiftung Warentest anschauen.

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Die Verbraucherzentrale rät Anlegern dazu, mindestens 50 unterschiedliche Unternehmensaktien im eigenen Portfolio zu haben. Diese sollten dabei aus unterschiedlichen Branchen und Regionen stammen. Vor allem für Privatanleger kann dies jedoch eine Herausforderung darstellen, da es für eine effektive Anlage in Einzelaktien notwendig ist, sich genauer mit den jeweiligen Unternehmen, Regionen und Branchen auszukennen. ETFs bieten laut der Verbraucherzentrale jedoch eine günstige und zeitsparende Alternative hierzu.

Sicherheit und Transparenz

Die Verbraucherzentrale legt bei Produkten aller Art stets ein besonderes Augenmerk auf Sicherheit und Transparenz. Ein Kritikpunkt, welchen die Zentrale gegenüber vielen aktiv gemanagten Fonds vorbringt, ist, dass diese Anleger nur periodenweise über ihre jeweilige Zusammensetzung informieren. Diese kann sich jedoch zwischenzeitlich, je nach Maßgabe des Fondsmanagers, erheblich ändern. Bei ETFs besteht hingegen stets Transparenz für Anleger. Passive Fonds beinhalten nur jene Aktien, welche auch im jeweiligen Index enthalten sind.

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Auch hinsichtlich der Sicherheit beurteilt die Verbraucherzentrale ETFs als positiv. Damit wird ausdrücklich nicht ausgeschlossen, dass durch die Volatilität der Märkte nicht auch Verluste eintreten können. Vielmehr bezieht sich die Verbraucherzentrale auf den Rechtsstatus von Indexfonds. Ebenso wie normale Fonds auch, gelten diese als Sondervermögen. Sollte die Fondsgesellschaft zahlungsunfähig sein, hat dies keine Auswirkungen auf die Anteile der Anleger. Die Verbraucherzentrale bemängelt hingegen bei ETCs und Indexzertifikaten, dass diese bei einer solchen Pleite nicht geschützt wären.

Kritischer Blick auf synthetische Replikation

Ausführlich geht die Verbraucherzentrale auf den Unterschied zwischen physischen und synthetischen ETFs ein. Vor allem bei synthetischen Indexfonds, welche ihren Index mittels Swaps replizieren, sieht die Verbraucherzentrale eine Reihe von Nachteilen für Anleger. So ist ein synthetischer ETF grundsätzlich darauf angewiesen, dass der Swap-Partner seine Verpflichtungen einhält. Im Falle einer Insolvenz des Partners, besteht jedoch die Gefahr, dass der Indexfonds auf seinen Forderungen sitzen bleibt, da diese nicht als Sondervermögen gelten. In dem Fall wäre das Geld der Anleger unwiederbringlich verloren.

Die Verbraucherzentrale weist zwar darauf hin, dass die europäischen Vorschriften zur Regulierung von Investmentfonds sowie die zusätzlichen Vorkehrungen der Fonds-Anbieter dieses Verlustrisiko begrenzen. So darf sich der Swap-Anteil auf höchstens 10 Prozent des Fondsvermögens belaufen. Zudem werden die Swap-Partner teils dazu verpflichtet, Sicherheiten zu hinterlegen. Letzteres ist allerdings häufig nicht in den jeweiligen Verkaufsprospekten festgesetzt. Die Verbraucherzentrale rät Anlegern daher zu gesunder Skepsis gegenüber etwaigen Versprechen der Herausgeber.

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Ferner kritisiert die Verbraucherzentrale, dass Anleger die Kosten, welche durch Swap-Geschäfte entstehen, nur schwer nachvollziehen können. Hier besteht womöglich die Gefahr, dass neben den TER weitere versteckte Gebühren auf Anleger hinzukommen. Grundsätzlich rät die Verbraucherzentrale nicht vom Kauf synthetischer ETFs ab. Anleger sollten sich vorab jedoch ausgiebig über die möglichen Risiken informieren.

Auch physische Replikation kann Tücken beinhalten

Auch bei ETFs, welche ihren Index rein physisch abbilden, warnt die Verbraucherzentrale von versteckten Risiken. So behalten sich die meisten Anbieter vor, die Wertpapiere des Fonds an Spekulanten zu verleihen. Die hierdurch erzielten Gebühren werden als Mehreinnahmen verbucht und können dazu beitragen, dass der ETF besser performt als sein Index.

Diese Chance auf eine höhere Rendite geht jedoch auch mit einem gesteigerten Risiko einher. Ähnlich wie bei Swaps besteht auch bei diesen Leihgeschäften ein Verlustrisiko durch eine mögliche Zahlungsunfähigkeit des Partners. Zwar verlangen Fondsgesellschaften meist Sicherheiten für ihre Leihgeschäfte. Laut Verbraucherzentrale bedeutet dies jedoch niemals einen hundertprozentigen Schutz vor Verlusten. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Anbieter in den Prospekten oft vorbehalten, einen Teil der erzielten Mehreinnahmen einzubehalten.

Gute Altersvorsorge auch für kleine Vermögen

Insgesamt beurteilt die Verbraucherzentrale ETFs positiv. Dabei wird hervorgehoben, dass vor allem Menschen mit geringeren Vermögen hierdurch eine gute Möglichkeit haben, für ihr späteres Leben finanziell vorzusorgen. Theoretisch reicht hier bereits ein Depot aus drei verschiedenen Indexfonds aus. Die monatlichen Anlagekosten belaufen sich dabei pro ETF teils nur auf 25 Euro. Grundsätzlich müssen Anleger jedoch immer bereit sein, sich vorher ausgiebig über das gewählte Anlageprodukt zu informieren.

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2 KOMMENTARE

  1. Schöne Erklärung der Unterschiede zwischen synthetisch und physisch replizierenden ETFs. Was mich jedoch leicht verwundert ist die Erwähnung von ca 3 ETFs im Depot, ohne nähere Begründung.
    Nimmt man beispielsweise den MSCI World, sollte bereits ein guter Grundstock gegeben sein.

    Selber setze ich neben diesem noch auf Einzelwerte aus dem Technikbereich. Wäre ich völlig passiv tätig würde mir jedoch auch schon ein ETF vollkommen ausreichen. Wichtiger ist dann eher, halbwegs zeitnah seine Anteile bei guten Kursen Stück für Stück zu verkaufen, wenn man das Geld beispielsweise für die Altersvorsorge angelegt hat.

  2. Ich spare einfach weiter, entnehme auch nix . Brauch das Geld eh nicht, dann kriegen es halt die Kinder. Ob Crash kommt oder nicht immer weiter… egal ob Fond oder ETF …

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