100 Euro monatlich in ETFs: So würde ich das Geld aufteilen

Ich bin Oliver, 29 Jahre alt und Redakteur bei ETF Nachrichten. Bei meiner privaten Geldanlage setze ich auf eine Mischung aus verschiedenen Asset-Klassen. ETFs machen einen wichtigen Teil meiner Anlagestrategie aus und sind für mich ein absolutes Basis-Investment, um das Risiko gezielt zu streuen. Wenn ich heute noch einmal neu mit ETF-Investments beginnen würde und 100 Euro monatlich zur Verfügung hätte, würde ich wie folgt vorgehen.


Methode 1: ein ETF für 100 Euro?

In Deutschland sind weit über 1000 ETFs handelbar. Anleger haben die Qual der Wahl. Soll es ein World-ETF, ein Themen-ETF oder ein Länder-ETF sein? Doch reicht überhaupt ein einziger ETF für ein Depot mit einer monatlichen Sparrate von 100 Euro? Grundsätzlich können Anleger mit dieser Sparrate einen World-ETF wählen. Eine gute Wahl ist der iShares MSCI ACWI UCITS ETF (ISIN: IE00B6R52259). Dieser enthält über 1600 Unternehmen auf der ganzen Welt. Die Gewichtung der Schwellenländer ist deutlich höher als bei einem herkömmlichen World-ETF. Somit streuen die Anleger ihr Risiko noch mehr und investieren diversifiziert in den weltweiten Aktienmarkt. Doch nicht jedem Investoren genügt es, einen ETF zu wählen. Häufig wird dieser zu wenig den eigenen Vorstellungen gerecht.

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Methode 2: World-ETF und Schwellenländer-ETF?

Der MSCI ACWI UCITS ETF enthält mehr Schwellenländer als die MSCI World Variante. Dennoch sind die Industriestaaten der Welt stark überrepräsentiert. Bei der zweiten Variante können Anleger eine Aufteilung der 100 Euro-Sparrate pro Monat vornehmen. Je nach Risikoaffinität entfallen 50-80 % auf den World-ETF. Der Rest wird in einen Emerging Markets ETF investiert. Je höher der Anteil für den MSCI World ist, desto geringer ist das Risiko der Geldanlage.


Individuelle Kombination aus ETFs

Weit verbreitet ist die Annahme, dass die Geldanlage mit ETFs etwas für Langweiler ist. Demgegenüber verspricht das Stockpicking Aufregung und Spaß. Doch dies muss nicht zwangsläufig so sein. Mit Themen-ETFs können Anleger ganz nach ihren Bedürfnissen und Wünschen in individuelle ETFs investieren. Wer auf eine grüne und nachhaltige Zukunft baut, investiert in den Lyxor New Energy ETF (ISIN: FR0010524777). Ebenfalls beliebt ist der iShares Digitalisation ETF (ISIN: IE00BYZK4883) als Profiteur der Digitalisierung. Dennoch sollten sich langfristige Anleger immer die Frage stellen, ob derartige Themen-ETFs die richtige Wahl sind. Empfehlenswert bei einer 100 Euro-Sparrate ist dies mit Sicherheit nicht. Vielmehr sollten die 100 Euro auf maximal zwei ETFs aufgeteilt werden.

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Mit dem Investieren anfangen

Time in the Market vs. Timing the Market – Market-Timing ist selten erfolgreich. Fortan sollten Anleger nicht zögern, mit dem Investieren zu beginnen. Ganz gleich, ob 50, 100 oder 200 Euro pro Monat. Der erste Schritt ist die Eröffnung eines Depots und das Anlegen eines ETF-Sparplans. Wer früher anfängt, profitiert länger vom Zinseszinseffekt und wird nach einigen Jahren auf eine tolle Rendite blicken. Natürlich ist die Entscheidung für einen ETF wichtig. TER-Kostenquote, Abbildungsart, Diversifikation und vergangene Performance können sinnvolle Auswahlkriterien sein, um den besten ETF zu finden. Dennoch sollten Anleger nicht endlos grübeln – bei über 1000 zur Verfügung stehenden ETFs ist es nahezu logisch, dass mehrere ETFs in die engere Auswahl kommen und eine abschließende Entscheidung schwer fällt. Letztendlich hilft nur eins: mit dem Investieren anfangen!

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Wer mit 100 Euro monatlich bei einer erwarteten Rendite von 6 % für 10 Jahre investiert, bekommt am Ende 16.000 Euro. Über 4300 Euro beträgt der Wertzuwachs. Bei 15 Jahren sind es bereits über 10.000 Euro Wertzuwachs bei einem Gesamtvolumen von 28.000 Euro. Der Zinseszins als achtes Weltwunder lässt grüßen!


Sparrate erhöhen

Bestenfalls erhöhen Anleger ihre monatliche Sparrate von 100 Euro. 100 Euro pro Monat sind ein guter Anfang. Dennoch genügen diese nicht, um das Depot breit aufzustellen und individuelle Präferenzen auszudrücken. Wer ein mittleres Risiko wünscht, könnte fortan 60 % in einen breit aufgestellten World ETF-investieren, 25 % für die Emerging Markets nutzen und zugleich mit 15 % persönliche Supertrends der Zukunft abbilden. Die Erhöhung der Sparrate ist mit einigen Tricks möglich. Investitionen sind wichtiger als Konsum. Anstelle einer unnötigen Anschaffung im Monat oder mit einem Coffee-to-Go von Zuhause sparen Anleger schnell 50 Euro ein. Schon lässt sich die Sparrate erhöhen und noch erfolgreicher in ETFs investieren.

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Fazit – wie würde ich die 100 Euro investieren?

Eine Sparrate von 100 Euro pro Monat ist überschaubar. Aus meiner Sicht lohnt es sich nicht, zahlreiche ETFs rauszusuchen und in diese zu investieren. Bei derartigen Beträgen sollte der Fokus auf Basisinvestments liegen. Eine Mischung des World-ETFs mit einem Emerging Markets ETF ist das Mittel der Wahl. In jungem Alter kann ich mit einer Risiko-Gewichtung von 60 / 40 % gut leben. Sofern es möglich ist, die monatliche Sparrate zu erhöhen, wäre ein Themen-ETF verlockend. Vielversprechend sind Megatrends wie Erneuerbare Energien, E-Commerce, Gaming oder Digitalisierung.

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