Darum würde ich aktuell die Finger von der AstraZeneca-Aktie lassen

Unser Autor Daniel Robrecht schreibt bei ETF Nachrichten über die Geldanlage mit Aktien und ETFs. Neben seinen langfristigen Investments steht er auch mittelfristigen Kurschancen aufgeschlossen gegenüber. Im folgenden Beitrag geht er jedoch darauf ein, warum er von der heiß diskutierten AstraZeneca-Aktie die Finger lassen würde.

Spätestens seit dem Beginn der Corona-Pandemie und der schnellen Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffs ist das Pharma-Unternehmen AstraZeneca (WKN: 886455) in aller Munde. Dennoch würde ich aus verschiedenen Gründen aktuell die Finger von der AstraZeneca-Aktie lassen.

Schwache Kursentwicklung

Die Kursentwicklung der AstraZeneca-Aktie offenbart ein schwaches Bild. Bei meinen langfristigen Investments erscheint auch immer wieder ein antizyklischer Ansatz verlockend. Kurz- und mittelfristig ist jedoch oftmals ein Momentum die bessere Wahl.

Im Gegensatz zu anderen Corona-Profiteuren und Impfstoff-Herstellern verlor die AstraZeneca-Aktie im letzten Jahr sogar etwas an Wert. Seit dem IPO im letzten Jahrtausend performte die Aktie mit weniger als 30 %. Wenn das mal kein Armutszeugnis für über 20 Jahre an der Börse ist.

Hin und her mit Covid-19-Impfstoff

Hin und her macht Taschen leer – dieser Merksatz soll eigentlich Anleger daran erinnern, dass das ständige Kaufen und Verkaufen von Aktien lediglich dem Broker Gewinne bringen. Doch auch auf das Procedere mit dem Covid-19-Impfstoff bei AstraZeneca passt das Zitat.

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Zunächst war der Impfstoff nicht für die älteren Bevölkerungsgruppen geeignet. Mittlerweile sind es die jungen Frauen, die besonders gefährdet für Nebenwirkungen scheinen. Für wen wird der Impfstoff demnächst geeignet sein? Eins ist sicher – durch das Hin und Her verlieren AstraZeneca und der Impfstoff an Vertrauen. Dies geht nicht nur zulasten des britisch-schwedischen Konzerns, sondern auch zulasten einer schnellen Durchimpfung der Bevölkerung.

Impfstoff-Überschuss im Sommer

Nach und nach dürften immer mehr Impfstoffe auf den Markt kommen. Bei den etablierten Herstellern läuft die Produktion schneller an. Immer mehr Dosen werden in kürzerer Zeit produziert. Darüber hinaus sind weitere Impfstoffe in fortgeschrittenen Phasen der Entwicklung. Schon bald rechnen Experten mit der Zulassung des zweiten deutschen Impfstoffs von CureVac (WKN: A2P71U). Wenn im Sommer ein Impfstoff-Überschuss herrscht, werden sich wohl die wenigsten für den AstraZeneca-Impfstoff entscheiden.

Die öffentliche Wahrnehmung

In der öffentlichen Wahrnehmung gab AstraZeneca ein schlechtes Bild ab. Die Nebenfolgen beim Impfstoff oder der Streit mit der EU um Lieferengpässe – die Wenigsten haben wohl momentan ein gutes Gefühl, wenn es um AstraZeneca geht. Doch das ist keine gute Basis für eine überdurchschnittliche Kursperformance in der nächsten Zeit.

Schwaches Wachstum in den letzten Jahren

Zudem konnten auch die Wachstumszahlen vor der Corona-Pandemie nicht überzeugen. Der Umsatz stagnierte fast, der Gewinn stieg mit weniger als 3 %. Zwar scheinen die Zukunftsaussichten dank Corona-Impfstoff nun besser. Doch wie viel Impfstoff AstraZeneca verkaufen wird und wann die Pandemie ein Ende nimmt, weiß heute niemand. Für mich ist das ein bisschen zu viel Unsicherheit, um die AstraZeneca-Aktie zu kaufen.

Bessere Investment-Alternativen

Keine Frage, die Pharmabranche ist ein defensiver Zukunftstrend, der in keinem Depot fehlen sollte. Langfristig treiben die wachsende Bevölkerung, der steigende Wohlstand, die alternden Gesellschaften und der technologische Fortschritt das Wachstum der Gesundheitsbranche an. Doch ich würde die Finger von der AstraZeneca-Aktie lassen, weil mir bessere Alternativen zur Verfügung stehen.

Wenn ich an große Chancen in der Gesundheitsbranche denke, stoße ich beispielsweise auf das günstig bewertete Gesundheitsunternehmen Fresenius (WKN: 578560), den beständig wachsenden Medizintechnik-Konzern Stryker (WKN: 864952) oder ein spekulatives BioNTech-Investment (WKN: A2PSR2). All diesen Unternehmen und vielen mehr traue ich eine bessere Zukunft zu, als dies bei AstraZeneca der Fall ist.

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