Aktiendepot aufbauen: Schritt für Schritt zur richtigen Strategie 

Für Erfolg am Aktienmarkt kommt es auf die Strategie an. Da spielt es keine Rolle, ob du als langfristiger Investor an der Börse unterwegs bist oder kurzfristig Geld mit dem Trading von Aktien verdienen möchtest. Die richtige Strategie ist die Basis für den Erfolg.

Dabei muss es keine Lehrbuch-Strategie sein, die Anleger am Aktienmarkt verfolgen. Vielmehr können individuelle Bedürfnisse, Wünsche und die persönliche Situation in die Strategiefindung einfließen. Schließlich kommt es am Ende ganz und allein darauf an, ob du langfristig eine überdurchschnittliche Rendite einfährst oder kurzfristig profitabel handelst. Dennoch können dir die folgenden Leitfragen helfen, deine richtige Strategie zu finden.

Trading oder Investieren?

Zunächst stellt sich die Frage, was du am Aktienmarkt eigentlich machen möchtest. Wer kurzfristig mit dem Handel von Aktien Geld verdienen möchte, braucht eine Trading-Strategie. Wer sich demgegenüber langfristig an Unternehmen und der Wirtschaft beteiligen möchte, braucht eine Strategie fürs Investieren. Bei uns konzentrieren wir uns auf letztgenannten Ansatz. Es geht darum, langfristig mit Aktien & ETFs Vermögen aufzubauen.

Aktives Stockpicking oder passives Investieren?

Bei der langfristigen Geldanlage an der Börse haben Investoren die Qual der Wahl. Entweder betreiben sie aktives Stockpicking oder sie entscheiden sich für das passive Investieren. Die aktive Auswahl von Einzelaktien hat den Vorteil, dass sich nur diejenigen Unternehmen im Depot befinden, an denen du dich wirklich beteiligen möchtest. Du kannst mit Einzelaktien den marktbreiten Index schlagen – auch wenn dies den meisten Anlegern nicht gelingt.

Demgegenüber erfreuen sich die Exchange Traded Funds immer größerer Beliebtheit. Die passiven ETFs ermöglichen eine diversifizierte, risikoarme und kostengünstige Geldanlage. Mittlerweile gibt es in Deutschland weit über 1500 ETFs, die den Anlegern zur Verfügung stehen. Es ist also für jeden Geschmack das Richtige dabei. Bei den ETFs bekommt man die Rendite, die der zugrunde liegende Index erzielt (ab- oder zuzüglich des Tracking-Errors) – nicht mehr, aber eben auch nicht weniger!

Welche Assetklassen möchte ich haben?

Für die Geldanlage stehen verschiedene Anlageklassen zur Verfügung. Theoretisch kannst du dein Geld auf Tages- und Festgeldkonto parken – außer deinem Notgroschen sollte sich jedoch kein Vermögen dort befinden. Schließlich vernichtet die Inflation den Geldwert, da die Zinsen zu niedrig sind.

Darüber hinaus kann man Geld in Wertpapiere, Immobilien, Rohstoffe oder alternative Assetklassen investieren. Der Hauptteil deines Vermögens sollte sich in Aktien & ETFs befinden. Schließlich zeigen langfristige Studien eindeutig, dass die Rendite dieser Anlageklasse die Alternativen deutlich schlägt. Je nach persönlicher Präferenz kannst du auch in Rohstoffe und Immobilien diversifizieren. Je jünger du bist, desto höher kann jedoch deine Aktienquote sein.

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Wie gewichte ich Liquidität, Sicherheit und Rendite?

Bei der Geldanlage gibt es das magische Dreieck. Dieses enthält Rendite, Sicherheit und Liquidität. Innerhalb dieses Dreiecks solltest du entscheiden, wo du deine persönliche Situation einordnest. Möchtest du eine sichere Geldanlage? Soll diese immer liquide sein? Oder möchtest du die maximale Rendite erzielen, um möglichst schnell Vermögen aufzubauen?

Die Anlageklasse Aktien kommt bei einer Betrachtung des magischen Dreiecks gut weg. Schließlich ist bei diversifizierten Investments die Sicherheit angemessen. Die Rendite ist am höchsten. Zudem kannst du jeden Tag deine Wertpapiere innerhalb weniger Sekunden verkaufen. Allerdings wirkt es sich negativ auf die Verfügbarkeit aus, dass regelmäßig Crashs und Korrekturen an der Börse anstehen. Dann solltest du deine Aktien keinesfalls verkaufen, da du andernfalls Buchverluste realisierst. Dies könnte dir langfristig teuer zu stehen kommen.

Growth-, Value- oder Dividendenstrategie?

Wenn du dich nun für deine Gewichtung deines Aktien- & ETF-Portfolios entschieden hast, geht es an die Auswahl der Investmentstrategie. Setzt du lieber auf Wachstumsunternehmen? Bevorzugst du sichere Value-Titel oder möchtest du mit einer Dividendenstrategie einen regelmäßigen Cashflow erhalten?

Grundsätzlich kannst du auch eine Kombination dieser Strategien anwenden. Zugleich gibt es nicht die eine Strategie – vielmehr kannst du deine eigenen Kriterien einbeziehen. Wichtig ist jedoch, dass du in Zukunft weißt, wann du ein Unternehmen in das Depot aufnimmst und immer kennst, in was du investieren möchtest.

Prozyklisch oder antizyklisch investieren?

Zu guter Letzt solltest du dir auch überlegen, ob du einen prozyklischen oder antizyklischen Investmentansatz verfolgst. Bei der prozyklischen Variante investierst du in Unternehmen, die besonders gut laufen. Dies basiert auf der Annahme, dass bestehende Trends tendenziell weitergehen. Wer antizyklisch investiert, greift dann zu, wenn die Mehrheit der Marktteilnehmer pessimistisch ist. Wenn keiner die Aktien oder ETFs kaufen möchte, ist deine Zeit gekommen.

Doch bei der Strategiefindung musst du dich nicht zwangsläufig für einen Ansatz entscheiden. Auch hier kannst du Kriterien für dich definieren, wann du antizyklisch nachkaufst oder prozyklisch in ein Unternehmen einsteigst.

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Nach meinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium habe ich mich für eine Tätigkeit als Freelancer entschieden. Mein Fokus beim Texten liegt seit vielen Jahren auf den Themen Geldanlage, Kapitalmärkte und Business. Auch im Privatleben gibt es für mich keinen Tag ohne Börse, Aktien und Co.

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