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Allianz beendet China-Joint-Venture – Was ist passiert?
Allianz beendet China-Joint-Venture – Was ist passiert?

Mario Pervan Investor shield

Profi Investor

Der größte Versicherungskonzern aus Deutschland und zugleich festes DAX-Mitglied hat für eine große Überraschung gesorgt. Nach rund 20 Jahren geht ein Teil des Kapitels China zu Ende. Doch was sind die Hintergründe für den überraschenden Ausstieg und lohnt sich derzeit ein Kauf des Wertpapiers? Wir haben die Situation und das Wertpapier für Dich genauestens untersucht. Die Antworten darauf findest Du in diesem Beitrag.

Allianz – Der Großkonzern aus Deutschland

Ohne große Zweifel gehört die Allianz SE zu den größten und erfolgreichsten Unternehmen des Landes und gleichzeitig zu den führenden Versicherungsgesellschaften im internationalen Umfeld. Seit der Gründung im Jahre 1890 ist der heutige Konzern massiv gewachsen und betreut damit rund 126 Millionen Kunden in 76 Ländern weltweit. Zu den Kernkompetenzen gehört vor allem der Bereich der Lebens- und Krankenversicherungen, woraus mehr als die Hälfte des Umsatzes generiert wird.

Das zweite große Standbein der Allianz ist der Bereich rund um die Schadens- und Unfallversicherungen, welche in etwa die zweite Hälfte des heutigen Umsatzes beisteuern. Doch was macht die Allianz über solch eine lange Zeit derart erfolgreich? Zum Erfolgsfaktor gehören neben den maßgeschneiderten Produkten vor allem das breite Netz aus Kundenberatern, welches bis in die kleinsten Provinzen hinein reicht. Auch in der Zukunft setzt die Allianz neben dem Online-Segment auf individuelle Beratung vor Ort.

China-Joint-Venture – Schluss mit dem Kapitel

Bereits 20 Jahre ist das Joint-Venture mit dem chinesischen Versicherer China Pacific Insurance her. Damals wurde die sogenannte CPIC Fund Management Gesellschaft gemeinsam gegründet, deren Anteile bisher zu 49 Prozent der Allianz und 51 Prozent der China Pacific Insurance zugehörig waren. Das damalige Ziel lautete: Erobern des chinesischen Vermögensverwaltungs-Markt. Doch warum zieht sich die Allianz plötzlich zurück?

Die Antwort ist in der Strategie des Konzerns zu finden. Wie das Management bekanntgegeben hat, soll der chinesische Markt nicht aufgegeben werden. Allerdings soll sich in der Zukunft auf die Asset-Manager konzentriert werden, an denen die Allianz 100 Prozent der Anteile hält. Eine vollständige Übernahme der CPIC Fund Management Gesellschaft wäre nach eigenen Angaben perspektivisch nicht möglich gewesen.

Die Anteile der Allianz werden jedoch nicht an die China Pacific Insurance verkauft, sondern an die Guotai Junan Securities. Bei Guotai Junan Securities handelt es sich um eine der größten Investmentbanken in der Volksrepublik China (siehe auch China-ETFs). Über den Kaufpreis wurde allerdings bisher kein Detail verloren. Dafür gab es einen optimistischen Ausblick in die Zukunft, denn es soll in China eine eigene Fondsgesellschaft gegründet werden, als sogenannter Early-Mover am Markt. Doch wie steht es allgemein um die Geschäftslage der Allianz?

Die wichtigsten Zahlen der Allianz im Überblick

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Blickt man auf die aktuellen Umsatzzahlen des Konzerns, dann konnte auch in diesem Geschäftsjahr ein Wachstum erzielt werden. Im Vergleich zum Vorjahr wird der Umsatz aller Voraussicht nach um rund vier Milliarden Euro bzw. 2,6 Prozent auf 156,5 Milliarden Euro anwachsen. Im EBIT (14,6 Milliarden Euro) ist mit einer Verbesserung von rund 500 Millionen Euro bzw. 3,5 Prozent ein ähnliches Wachstum ersichtlich. Damit wird sich die Umsatzrendite von 9,02 Prozent leicht auf 9,28 Prozent in 2023 erhöhen.

Auch in der Zukunft ist von einem konstanten Wachstum auszugehen, bei einer gleichzeitigen Steigerung der Rendite. Gelingt die Strategie im chinesischen Markt, könnte der Umsatz nochmal deutlich an Rückenwind gewinnen. Neben der Steigerung in Umsatz und Ergebnis wird angestrebt, die Verschuldung des Versicherungskonzerns kontinuierlich abzubauen. Derzeit beträgt die Nettoverschuldung rund 17,5 Milliarden Euro. Bereits im Jahr 2025 soll diese rund zwei Milliarden geringer ausfallen. Damit wird unter anderem den gestiegenen Kapitalkosten entgegengewirkt.

Die Aktie der Allianz SE – Lohnt sich ein Einstieg?

Die Meldung über den Verkauf der Anteile am Joint-Venture hatte nur eine geringe Auswirkung auf das Wertpapier. Am vergangenen Freitag verlor der Titel leicht über 1,6 Prozent an Wert und fiel damit auf das gleiche Kursniveau wie zu Wochenbeginn zurück. Blickt man allerdings weiter zurück auf den Jahresbeginn, dann notiert die Allianz-Aktie mit 9,7 Prozent in der Gewinnzone.

Aber nicht nur auf kurzer Sicht kann die Aktie punkten. Aus der Sicht von fünf Jahren notiert der Titel mit 20,3 Prozent im Plus. Dabei gilt es anzufügen, dass die Allianz besonders für die hohen Dividendenausschüttungen bekannt ist. Für das letzte Jahr wurden beispielsweise 11,40 Euro je Anteilsschein an die Aktionäre ausgeschüttet, was eine Rendite von 5,7 Prozent zum Kurs von 201 Euro betrug. Zudem haben die Ausschüttungen in den letzten Jahren stets kontinuierlich stattgefunden, in Verbindungen mit regelmäßigen Erhöhungen.

Besonders für Investoren, die auf eine zuverlässige Dividende großen Wert legen, bietet sich ein Investment in die Aktie der Allianz bestens an. Darüber hinaus signalisiert ein KGV von 9,7 sowie ein KBV von 0,82 eine attraktive Bewertung. Das sehen auch diverse Analysten, die überwiegend zum Kauf raten, bei einem durchschnittlichen Kursziel von 13,5 Prozent.

iShares STOXX Europe 600 Insurance UCITS ETF (ISIN: DE000A0H08K7) als Investmentalternative

Wer allerdings nicht nur in ein einzelnes Versicherungsunternehmen investieren möchte, sondern in die ganze Branche, dann steht mit dem Versicherungs-ETF von iShares eine optimale Alternative zur Debatte. Nachgebildet werden auf physischer Weise die größten Versicherungskonzerne, die auch im STOXX Europe 600 enthalten sind. Derzeit sind damit 31 Wertpapiere aus Europa enthalten. Genau diese Unternehmen haben seit Beginn des Jahres für eine Kursrendite von 7,55 Prozent gesorgt.

Blickt man in diesem Zusammenhang auf die letzten 10 Jahre, dann lag die durchschnittliche Rendite bei ziemlich genau 8,75 Prozent im Jahr, womit eine Gesamtrendite von 131 Prozent zustande gekommen ist. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass regelmäßige Ausschüttungen vorgenommen werden. Im vergangenen Jahr lag die Dividendenausschüttung bei 1,34  Euro bzw. 4,07 Prozent.

Ein tieferer Blick auf die Allokation des ETFs verrät schnell, dass die deutsche Allianz SE maßgeblich für die Wertentwicklung des Fonds verantwortlich ist, um genau zu sein mit 17,7 Prozent. Darüber hinaus findet sich die Zurich Insurance mit 12,6 Prozent sowie die AXA mit 10,4 Prozent wieder. Möchtest Du schlussendlich investieren, dann muss mit einer jährlichen Gesamtkostenquote von 0,46 Prozent gerechnet werden. Das Fondsvolumen liegt zudem bei 253 Millionen Euro.

 

Jeder Handel ist riskant. Keine Gewinngarantie. Jeglicher Inhalt unserer Webseite dient ausschließlich dem Zwecke der Information und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Dies gilt sowohl für Assets, als auch für Produkte, Dienstleistungen und anderweitige Investments. Die Meinungen, welche auf dieser Seite kommuniziert werden, stellen keine Investment Beratung dar und unabhängiger finanzieller Rat sollte immer wenn möglich eingeholt werden.

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Mario Pervan

Profi Investor

Mario Pervan

Profi Investor

An der Börse zu investieren ist viel zu kompliziert und benötigt ein Kapital von mehreren Millionen Euro? Viele haben genau diese Vorstellung, daher habe ich es zu meiner Aufgabe gemacht, mein Wissen über Aktien, Kryptowährungen, ETFs und vielen weiteren Investmentmöglichkeiten mit so vielen Menschen wie möglich zu teilen. Anbei einige Fakten zu mir: - 24 Jahre alt - 6 Jahre Börsenerfahrung - Vorliebe zu Dividenden-Aktien - meist ein langfristiger Anlagehorizont - stetig auf der Suche nach Chancen, um Ineffizienzen des Marktes auszunutzen
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