Neun Bitcoin-ETFs abgelehnt: diese ETFs sind noch im Rennen

Für Bitcoin-Jünger ist es so etwas wie die Suche nach dem heiligen Gral: Ein Indexfonds (ETF) auf den Bitcoin würde die Kryptowährung auf dem breiten Anlagemarkt verfügbar machen. Eine Genehmigung eines Bitcoin-ETF würde sowohl den Zugang für Anleger zur Kryptowährung erleichtern, als auch als Zeichen dafür gewertet werden, dass der Bitcoin im etablierten Finanzmarkt angekommen wäre.

In diesem Tagen gab es für Bitcoin-Fans allerdings einen herben Rückschlag:

In dieser Woche lehnte die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) offiziell die Anträge für neun Future-basierte Bitcoin-ETFs von drei verschiedenen Emittenten ab.

Diese ETFs wurden abgelehnt

Der ETF-Anbieter Direxion hatte fünf Bitcoin-ETFs angemeldet, während die Anbieter GraniteShares und ProShares jeweils zwei Indexfonds ins Rennen geschickt haben. Alle neun Fonds wurden nun von der SEC abgelehnt.

Dies sind nicht die ersten Bitcoin-ETFs, die in diesem Jahr abgelehnt wurden: Erst im Juli hat die SEC in zweiter Instanz beschlossen, an ihrer ursprünglichen Ablehnung eines vorgeschlagenen Bitcoin-ETF der Winklevoss-Zwillinge festzuhalten.

Warum wurden die ETFs abgelehnt?

Die SEC verwendete bei der Ablehnung aller neun Fonds die gleiche Argumentation. Das Problem: Alle neun abgelehnten ETFs basierten auf Bitcoin-Future-Kontrakten.

Bei der Begründung stellte die SEC massive Bedenken hinsichtlich der Manipulation fest und argumentierte, dass beide Börsen, an denen die ETFs gelistet worden wären – NYSE Arca und Cboe – nicht bewiesen hätten, dass sie über ausreichende Regeln verfügten, um „betrügerische und manipulative Handlungen und Praktiken“ zu verhindern.

Die SEC kritisierte auch die noch immer geringe Größe des Bitcoin-Future-Marktes und schrieb, es gebe „unzureichende Hinweise“, um sicherzugehen, dass Bitcoin-Futures ausreichend viel gehandelt würden, um ein börsengehandeltes Produkt zu rechtfertigen.

Auch die Intransparenz kam in der Ablehnung zur Sprache: die SEC kritisierte, dass ein großer Teil des Handels „an nicht regulierten Handelsplätzen in Übersee stattfindet“.

Ein weiterer Kritikpunkt: Im Falle der ETFs, die von Direxion angemeldet wurden, wären auch der Handel mit Optionen und Swaps für Bitcoin-Futures möglich gewesen, um eine Hebelwirkung zu erzielen. Die SEC argumentierte allerdings, dass für dieses Vorhaben zu wenig Informationen über die Größe und Liquidität dieses Marktes vorhanden seien.

Die SEC teilte in der Begründung weiter mit, sie habe „keine Grundlage, um zu prognostizieren, wie diese Märkte im Laufe der Zeit wachsen oder sich entwickeln könnten oder ob sie eine ausreichende Größe erreichen könnten.“

Diese Bitcoin ETFs sind noch im Rennen

Auch wenn die SEC in diesem Jahr bereits 10 Bitcoin-ETFs abgelehnt hat, liegen die Hoffnungen auf zwei weiteren ETFs, bei denen die Entscheidung noch aussteht.

Bereits im Juni reichten die ETF-Anbieter VanEck und SolidX einen physisch abgesicherten Bitcoin-ETF ein, der sich ausdrücklich an institutionelle Anleger richten soll. Laut Anmeldeunterlagen soll der Einstandspreis für einen Anteil bei 200.000 US-Dollar liegen. Dieser Preis würde voraussichtlich viele Privatanleger von einem Investment abhalten.

Die Fokussierung auf institutionelle Anleger kann allerdings der entscheidende Vorteil für VanEck/SolidX sein: Erst kürzlich schrieb die SEC-Kommissarin Hester M. Peirce im Zuge der Ablehnung des ETFs der Winklevoss-Zwillinge: „Eine größere institutionelle Beteiligung würde viele Bedenken der Kommission hinsichtlich des Bitcoin-Marktes abschwächen.“

Die Entscheidung der Kommission zum Bitcoin-ETF von VanEck/SolidX ist für den 30. September angekündigt.

Ein weiterer ETF, für den die Entscheidung noch aussteht, wurde im Juli von Bitwise Asset Management angemeldet. Der zugrunde liegende Index dieses ETFs würde die 10 größten Kryptowährungen enthalten. Es wäre der erste Indexfonds, der auf einem Korb von Kryptowährungen basierte.

Keine generelle Ablehnung seitens des SEC

Ein Hoffnungsschimmer für alle Bitcoin-Fans: Die SEC machte bei der Begründung deutlich, dass die Ablehnung der ETFs von Direxion, GraniteShares und ProShares keine Ablehnung gegen das Thema Bitcoin im Allgemeinen sei. In der Ablehnung heißt es, dass die Ablehnung nicht mit der Frage gleichzusetzten sei, „ob Bitcoin oder die Blockchain-Technologie im Allgemeinen Nutzen oder einen Wert als Innovation oder eines Investments hat.“

Den Bitcoin-Kurs haben die jüngsten Ablehnungen nicht stark beeinflusst.


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