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Adler-Aktie mit Kurssprung  – Einigung mit Gläubigern als Einstiegschance?
Adler-Aktie mit Kurssprung  – Einigung mit Gläubigern als Einstiegschance?
Simon Feldhusen

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Profi Investor

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Nach den vormals schlechten Nachrichten um die Anschuldigungen bezüglich der Bilanz von Viceroy Research und der BaFin sowie den damit verbundenen Kursverlusten wurde der Adler Group nun mehr Zeit für die Rückzahlung ihrer Obligationen eingeräumt. Dafür wurden die Bedingungen jedoch verschärft, allerdings verhalf es der Aktie zu neuem Aufschwung. Wie die Konditionen genau aussehen und inwiefern es Adler aus der Krise verhelfen könnte, wird in dem folgenden Beitrag behandelt.

Einigung mit den Gläubigern der Adler-Aktie

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Das hoch verschuldete luxemburgische Immobilienunternehmen Adler sprang nach der Einigung mit rund 45 % der Anleihegläubiger über die Anpassung der Bedingungen in die Höhe. Insgesamt wird jedoch eine Zustimmung von 75 % der Anleihegläubiger benötigt. Erreicht werden soll das Ziel bis spätestens März.

Das Darlehen wird nun 2,75 Prozentpunkte höher mit 12,5 % verzinst und läuft bis 30. Juni 2025. Somit können die finanziellen Verbindlichkeiten von Adler Real Estate und Consus Real Estate refinanziert werden.

Die angefallenen Zinsen sollen bis zum 21. Juli 2025 aufgeschoben und dann erst ausgezahlt werden. Ebenfalls wird der geprüfte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 auf das Ende des nächsten Jahres verschoben. Wirksam werden sollen die neuen Bedingungen spätesten im ersten Quartal 2023.

Außerdem wurden Vereinbarungen darüber getroffen, dass unter Vorbehalt und mit Einschränkungen die Aufnahme weiterer Verbindlichkeiten möglich ist. Ebenso verpflichtete sich Adler, keine Dividenden oder andere Zahlungen an Aktionäre zu leisten.

Zwar wird das Darlehen von der Adler-Gruppe abgesichert, jedoch unter dem Vorbehalt eines positiven Sanierungsgutachtens. Hinzu kommen Änderungen der Anleihebedingungen zur Bereitstellung von Sicherheiten und weiterer üblicher Vollzugsbedingungen. Eine Ausnahme bei der Anpassung der Konditionen bildeten jedoch die Wandelanleihen.

Zusätzlich wurde die Anleihe mit einem Eigenkapitalinstrument verbunden. So sind die Inhaber zum Bezug von 25 % der Aktien zum Ausübungspreis von 0 € berechtigt. Sollte nicht innerhalb von 6 Jahren von dem Bezugsrecht Gebrauch gemacht werden, indem die Aktien ausgegeben werden, so erfolgt der Ausgleich in bar.

Somit konnte Adler eine besicherte Fremdfinanzierung in Höhe von 937,5 Mio. Euro erzielen. Insgesamt kommt das Unternehmen jedoch auf Obligationen über 3,2 Mrd. Euro, wobei es inklusive Wandelanleihen und Bankkredite sogar 6,9 Mrd. Euro sind.

Reaktionen der Adler Group

Reaktionen-der-Adler-Group

Das Management von Adler kündigte bereits die Verstärkung des Teams durch Sanierungsexperten an. Zusätzlich solle der Verwaltungsrat erweitert werden. Dabei soll ein nicht geschäftsführendes Mitglied mit umfangreichen Finanzmarkterfahrungen hinzukommen. Ausgewählt werden soll das neue Personal zusammen mit den Gläubigern der Anleihen.

Laut dem Verwaltungsratschef Stefan Kirsten wurde durch die Einigung mit den Gläubigern ein Befreiungsschlag erreicht. Denn somit könne das Unternehmen stabilisiert und die Finanzierung bis Mitte 2025 abgesichert werden. Auf diese Weise könnte Adler erst einmal aus seiner kritischen Lage befreit und eine Insolvenz abgewendet werden.

Denn somit stünde es nicht mehr mit dem Rücken an der Wand und muss nicht auf jeden Deal eingehen. Daher ist das Unternehmen auch nicht gezwungen, Vermögenswerte unter ihrem Wert zu verkaufen. Adler konnte auf diese Weise außerdem ein wesentlich teureres Insolvenzverfahren abwenden.

Vorherige Entwicklung bei der Adler-Aktie

Vorherige-Entwicklung-bei-der-Adler-Aktie

Allerdings leidet das Unternehmen noch immer unter den Vorwürfen des letzten Jahres von Viceroy Research. Zu den Anschuldigungen zählten unter anderem falsche Bewertungen von Immobilienprojekten. Jedoch wies Adler diese zurück.

Außerdem wird Adler von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beobachtet, denn sie hatte in der Bilanz des Jahres 2019 3 weitere Fehler festgestellt. Dabei wurde dem Unternehmen vorgeworfen, dass es eine unrechtmäßige Konsolidierung mit der Tochtergesellschaft ADO Properties vorgenommen hatte.

Außerdem musste die Adler Group im April ihre Zahlen veröffentlichen. Jedoch hatte zuvor der Wirtschaftsprüfer von KPMG das Testat verweigert, sodass sie auch für den Jahres- und Konzernabschluss 2022 nicht mehr bereitstehen. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Verlust in Milliardenhöhe offenbar, welcherauf zu hohe Abschreibungen zurückzuführen ist. Ebenfalls auffällig waren die Rücktritte von so gut wie allen Mitgliedern des Verwaltungsrates.

Kursreaktion auf die Einigung mit den Gläubigern der Adler-Aktie

Adler Aktie Kursverlauf nach Einigung mit Gläubigern

Auf die heutige Ankündigung setze die Aktie ihre Erholung der letzten Woche fort und stieg um bis zu 64 %. Mittlerweile notiert sie immer noch fast 41 % höher als zuletzt. Somit erreichte Adler nach dem Tief im Oktober bei 1,25 Euro einen Kurs von bis zu 2,92 Euro.

Mittelfristig sieht der Kursverlauf jedoch katastrophal aus. Denn aktuell hat Adler noch immer nicht die alten Kurse von Jahresanfang in Höhe von 11 € erreicht. Somit notiert die Aktie immer noch seit Anfang des Jahres fast 80 % niedriger. Im Vergleich zum Allzeithoch aus dem Jahr 2018 bei rund 49 € liegt der Verlust sogar über 95 %.

Im Bärenmarkt gibt es eine Anlagemöglichkeit, mit welcher zumindest keine Kursverluste erlitten werden können. Denn nicht öffentlich gelistete Assets können nicht leerverkauft oder verkauft werden. Allerdings beinhalten sie dennoch oft eine Rendite durch die schrittweisen Preisanhebungen.

Das neuste VR-Metaverse RobotEra bietet einen streng limitierten Kreis von frühen Anlegern bis zu 60 % Wertsteigerungen. Diese können in der Anfangsphase dem Projekt dazu verhelfen, ihr vollständiges revolutionäres Potenzial zu entfalten. Denn sie wollen entscheidende Schritte bei der Weiterentwicklung des Internets zum Web3 in Virtual Reality leisten. In diesem Zusammenhang will RobotEra eine möglichst große Zielgruppe mit vielfältigen Handlungsmöglichkeiten wie Gaming, Remote-Work, Events, Kunst, Themenparks, Onlineshopping und mehr begeistern.

Jeder Handel ist riskant. Keine Gewinngarantie. Jeglicher Inhalt unserer Webseite dient ausschließlich dem Zwecke der Information und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Dies gilt sowohl für Assets, als auch für Produkte, Dienstleistungen und anderweitige Investments. Die Meinungen, welche auf dieser Seite kommuniziert werden, stellen keine Investment Beratung dar und unabhängiger finanzieller Rat sollte immer wenn möglich eingeholt werden.

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Simon Feldhusen

Simon Feldhusen

Profi Investor

Simon Feldhusen

Profi Investor

Simon hat die Finanzmärkte im Jahr 2007 zum ersten Mal für sich entdeckt und beschäftigt sich seit 2016 intensiv mit ihnen. Während er sich zuvor auf Indizes, Aktien, Rohstoffe und Forex konzentriert hat, legte er 2018 seinen Schwerpunkt auf Kryptowährungen. Zudem hat er auch Kryptominer betrieben und publiziert viele Jahre als Autor auf unter anderem Finanzen.net, Coincierge.de und P2E-News.com.
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