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Euro-Absturz geht weiter: Was Anleger und Sparer jetzt wissen müssen
Euro-Absturz geht weiter: Was Anleger und Sparer jetzt wissen müssen
Simon Feldhusen

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Profi Investor

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Der Euro ist auf ein 20-Jahrestief gefallen und verursacht dadurch nun noch weitere Schmerzen in einer sowieso durch die Inflation in Mitleidenschaft gezogene Wirtschaft. Durch die erhöhten Importpreise verstärkt sich die Teuerungsrate noch einmal mehr und hinzu kommt das steigende Handelsbilanzdefizit. Ein weiterer Grund für den Abfall des Euros bestand unter anderem in dem Lieferstopp russischen Gas in die EU. Sodass sich in diesem Zusammenhang eine positive Korrelation zwischen dem Gaspreis und dem Euro herausgebildet hat. Was der Euro-Absturz jetzt für Anleger und Sparer bedeutet sowie alles Wichtige darüber erfährst du im folgenden Beitrag!

Warum wird der Euro crashen?

Schon bei der Einführung wurden die Kritiker überhört, welche auf die unterschiedliche Wirtschaftsleistung der einzelnen Volkswirtschaften und den dadurch entstehenden Anpassungsschwierigkeiten hinwiesen. Denn die Heterogenität der Länder scheint die Handlungsmöglichkeiten der Zentralbank zu behindern.

Durch Mario Draghis Worte „alles zu tun, was nötig ist, um den Euro zu retten“ und die folgenden Liquiditätsmaßnahmen wurde das Euro-Problem langfristig jedoch nur verschoben und verschärft. Denn aufgrund der Staatsschuldenkrise in den schwachen europäischen Volkswirtschaften werden stetig neue Rettungsschirme und niedrige Zinsen benötigt, um die Länder vor dem Bankrott zu bewahren. Dadurch stieg allerdings wiederum die Inflation.

Hinzu kamen die unterschiedlichen politischen Maßnahmen in Bezug auf Corona und zuletzt auch noch die Sanktionen gegenüber einem der wichtigsten und günstigsten Energielieferanten. So lag das Wechselverhältnis von Euro zu US-Dollar vor dem Ukrainekrieg noch bei 1,15 $ für 1 €.

Weiter noch sind durch die hohen Zinsunterschiede mehr Investoren von dem Euro in den US-Dollar geflüchtet. Denn während die Zinsen in den USA bereits bei 3,25 % stehen, betragen sie in er EU bisher immer noch erst 1,25 %. Die Anleger verwahren ihr Kapital hingegen lieber dort, wo ihnen höhere Zinsen vergütet werden. Darüber hinaus ist der US-Dollar auch ein sicherer Hafen und wird daher eher in Krisenzeiten bevorzugt.

Weiter noch scheint das Wachstum innerhalb der EU nicht richtig voranzukommen. Jedoch wurde auch schon zuvor das Ende des Euros prognostiziert, eingetroffen ist es bisher allerdings nicht.

Welche Folgen hat der Euro-Absturz für Anleger und Sparer?

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In der aktuellen Situation dürfte der schwache Euro sich allgemein eher belastend auswirken. Denn durch die Abwertung geraten die Unternehmen und Haushalte noch stärker unter Druck. Schließlich steigen somit die Kosten und insbesondere die für Waren und Dienstleistungen aus dem Ausland. Hinzu könnte es durch niedrige Einnahmen auch zu einem Stellenabbau kommen.

In Ländern wie Deutschland sollen laut einer Studie der Sparkassen nun Personen mit einem Monatseinkommen von 3.600 € netto keinen Cent mehr übrig haben. Im Extremfall sind aufgrund der extrem hohen Energie- und Nahrungsmittelkosten weitreichende Protestaktionen oder sogar Unruhen möglich.

Da vor allem Öl und in Zukunft auch vermehrt Flüssiggas importiert und in Dollar bezahlt werden muss, könnte ein schwächelnder Euro weitere Preissprünge bei den fossilen Energieträgern begünstigen. Auch zahlreiche andere Importe könnten im Preis steigen und so die Inflation weiterhin anheizen.

Im Gegenzug sorgt ein schwacher Euro wiederum dafür, dass heimische Produkte im Ausland günstiger angeboten werden können, was die Wettbewerbsfäfihgkeit der hiesigen Industrie stärken würde. Allerdings überwiegen derzeit eindeutig die Nachteile aufgrund sehr hoher Energiepreise.

Wie können sich Anleger und Sparer vor dem Euro-Absturz schützen?

Natürlich gibt es auch Möglichkeiten, wie du dich als Anleger oder Sparer vor dem Euro-Absturz schützen kannst. Die einfachste Option besteht jedoch darin, dass du dein Kapital einfach in einer anderen Währung aufbewahrst.

Bei deiner Auswahl der Fremdwährung solltest du vor allem die Staatsverschuldung, die politische Lage, das BIP und die Notenbankpolitik im Auge behalten. Tauschst du deine Vermögensanlage dann wiederum in Euro um, kannst du bei der Euroabwertung auch von einer Rendite profitieren.

Im Folgenden findest du eine Auflistung der besten Möglichkeiten, um sich vor dem Euro-Absturz zu schützen:

  • Konto und Depot in Fremdwährung
  • Ausländische substanzielle Aktien erwerben
  • Transportable Rohstoffe wie Gold, Silber und Diamanten
  • Diversifizierung der Kapitalanlage
  • Hedge auf fallenden EUR/USD
  • Immobilien für Privatkunden

Was passiert nach dem Euro-Absturz mit Schulden?

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Zunächst würde sich eine steigende Inflation bemerkbar machen. Müssen hingegen die Schulden dann in Euro mit der DM gezahlt werden, würde sich die Schuldenlast durch den schwächeren Euro reduzieren. Idealerweise sollte bei Darlehen dann jedoch möglichst auf fixe und niedrige Zinsen geachtet werden.

Allerdings bleiben die Entwicklungen der Gehälter dabei abzuwarten. Jedoch steigen meistens in inflationären Szenarien die Einkommen, sollte dies aber nicht der Fall sein, ist es natürlich auch schwieriger, die Darlehen zu tilgen.

Des Weiteren sind auch Zwangshypotheken möglich, da die Staaten damit ihre Verschuldung reduzieren könnten, um den Ausstieg aus dem Euro besser zu bewältigen. Was zuletzt im Jahr 1948 durchgeführt wurde.

Vermutlich könnte bei der Wiedereinführung der D-Mark dann wiederum zu einem Wechselkurs von 1 zu 1 ausgegangen werden, wie es auch bei der Einführung der Fall war. Natürlich würde dies nicht unbedingt dem Wert der beiden Währungen gerecht werden, jedoch ist es eine Möglichkeit.

Aber auch für die Kapitalanlage können daraus negative Konsequenzen resultieren. So wäre es beispielsweise denkbar, dass das Sparguthaben nur bis zu einer bestimmten Höhe ausgezahlt werden. Für alle Beträge darüber hinaus könnten dann hingegen schlechtere Wechselkurse bestehen.

Für die Bank kann dies dann eine existenzielle Krise bewirken, bei welcher sie sogar auf Sicherheiten von fast vollständig abbezahlten Immobilien zurückgreifen muss. Deshalb sind auch unter anderem die Einfrierungen von Konten möglich. Denn somit könnte eine Kapitalflucht verhindert werden.

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Simon Feldhusen

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Bereits mit 18 Jahren kam ich das erste Mal mit der Börse in Berührung und beschäftige mich seit mehr als 6 Jahren täglich mit den Finanzmärkten, Wirtschaft und Politik sowie Unternehmertum.
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